Your Horse’s IQ – Blog 15 – Obstacle Avoidance

Your horse’s IQ – Part 15

Der IQ Ihres Pferdes – Teil 15

  • As promised in the last Blog, now that we are putting obstacles in our way, things become interesting!
  • Any normal horse that is not blind himself, would of course go around an obstacle – you see that even here there might be exceptions!
  • Wie im letzten Blog versprochen, stellen wir uns nun Hindernisse in den Weg und das Leben wird interessant!
  • Jedes normale, selbst nicht blinde Pferd würde natürlich um ein Hindernis herumgehen – obwohl es auch hier Ausnahmen zu geben scheint!
Could he not have avoided that? Konnte es das Hindernis nicht umgehen?

Could he not have avoided that?
Konnte es das Hindernis nicht umgehen?

  • And from riding experiences you might already know that your horse has a very good idea about how wide and high he is himself – horses are known to use that to great advantage when trying to get rid of a rider at the fence post or under a branch! Enjoy…
  • Und aus unseren Reiterfahrungen wissen die meisten, daß ein Pferd sehr genaue Vorstellungen über seine eigene Breite und Höhe hat – Pferde sind auch bekannt dafür, diese Tatsache nach Kräften auszunutzen, wenn sie einen Reiter am Torpfosten oder unter einem Ast loswerden wollen! Viel Vergnügen…

https://www.youtube.com/watch?v=E8Sb3QKjnoE

  • How do we then teach our guide horse that from now on he has to consider us as a natural appendage to his own body, when avoiding an obstacle? That as long as I am “blind” in the follower position, he has to take care of our combined volume, instead of just himself?

9) Obstacle avoidance:

  • Horses are very well able to negotiate everyday obstacles. When guiding a blind person, the obstacles that are most common area:
  • a) solid obstacles, such as street signs, lamp posts, letter boxes, shop signs, parked cars, scaffolding and so on, and also height obstacles, such as branches or ladders.
  • b) moving obstacles, such as car, bicycle and  pedestrian traffic
  • c) and “off-curb obstacles”, when the pavement is totally blocked. This can be confusing to the blind person, if misinterpreted – and then might cause entering the road and consequent total disorientation.
  • The guide animal must alert the handler to stationary obstacles, telling him or her by stopping that he is not able to continue as directed. The dog or mini must now assess whether he will fit together with his human appendage through a narrow passage or under a low overhang, without hitting anything.

How do you do teach that? 

  • The books about training mini horses again did not help much. They all report that they ask their horses and the horses do it – bingo! But my trials with Beau, who is in my opinion not stupider than any other horse, show that the dilemma is not that simple. So again I went to the books on training guide dogs to find out, how their trainers go about it. And this is what they do:
  • They state quite clearly that “The dog must be allowed to make mistakes in order to learn through corrections” – and that makes a lot of sense to me. If Beau can’t experience “first hoof” that he should not pass through an opening, where he scrapes me off at the wall, how could he understand the concept of considering us both a unity?
  • So here is the consequence of allowing them to make mistakes! Margaret Gibbs writes in her book  (Leader dogs for the Blind 1991)

“It is not unusual for a dog guide trainer to find himself bumping into people, falling over car hoods, brushing into buildings, tripping over sidewalk toys and bicycles, stumbling into and over parking meters, mail boxes and fire hydrants…”

Obstacle avoidance – are we a unity?

  • So my fun with Beau has to turn painful for me?? It seems that I am not allowed to duck or avoid the obstacles, but rather have to shock him and wake him up to the fact that he shouldn’t run me into things in our way.
  • At home, we use a purely “dressage” arena without any toys or jumps, so the only obstacles I have at hand are the mounting step and perhaps a wheelbarrow.  They have to do for now.
  • Wie also bringen wir unserem Führpony nun bei, daß es von jetzt an seinen menschlichen Begleiter als ein zu ihm selbst gehörendes Zubehör ansehen soll, wenn es ums Umgehen einer Behinderung geht? Daß es, solange ich als Geführter „blind“ bin, sich um unser kombiniertes Volumen zu scheren hat, anstatt nur für sich selbst zu sorgen?

9) Umgehen von Hindernissen

  • Pferde können natürlich im Alltag Hindernisse überwinden. Wenn sie einen Blinden führen, bestehen diese hauptsächlich aus:
  • a) soliden Hemmnissen wie Verkehrszeichen, Lampen, Briefkästen, Reklameschildern, geparkten Autos, Gerüsten usw., und auch Behinderungen in der Höhe, wie Äste oder Leitern.
  • b)  sich bewegenden Hindernissen wie Auto-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr
  • c)  und „Neben-Randstein“ Hindernissen, wenn der Gehweg total blockiert ist. Das kann für einen Blinden sehr irreführend sein, wenn er es falsch interpretiert – und wenn es zum Betreten der Straße führt, kann es ihn ganz und gar desorientieren.
  • Das Führtier muß den Geführten auf feste Hindernisse hinweisen, und ihm oder ihr durch Abstoppen kundtun, daß es seinen/ihren Anweisungen nicht länger folgen kann. Der Hund oder das Minipony muß nun beurteilen, ob er zusammen mit seinem menschlichen Anhängsel durch einen Engpaß oder unter einem Überhang hindurchpaßt, ohne anzustoßen.

Wie lehrt man das?

  • Wieder hat das Buch über Minipony-Training mir nicht weitergeholfen. Da erzählen sie nur, daß sie es ausprobiert haben und – zack! – die Ponies alles sofort kapiert hatten. Bei meinen Versuchen mit Beau, der meiner Ansicht nach nicht dümmer ist als andere Pferde, hat sich aber herausgestellt, daß das Dilemma nicht ganz so einfach ist. Ich habe mich also wieder bei den Büchern über Blindenhunde schlau gemacht – und die machen es so:
  • Sie sagen klipp und klar, daß „es dem Hund erlaubt sein muß Fehler zu machen, um durch die Korrekturen zu lernen“ – was mir total einleuchtet. Wenn Beau nicht „ersterhuf“ erfahren kann, daß er nicht durch einen Engpaß gehen sollte, wenn er mich dabei an der Tür abstreift, wie sollte er dann das Konzept der Einheit von uns beiden verstehen?
  • So also sieht das Ergebnis ihrer Fehler-Erfahrung aus: Margeret Gibbs schreibt in ihrem Buch (Leader dogs for the Blind 1991):

“Es ist nicht ungewöhnlich für einen Blindenhundausbilder in Leute zu rennen, über Motorhauben zu fallen, an Gebäudewänden entlang zu schaben, auf dem Bürgersteig über Spielsachen oder Fahrräder zu stolpern, mit Parkuhren, Briefkästen oder Hydranten zu kollidieren…“

An Hindernissen vorbei – wir sind eine Einheit?

  • Muß mein Spaß mit Beau für mich nun schmerzhaft werden?? Es scheint mir nicht erlaubt zu sein, mich zu ducken oder Hindernisse zu umgehen, sondern ich muß ihn schockieren und ihn zur Realisierung aufwecken, daß er mich nicht in Sachen führen darf, die in unserem Weg stehen.
  • Zu Hause sind wir in einer “Nur-Dressur-Halle” ohne Spielsachen oder Sprünge, so daß ich als Hindernis nur das Treppchen und vielleicht eine Schubkarre zur Verfügung habe. Das muß reichen.

First attempt to be a unity! Erster Versuch eine Einheit zu sein!

First attempt to be a unity!
Erster Versuch eine Einheit zu sein!

  • With my eyes honestly closed we approach the large obstacle along the track. I have placed the wheelbarrow so that Beau would fit between it and the wall, but not together with me. Beau is used to “Squeeze games”, where he has to pass through a tight space (you play those to diminish your horse’s natural claustrophobia), and without hesitation he aims for the gap. With a big cry “Nein!!” I make as much drama as I can about falling over the obstacle and bang the handle of my whip on it repeatedly – Beau is so shocked that he flees for quite a stretch.
  • Of course in all corrections the animal does not get punished! In fact the trainers never touch the animal at all – the noise one produces must be enough to get the message through that next time a different solution is called for.
  • Mit meinen Augen ganz ehrlich geschlossen gehen wir auf das dicke Hindernis auf dem Hufschlag zu. Ich habe die Schubkarre so aufgestellt, daß Beau selber zwischen ihr und der Wand hindurchpaßt, aber zusammen mit mir nicht. Beau ist an „Engpaßspiele“ gewöhnt, (die wir spielen, um einem Pferd die angeborene Klaustrophobie abzugewöhnen) und ohne Zögern strebt er auf die Lücke zu. Mit einem lauten Schrei „Nein!!“ mache ich soviel Theater wie ich kann, während ich über das Hindernis falle und knalle auch laut den Griff der Gerte drauf – Beau ist so schockiert, daß er eine ganze Strecke weit flüchtet.
  • Wie in allen Korrekturen wird das Pferd natürlich nicht bestraft! Tatsächlich berührt der Ausbilder sein Tier niemals – der Krach, den man produziert, muß genug sein, um die Botschaft zu vermitteln, daß das nächste Mal eine andere Lösung her muß.
 Better solution! We detour. Bessere Lösung! Wir machen einen Umweg.Better solution! We detour.
Bessere Lösung! Wir machen einen Umweg.
  • At the next approach Beau already found a better solution and detours – the shock sits deep and he detours wide. In picture 4 you can see him asking with his ears “do you really want me to pass so closely to that thing again?” I have problems getting him back to the track and have to guide him with the whip.
  • Bei der nächsten Annäherung hat Beau die schon gefunden und macht einen Umweg – der Schock sitzt noch tief  und der Bogen fällt weit aus. Im Bild 4 kann man sehen, wie er mit seinen Ohren fragt „soll ich wirklich noch mal nah an das Ding ran?“ Ich habe Schwierigkeiten ihn zurück auf den Hufschlag zu bringen und muß mit der Gerte nachhelfen.

Beau did not connect the experience from last time to this different obstacle. Beau hat das eben gelernte nicht auf ein anderes Hindernis übertragen.

Beau did not connect the experience from last time to this different obstacle.
Beau hat das eben Gelernte nicht auf ein anderes Hindernis übertragen.

  • Now we repeat the lesson with our mounting step  – a smaller obstacle, and one I want to fall over even less! It appears that I am not a convincing actor, so Beau is only surprised, but not truly shocked. He stands quite still and waits for me to clean up my mess… but he didn’t transfer the lesson from his last obstacle-experience to this one! The Us-being-a-unity-idea has still not taken hold. I repeat “Nein Beau!!” – I back him up to correct – we get going again “walk on” – “nein Beau!” – correction on the rein, we go around “Detour!” and praise – this is the training sequence.
  • Jetzt wiederholen wir die Lektion mit dem Treppchen – ein kleineres Hindernis, aber eins über das ich noch weniger fallen möchte! Daher bin ich wohl auch keine überzeugende Schauspielerin, so daß Beau nur überrascht ist, aber nicht echt entsetzt. Er hält an und wartet bis ich mich zusammengerafft habe… aber er hat nicht automatisch das aus der letzten Lektion Gelernte auf diese Situation übertragen! Der Gedanke des Wir-sind-eine-Einheit ist noch nicht eingesunken. Ich wiederhole „Nein  Beau!!“ – richte ihn rückwärts – wir laufen wieder los – “nein Beau!” – Korrektur am Zügel – wir gehen außen rum “Detour!” und Lob  – das ist die Trainingsabfolge.
Beau stops and waits for further instructions. Beau hält an und wartet auf weitere Anleitung.

Beau stops and waits for further instructions.
Beau hält an und wartet auf weitere Anleitung.

  • At the next approach he remembers and stops in front of the obstacle to wait for further instructions. I tell him to “Detour!” and without finger sign he figures out that he should lead me around. On the well-known command “Out!” he goes back to the wall and we regain the track.
  • Bei der nächsten Annäherung erinnert er sich, hält vor dem Hindernis an und wartet auf weitere Anweisungen. Ich sage „Detour!“ und ohne Fingerzeig kapiert er, daß er mich herumführen soll.  Auf das vertraute Kommando „out!“ geht er zur Wand zurück und wir sind wieder auf dem Hufschlag.
Now he avoids the obstacle by himself. Jetzt umgeht er das Hindernis von sich aus.

Now he avoids the obstacle by himself.
Jetzt umgeht er das Hindernis von sich aus.

  • Now he knows his stuff: he angles off the track quite early – and I am not sure whether that would be desirable to a blind handler, as regaining a straight line would be vague and keeping one’s orientation might be more difficult.
  • In the past two weeks we have played the obstacle game repeatedly and most of the time Beau leads me correctly. When I insist on my “Straight!” command, he walks up to the obstacle and then stops to indicate that he can go no further. Then I give him the new “Detour!” command and he guides me around. Regaining the straight line, when we are NOT at the wall, however is not dependable…
  • Jetzt kennt er den Dreh: von sich aus verläßt er den Hufschlag ziemlich früh – und ich bin nicht sicher, ob das von einem Blinden erwünscht wäre, da das Wiedererreichen der geraden Linie dadurch vage und die Orientierung schwieriger würde.
  • In den letzten zwei Wochen sind wir das Hindernis-Spiel wiederholt durchgegangen und meistens führt Beau mich richtig. Wenn ich auf meinem „Geradeaus!“ Kommando bestehe, stoppt er vor dem Hindernis, um zu zeigen, daß er nicht weiter kann. Dann gebe ich ihm das neue Kommando „Detour!“ und er führt mich herum. Jedoch das wieder Erreichen der geraden Linie, wenn wir NICHT an der Wand laufen, ist nicht zuverlässig…
PuddleCombo2
  • Recognition and guiding me around changing surface conditions is another matter again. Truth be told, Beau would have gladly avoided the puddle himself, because he doesn’t like to get his feet wet unnecessarily. He seems to say “first you direct me into it and then I get splashed as a reward??” As Beau grew up in the big outdoors, he is naturally on the lookout for changing surfaces and has a tendency to test them, before stepping onto something. This would be less of a problem for us.
  • At present I am on the look-out for a low hanging branch in my area to see, whether I can also make him understand the concept of an overhead-obstacle. If he leads me into such an obstruction (which I am sure he would at first) I would then need an assistant to vigorously shake the branch into Beau’s face while I shout “Nein Beau!!”, back him up and try again, in a similar manner as we did for the other obstacles.
  • As I will not attempt to train my Methuselah of a horse as a real guide for the blind, I will stop my experiments for the moment. You will find more about moving obstacles under point 16 “intelligent disobedience”.

Read on!!!

  • Das Erkennen und Herumführen um veränderte Bodenbeschaffenheit ist wieder etwas anderes. Um ganz ehrlich zu sein hätte Beau gerne von sich aus die Pfütze vermieden, da er nicht gerne unnötig nasse Füße kriegt. Sein Gesichtsausdruck scheint zu sagen „erst leitest du mich mitten rein und dann werde ich auch noch voll gespritzt?“ Da Beau auf einer Ranch aufgewachsen ist, paßt er von sich aus auf Bodenbeschaffenheit auf und testet sie auch, bevor er wo hineintritt. Das wäre für uns weniger ein Problem.
  • Zur Zeit suche ich nach einer Stelle mit einem überhängenden Ast in der richtigen Höhe, um zu probieren, ob ich ihm auch das Konzept einer Überhang-Behinderung nahe bringen kann. Wenn er mich in so ein Hindernis  hineinführen würde (was er sicherlich zunächst täte), bräuchte ich dann einen Assistenten, der den Ast gewaltig in Beaus Gesicht schüttelte, während ich „Nein Beau!!“ riefe, ihn zurückrichten würde und es nochmals versuchen, ganz wie vorher mit den anderen Hindernissen.
  • Da ich ja mein methusalemisches Pferd nicht wirklich als Blindenführer ausbilden will, werde ich meine Experimente für jetzt stoppen. Mehr über sich bewegende Hindernisse unter Punkt 16 „intelligenter Ungehorsam“.

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