Blog of Smart Horses with Jutta Wiemers

Understand your Horse – Blog 17 – Neck 1

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 17 

Ihr Pferd verstehen – Teil 17

Neck & Head 1

  • In the last part we looked at the horse’s mouth and the moods we can read from its expressions. In this Blog we will start analysing the postures and movements of the horse’s head and neck, and see if we can learn to understand our horse better by observing what he communicates with them.
  • At the beginning of this series (in Blog 03) we mentioned that we can read the horse’s emotion by the general muscle tone, and that he uses a vertical display to make himself look bigger with head, neck and tail held high. Generally this happens when he is aroused or excited. The opposite would be a slumping or drooping posture, which makes him look smaller, and we already saw, when looking at sleeping or exhausted horses, that then the head and neck will droop.

1)   High head position:  concave top line

  • When the head is held high in conjunction with a concave top line of the back (tail high as well), this is a sign of great excitement. Therefore it goes along with wide open eyes (Blogs 11 and 12) focussing to the front, and raptly attentive ears (Blog 07). The muscle tone of the entire body is very high and expresses readiness for flight!

Hals & Kopf 1

  • Im letzten Teil haben wir gelernt, was wir vom Ausdruck des Pferdemauls auf seine Laune schließen können. Jetzt wollen wir die Bewegungen von seinem Kopf und Hals analysieren und zu verstehen lernen, was für Informationen es damit an uns sendet.
  • Am Anfang dieser Serie (im Blog 03) hatten wir schon erwähnt, daß wir die Emotionen des Pferdes aus dem gesamten Muskeltonus erkennen können, und daß eine vertikale Zurschaustellung mit hohem Kopf, Hals und Schweif es größer aussehen lassen soll. Das geschieht im Allgemeinen, wenn das Pferd erregt oder aufgewühlt ist. Das Gegenteil wäre eine erschlaffte, absackende Haltung, die es kleiner erscheinen läßt, und wir sahen ja schon bei schlafenden oder erschöpften Pferden, daß auch dann Hals und Kopf absinken.

1)     Hohe Kopfhaltung:  konkave Oberlinie

  • Wenn der Kopf mit einer konkaven Oberlinie des Rückens hoch gehalten wird (Schweif ebenfalls hoch), ist das ein Zeichen von Aufregung. Daher sind dann auch die Augen weit offen (Blogs 11 und 12) und nach vorne fokussiert, und die Ohren sind gespannt gespitzt (Blog 07). Der Muskeltonus des ganzen Körpers ist angespannt und drückt Fluchtbereitschaft aus!
17-FlightPosCombo
  • When your horse rips up his head during one of your walks like this, you better be ready to feed out some rope and let him do his little dance – with snorts and springy steps – as hopefully by now you have learned that a flight animal MUST be allowed to move his feet when worried! If you pull on him in a situation like this you will only increase his anxiety. And if you get nervous in turn, you will PROVE to him that there truly is a reason to be afraid and the situation may escalate into panic.
  • So: check out what worries him by looking into the same direction, show a relaxed body posture and exhale. Speak with a calm and low voice and don’t use words of praise (like „good boy!“), but rather those of gentle reprimand (like “nana!”) to discourage his behaviour. Do NOT try to calm him down by patting him – this constitutes re-inforcement (praise) of his fear, and like that you can’t make him more courageous! If you want to be a true leader for your horse, he now needs your leadership qualities plainly shown (Blogs 07 to 11 of the “Playing with Knowledge” series) to calm down by trusting YOUR judgement of the situation, i.e. he believes you, when you signal: “I will protect you, there is no reason to worry, as long as I am not worried!”

2)    High head position:  convex top line

Display behaviour    

  • This position of the horse is meant to impress someone. Stallions will show it while trying to attract a mare’s attention, but I remember for example that the famous dressage horse Rembrandt also showed it, while standing at the top of the cargo plane’s ramp for his home-coming reception after winning Gold at the Barcelona Olympics in 1992, … he saw the assembled press committee below and knew exactly what they expected from him!
  • If and when your horse tries to impress you, he should, in my opinion, always get a positive answer, even if he “mis-guessed” what you wanted. Read the Motivation chapters of the H.E.M. Blogs again! Take into consideration how very de-motivating it would be to get ignored, when you think, you have given your best!
  • Wenn Ihr Pferd während eines Ihrer Spaziergänge so den Kopf hochreißt, dann sollten Sie bereit sein, das Seil länger auslaufen zu lassen, damit es, mit tänzerischen Schritten und Schnauben, seinen kleinen Zirkus abziehen kann – denn bis jetzt haben Sie hoffentlich gelernt, daß ein Fluchttier seine Füße bewegen dürfen MUSS, wenn es nervös ist! Wenn Sie in so einer Situation an Ihrem Pferd ziehen, vermehren Sie nur seine Ängstlichkeit. Wenn Sie selber nervös werden, würden Sie ihm damit BEWEISEN, daß ein echter Anlaß zur Angst besteht, und die Situation könnte in Panik ausarten.
  • Also: schauen Sie in dieselbe Richtung, um herauszufinden, was es beunruhigt, zeigen Sie entspannte Körperhaltung und atmen Sie aus. Sprechen Sie mit ruhiger und tiefer Stimme und benutzen Sie keine Worte des Lobes (wie „brav!“) sondern eher solche des sanften Vorwurfes (wie „nana!“), um sein Theater abzukürzen. Tätscheln Sie ihn NICHT – das wäre eine Verstärkung (Lob) für seine Angst, und damit können Sie ihn ja nicht mutiger machen! Wenn Sie ein echter Anführer für Ihr Pferd sein wollen, dann muß es nun Ihre Führungsqualitäten deutlich sehen können (siehe Blogs 07 bis 11 der “Playing with Knowledge” Serie), um sich gemäß Ihrer Einschätzung der Situation beruhigen zu können, d.h. es glaubt Ihnen, wenn Sie signalisieren: „ich beschütze dich ja, es gibt keinen Anlaß zur Angst, solange ich keine Unruhe zeige!“

2)      Hohe Kopf Position:  konvexe                Oberlinie

Imponiergehabe

  • In dieser Haltung versucht das Pferd jemandem zu imponieren. Hengste tun dies um die Aufmerksamkeit einer Stute zu erregen, aber ich erinnere mich auch, daß der berühmte Rembrandt sich so oben an der Rampe seines Flugzeuges präsentierte, als er der nach dem Gewinn seiner Goldmedaille in der Dressur (Olympiade Barcelona 1992) in Frankfurt ankam, … er sah das Empfangskommittee der Presse und wußte genau, was man von ihm erwartete!
  • Wenn Ihr Pferd Ihnen zu imponieren versucht, dann sollte es m.E. immer eine positive Reaktion bekommen, sogar wenn es falsch geraten hat, was es tun sollte. Lesen Sie noch einmal die Kapitel über Motivation in den H.E.M. Blogs. Bedenken Sie, WIE de-motivierend es ist, ignoriert zu werden, wenn man dachte, man habe sein Bestes gegeben!

17-ImponierComboSm

  • When your horse tries to impress another horse during one of your walks or rides, you should also mentally be ready for some show of exuberance. You may allow this or discourage it – but you should not get surprised by it, if you possess the leader quality of “being observant”!

As we are discussing movements in the following points, there will be fewer pictures. I hope the descriptions are clear enough.

3)    Head toss:

  • All movements where the horse throws his head upward or sways it up and down convey to you that he is feeling high in rank! You may also observe this while riding, partly with questioning ears held sideways, partly with flattened ears, showing displeasure.

4)    Head and neck shake:   

  • This expresses annoyance and irritation. The head is shaken sideways and/or up and down with the ears clearly wobbling. It is a symbolic “chasing away of flies”, if you will, an attempt to rid himself of a nuisance. Very often it is accompanied by whipping the tail as well – also a symbolic gesture with the same meaning.
  • So when your horse shakes his head and neck like this during a shared activity, it should make you think. We see this all too often under the rider! Your response should not be punishment, but reflection on what you might have done to trigger such irritation! So exert less pressure – pick a more suitable game – let the reins slide longer – take the spurs off… whatever it takes to make your partnership enjoyable again!
  • Wenn Ihr Pferd während eines Spaziergangs oder Ausritts versucht ein anderes Pferd so zu beeindrucken, dann sollten Sie mental darauf vorbereitet sein, daß ein bißchen Überschwang auf dem Programm stehen mag. Sie können das erlauben oder mißbilligen – aber, wenn Sie die Führungsqualität des guten Beobachtens haben, sollten Sie davon nicht überrumpelt werden!

Da wir hier in den folgenden Punkten hauptsächlich Bewegungen ansprechen, gibt es weniger Bilder. Ich hoffe die Beschreibungen sind klar genug.

 3)    Kopf hoch werfen: 

  • Alle Bewegungen, bei denen das Pferd den Kopf hochwirft oder auf und ab schwenkt, sind rang- zeigend. Auch beim Reiten wird man das beobachten, mit teils fragenden, teils angelegten Ohren, die Mißbilligung zeigen.

4)    Kopf und Hals schütteln:

  • Das drückt Ärger aus. Der Kopf wird seitlich geschüttelt oder auch auf und ab, wobei die Ohren deutlich wackeln. Es ist wie ein symbolisches Abschütteln lästiger Fliegen, ein Zeichen, daß das Pferd versucht eine Plage loszuwerden. Oft ist es mit Schweifschlagen kombiniert – ein Signal mit der selben Bedeutung.
  • Wenn das Pferd während einer gemeinsamen Aktivität so den Kopf und Hals schüttelt, sollte Ihnen das zu denken geben. Wir sehen das so oft unter dem Reiter! Ihre Reaktion sollte dann nicht Strafe sein, sondern ein Nachdenken, was Sie getan haben könnten, um so eine Verärgerung hervorzurufen! Üben Sie weniger Druck aus – suchen Sie ein passenderes Spiel aus – geben Sie die Zügel nach – machen Sie die Sporen ab… was immer hier nötig ist, um die Partnerschaft wieder erfeulich zu machen!

 

17-PauseCombo

5)    Low head and neck posture:

  • We have seen before that this posture is an expression of sleep or relaxation – in the picture for example during a well-earned break.
  • In the picture top left you can see that the posture of content relaxation is often accompanied by chewing movements of the mouth. (End point 11 Blog 16,Mouth 2). Beau always also presses his head tenderly into my legs. In the pictures on the right you see very nicely the totally relaxed ears flopped down sideways (as in Sleepy Ears, point 4, Blog 08 Ears 2).
  • But when NOT in a pause-mode, then it can also be a sign of subservience: my horses showed it on the rare occasions, when I had the need to scold them for dangerous misbehaviour. After scolding I also pause (to get my own adrenalin level low again), but the horse’s facial expression is quite different from relaxation! The eyes will be narrowed (point 7 Blog 12) and the lips pinched (point 9 Blog 16).
  • When a horse shows this posture by himself, without being relaxed, without being reprimanded, then it is an expression of very low self-assessment, and this is of course not a happy situation. Read the H.E.M. Blogs again to learn how to help him – with increased self-confidence the horse will become much happier!
  • When we discussed other signs of relaxation while looking at the ears and eyes of the horse, we warned that we must look out for the possibility of exhaustion or pain – the same goes for the lowered neck! So when the other above mentioned conditions are not present, and your horse lets his head hang nevertheless, do a health check!!
In the next Blog we continue with Head and Neck postures

Read on !!!

5)   Tiefe Kopf und Hals Haltung:

  • Wir haben schon früher gesehen, daß diese Haltung ein Ausdruck von Dösen oder  Entspannung ist – im Bild zum Beispiel während einer wohlverdienten Pause.
  • Im Bild oben links sieht man, daß die Haltung der zufriedenen Entspannung oft von Kaubewegungen des Mauls begleitet wird (Ende Punkt 11 Blog 16, Maul 2). Beau drückt dabei immer zärtlich seinen Kopf an meine Knie. In den rechten Bildern sieht man sehr schön die entspannt seitlich abgeklappten Ohren (wie Schlafohren, Punkt 4, Blog 08 Ohren 2).
  • Wenn sie aber außerhalb der Pausenzeit gezeigt wird, kann es ein Signal der Unterwürfigkeit sein: meine Pferde zeigen es auch in den seltenen Situationen, in denen ich sie für gefährlichen Ungehorsam ausschimpfen mußte. Nach der Schelte pausiere ich auch (um mein eigenes Adrenalin wieder abzusenken), aber die Mimik des Pferdes ist dann anders als Entspannung. Der Blick ist zurückgenommen (Punkt 7 Blog 12) und die Lippen angespannt (Punkt 9 Blog 16).
  • Wenn ein Pferd diese Haltung einfach so, ohne Grund zur Entspannung, ohne Schelte, zeigt, dann signalisiert es zurückhaltende Selbsteinschätzung, und das ist natürlich keine glückliche Situation. Schauen Sie noch einmal in den H.E.M. Blogs wie Sie ihm helfen können – mit zunehmender Selbstsicherheit wird das Pferd natürlich viel glücklicher!
  • Schon als wir die anderen Entspannungssignale der Augen und Ohren des Pferdes betrachtet haben, haben wir gewarnt, daß solche Anzeichen auch auf Erschöpfung oder Schmerzen hinweisen können – das selbe gilt bei hängendem Hals! Wenn also die anderen oben erwähnten Bedingungen nicht vorhanden sind, und Ihr Pferd dennoch so den Hals hängen läßt, dann überprüfen Sie seine Gesundheit!!
Im nächsten Blog geht es weiter mit Kopf und Hals Haltungen.

Lesen Sie weiter !!!

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Understand your Horse – Blog 16 – Mouth 2

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 16 

Ihr Pferd verstehen – Teil 16

The Mouth 2

  • In the last part we looked at the function of the horse’s mouth, and saw what foals express in terms of emotion and communication by “snapping” or “teeth clapping”.

7)   Mouth neutral and relaxed:

  • Here we see mouths without special expression – the horse is in an emotionally neutral state. As each horse has a different face, so are the lips held in different ways.

Maul 2

  • Im letzten Teil haben wir hauptsächlich die Funktion des Pferdemauls betrachtet, sahen aber auch, wie ein Fohlen seine Gefühle durch „Leerkauen“ den Herdenmitgliedern mitteilt.

7)   Maul neutral und entspannt:

  • Hier sehen wir Mäuler ohne besonderen Gefühlsausdruck – das Pferd ist emotional neutral. Da jedes Pferd ein besonderes Gesicht hat, sehen ihre Lippen  auch unterschiedlich aus.
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  • When a horse is totally relaxed his lips are loose. When dozing, the lower lip may droop quite pronouncedly, and when the horse is sleeping lying flat, the mouth may also drop open.
  • Again (as we did when analyzing the expression of the horse’s ears and eyes) we must check however that a hanging lower lip is not part of the expression of exhaustion or sickness. The horses in the bottom row of the picture are sick!

8)    Jaws held tensely open with fully exposed teeth:

  • This is the clear opposite of a relaxed mouth and an unmistakable bite threat!
  • Wenn ein Pferd total entspannt ist, sind die Lippen locker. Wenn es döst, kann die Unterlippe deutlich herunterhängen, und wenn ein Pferd flachliegend schläft, ist das Maul auch manchmal offen.
  • Genau wie damals, als wir den Ausdruck der Ohren und Augen der Pferde analysiert haben, müssen wir aber auch hier aufpassen, daß eine hängende Unterlippe nicht Teil von Erschöpfung oder Krankheit ist. Die Pferde in der unteren Bildreihe sind krank!

8)   Weit offenes Maul mit gebleckten Zähnen:

  • Das ist das klare Gegenteil eines entspannten Mauls und eine unmißverständliche Beißdrohung!

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  • In the picture on the far right you see that even though the horse is preparing for a kick and his head is not directed in the antagonist’s way, it nevertheless expresses the same aggression.

9)   Tight lipped mouth:

  • A tight-lipped mouth may also show aggression, but the situation has not yet escalated to a bite-threat and no teeth are shown. The lower lip is tense and often the nostrils are pinched as well. In situations where one horse warns off another one like this, the ears will of course also be flattened, as we saw previously, when learning the “language” of the ears.
  • Im Bild ganz rechts sieht man, daß, obwohl das Pferd schon im Begriff ist auszukeilen und sein Kopf gar nicht in Richtung Gegner zielt, es dennoch mit dem Maul genauso seine Aggression ausdrückt.

9)   Angespannte  Maulpartie:

  • Verkniffene Lippen zeigen auch Aggression an, aber die Situation ist noch nicht bis zur Beißdrohung eskaliert und die Zähne sind noch nicht entblößt. Vor allem die Unterlippe ist verkniffen und oft auch die Nüstern. Wenn ein Pferd so seinen Gegner warnt, sind natürlich auch die Ohren angelegt, wie wir schon früher bei „aggressiven Ohren“ sahen.
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  • In the picture on the right bottom you see a gentle warning: „stay away from my bucket!“, – ears flattened, but the mouth is quite relaxed! This is probably due to the fact that those two horses, stabled in neighbouring stalls, are good friends and the discussion about the bucket is just a gentle reminder.  Also, as the ears of the other are clearly submissive and peaceful, more escalation is not necessary.
  • A stiff, tensed mouth region, when you are working or playing with your horse, is always a reason to check the status of your relationship:This could also be an expression of either tension, fear or pain – and in all of those cases we should help our partner to better his situation.
  • Of course, when the horse is making a happy crinkle nose, like we saw in Blog 14, the lower lip is also not hanging down (as when relaxed), but then for a very different reason! So again we must take in the whole picture to understand our horse’s facial expression.
  • Im Bild rechts unten sieht man eine sanftere Warnung: “bleib weg von meinem Eimer!” – hier sind die Ohren zwar angelegt, aber das Maul ist entspannt! Vermutlich kommt das daher, daß diese beiden Pferde, die ja nebeneinander wohnen, ganz gute Freunde sind, und die Mahnung betreffs Eimer nur ein zarter Wink ist, wer hier wo fressen darf. Da die Ohren des anderen auch deutlich beschwichtigend sind, ist eine Eskalation ja nicht nötig.
  • Wenn Sie aber so eine angespannte Maulpartie bei der Arbeit mit Ihrem Pferd oder beim Spielen sehen, dann sollten Sie immer den Stand Ihrer Beziehung prüfen: es könnte der Ausdruck von einem verspannten Verhältnis oder von Angst oder Schmerz sein – in all diesen Fällen kann man ja seinem Partner helfen, die Lage zu verbessern.
  • Wenn das Pferd seine Nase glücklich kräuselt, wie wir im Blog 14 gesehen haben, dann hängt die Unterlippe natürlich auch nicht entspannt herunter, aber aus ganz anderen Gründen! Wieder müssen wir also immer das ganze Bild ins Auge fassen, um die Mimik des Pferdes zu verstehen.

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10)    Disgruntled mouth:

  • I mentioned often before that your horse will speak to you more and more clearly, when he realizes that you are listening! There is absolutely NO doubt about Beau’s mood, when he is displeased! He can grimace as expressively as any teenager… and he doesn’t like it any better, when I then burst out laughing!!

10)  Mißmutiges Maul:

  • Ich habe immer schon behauptet, daß Ihr Pferd, je mehr es fühlt, daß Sie wirklich zuhören, desto mehr zu Ihnen sprechen wird! Es besteht absolut KEIN Zweifel über Beaus Laune, wenn er sauer ist! Er zieht genauso deutliche Grimassen wie ein verstimmter Teenager… und er mag es genauso wenig, wenn ich dann in Gelächter ausbreche!!

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11)   Chewing, licking and showing the tongue:

  • This is what you should mainly learn to watch for and understand, when communicating with your horse. All of these movements of the mouth, licking, chewing and showing the tongue, are substitute activities derived from eating behaviour. As such they are peaceful.  Eating behaviour never goes together with flight or fight.
  • When chewing or licking occurs in a confrontation with a clearly higher-ranking horse, then it carries the meaning (resembling the foal’s snapping) “please leave me alone, IAM trying!” – a message of humility, submission and respect. When the horse is in a training situation with you and feels over-challenged, he will do the same, thus also expressing insecurity about what to do. Natural horsemanship trainers often tell you that it means the horse is “thinking about” a solution, but we should be careful not to overlook that he may be telling you that he is at a total loss. That, of course, would not be a happy feeling, and we should help!
  • Especially when the tongue is stuck out at the same time, this could be a desperate call for help: “I don’t want to do anything wrong – but I don’t get what you want from me!”
  • When the horse sticks out his tongue, he usually is at a great loss – also when riding!! If you don’t want to destroy the trust between you and your horse, you must tread lightly, take a step back in your demands, explain more clearly, and help and re-establish the fun. (Read the Blogs in the H.E.M. category again!)
  • The substitute action of chewing or licking can also be an attempt to calm HIMself down, when he feels over-challenged and is getting nervous. Or they can be cautious signs of relaxation, and a  sign of beginning cooperation “I am thinking about it, I guess one could try it!”
  • In all these cases one should de-escalate the situation, give the horse a pause for reflection and show respect for his striving for harmony.
  • When chewing and licking are shown with a dropped head and neck (when you offer him a break), it is a sign of contentment and repose.

11)   Kauen, Lecken und Zunge zeigen:

  • Diese sollte man hauptsächlich zu sehen und verstehen lernen, wenn wir mit unserem Pferd echte Verständigung suchen. Alle diese Maulbewegungen sind Übersprunghandlungen von Freßverhalten. Als solche sind sie friedlich, da Freßverhalten nie mit Aggression oder Flucht dahergeht.
  • Wenn man Kauen oder Lecken in einer Konfrontation mit einem deutlich höher-rangigen Pferd beobachtet, dann bedeutet es (ähnlich wie das Leerkauen des Fohlens) „bitte tu mir nichts, ich bemühe mich ja!“  - auch eine Botschaft von Demut, Unterwürfigkeit und Respekt. Wenn das Pferd sich in einer Trainingssituation überfordert fühlt, weist Lecken auch auf Unsicherheit hin, da es nicht genau weiß, was es tun soll. Natural Horsemanship Trainer sagen oft, es bedeutet, daß das Pferd über eine Lösung „nachdenkt“, aber wir sollten vorsichtig sein und nicht übersehen, daß es auch heißen könnte, daß es total ratlos ist. DAS wäre natürlich kein glückliches Gefühl und wir sollten helfen!
  • Vor allem, wenn die Zunge herausgestreckt wird, könnte dies ein Hilfeschrei der Unsicherheit sein: „ich will ja nichts falsch machen – aber ich habe keine Ahnung, was von mir verlangt wird!“
  • Wenn ein Pferd die Zunge heraus streckt, ist es meist sehr ratlos – auch beim Reiten!! Wenn Sie das Vertrauen, das zwischen Ihnen und Ihrem Pferd besteht, nicht zerstören wollen, dann müssen Sie in solchen Situationen Ihre Anforderungen zurücknehmen, besser erklären, mehr helfen und den Spaß an der Sache wieder herstellen (lesen Sie noch einmal die Blogs in der H.E.M. Category).
  • Diese Übersprunghandlung des Kauens und Leckens kann auch ein Versuch der Selbstberuhigung sein, wenn es sich überfordert oder nervös fühlt. Oder es ist ein Zeichen von vorsichtiger Entspannung, eine beginnende Kooperationsbereitschaft: „ich denke drüber nach, man könnte es versuchen“ .
  • In all diesen Fällen sollte man die Situation entschärfen, eine Besinnungspause einlegen, und dem Pferd für sein Streben nach Harmonie Respekt erweisen.
  • Wenn Kauen und Lecken während einer Pause mit einem gesenkten Kopf und Hals auftreten, sind sie ein Zeichen der Zufriedenheit und Entspannung.
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12)     Yawning:

  • The function of yawning is, like for humans, to fill up the lungs with air and take in more oxygen – mostly because of tiredness.
  • But when you see it while working or playing with your horse, it is equally most often a substitute action. It shows that a situation has eased, it shows relief on the part of the horse, it marks the end of a crisis. What the horse is saying with it is “now one can relax, one could almost go to sleep”. Therefore it also serves as a signal for de-escalation to others. It grants the higher rank to others and shows peaceful intentions.
  • On the right, top and bottom, you see tired horses yawning. On the top left the horse is in a clinic situation, and has mastered his task – he is saying “I’m glad all went well – now I can relax!”. At the bottom centre, the horse is signalling his peaceful intentions across the fence to another horse, while the expression on the bottom left, where the horse moves his jaws sideways while yawning, is said to express boredom.

12)      Gähnen:

  • Die Funktion des Gähnens ist, wie beim Menschen, die Lungen mit Luft zu füllen und Sauerstoff nachzutanken – meist aus Müdigkeit.
  • Wenn man es während der Arbeit mit dem Pferd sieht, ist es aber oft auch eine Übersprungshandlung. Es zeigt, daß eine Situation sich entspannt, Erleichterung des Pferdes, das Ende einer Krise. Das Pferd sagt  “jetzt kann man entspannen, man könnte fast schlafen“. Daher dient es auch den anderen als Signal der De-eskalation. Es ist ranggewährend, und zeigt anderen friedliche Absichten.
  • Rechts im Bild, oben und unten, sieht man müde Pferde gähnen. Das Pferd oben links ist in einer Workshop Situation und hat seine Sache gut gemacht – es sagt „Gottlob ging alles gut – nun kann ich entspannen!“ Das Pferd unten Mitte signalisiert seine friedlichen Absichten an ein anderes Pferd über den Zaun hinweg, während man von der Gähnbewegung, bei der das Pferd seine Kinnlade seitlich verschiebt (unten links), behauptet, daß es Langeweile ausdrücken soll.
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13)     Licking as sign of tenderness:

  • Mothers lick their foals, but I have also often observed that horses will lick a close friend as sign of tenderness. In the picture you see King at his first meeting with little Oliver – it was it was irresistibly cute, love at first sight for him! First he sniffed, and then he licked, and the mini returned the attention by grooming him on the cheek (he couldn’t reach any higher!). It was irresistibly cute!King is a great “licker” anyway: when he has performed well and especially when he gave rise to real jubilation on my part, he offers to lick – first my hand (very much as sign of relief) and then, when he receives continuous praise for the good boy he was, he sometimes can hardly contain himself! He licks up my arm, my face, my neck and shoulders – and I can save myself the evening bath!

13)     Lecken – Ausdruck von Zärtlichkeit:

  • Stuten lecken ihre Fohlen, aber ich habe auch oft beobachtet, daß ein Pferd einen guten Freund zum Ausdruck der Zärtlichkeit leckt. Im Bild sieht man King bei seinem ersten Treffen mit dem kleinen Oliver – für ihn war es Liebe auf den ersten Blick! Nach dem ersten Beschnüffeln fing er an ihn zu lecken, und der Mini erwiderte die Zärtlichkeit durch putzen seiner Kinnbacke (höher hinauf konnte er nicht reichen!). Es war unglaublich süß! King ist eh ein großer „Lecker“: wenn er richtig gut war und vor allem, wenn ich dann laut jubele, dann beleckt er mich – zuerst die Hand (auch ein Zeichen der Erleichterung), und wenn er dann weiterhin Lob für seine tolle Leistung erhält, kann er oft kaum an sich halten! Er leckt den Arm hinauf, Hals, Schultern, Gesicht – und ich kann mir das abendliche Bad sparen!
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14)      A smile!

  • Beau is one of those horses who can truly smile: when he is happy and content with life in general, the corners of his lips go up “yeah! This is how life should be!” Beau smiles often (and blows bubbles at the same time when ecstatically happy while playing), but unfortunately his happiness does not include cameras, and I can’t fool him, of course. So no matter how much I try to hide it… the moment the lens is pointed at him, the true smile vanishes. So in the picture I can only show you the “almost-smile”! I will keep trying – but unless I get a Tele-lens helper in the bushes, I don’t think we can record this sweet memory on film.
  • If your horse chews, licks and smiles, you are on the right path.

Let’s move on to the horse’s neck in the following Blog! 

Read on !!!

14)     Ein Lächeln!

  • Beau ist eins der Pferde, der ein richtiges Lächeln zeigt: wenn er glücklich und mit dem Leben im Allgemeinen zufrieden ist, zieht er seine Mundwinkel hoch „ja! So sollte das Leben sein!“ Beau lächelt oft (und wenn er beim Spielen besonders glücklich ist macht er dabei auch Spuckebläschen), aber leider schließt dieses Glücklichsein keine Kamera mit ein – und ich kann ihn nicht überlisten. Egal wie sehr ich es zu vertuschen suche… sobald die Kamera in seine Richtung zielt, verschwindet das Lächeln. Ich kann hier also nur ein „Fast-Lächeln“ zeigen. Ich werde es weiter versuchen, aber solange ich keinen Tele-Objektiv Helfer im Gebüsch habe, werde ich diese niedliche Erinnerung wohl nicht auf Film bannen können.
  • Wenn Ihr Pferd kaut, leckt und lächelt, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Weiter gehts mit dem Hals des Pferdes im nächsten Blog!

Lesen Sie weiter !!

Understand your Horse – Blog 15 – Mouth 1

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 15

Ihr Pferd verstehen – Teil 15

Mouth 1

  • In the last part we looked at the horse’s nose – its function as well as the moods he can convey with it. Nose and mouth go together in many expressions, of course, but let’s try and isolate, what the horse is saying with his lips – let’s get it straight from the horse’s mouth!

1)       The function:

  • With some people the main function seems to be to gab – with the horse it is more straightforward. The mouth is there for food intake: teeth for ripping and chewing (grass does not get “bitten” off!), tongue for tasting, lips for sorting… and sometimes the teeth are also useful for defending oneself against an enemy or biting in a situation of aggression.

Maul 1

  • Im letzten Teil haben wir uns über die Pferdenase unterhalten – über die Funktion wie auch die Launen, die sie ausdrücken kann. Nase und Maul hängen natürlich zusammen, aber wir wollen versuchen abzugrenzen, was das Pferd mit „eignen Lippen“ sagt!

1)     Die Funktion:

  • Bei vielen Menschen scheint die Hauptfunktion des Mundes das Quasseln zu sein – beim Pferd ist das einfacher. Das Maul ist da zur Nahrungsaufnahme: Zähne zum Abreißen (Gras wird ja nicht abge“bissen“!) und zum Kauen, Zunge zum Schmecken, Lippen zum Sortieren… und manchmals die Zähne auch zur Selbstverteidigung gegen einen Feind oder zum Angriff mit Beißen.
The nose sorts the edible from the poisonous and the teeth rip the plants off. Die Nase sortiert das Eßbare vom Ungenießbaren und die Zähne reißen die Pflanzen ab.

The nose sorts the edible from the poisonous and the teeth rip the plants off.
Die Nase sortiert das Eßbare vom Ungenießbaren und die Zähne reißen die Pflanzen ab.

2)      Food intake:

  • Horses are low-grade food specialists and designed to take in food 16 hours per day (for feral animals). Horses therefore have a completely different digestion system from us – and also from cattle, for example. They eat more slowly than cattle, and unlike them have only one stomach. Their stomach produces small amounts of acid for digestion continuously – not like our stomachs, which react to the stimulation of arriving food to trigger the production of gastric acid. Therefore horses feel uncomfortable when their stomach is empty, and when the pauses between feeds become too long, they will develop ulcers, for the acid will start to attack the stomach lining. This is the reason, while your horse should never be without something to nibble on! Access to hay should be possible at all times, and if your horse is greedy, it should be put into containers, which make the success a bit of work. (Horses with an interesting life are mostly not greedy for food – just as with us, overeating is a sure sign of boredom!)

3)     Sense of taste:

  • The horse’s sense of taste serves as the most important tool for the distinction between edible and indigestible or poisonous foods.
  • The foal mostly learns from his mother what is the right stuff to eat – and if you buy a horse, which is imported from a completely different climate (for example a country, which has no yew trees), you have to keep an eye on the poisonous plants of your region when grazing, because your horse would be missing that information that yew trees are poisonous.Other poisonous plants, such as ragwort (Senecio jacobaea), your horse will most likely not eat in the field, but does not recognize the taste, when it is included in his hay.
  • Horses can distinguish between bitter, sweet, salty and sour tastes, and their penchant can be astonishing! I will never forget how Beau stole, and then savoured with relish an entire blob of Wassabi from my Sushi lunch! There is absolutely NO doubt about the fact that your horse loves variety as much as you do! When given freedom to choose, he will eat an interesting mix of herbivorous diet, which changes with the season as well. Dandy lions or clover are not ALWAYS the preferred food! It depends on their stage of growth – some plants taste better when very young, others need to ripen first. The pleasure lies in the interesting mix and the free choice.

2)     Nahrungsaufnahme:

  • Pferde sind Spezialisten für minderwertige Nahrung und dazu geschaffen, (in der Wildnis) 16 Stunden pro Tag  zu fressen. Daher haben Pferde ein völlig anderes Verdauungssystem als wir, und auch anders als Kühe zum Beispiel. Pferde fressen langsmer als Kühe, und haben, anders als diese, nur einen Magen. Ihr Magen produziert ununterbrochen kleine Mengen an Magensäure – nicht wie unser Magen, der damit erst anfängt, wenn Nahrung zur Verdauung ankommt. Deshalb fühlen Pferde sich unwohl, wenn ihr Magen leer ist, und wenn die Fresspausen zwischen den Fütterungen zu lang werden, dann bekommen sie Magengeschwüre, weil die Säure den Magen selbst angreift. Aus diesem Grund sollte Ihr Pferd nie ohne etwas zum Knabbern sein! Heu sollte immer zugänglich sein, und wenn das Pferd zu verfressen ist, sollte es so verpackt sein, daß man sich zum Drankommen etwas bemühen muß. (Pferde mit einem interessanten Leben sind meistens nicht so verfressen – genau wie bei uns ist ja zuviel Fressen ein Zeichen von Langeweile!)

3)     Schmecken:

  • Der Geschmackssinn des Pferdes dient als wichtiges Werkzeug bei der Unterscheidung zwischen genießbarem und krankmachendem Futter.
  • Das Fohlen lernt hauptsächlich von seiner Mutter was das richtige Futter ist – und wenn Sie ein Pferd kaufen, welches aus einem ganz anderen Klima importiert ist (zum Beispiel aus einem Land, wo es keine Eiben gibt), dann muß man beim Grasengehen aufpassen, da es die Information, daß Eiben giftig sind, nicht gelernt hätte. Andere giftige Pflanzen, wie z.B. Johanniskraut wird das Pferd im Feld vermutlich nicht anrühren, kann sie aber am Geschmack nicht erkennen, wenn sie im Heu auftauchen.
  • Pferde unterscheiden zwischen bitter, süß, salzig und sauer, und ihre Vorlieben können erstaunlich sein! Ich werde nie vergessen, wie Beau bei einem Sushi Picnic einen ganzen Kloß Wassabi klaute und dann mit sichtlichem Genuß verzehrte! Es gibt absolut KEINEN Zweifel daran, daß Pferde Abwechslung genauso lieben wie wir. Wenn sie frei wählen können, fressen sie eine interessante Mischung von verschiedenen Kräutern und Gräsern, die sich auch mit der Jahreszeit verändert. Löwenzahn oder Klee sind nicht IMMER die Lieblingsspeise! Das hängt auch vom Wachstumsstadium ab – manche Sachen schmecken ganz jung besser, andere müssen etwas ausreifen. Der Genuß liegt in der Mischung und freien Auswahl.

Horses love variety like we do and will eat an interesting mix of plants when given the choice. Pferde lieben Abwechslung wie wir und fressen eine interessante Mischung von Pflanzen, wenn sie die Wahl haben.

Horses love variety like we do and will eat an interesting mix of plants when given the choice.
Pferde lieben Abwechslung wie wir und fressen eine interessante Mischung von Pflanzen, wenn sie die Wahl haben.

4)     The lips: 

  • The horse’s lips are incredibly dexterous in effecting this choice – every blade of grass is passed between the lips before being ripped off. When gazing in a field full of buttercups (which are poisonous), the grass is sorted, the buttercups remain. As horses are unable to vomit (they have a special one-way valve that prevents the food in their stomach from being ‘thrown up’), it is particularly important for them to not make mistakes, as they cannot rid themselves of poison by bringing it back up.
  • You may have experienced how your horse can sort out the little pill, mixed under his mash, which he doesn’t want to take! It is extremely rare for a horse to swallow a foreign body by accident – humans consume alien elements much more often!

5)     The tactile hairs:

  • Many show riders shave off their horse’s tactile hairs from their lips – why they find them ugly, I will never understand. In doing so, they deprive the horse of an important tactile organ, which is also needed to recognize and sort objects and food. Nature eliminates useless features – and as it hasn’t eliminates the horse’s tactile hairs over a trial time of several million years, I think we should rid ourselves of the arrogance of knowing better…

Now to the first “expression” with the mouth.

4)     Die Lippen:

  • Die Lippen der Pferde sind äußerst geschickt bei dieser Auswahl – jedes Grashälmchen wird vor dem Abreißen durch die Lippen gezogen. Beim Grasen in einem Feld voller Butterblumen (die giftig sind), wird das Gras heraussortiert und die Butterblumen bleiben stehen. Da Pferde sich nicht übergeben können (sie haben eine spezielle Einbahn-Klappe, die verhindert, daß Futter aus dem Magen wieder herausgewürgt werden kann), ist es besonders wichtig, daß sie bei der Futterauswahl keine Fehler begehen, da sie Gifte nicht durch Erbrechen wieder loswerden können.
  • Sie haben vermutlich schon erfahren, wie geschickt Ihr Pferd aus einem vermischten Futter die kleine Pille aussortieren kann, die es nicht einnehmen will! Es passiert sehr selten, daß ein Pferd aus Versehen einen Fremdkörper verschluckt – bei Menschen kommt das viel öfter vor!

5)   Tasthaare:

  • Viele Turnierreiter rasieren ihren Pferde die Tasthaare an den Lippen ab – warum sie die häßlich finden, werde ich nie verstehen. Damit rauben sie ihrem Pferd ein wichtiges Tastorgan, das ebenfalls benötigt wird, um Objekte und Futter zu erkennen und zu sortieren. Die Natur eliminiert ja nutzlose Merkmale – und sie hat über Millionen Jahre hinweg die Tasthaare erhalten, so daß ich denke, wir sollten vielleicht unsere Arroganz, alles besser zu wissen, einmal ablegen…

Nun zum ersten „Ausdruck“ mit dem Maul.

By "Snapping"  or "Teeth clapping" the foal indicates peaceful sumission and begs for "baby protection" Durch "Leerkauen" zeigt das Fohlen seine unterwürfig friedlichen Absichten und bittet um "Babyschutz"

By “Snapping” or “Teeth clapping” the foal indicates peaceful sumission and begs for “baby protection”
Durch “Leerkauen” zeigt das Fohlen seine unterwürfig friedlichen Absichten und bittet um “Babyschutz”

6)     Foal snapping:  

  • Left you see the foal approaching Czar at the fence, who is also quite interested. As soon as the noses are really close, the foal starts “snapping”. This motion becomes so vigorous that Czar gets a bit worried! In the picture on the right you see the “stylized grooming” offered by the foal.
  • Foals may show this behavior up to an age of about 3 years. This “snapping” motion is also called “teeth clapping” or “jaw waving”. It is a submissive sign of the young animal to show the other herd members peaceful intentions “I am only a little foal, and need baby protection”. It thus protects the newcomer in the herd, when it begins to roam and separate from its mother in play and curiosity. It is thought to be a stylized grooming signal (you remember that it is always the low ranking animal which offers the grooming first!). When shown at the side of the mare it might signify “this is not a lack of etiquette, I only come to drink!” Neither of the two behaviours ever appear together with flight or aggressive behavior, so it signifies also: “my adrenalin is way down – I am planning neither flight nor attack”.

 

We continue in the next blog with more expressions of the horse’s mouth.

 

Read on !!!

6)   Leer kauen:

  • Links sieht man das Fohlen zu Czar an den Zaun kommen, der ebenfalls interessiert ist. Sobald die Nasen nahe sind, fängt das Fohlen an “leer zu kauen”. Diese Maulbewegung ist so energisch, daß es Czar ein bißchen ungeheuer wird! Rechts sieht man dann das vom Fohlen angebotene “symbolische Putzen”.
  • Fohlen können dieses Verhalten bis zu einem Alter von etwa 3 Jahren zeigen. Diese Kaubewegung mit leerem Maul ist ein Zeichen der Unterwürfigkeit des Jungtieres, um den Herdenmitgliedern seine friedlichen Absichten zu vermitteln „ich bin nur ein kleines Fohlen und brauche Baby-Schutz“. Das Leerkauen schützt den Herdenneuling, wenn es anfängt sich von seiner Mutter durch Neugierde oder Spielen weiter zu entfernen. Man vermutet, daß es ein stilisiertes Fellpflegesignal ist (wir erinnern uns, daß das gegenseitige Putzen immer von dem niederrangigen Pferd angeboten wird!). Wenn es an der Seite der Mutter auftritt, heißt es „das ist kein Verstoß gegen die Etiquette, ich komm bloß zum Trinken!“ Keines dieser beiden Verhalten tritt jemals zusammen mit Flucht- oder Aggressionsverhalten auf, es heißt also: „mein Adrenalin Niveau ist unten, ich plane weder Flucht noch Angriff.“

 

Im nächsten Blog geht es weiter mit dem, was das Pferd mit dem Maul ausdrücken kann.

 

Lesen Sie weiter !!!

Understand your Horse – Blog 14 – Nose

Posted on by Jutta Wiemers

 

Understand your Horse – Blog 14

Ihr Pferd verstehen – Teil 14

Nose

  • So far we looked at the expressions of the horse’s ears and eyes, with which (apart from their functional movements) he communicates some of his feelings to his partners – to other horses as well as to us.

1)      The nose: the function

  • In contrast to ears and eyes the nose serves the perception of chemical substances – these are substances in gaseous form. The horse’s nose (compared to ours in relation to the head size) is huge, and that alone suggests that his sense of smell might be better than ours. Indeed it is, as the horse possesses more scent receptors than we do. But this statement too must be qualified.

Die Nase

  • Bisher haben wir angeschaut, was die Pferdeohren und Augen (abgesehen von deren Funktionsbewegungen) – entweder zu uns oder zu anderen Pferden sagen können.

1)   Die Nase:  Funktion

  • Im Gegensatz zu Ohren und Augen ist die Nase dazu da chemische Substanzen wahrzunehmen – Substanzen in Gasform. Die Pferdenase ist, verglichen mit unserer und in Relation zur Kopfgröße, riesig, und das allein schon läßt uns vermuten, daß deren Geruchswahrnehmung vermutlich besser ist als unsere. So ist es auch, denn das Pferd besitzt mehr Geruchsrezeptoren als wir. Aber auch diese Behauptung muß qualifiziert werden.
Ah those irresistible noses !! Ach, diese unwiderstehlichen Nasen !!

Ah those irresistible noses !!
Ach, diese unwiderstehlichen Nasen !!

2)      Evolution:

  • It makes sense that nature again developed mostly those senses which best serve the animal’s survival. So, though dogs, deer and horses all have a more acute sense of smell than we do, it is very likely that they each filter out particular areas of scent, which are most useful to them. Therefore we can assume that horses may register odours, which we don’t even know, and also that we in turn might smell things our horse does not even take in.

3)      Survival:

  • Many stories out of Africa tell how acutely horses can smell water from a large distance, even when it is underground. Other research from Argentina tells that predators such as jaguars are however not perceived at distances over 50 yards (but I don’t know whether that takes into consideration that such predators stalk under the wind, of course). Otherwise exact scientific information seems to be scanty, so I don’t wish to speculate.

4)      Emotions:

  • Every horse has an individual body perfume. We already discussed how horses “greet” each other, then determine whether they like or dislike each other, and store the individual smell in their long term memories.

2)   Evolution:

  • Wieder hat die Natur hauptsächlich die Sinne ausgebildet, die dem Überleben des Tieres am besten dienen. Obwohl also sowohl Hunde wie Rehe und Pferde alle einen besseren Geruchssin haben als wir, so ist es doch anzunehmen, daß sie jedes genau die Anteile der Gerüche herausfiltern, die für sie am nützlichsten sind. Wir denken daher, daß Pferde Gerüche wahrnehmen, die wir nicht einmal kennen, und daß sie wiederum manche Sachen, die wir riechen, gar nicht registrieren.

3)  Überleben:   

  • Von Erzählungen aus Afrika wissen wir, wie genau Pferde über weite Distanzen hinweg Wasser riechen können, selbst wenn es untergrund ist. Wissenschaftliche Beobachtungen aus Argentinien dagegen berichten, daß Raubtiere wie Jaguare aber in Entfernungen größer als 50 Schritte nicht mehr errochen werden (ich weiß aber nicht, ob das in Betracht zieht, daß sich solche Raubtiere natürlich gegen den Wind anschleichen). Genauere Forschungen sind rar, und ich will nicht spekulieren.

4)  Emotionen: 

  • Jedes Pferd hat seinen persönlichen Körperduft. Wir haben ja schon gesehen, wie Pferde sich begrüßen, dann erst beschließen, ob sie sich mögen oder nicht, und den persönlichen Duft in ihrem Langzeitgedächtnis speichern.

Taking in the individual odour of another - mother and foal know each other by scent. Aufnehmen des Individualgeruchs eines anderen - Mutter und Fohlen erkennen sich am Geruch.

Taking in the individual odour of another – mother and foal know each other by scent.
Aufnehmen des Individualgeruchs eines anderen – Mutter und Fohlen erkennen sich am Geruch.

  • Humans also know the feeling of instinctively rejecting someone at first meeting, not being able “to stand” him or her (in German we say “to smell” s.o.!), which also seems to be a reaction to the chemical perception of the other person.Foals will, at the beginning of their lives, not leave the “scent zone” of their mothers for a feeling of security, and of course mothers recognize their foals by scent as well.

5)      Leaving a group scent:

  • We know that horses tend to roll, all one after the other in the same spot, initiated by the higher ranking animal, to create a kind of “group scent”, which expresses a feeling of the herd’s belonging together.

6)      Reading the news:

  • We also have all seen how horses “read the newspaper” when going for a walk with them: the smell of another horse’s dung transmits information to another, such as who was there: male or female?  young or old? sick or healthy? nervous or happy? Even in the wild there are places along the paths where horses leave their “notes” on purpose to be read by others (this is called marking) – they will retain the faeces until they arrive at such a spot and then leave their message.
  • Auch Menschen kennen ja das Gefühl, daß man bei einem ersten Treffen instinktiv jemanden ablehnt und sagt „man kann ihn einfach nicht riechen“. Das scheint ebenfalls eine Reaktion auf die Wahrnehmung einer chemischen Substanz der anderen Person zu sein.
  • Fohlen werden am Anfang ihres Lebens die Duftzone ihrer Mutter nicht verlassen, weil es ihnen ein Gefühl der Sicherheit gibt – und die Mütter erkennen ihr Kind ebenfalls am Geruch.

5)   Einen Gruppenduft hinterlassen:

  • Wir wissen, daß Pferde dazu neigen sich einer nach dem anderen alle am selben Fleck zu wälzen, wobei die hochrangigen zuerst drankommen, um so einen „Gruppenduft“ zu hinterlassen, der das Zusammengehörigkeits-gefühl der Herde festigt.

6)    Nachrichten lesen:

  • Wir sehen auch täglich, wie Pferde beim Spazierengehen „Zeitung lesen“: der Geruch des Mists anderer Pferde vermittelt ihnen Information darüber, wer da war: männlich oder weiblich? Jung oder alt? Krank oder gesund? Nervös oder zufrieden? Auch in der Wildnis haben Pferde Wechselpfade, an denen sie ganz zweckgerichtet ihre “Nachrichten “ hinterlassen (Markierungsverhalten) – sie halten ihren Mist zurück, bis sie ihn an einer solchen Stelle absetzen können.
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7)      Being disgusted:

  • The horse makes it very clear that some odours are agreeable to him while others are not. When something like a water bucket smells disagreeable or unfamiliar to him, the horse will turn away – even before tasting the water. Smell comes first!Some horses rumple their noses in disgust like we do – I see this frequently, when they come upon some dog faeces while grazing!

8)   Nostrils flared:

  • Flared nostrils communicate intense emotion or excitement. The nostrils are opened wide to better take in scent information, which comes the horse’s way, into the nasal cavity. The horse will turn the entire head in that direction, prick his ears and try to detect the source of the interesting smell with his eyes focussing to the front at the same time. Often you also hear a snort!

9)   Flehmen:

  • When a horse perceives a surprising intensive scent you might see this expression – called Flehmen. It is an enhancement of normal sense of smell, which enables the horse to “filter out” particular chemical odours, mostly connected to sexual activities.
  • The horse curls his upper lip and effectively closes off the nostrils, so the smell is passed deep into the nasal cavity, past pits called vomero-nasal organs (or Jacobsen`s organs). Those are a special feature to detect animal scent signals, called pheromones (like an identity card for personal and individual characteristics). This organ is a small tube of cartilage covered by a mucous membrane for smelling at the base of the nose’s mucous membrane and connected to the mouth cavity. It has an important function in the social communication between horses.

7)   Ekelhaft!

  • Ein Pferd zeigt ganz deutlich, daß ihm einige Gerüche angenehm sind und andere nicht. Schon wenn ein Wassereimer unsauber oder ungewohnt riecht, kann es sich wegdrehen, bevor es das Wasser gekostet hat. Der Geruchsinn kommt zuerst!Manche Pferde rümpfen ihre Nase wie wir, wenn angeekelt – ich sehe das oft, wenn sie beim Grasen auf Hundedreck stoßen!

8)  Geblähte Nüstern:

  • Geblähte Nüstern zeigen intensive Gefühle oder Aufregung an. Einerseits nehmen geweitete Naslöcher die vorbeikommenden Geruchsinformationen besser in die Nasenhöhlen auf. Der ganze Kopf wird in die betreffende Richtung gedreht, die Ohren gespitzt, Augen nach vorn fokussiert, und alles gemeinsam eingesetzt, um die Quelle des interessanten Geruchs zu erkunden. Oft hört man auch ein Schnauben!

9)   Flehmen:

  • Wenn ein Pferd einen erstaunlich intensive Geruch wahrnimmt, dann sieht man diesen Ausdruck – Flehmen. Es stellt eine Steigerung des normalen Geruchssinnes, welches dem Pferd ermöglicht, ganz bestimmte chemische Substanzen, welche hauptsächlich mit Sexualempfindungen zu tun haben, „herauszufiltern“.
  • Das Pferd zieht die Oberlippe hoch und verschließt damit die Nüstern, so daß der Geruch direkt tief in die Nasenhöhle und am „vomeronasalen Organ“ vorbei (auch Jacobson Organ genannt) eingezogen wird. Mit diesem Organ kann das Pferd zusätzlich Pheromone (Sexualduftstoffe) erkennen, die ihm wichtige Informationen über sein Gegenüber geben.
  • Es ist ein mit Riechschleimhaut überzogenes Knorpelrohr das an der Basis der Nasenschleimhaut sitzt und einen Zugang zur Maulhöhle besitzt. Es nimmt beim Pferd eine entscheidende Rolle im Sozialverhalten ein.

Shutting off the nostrils to pass the scent directly past the vomero-nasal organs - Flehmen. Verschließen der Nüstern zur Geruchsaufnahme im vomeronasalen Organ - Flehmen.

Shutting off the nostrils to pass the scent directly past the vomero-nasal organs – Flehmen.
Verschließen der Nüstern zur Geruchsaufnahme im vomeronasalen Organ – Flehmen.

  • Male animals will “flehm” when smelling the odour of a mare in heat, but mares do it too, whenever a weird chemical scent comes their way (although this is seen less frequently).

10)   Itchy nose! Substitute activity

  • Have you ever wondered HOW itchy your horse’s nose can be – and how often he will rip the reins out of your hands to rub it? When the horse rubs his nose on his foreleg like this, he may of course really be bothered by an itch, perhaps also caused by the equipment or a fly. But this action can also be a substitute activity!
  • A substitute activity (also called sparking over) is an action, which carries information that is disconnected from the function (here the function of ridding yourself of a nuisance cause by flies or equipment). An example is the human scratching of the head when at a loss – not originating from an itch.
  • Some riders have told me that their horse “just has to get this out of the way” before they can begin the lesson – then it might be an expression of the warm-up or relaxation routine.
  • With my horses (interestingly ALL of them) it seems to be an expression of contentment and relief and it always happens after the pause (long reins), praise (verbal and a treat) and the sigh (which we will discuss later). It happens in the same way after playing off-line and without equipment, so it is clearly not that kind of itch!
  • Männliche Pferde flehmen, wenn sie eine rossige Stute reichen, aber auch Stuten können flehmen (obwohl seltener), wann immer sie einen ihnen seltsamen intensiven Geruch wahrnehmen.

10)   Juckende Nase! Übersprunghandlung

  • Manchmal wundert man sich ja, WIE „juckig“ eine Pferdenase sein kann – und wie oft es Ihnen die Zügel aus der Hand reißt, um sich am Bein zu reiben! Wenn Ihr Pferd sich die Nase so am Bein reibt, fühlt es vielleicht wirklich ein Jucken, sei es von der Trense oder Fliegen. Aber es kann auch eine Übersprungshandlung sein!
  • Eine Übersprungshandlung vermittelt Information, die von der Funktion uabhängig ist (hier wäre das die Funktion ein lästiges Jucken abzustellen). Ein Beispiel ist das sich-am-Kopf-kratzen eines verwirrten Menschen – den eigentlich auch nichts juckt.
  • Manche Reiter sagen, daß ihr Pferd das einfach “erst erledigen” muß, ehe sie die Reitstunde beginnen können – dann wäre es also ein Teil der Warm-Up oder Entspannungsroutine.
  • Bei meinen Pferden (interessanterweise bei ALLEN!) scheint es ein Ausdruck von Zufriedenheit und Erleichterung zu sein: „Gut! Ich bin froh, daß es so richtig war!“ – und es kommt immer nach der Pause (Zügel lang), dem Lob (verbal und Futter) und dem Seufzer (den wir noch besprechen). Sie reiben die Nase auch genauso, wenn sie ohne Trense frei spielen, so daß es kein Jucken der Ausrüstung ist!

Happy crinkle noses in all situations -  but particularly often when sitting!  Glückliche Kräuselnasen in allen Lebenslagen - aber besonders oft beim Sitzen!

Happy crinkle noses in all situations – but particularly often when sitting!
Glückliche Kräuselnasen in allen Lebenslagen – aber besonders oft beim Sitzen!

11)      Happy crinkle nose:

  • What a horse’s nose mostly gets across in terms of communication to ME, and what I want to see, is the happy crinkle nose! It looks as if the horse makes a little “kissy snout”.  When life is interesting and good – this is the expression you will see! Of this, I am proud to say, I have many pictures!

Next time we look at the horse’s mouth.

Read on!!

 

11)   Glückliche Kräuselnase:

  • Was ein Pferd MIR hauptsächlich mit seiner Nase an Gefühlen vermittelt, und was ich immer sehen möchte, ist die Glückliche Kräuselnase. Es sieht aus, als wenn es das Maul zu einem Küßchen spitzt. Wenn das Leben gut und interessant ist, dann sehen Sie das immer! Davon, das kann ich stolz sagen, habe ich viele Bilder!

Nächstes Mal sehen wir uns das Pferdemaul an.

Lesen Sie weiter!!

Understand your Horse – Blog 13 – Eyes 3

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 13 

Ihr Pferd verstehen – Teil 13

Eyes 3

  • In the last part we looked at different expressions of the horse’s eyes and noted, just as we did when looking at the ears, that they can be deceptive and one has to take care not to misunderstand – and miss a cry for help!
  • We finished by looking at wide open eyes, which can express either worry, fright, real anger or panic. There is however one more situation, in which the eyes are opened quite wide – the frontal stare.

10.   Frontal stare:

  • In earlier Blogs, when discussing the human body language and how we can imitate the horse’s in order to communicate clearly with him, we already learned that a frontal stare signifies a demand for more space. WE did that by sticking out our chest, lifting the chin and staring the horse squarely in the eyes to make him yield backward.
  • The horse does it by opening the eyes wide, staring directly and frontally at the opponent and by generally assuming the body stance as when trying to impress somebody.

Augen 3

  • Im letzten Blog haben wir beim Betrachten des Ausdrucks der Pferdeaugen wie bei den Ohren schon festgestellt, daß es zu Trugschlüssen führen kann und wir uns bemühen müssen, ihn nicht mißzuverstehen – und somit villeicht einen Hilfeschrei zu verpassen!
  • Zuletzt sahen wir weit aufgerissene Augen, die von Besorgnis, über Angst, Wut bis Panik ausdrücken können. Es gibt aber noch eine Situation, in der die Augen auch weit geöffnet werden – beim frontalen Anstarren.

10.  Frontales Anstarren:

  • Als wir früher schon die menschliche Körpersprache diskutiert haben und wie wir die der Pferde imitieren können, um uns besser zu verständigen, da haben wir gelernt, daß ein frontales Anstarren distanzfordernd ist. WIR machen das, indem wir die Brust vorwölben, das Kinn anheben und dem Pferd gerade in die Augen starren, um es rückwärts weichen zu lassen.
  • Das Pferd reißt seine Augen weit auf und starrt ebenfalls seinem Gegner frontal und direkt in die Augen, wobei es oft die typische Imponier- Körperhaltung einnimmt.
Left: Frontal stare with challenging body posture - right: ... changes to a "bite threat" if not heeded. Links: Frontales Anstarren mit Imponierhaltung - rechts: ... wird zu einer "Beißdrohung", wenn nicht beachtet.

Left: Frontal stare with challenging body posture – right: … changes to a “bite threat” if not heeded.
Links: Frontales Anstarren mit Imponierhaltung – rechts: … wird zu einer “Beißdrohung”, wenn nicht beachtet.

  • Head and neck are held high, the tail is also carried high, and the ears are pointed. (If the partner does not react, the position changes like shown on the right: ears get flattened and the head stretched forward as a bite threat.) Left this means “Let’s see what kind of stuff YOU are made of!” When your horse looks at you like that – realize that you are being challenged! If you plan to communicate your wish to remain boss, you must react! Let him yield, or send him away from you. Increase you own private space – demand more distance in turn.

11.   Worry lines around the eyes:

  • The left picture I found in the articles of “Barefoot – for riders who care”, where the author claims that horses can even develop worry lines around their eyes just like humans.
  • Kopf, Hals und Schweif werden dabei hoch getragen und die Ohren nach vorn gespitzt. (Wenn der Partner nicht reagiert ändert sich die Haltung wie rechts gezeigt: Ohren angelegt und Kopf nach vorn gestreckt als Beißdrohung.) Links heißt es: „ laß sehn aus was du gemacht bist!“  Wenn Ihr Pferd Sie so anschaut, müssen Sie wissen, daß Sie herausgefordert werden! Wenn Sie Ihr Pferd wissen lassen wollen, daß Sie Boss bleiben, müssen Sie reagieren! Lassen Sie ihn weichen oder schicken Sie ihn von sich weg. Vergrößern Sie Ihren Privatraum, indem Sie ebenfalls mehr Distanz verlangen.

11.   Sorgenfalten um die Augen:

  • Das linke Bild habe ich im “Barefoot – for riders who care” gefunden, wo die Autorin behauptet, daß Pferde um ihre Augen herum Sorgenfalten entwickeln können wie Menschen auch.

Real worry lines or just a matter of smaller or larger eye balls in relationship to the size of the head? Richtige Sorgenfalten oder nur eine Frage der Augapfelgröße im Verhältnis zur Kopfgröße?

Real worry lines or just a matter of smaller or larger eye balls in relationship to the size of the head?
Richtige Sorgenfalten oder nur eine Frage der Augapfelgröße im Verhältnis zur Kopfgröße?

  • I can’t confirm that this horse actually worried so much… but it is yet another interesting thing to watch out for! Wilhelm Blendinger (in: Psychologie u. Verhaltensweise des Pferdes) seems to attribute the shape of the eye rather to the “noblesse” of the horse – breeds such as Lippizzans are said to have larger eyeballs in relation to the size of their heads than horses of less noble pedigree, which would therefore fill the bone cavity more completely (preventing folds – pictures right). A less noble horse with a smaller eyeball would tend to pull up the upper eye lid to clear the eyeball when opening the eye wide – thus creating skin folds above it, which could look like “worry lines”(left). Make your horse happy, so he has no reason to worry – and you have solved the problem, though we have no true scientific confirmation on this!

12.   Dark rings:

  • What I CAN confirm from my own horse Beau is that, when not well, overheated or too tired, he develops dark rings around his eyes.
  • Ich kann nicht bestätigen, daß diese Falten wirklich von Sorgen kommen… aber es ist wieder eine interessante Sache, die man beobachten kann! Wilhelm Blendinger (in: Psychologie u. Verhaltensweise des Pferdes) scheint solche Falten eher der Form des Pferdeauges zuzuschreiben. Er sagt, daß die Größe des Augapfels davon abhängt wie „edel“ das Pferd ist. Edle Rassen wie Lippizzaner haben größere Augen im Verhältnis zur Kopfgröße, die daher die Knochenhöhle kompletter ausfüllen (und Falten verhindern – Bilder rechts).Ein weniger edles Pferd mit einem kleineren Augapfel würde dazu neigen, das obere Lid hinauf zu ziehen, um das Auge weit zu öffnen – und somit Runzeln zu schaffen, die wie „Sorgenfalten“ aussehen können(links). Machen Sie Ihr Pferd glücklich so daß es keinen Grund zu Sorgen hat – dann haben Sie dieses Problem auch ohne wissenschaftliche Bestätigung gelöst!

    12.    Dunkle Ringe:

    Was ich dagegen aus Erfahrung mit meinem eignen Pferd Beau bestätigen KANN ist, daß er dunkle Ringe um die Augen bekommt, wenn er überhitzt oder müde ist.

Left: eyes as normal - Centre: dark rings start to appear - right: Beau is in distress Links: normale Augen - Mitte: dunkle Ringe erscheinen - rechts: Beau ist krank

Left: eyes as normal – Centre: dark rings start to appear – right: Beau is in distress
Links: normale Augen – Mitte: dunkle Ringe erscheinen – rechts: Beau ist krank

  • Left: Beau’s eyes normally look like this – centre: Dark rings appear, we must take it easy! Right: Beau is clearly in distress and needs help!
  • It took me a while to realise his distress – I had not learned to pay enough attention to details. I clearly recognized the meaning of the dark rings one summer day, when all of a sudden Beau laid down in the field looking “collapsed”. He could have moved to the shade, but instead laid down with his head facing toward the stable, where he wanted to go to rest. I got him there with difficulty – all his friends gathering around him and following, which scared me even more – are they all preparing for his death?? It was not hot enough for a heat stroke – perhaps his heart? The vet checked him out, but we didn’t get any wiser. Since then I always keep an eye out for it and go really easy on him, when the dark rings appear – and so far so good. It pays to learn watching for details!

13.   Your horse may wink at you!

  • The kind of winking I mean is a “diminishing” of the eyeball size – so in other words the opposite of eyes ripped open (in anger or fright). So it expresses: “I am not in a flight mood – I have trust in you, I am not very vigilant at the moment”.
  • Winking includes a motion of the eye, of course, but it is rather a slow partial closing and reopening of the eye. In a situation, where the horse might be forced (by his human or another circumstance) to go against horse etiquette, you may also observe the wink: for example, if you park your horse too closely next to a very high ranking one (who stares at yours demanding more distance), then it would tell the other horse “I am NOT staring at you, so don’t take it personally – I can’t help it, my human is forcing me to be here!”
  • Links: so sehen Beaus Augen normalerweise aus – Mitte: die dunklen Ringe erscheinen und wir müssen ihn schonen! Rechts: hier ist Beau krank und braucht Hilfe.
  • Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich seine Notlage erkannt habe – ich habe damals noch nicht genug auf die Details geachtet. An einem Sommertag wurde es dann klar, als Beau sich mit solchen Augen im Feld hinlegte und „zusammengebrochen“ aussah. Er hätte in den Schatten gehen können, zeigte aber mit seiner Lage an, daß er in den Stall wollte. Ihn da hinzuschaffen war schwierig – und alle seine Freunde kamen mit, was mich noch mehr beängstigte – wollen sie ihm alle beim Sterben helfen?? Es war für einem Hitzschlag nicht heiß genug – vielleicht sein Herz? Die tierärztliche Untersuchung hat uns auch nicht schlauer gemacht. Seitdem aber passe ich immer auf, wenn die dunklen Ringe erscheinen, und schone ihn besonders. Bisher ging das gut – es lohnt sich, auf Details zu sehen!

13.   Ihr Pferd zwinkert Sie an!

  • Mit Zwinkern meine ich ein „Verkleinern“ des Augapfels – in anderen Worten das Gegenteil von Augen-Aufreißen (wie bei Wut oder Angst). Somit sagt das: „Ich bin nicht in Fluchtstimmung – ich hab schon etwas Vertrauen und zeig dir, daß ich gar nicht mehr so wachsam bin“ .
  • Zwinkern beinhaltet natürlich Bewegung des Auges, aber ich meine damit ein relativ langsames teilweises Schließen und Wiederöffnen. In einer Situation, in der ein Pferd (vielleicht durch seinen Menschen oder andere Umstände gezwungen) gegen die Pferde-Etiquette angehen muß, z. B. wenn Sie es zu nah bei einem höherrangigen Pferd parken (welches Ihres anstarrt und Distanz verlangt), dann würde das Zwinkern dem anderen sagen: „ich starre dich ja gar nicht an –nimm es nicht persönlich, ich kann grad nicht anders, mein Mensch zwingt mich ja hier zu stehen!“

13-ZwinkernBlinzelnCombo copy

14.   Blinking the eyes:

  • By this I mean a faster motion of the eye lids. Once you start to look for it, you might be surprised how much blinking is going on in your horse’s life! This is of course not always done with the intent of communication – the horse moistens and cleans his eyeballs by moving the lids across just like we do – that is the function! But when it happens frequently while you are working with your horse, it often means that you are coming on a bit strong and the horse would wish for a slightly less emotionally charged situation. If this be the case, then you can so easily help your horse and thereby improve the partnership. Back off some – insert something more fun for a break or just pause and relax. We often get carried away – especially when things are going great! Then there is danger of becoming too demanding – and your horse might blink up a storm…

Summary eyes:

  • We have seen that the eyes (as well as the ears) of the horse can work in a diverging fashion and independently from each other in various directions.

14.   Blinzeln:

  • Damit meine ich eine schnellere Bewegung der Augenlider. Sobald Sie anfangen mal darauf zu achten, werden Sie feststellen wieviel Blinzeln bei Ihrem Pferd abläuft! Das passiert natürlich nicht immer mit der Absicht der Kommunikation – auch das Pferd befeuchtet ja seinen Augapfel mit einem Blinzeln wie wir – das ist die Funktion! Wenn es aber oft geschieht während Sie mit Ihrem Pferd arbeiten, dann kann es bedeuten, daß Sie sich ein bißchen zu stark durchzusetzen versuchen und das Pferd sich eine weniger emotionsgeladene Situation wünscht. Wenn das der Fall ist, können Sie ihm so leicht helfen und damit die Partnerschaft verbessern. Ziehen Sie sich ein wenig zurück – legen Sie eine Pause ein und machen etwas für den Spaß. Wir lassen uns oft hinreißen, vor allem, wenn die Sache gut klappt! Dann besteht die Gefahr, daß man zuviel verlangt – und das Geblinzel geht los!

Zusammenfassung Augen:

  • Wir haben gesehen, daß die Augen (genau wie die Ohren) des Pferdes in divergierender Form und unabhängig voneinander in verschiedenen Richtungen funktionieren.

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  • The eyes do not combine the pictures in the brain, except when looking straight ahead – the only time the horse sees a focussed and three dimensional picture.
  • The horse has better night vision than we, but the adaptation from dark to light (and vice versa) is slower. We learned that they see colours very differently from us. So though the horse may see “worse” than us in terms of focus, there is no doubt that he sees much more than we! Where an eagle might have the “Tele lens” and the human the “normal lens”, the horse possesses the “wide angle” one and takes in an enormous amount of “panorama information” in minutest detail.
  • Often the ears give us an indication of what the eyes are looking at – but the eyes also give us insights about the horse’s emotional wellbeing or state of health independently.
  • We learned that the horse’s evolution put much more importance on detecting the minutest motion, rather than on a focussed image. This might explain, why a horse does not react strongly to moving cars – for the horse a car does not really “move” (it just gets bigger as it comes closer), because it does not flail legs or beat wings! ALL other moving beings in nature however do that!

We move on to other parts of the horse to understand his emotions!

Read on !!

  • Die Augen kombinieren die beiden Bilder nicht im Gehirn, außer, wenn sie gerade nach vorne schauen – der einzige Punkt, wo das Pferd ein scharfes und drei dimensionales Bild sieht.
  • Das Pferd besitzt eine bessere Nachtsicht als wir, aber die Adaptation von Hell nach Dunkel (und umgekehrt) ist bei ihm langsamer. Wir haben gelernt, daß es Farben ganz anders sieht als wir. Obwohl das Pferd in der Schärfe schlechter sieht als wir, sieht es aber zweifellos viel mehr! Wo der Adler das „Teleobjektiv“ und der Mensch das „Normalobjektiv“ besitzt, hat das Pferd den „Weitwinkel“ und sieht eine Menge Information gleichzeitig und in großem Detail im Rundumblick.
  • Oft zeigen die Ohren an, was die Augen gerade betrachten – aber die Augen geben auch unabhängige Einsichten in das Gefühlsleben und die Gesundheit des Pferdes.
  • Wir haben gelernt, daß die Evolution wesentlich mehr Gewicht auf das Erkennen der winzigsten Bewegung gelegt hat, als auf ein scharfes Bild. Das mag erklären, warum ein Pferd herankommende Autos so wenig beachtet – für ein Pferd „bewegt“ sich das Auto eigentlich nicht, (es wird bloß beim Näherkommen etwas größer) denn es wirft ja keine Beine oder schwingt Flügel! Jedes andere sich bewegende Wesen in der Natur tut das aber!

Wir sehen uns demnächst weitere Körperteile des Pferdes an, um seine Gefühle zu verstehen!

Lesen Sie weiter!!

Understand your Horse – Blog 12 – Eyes 2

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 12 

Ihr Pferd verstehen – Teil 12

Eyes 2

  • In the last part we got an idea of how our horses perceive the world – quite differently from us! Now we want to look at the emotions reflected by his eyes.

1.   Attentive eyes, bifocal, focussed and three dimensional vision:

  • We already saw that the ears give us a clue of what the eyes are looking at! When the horse is watching something in the focussed range in front of his face (those 15 to 20 degrees, where he gets a three dimensional picture) his ears are both pointed to the front as well. This expression we know from the “greeting faces” (top row centre) and attentive alert faces (right and left).

Augen 2

  • Im letzten Blog haben wir eine bessere Vorstellung davon bekommen, wie unser Pferd die Welt sieht – ziemlich anders als wir! Jetzt wollen wir sehen, wie es seine Gefühle mit den Augen ausdrückt.

1.   Aufmerksame Augen, bifokal, scharfes und drei dimensionales Sehen:

  • Wir haben ja schon bemerkt, daß die Ohren des Pferdes uns eine Andeutung davon geben, was die Augen betrachten! Wenn das Pferd in dem Winkel des scharfen Sehens vor seinem Gesicht (in eben diesen 15 bis 20 Grad, wo es ein dreidimensionales Bild bekommt) etwas anschaut, dann sind seine Ohren auch beide dahin gespitzt. Diesen Ausdruck kennen wir ja schon von den „Begrüßungsgesichtern“ (oben Mitte) und den aufmerksamen Ohren (rechts und links).
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2.   Curious eyes¸ interested eyes:

  • In the lower row you see curious eyes: fairly wide open but relaxed, accompanied by ears turned into the direction of the interesting object to be seen. This is no more than a “hey, what’s up?” mood, totally without apprehension. Czar (centre) is so relaxed that his lower lip is hanging down. The black mini (left) is just curious, whereas the lighter one has his eye on his buddy AND the surroundings – he doesn’t quite trust the situation!

3.   Half closed: a) peaceful relaxation, or dozing

  • Half closed eyes can have different meanings. Most often they express peaceful relaxation or dozing, as you see in the top row of the following picture. The ears can be pointed, as the horse is still taking in the surroundings to a certain degree, but the mouth is relaxed. The horse on the right is actually undergoing a very relaxing tail stretch, and is completely relaxed while his ears are on his human.

2.   Neugierige, interessierte Augen:

  • In der unteren Reihe sieht man neugierige Augen: ziemlich weit offen, aber entspannt, begleitet von Ohren, die in die Richtung gedreht sind, wo etwas interessantes zu sehen ist. Dieser Ausdruck sagt bloß „hey, was ist los?“, ganz ohne Besorgnis. Czar (mittleres Bild) ist so entspannt dabei, daß seine Unterlippe runterhängt. Das schwarze Mini (links) ist nur neigierig, während das helle ein Auge auf seinen Kumpel UND die Umgegend hat – der traut der Situation noch nicht ganz!

3.   Halb geschlossen: a) friedlich entspannt oder dösend

  • Halb geschlossene Augen können verschiedene Bedeutung haben. Meistens drücken sie friedliche Entspannung oder Dösestimmung aus, wie man in der obneneren Reihe der Bilder sieht. Die Ohren können gespitzt sein, da das Pferd die Umwelt durchaus noch bis zu einem gewissen Grad wahr nimmt, aber das Maul ist entspannt. Das Pferd rechts genießt gerade ein sehr entspannendes Schweifstretching, und hat seine Ohren auf seinen Menschen gerichtet.

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4.   Half closed: b) submission, appeasement

  • In the bottom row you see half closed eyes as a sign of submission: here they are the opposite of a frontal stare – therefore saying: “I am in no way challenging you or trying to start any kind of an argument!” Again we see that the expression is simultaneously reflected by the language of the ears, which we discussed earlier. Galathee (on the left) is yielding backwards on command (by her trainer staring into her eyes). The horse on the right further emphasizes her submission by turning her entire head away “I am truly NOT looking for a confrontation!”

5.   closed eyes: a) sleeping

When the horse is truly sleeping, the eyes are completely closed. The deeper the sleep (and the greater the trust in peaceful and safe surroundings) the lower the ears and the head may droop at the same time. On the left you see Deena, who sleeps so deeply that she nearly topples over. The lower lip is always relaxed and often hanging down in quite a pronounced manner.

4.   Halb geschlossen: Unterwürfig, beschwichtigend

  • In der unteren Reihe drücken die halb geschlossenen Augen Unterwürfigkeit aus: hier sagen sie das Gegenteil von einem frontalen Anstarren – nämlich „ich versuche ganz und gar nicht dich herauszufordern, ich will keinerlei Streit!“ Wieder sehen wir, daß das selbe gleichzeitig mit den Ohren ausgedrückt wird, was wir ja schon früher gezeigt hatten. Galathee (links) weicht gerade rückwärts auf ein Kommando ihres Trainers durch Anstarren. Das Pferd weiter rechts betont seine Unterwürfigkeit noch dadurch, daß es seinen ganzen Kopf weg dreht „ich will wirklich keinerlei Konfrontation!“

5.   Geschlossene Augen: a) Schlaf

  • Wenn das Pferd wirklich schläft, sind die Augen zu. Je tiefer der Schlaf (und je größer das Vertrauen in eine friedliche und sichere Umwelt) desto tiefer können die Ohren und der Kopf gleichzeitig absinken. Links sieht man Deena, die in so einem Tiefschlaf fällt, daß sie fast dabei umkippt. Die Unterlippe ist immer entspannt und hängt oft ganz betont herunter.
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6.   Closed eyes: b) exhaustion or pain

  • Danger!! When we looked at the horses’ ears we already learned that this expression can be a deceiving one and must NOT be confused with drooped ears and eyes as an expression of exhaustion or pain! The poor Vienna Fiaker horses (bottom left) are completely exhausted and the white horse on the right is ill. In case of doubt, therefore, when you see an expression like this, and the situation tells you that it may not be a normal snooze for your horse – check out his physical and mental state to make sure! Just because horses suffer in such a dignified way and without moaning and complaining does not mean that they do not need help!
  • 7.   „Reduced“ eyes: depressed, resigned

  • This expression is hard to see – and even harder in a photograph! It looks as if the horse turns his vision (his action of seeing) inward, like we humans do when we un-focus our eyes in a dreamlike state. This is very typical for a horse during a painful colic – their entire being is  “listening” into the pain in their bellies, and other stimulants from the outside are not taken in at all. (picture right)

6.   Geschlossenen Augen: b) Schmerz oder Erschöpfung

  • Gefahr!! Als wir die Sprache der Pferdeohren betrachtet haben, lernten wir schon, daß der schläfrige Ausdruck mißverstanden werden kann, und NICHT mit dem Ausdruck von Schmerz oder Erschöpfung verwechselt werden darf!  Die armen Wiener Fiakerpferde (unten links) sind total erschöpft und das Pony rechts ist krank. Wenn man so einen Ausdruck sieht, muß man also im Zweifelsfalle – wenn die Situation einem sagt, daß ein normales Nickerchen zu dieser Zeit unwahrscheinlich ist – immer den Gesundheitszustand und die seelische Verfassung prüfen! Nur weil Pferde so würdevoll und ohne Wimmern und Klagen leiden, heißt nicht, daß sie keine Hilfe brauchen!

7.   „Zurückgenommener Blick“: deprimiert, resigniert

  • Dieser Ausdruck ist schwer zu erkennen – mehr noch auf einem Bild! Es sieht aus, als ob das Pferd seinen Blick nach innen dreht, wie wir Menschen es tun, wenn wir unsere Augen träumerisch „unscharf“ stellen. Das ist sehr typisch für Pferde während einer Kolik – ihr ganzes Wesen „horcht“ in das Bauchweh hinein, und alle anderen Reize von außen werden nicht wahrgenommen (Bild rechts).

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  • The horse on the left, though his eyes are open, looks at nothing at all. He shuts out all incoming information – he doesn’t care about anything anymore. Horses that are resigned to be left alone in the cage of their stall for long times look like that. This is a sign of depression! Such a horse needs help too !!

8.   Showing some white: worried eyes

  • The eyes of horses differ – and you know what your horse’s eyes look like, when he is relaxed. Some horses show the white of their eyes more easily than others. Beau (on the right, top row of the next picture) often shows some white, even when he is not particularly worried, but just looking to one side. A horse like Peter (next picture frontal view) however only showed the white of his eyes, when he ripped them open when worried. With him it was always a sign that he needed reassurance about the situation. The important thing is that you should learn to pay attention to it AND REACT! When your horse is worried, YOU, as a good leader and friend, should DO something about it! Review the situation, solve the problem, reassure your friend – don’t just look at him.
  • Obwohl das Pferd links die Augen offen hat, sieht es gar nichts an. Auch es hat den verinnerlichten Blick, der die Außenwelt ausschließt – es hat aufgegeben. Pferde, die gewohnt sind lange Zeiten alleine in dem Gefängnis ihrer Box stehen zu müssen, sehen so aus. Das ist ein Zeichen von Depression! Solche Pferd brauchen Hilfe!!

8.   Ein bißchen weiß: besorgte Augen

  • Pferdeaugen sehen unterschiedlich aus – und die Ihres Pferdes kennen Sie ja. Manche Pferde zeigen ein bißchen weiß des Augapfels, auch wenn sie entspannt sind. Bei Beau (rechts oben im nächsten Bild) sieht man oft das Weiße ein wenig, auch wenn er nicht besorgt ist, sondern nur zur Seite schaut. Ein Pferd wie Peter (Frontalansicht) dagegen zeigt das Weiße nur, wenn es sie besorgt aufreißt. Bei ihm war es immer ein sicheres Zeichen, daß er Rückversicherung über die Situation brauchte. Das Wichtige ist ja nur, daß Sie lernen darauf zu achten UND dann zu REAGIEREN! Wenn Ihr Pferd beunruhigt ist, müssen SIE als guter Anführer und Freund etwas dagegen TUN! Prüfen Sie die Situation, lösen Sie das Problem, beruhigen Sie Ihren Freund – schauen Sie nicht bloß hin!

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9.   Wide eyes: fear, panic, flight or real anger

  • The bottom row of the picture series shows horses in dire situations – here you see the expression of real fright or panic, also real anger in fight. The eyes are ripped wide open and the white is showing, but often they are rolled back as well. Obviously I do not have pictures like this from my own horses – therefore the quality of the photographs is not good – but who wants to see such fear and panic in great detail? Not I.  Let’s hope you never have to either!

 

In the next Blog we will finish with the expression of the eyes

Read on !!

9.   Weit aufgerissen: Angst, Panik, Flucht oder echte Wut

  • Die untere Reihe der Bilder zeigt Pferde in schrecklichen Umständen – hier sieht man den Ausdruck von richtiger Angst oder Panik – auch Wut im Kampf. Die Augen sind weit aufgerissen und verdreht und das Weiße klar sichtbar. Solche Bilder habe ich von meinen eignen Pferden natürlich nicht – daher ist die Qualität der Bilder nicht gut – aber wer will schon solche Angst und Panik in großem Detail sehen? Ich nicht. Hoffentlich müssen Sie es auch nie!

 

Im nächsten Blog schließen wir mit den Augen ab.

Lesen Sie weiter!!

Understand your Horse – Blog 11 – Eyes 1

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 11 

Ihr Pferd verstehen – Teil 11

Eyes 1

 

  • In the last Blogs we looked at the “language” of the horse’s ears and found that there is a whole list:
  • Attentive ears, including attentive relaxed, neutral ears, sleepy ears, helpless ears (horse at a loss), questioning ears, depressed ears or horse in pain, appeasing and submissive ears, annoyed ears, aggressively pinned ears and play ears.
  • But we noted each time that other factors have to be taken into account, in order to be able to read the meaning of the ear posture correctly.
  • The eyes play a large role in the interpretation of what a horse’s face is communicating in terms of his mood and feelings. But before we go into this, we should look at the horse’s eyes in more general terms – because horses perceive the world so differently from us! How can we understand our partners, if we don’t even know what they see?

Augen 1

 

  • Im letzten Blog haben wir die „Sprache“ der Pferdeohren betrachtet und eine ganze Liste von Gefühlsäußerungen gefunden:
  • Aufmerksame Ohren, inklusive relaxiert, neutrale und Schlafohren, ratlose und fragende Ohren, deprimierte Ohren (oder Pferd mit Schmerzen), beschwichtigende und unterwürfige Ohren, ärgerliche Ohren, aggressiv angepreßte und Spielohren.
  • Aber jedesmal haben wir festgestellt, daß auch andere Faktoren miteinbezogen werden müssen, um die mit den Ohren ausgedrückte Verfassung richtig zu deuten.
  • Die Augen spielen bei der Interpretation der Gemütsverfassung, die das Pferd mit dem Gesicht ausdrückt, eine große Rolle. Aber bevor wir das betrachten, müssen wir kurz die Augen des Pferdes generell verstehen – sie sehen die Welt ja so anders als wir unsere! Wie könnten wir unsere Partner verstehen, wenn wir nicht mal wissen, was sie sehen?
11-EyeCombo
The main difference between our outlooks on the world:

  • You know by now that the horse is a flight animal, whereas humans are predators. Over the evolution time of the species nature has adapted each of them in such a way that it has the best chances to survive. This must of course include the way to SEE.
  • Predators must be able to see in such a way that they can stalk and catch prey successfully – otherwise starvation and death. Therefore predators have the eyes on the front of their faces and they have focussed vision and depth perception, because the brain puts the two pictures (from the right and the left eye) together and produces in the brain ONE picture. You see exactly what you stalk – and you know exactly where to pounce!
  • Flight animals however must be able to avoid being stalked too closely and eaten – obviously! So they have to scan the horizon in such a way that they recognize the approach of any predator  early enough to start flight when still at a safe distance. It is much better to run once too often (and perhaps exert energy unnecessarily) than one time too few – you become the meal!! For this it is not so important to see a focussed picture – the main thing is to recognize motion, ANY motion, even the most careful slinking of the cat in the grass.

Retina with Rods and cones:

  • Horses have rods and cones on the retina of their eyes, just like we do, but they have more rods, which are bundled close together on the retina and thus permit them to see motion much faster than we do –this also enables them to see better in low light conditions (horses in the wild are nocturnal animals too). The cones make it possible to distinguish colour, and of those horses have only two kinds (humans three and bird four – more about colour later).

Field of vision:

  • To scan the horizon in an effective way flight animals have their eyes on the side of their heads and a field of vision of almost 360 degrees (approx. twice that of humans). Their pupils are not round, but oval and horizontal, giving them a panoramic vision.
Der Hauptunterschied unserer „Welt-Anschauungen“:

  • Sie wissen ja jetzt, daß das Pferd ein Fluchttier ist, wir Menschen aber Raubtiere. Über die Entwicklungszeit der Arten hat die Natur jede Spezie in so einer Weise adaptiert, daß sie die besten Überlebenschancen hat. Das schließt natürlich auch die Art des SEHENS ein.
  • Raubtiere müssen so sehen, daß sie sich gezielt anpirschen und ihre Beute erwischen können – sonst Tod durch Verhungern.  Daher haben Raubtiere ihre Augen vorn im Gesicht, und sie haben ein dreidimensionales scharfes Bild, da das Gehirn die beiden Bilder (vom rechten und linken Auge) zusammenlegt und im Gehirn EIN Bild produziert. So sieht man genau, an was man sich  anschleicht – und weiß genau, wann man zuschlagen kann!
  • Fluchttiere dagegen müssen es zu vermeiden wissen, daß man sich zu nahe an sie anpirscht – und dann gefressen wird – klar! Sie müssen also den Horizont so absuchen können, daß sie die Annäherung jedweden Raubtiers früh genug erkennen können, um zu flüchten, solange man noch in sicherem Abstand ist. Es ist besser, einmal zu oft loszurennen (und vielleicht unnötige Energie dabei zu verschwenden), als einmal zu wenig – sonst wird man zum Steak! Es ist also nicht so wichtig ein scharfes Bild zu sehen, sondern Bewegung, JEDE Bewegung, sogar das verstohlendste Schleichen der Katze im Gras.

Retina mit Stäbchen und Zäpfchen:

  • Pferde haben Stäbchen und Zäpfchen auf der Netzhaut ihrer Augen wie wir, aber sie haben mehr Stäbchen, die auf der Retina eng gebündelt liegen, und können daher Bewegung schneller sehen als wir – auch sehen sie damit besser in Zwielichtverhältnissen und im Dunkeln (Pferde in freier Wildbahn sind ja auch Nachttiere). Die Zäpfchen sind zum Farbsehen da, und davon haben Pferde nur zwei Arten (wir haben drei und Vögel vier – mehr über Farben später).

Gesichtsfeld:

  • Um ständig den Horizont effektiv absuchen zu können, haben Fluchttiere die Augen seitlich am Kopf und damit ein Gesichtsfeld von fast 360 Grad (etwa doppelt soviel wie beim Menschen). Ihre Pupillen sind nicht rund, sondern horizontal und länglich –das ermöglicht ihnen ein Panorama- Rundumsehen.

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  • The picture shows where in this range the vision is focussed – only in the field of both eyes is the picture relatively clear and three-dimensional. Therefore horses want to turn their head in the direction of perceived trouble to get a better view.  The perception of depth (binocular vision) takes up only about 15 to 20 degrees of the 360. Only directly in front of his nose and also directly behind his tail the horse sees nothing – these are the blind spots, which the horse is trying to cover by frequently turning his head and by walking on zigzagging paths (if you allow him to!)
  • The horse’s extravagantly big eyeball magnifies everything 50% larger than we perceive it. Distant objects are thus seen in clearer detail. But the horse’s vision is monocular in almost all of the range, (i.e. except the previously mentioned 15 to 20 degrees) – on the sides each eye sees a different picture! Some sources say that these pictures get superimposed in the horse’s brain, but more serious research stresses that their vision is not “stereo”, but rather that their brain processes the two pictures independently as RightVision and LeftVision, and those pictures are two-dimensional. The horse’s Corpus Callosum, which is the connection between the right and left half of the brain, is developed to a much lesser degree in the horse than in humans. This means that the interchange of information between the two halves functions to a lesser degree.

The “spooky side”:

  • Have you ever noticed that when you pass a “spooky” object on the way to some place (and you are knowledgeable and therefore guide its exploration the way you have learned in previous Blogs)  – this object is again JUST AS spooky on the way back? “You goof!” you say “we inspected that half an hour ago!” Aha! Yes, we did, but that was the left side of the brain and the information did not register on the other side (now he sees it with the left eye, which registers in the right side of the brain!) For a long time we all learned that the right side of the brain is the “emotional” side, which would explain that horses tend to spook more from things perceived with the left eye. I have not been able to confirm that with my horses and newer brain research also refutes such statements.

Field of vision to the top:

  • Since horses don’t have natural enemies attacking them from the skies, their vision angle to the top is limited, unless they lift and turn their entire head. Much more important is to assess things moving on the ground – where predators mainly come from.
  • Das Bild zeigt in welchem Bereich das Pferd scharf sehen kann – nur in dem Feld, wo beide Augen dasselbe sehen, ist das Bild scharf und drei-dimensional. Daher wollen Pferde auch immer ihren Kopf in die Richtung drehen, aus der sie Schwierigkeiten erwarten, um etwas genau sehen zu können. Diese Tiefenschärfe ist aber nur in etwa 15 bis 20 Grad vorhanden. Nur direkt vor seiner Nase und ebenfalls direkt hinter seinem Schweif sieht das Pferd nichts – das sind die toten Winkel, die es immer abzudecken sucht, indem es seinen Kopf dreht und auch auf Zickzackpfaden läuft (wenn Sie ihm das erlauben).
  • Der außerordentlich große Augapfel des Pferdes vergrößert alles um 50% mehr als wir es sehen. Entfernte Objekte werden so klarer erkannt. Aber das Sehen des Pferdes ist monokular in fast dem ganzen Bereich (außer eben in den schon erwähnten  15 bis 20 Grad vorne) – auf den Seiten aber sieht es zwei verschiedene Bilder! Manche Quellen behaupten, daß diese Bilder im Gehirn übereinander gelegt werden, aber seriösere Wissenschaftler sagen, daß das Sehen nicht „stereo“ ist, sondern daß das Gehirn unabhängig voneinander zwei Bilder als RechtsSehen und LinksSehen verarbeitet. Diese Bilder sind zwei-dimensional. Das Corpus Callosum des Pferdes, welches die Verbindung zwischen der rechten und linken Gehirnhälfte darstellt, ist aber weit weniger als im Menschen entwickelt. Damit hapert es mit dem Austausch der Informationen etwas.

Die „Scheu“ seite:

  • Haben Sie schon bemerkt, daß, wenn Sie etwas Beunruhigendes am Wege antreffen (und mit Ihrem Wissen das Erforschen fachmännisch anleiten, wie Sie das in früheren Blogs gelernt haben) – dieses Objekt auf dem Rückweg nochmal GENAUSO beunruhigend ist? „Dummerchen!“, sagen Sie „das haben wir doch vor einer halben Stunde schon genau beguckt!“ Aha! Ja, aber das war die linke Seite des Gehirns und die Information hat sich rechts nicht niedergeschlagen (jetzt sieht es was mit dem linken Auge, was im rechten Gehirnteil verarbeitet wird!) Lange Zeit haben wir alle gehört, daß die rechte Gehirnhälfte die „emotionale“ sein soll, was erklären würde, daß viele Pferde eher vor Dingen scheuen, die sie mit dem linken Auge sehen. Ich kann das bei meinem Pferden nicht bestätigen und neuere Gehirnforschung scheint das nun auch zu widerlegen.

Blickfeld nach oben:

  • Da Pferde aus den Lüften keine natürlichen Feinde haben, ist ihr Gesichtsfeld nach oben begrenzt, außer wenn sie den ganzen Kopf heben und drehen. Viel wichtiger ist ihnen das Taxieren des Bodens, denn Raubtiere kommen von unten.
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  • The more astonishing it is that horses allow us to sit on their backs – apart from being in a position, where naturally only a predator (ready  to eat him!) would be, they can’t even see us there! If on top of that you rode your horse with his head behind the vertical, (a position, which unfortunately we still see too often) you therefore would not only give great discomfort to your horse (cramped neck musculature etc.), but also effectively make him blind to the front, which adds psychological discomfort to the physical one.

Colour vision:

  • Humans have three types of cones on the retina, which is called trichromic vision, and see four basic unique colours: red, green, blue, and yellow, as well as a range of intermediate hues. Horses have only two types of cones (dichromatic vision) and cannot distinguish red.
  • Um so erstaunlicher ist es, daß sie uns erlauben, den Platz auf ihrem Rücken einzunehmen – denn abgesehen davon, daß dies der Fleck ist, wo sich das Raubtier (welches es grade fressen will) befände, können sie uns dort auch gar nicht sehen! Wenn Sie dazu noch Ihr Pferd mit der Nase hinter der Vertikalen ritten (in einer Haltung, die man leider noch viel zu oft sieht), würden Sie Ihrem Pferd nicht nur körperliche Beschwerden (wie verkrampfte Halsmuskulatur) zufügen, sondern ihm auch noch nach vorne tatsächlich die Sicht nehmen, was den körperlichen Schmerz noch mit seelischem Unbehagen verschlimmert.

Farbsehen:

  • Menschen haben drei Arten von Zäpfchen auf der Retina, (trichromic vision), womit man vier Basisfarben Rot, Grün, Blau und Gelb, sowie Übergangsfarben dazwischen unterscheiden kann. Pferde haben nur zwei Arten von Zäpfchen (dichromatic vision) und können Rot nicht unterscheiden.

11-ColorVision

  • This may be less important for our communication with the horse, but very interesting nevertheless. If the grass and the dandy lions really look so similar in his eyes, as I deduct from the offered diagram of colours, why then do my horses aim for them so purposefully? If the carrot is so grey on grey grassy ground, how come they find it so promptly on finger signs? Do they rather recognize it by shape or smell?
  • It is very interesting to immerse yourself in your horse’s world and try to experience it through his eyes and other senses!
  • If I had to manage four feet AND see two different pictures at the same time, mostly in bluish-yellowish tinges, I think I would be so confused that I wouldn’t be able to walk any more at all! And yet, horses have lived far longer than our species, so the system must be very effective!
  • Für unsere Kommunikation mit dem Pferd ist das zwar weniger wichtig, aber dennoch interessant –wenn das Gras und der Löwenzahn in seinen Augen wirklich so ähnlich aussehen wie ich das der Farbskala entnehme, wieso streben meine Pferde dennoch so gezielt darauf zu? Wenn die Möhre so grau auf grasgrauem Boden ist, wieso finden sie das Stückchen so leicht auf Fingerzeig? Erkennen sie sie eher an der Form, am Geruch?
  • Es ist sehr interessant sich in sein Pferd hineinzudenken und zu versuchen, die Welt durch seine Augen und andere Sinne zu verstehen!
  • Wenn ich vier Füsse sortieren UND gleichzeitig auf jeder Seite ein anderes Bild sehen müßte, das meiste davon auch noch in nur bläulich-gräulichen Tönen, dann wäre ich sicher so verwirrt, daß ich gar nicht mehr laufen könnte! Und doch haben Pferde ja so viel länger als unsere Spezie überlebt und das System muß erstaunlich effektiv sein!

When the eyes are looking at something in the focussed range, the ears are always pointed to the front ! Wenn die Augen im fokussierten Bereich etwas ansehen, sind die Ohren immer nach vorn gespitzt !

When the eyes are looking at something in the focussed range, the ears are always pointed to the front !
Wenn die Augen im fokussierten Bereich etwas ansehen, sind die Ohren immer nach vorn gespitzt !

This is the world your horse sees! Next time we go into what the horse communicates to us with his eyes!

Read on !!

So also sieht Ihr Pferd! Nächstes Mal schauen wir, was es uns mit den Augen sagen kann.

Lesen Sie weiter !!

Understand your Horse – Blog 10 – Ears 4

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 10 

Ihr Pferd verstehen – Teil 10

continued – Ears 4

  • In the last part we saw some “Airplane” ears and learned to look out for depression or pain. We looked at lots of “questioning ears”, some of them turned onto the trainer or rider with attentive interest – politely asking “what can I do for you?” But here too, we might see distinctions!

Fortsetzung – Ohren 4

  • Im letzten Teil haben wir “Flügelohren“ betrachtet und gelernt, daß man auf Anzeichen von Depression oder Schmerzen achten muß. Wir haben jede Menge „fragende“ Ohren gesehen, einige mit aufmerksamem Interesse auf den Reiter oder Trainer gerichtet – höflich fragend „was kann ich für dich tun?“ Aber auch hier sehen wir Unterschiede!
10-RiderBewareCombo

Questioning – happy or apprehensive?

  • In the picture left you see Czar being attentive with one questioning ear directed toward the source of instructions. He is running through the prep exercises for the “Leg Jump” (“From Leading to Liberty” game 90, page 335), where he must jump closer and closer to his human partner.
  • In the next picture the horse’s attention is fully on the rider, waiting for clear instructions to avoid hitting the barrels under his belly. Eyes are open and attentive, mouth is relaxed. The face is quite happy!
  • But in the picture on the right it looks quite different! Here the mouth is not relaxed at all and the nostrils are pinched. The eyes are wide and do not look happy. One gets the impression that the horse is tense and rather waiting for something bad to happen! So rather than being obediently attentive, ears drooped with openings backward under the rider may mean fearful submissiveness to the rider, rather than trust! Here we see the ears in their function of the “early warning system”, apprehensive of trouble, rather than showing attentive interest. So as a rider we should check the response from our horse’s ears honestly and self-critically!

9.    Disapproving Ears: 

  • Disapproving ears should signal to you that your horse is annoyed – at the surroundings, the activity or you. They are spread sideways and flattened slightly to the back, and very often they are not stationary for long, but rather show emotions by quickly switching up and down, ranging in a display of positions from disapproving to curious.

Fragend – zufrieden oder ängstlich besorgt?

  • Im Bild links sieht man Czar, der ein fragendes Ohr aufmerksam auf die Quelle der Anleitungen gerichtet hat. Er lernt gerade die Vorübungen für den „Legjump“ (“From Leading to Liberty” Spiel 90, Seite 335), in dem er immer näher bei seinem Menschen springen muß.
  • Im nächsten Bild ist die Aufmerksamkeit des Pferdes ganz beim Reiter, damit es durch dessen Anleitungen vermeiden kann an die Tonnen unter seinem Bauch zu stoßen. Die Augen sind offen, das Maul ist entspannt. Das Gesicht ist ganz zufrieden!
  • Aber in dem Bild rechts ist das ganz anders! Hier ist das Maul gar nicht entspannt und die Nüstern sind verkniffen. Die Augen sind fast aufgerissen und sehen nicht glücklich aus. Man bekommt den Eindruck, daß das Pferd verspannt darauf wartet, daß etwas Unangenehmes kommen wird! Anstatt nur gehorsame Aufmerksamkeit rückwärts auf den Reiter können solche abgeklappten Ohren (rückwärts and Muscheln nach unten) dann auch ängstliche Unterwürfigkeit unter den Reiter bedeuten – anstatt Vertrauen! Hier sehen wir die Funktion des „Frühwarnsystems“ der Ohren, die Unannehmlichkeiten ankündigen, anstatt aufmerksames Interesse zu zeigen. Als Reiter sollten wir also die Reaktion unseres Pferdes mit dessen Ohren immer ehrlich und selbstkritisch nachprüfen!

9.   Mißmutige Ohren:

  • Mißmutige Ohren teilen Ihnen mit, daß Ihr Pferd sich ärgert – über das Umfeld, die Tätigkeit oder über Sie. Sie sind seitlich abgespreizt und ein bißchen nach hinten gerichtet, rückwärts leicht angelegt, aber sehr oft bleiben sie nur ganz kurz in einer Stellung, und zeigen ein Wechselbad der Gefühle von fragend, über mißbilligend bis neugierig.

Disapproving and mistrusting faces. Mißbillingende und mißtrauische Gesichter.

Disapproving and mistrusting faces.
Mißbillingende und mißtrauische Gesichter.

  • Disapproving ears are often displayed, when our body-language becomes too strong and we are trying to get our way in an inharmonious manner. As you can see in the picture on the left, Beau has just about had it with being photographed for Lena’s holiday memento! I find his face very expressive – no mistaking his mood! (You can also see that he is swishing his tail in anger). The horse on the left (right picture) rather expresses mistrust – this meeting is not entirely kosher and not the typical greeting, which we saw before!

10. Aggressive Ears: pinned

  • We have seen that, contrary to popular belief, most „flattened“ ears are actually NOT aggressive. Their meaning is very frequently mistaken, because humans, who seem to be inherently negative creatures, so often expect bad things from a big animal because of their own innate fear (admitted or not).
  • Truly aggressive ears are pinned to the head in such a way that they become almost invisible. The “function” of pinned ears is to get them out of the way of the enemy’s bite during a fight. Pinned ears are a clear sign that the horse is READY for a fight – he demands more distance (a bigger space) – he is angry and expresses a real threat!
  • Mißbilligende Ohren sieht man oft, wenn unsere Körpersprache zu stark wird und wir uns unharmonisch durchzusetzen versuchen. Wie man in dem Bild links sieht, hat Beau nun die Nase voll vom Fotographieren für Lenas Erinnerungsbilder! Ich finde sein Gesicht sehr ausdrucksstark – diese Laune kann man gar nicht mißverstehen! (Man sieht auch, daß er ärgerlich mit dem Schweif schlägt). Das linke Pferd (auf dem rechten Bild) drückt eher Mißtrauen aus – diese Begegnung ist ihm nicht ganz geheuer und nicht die typische Begrüßung, die wir früher gesehen haben!

10.   Aggressive Ohren: angepreßt

  • Wir haben immer wieder gesehen, daß, entgegen der üblichen Annahme, „angelegte“ Ohren tatsächlich NICHT aggressiv sind. Sie werden nur oft mißverstanden, da Menschen, die im Innersten immer zum Negativsein zu tendieren scheinen, bei einem großen Tier automatisch auf etwas Schlimmes warten – vermutlich aus angeborener Furcht ( auch wenn die nicht zugegeben wird).
  • Wirklich aggressive Ohren liegen ganz eng am Kopf, so daß sie fast unsichtbar sind. Die „Funktion“ dieser Ohrstellung ist, sie dem Biß des Gegners in einem Kampf zu entziehen. So angelegte Ohren sind ein Zeichen, daß das Pferd BEREIT ist zum Kampf – ein Zeichen der Distanzforderung – es ist zornig und signalisiert eine echte Drohung!
These ears are unmistakably threatening and aggressive! Diese Ohren sind unmißverständlich drohend und aggressiv!

These ears are unmistakably threatening and aggressive!
Diese Ohren sind unmißverständlich drohend und aggressiv!

  • When a stallion drives his mares (left) he flattens his ears like this, not because he will fight with them, but because he won’t have any discussion about it either! It IS a way to truly threaten them into obedience.
  • In the rump presentation (centre) the threat is also real – this kick is already half way in the air! And there is no doubt about the fact (right) that this horse will defend the hay at the risk of a real confrontation – in each case you see by the reaction of the other horses that a real threat is never mistaken.
  • Wenn ein Hengst seine Stuten treibt (links), dann legt er seine Ohren so an, nicht weil er mit ihnen kämpfen will, sondern weil er keine Diskussion über die Situation erlauben wird! Damit bedroht er sie wirklich, so daß sie gehorchen müssen.
  • In der “Hinternpräsentation” (Mitte) ist die Drohung auch real – der Tritt ist ja schon halbwegs in der Luft! Und auch im Bild rechts gibt es keinen Zweifel darüber, daß dieses Pferd sein Heu mit dem Risiko einer echten Konfrontation verteidigen wird – in allen Fällen sieht man ja auch an der Reaktion der anderen Pferde, daß das Signal nie mißverstanden wird.

The most threatening ears are pinned tightly to the head and horizontal. Die drohendsten Ohren sind ganz flach und horizontal am Kopf angelegt.

The most threatening ears are pinned tightly to the head and horizontal.
Die drohendsten Ohren sind ganz flach und horizontal am Kopf angelegt.

  • As always there is a whole gamut of positions: here we see almost pinned ears – the head position is threatening enough (hinting at a forthcoming bite!) and the lips are pinched, but the ears do not quite touch the side of the neck.
  • Ears flattened this way rather signal a warning “Stop it!! Or else I will be ready to escalate this further – and then I WILL be ready for a real fight!!”
  • Truly aggressive ears are always really tightly pressed to the head, the range of emotions varies only in the height of the ear position. The worst threat is “completely tight and horizontal”.

11.  Play Ears:

  • Ears slightly flattened to the back, but not pinned to the head, are also „Play Ears“. When horses rear it is always very obvious, and I thought at the start that this is logical, because rearing is a playful, but also a “fight” gesture. We always caution horse owners to only attempt training for obedient rearing on command AFTER the training to the ground is completed, to make absolutely certain that the horses will rear without a feeling of aggression. (Training to the ground includes lying down and lying flat on command – see “From Leading to Liberty” chapter 14).
  • Wie immer gibt es eine ganze Skala der Positionen: hier sehen wir fast ganz flach angelegte Ohren  - die Kopfhaltung ist schon drohend genug (eine klare Beißdrohung!) und die Lippen sind verkniffen, aber dennoch sind die Ohren nicht ganz an den Kopf gepreßt.
  • Solche Ohren sind ein Warnsignal „Hör auf!! Ansonsten bin ich gewillt dies zu eskalieren – und dann krachts richtig!“
  • Echt aggressive Ohren sind immer ganz eng am Kopf, die Skala der Gefühle drückt sich nur in der Höhe aus, das Schlimmste ist ganz eng und ganz waagerecht.

11.   Spiel-Ohren:

  • Leicht nach hinten gerichtete Ohren, die aber leicht abstehen, sind auch Spielohren. Wenn die Pferde steigen ist das ganz deutlich zu erkennen, und ich dachte immer, daß dies ja logisch ist, denn Steigen ist zwar eine Spielgeste, aber auch eine des Kampfes. Wir betonen im Training ja immer, daß man das Steigen auf Kommando erst NACH dem vollendeten Training zu Boden beginnen sollte, damit man absolut sicher sein kann, daß es ohne aggressive Stimmung geschieht. (zum Training zu Boden gehört Ablegen und Flachliegen auf Kommando – siehe Kapitel 14 in  “From Leading to Liberty”).

Play-Ears are slightly flattened to the back - but of course NOT aggressive or threatening !! Spielohren sind leicht nach hinten angelegt - aber natürlich nicht aggressiv oder drohend !!

Play-Ears are slightly flattened to the back – but of course NOT aggressive or threatening !!
Spielohren sind leicht nach hinten angelegt – aber natürlich nicht aggressiv oder drohend !!

  • So we know that the horses you see here in the middle row of my pictures (King, Beau and Peter on the right at 32 and a half years of age!) are all very happy to be allowed to rear – it IS and always was one of their favourite games – and not a trace of aggression. Those are “rearing ears”!
  • But it greatly surprised me when I discovered the same ears in ALL of the other play photos as well. In the top row we are playing off-line: Peter comes happily toward me (left) when called, and shows proudly how well we synchronize in running games (right) – and NEVER are the ears pricked to the front! In the bottom row you see some games on the rope: left Hero with Janine, nicely synchronized over a jump, and on the right Caspar with trainer Sherry – again! The same ears!
  • Perhaps the reason is that playing in a “horsey” way with your humans evokes something of a “competition mood”. After all, we also often play competitively! Then these ears might signal that the horse considers his partner as a kind of “adversary” during the course of the game. No other literature I could find discusses “play ears”, so I can only rely on what I know and see when playing with my own horses.

Conclusion Ears:

Do not always assume aggression !!

  • What we mainly learned in the past four Blogs is that merely “flattened ears” (versus “pinned” ears) are NOT a sign of aggression – and that the interpretation of the meaning of the ear position can never be made by the ears alone, as there are many varying factors and we have to consider the picture as a whole.
  • If you think this discussion was a waste of time, because so many ears are similar – just start looking! As we go deeper into the expression of eyes and mouth etc. you will see that you recognize more and more – and WILL understand your horse much better!

We learned:

  • We definitely learned in any case that it is very important to pay attention, as the gamut of meanings runs from pain and distress, over insecurity and a stressed-out call for help, over defensive and appeasing meanings all the way to happily playful demonstrations.
  • Perhaps this is the reason that our constantly flattened “predator ears” are more readily forgiven us by our horses? So should your ears stick out a lot – don’t feel bad! You have the advantage of looking friendlier to your horse!!

In the next Blogs we will look at the horses eyes – how he sees the world and what he is trying to signal to us with them.

Read on !!

 

  • Daher wissen wir, daß die Pferde, die man hier in der mittleren Reihe steigen sieht, (King, Beau und Peter mit 32 1/2 Jahren!) alle glücklich sind steigen zu dürfen – es ist immer eins ihrer liebsten Spiele – und daß keine Spur von Aggression dabei ist. Das sind eben „Steige-Ohren“!
  • Aber es hat mich erst doch erstaunt, daß die Ohren auf ALLEN anderen Spielfotos genauso aussehen. In der oberen Reihe spielen wir in Freiheit: Peter kommt auf Ruf fröhlich mich zu (links) und zeigt stolz wie schön wir uns in Laufspielen synchronisieren können (rechts) – und NIE sind die Ohren nach vorne gespitzt! In der unteren Reihe sieht man Spiele am Seil: links Hero mit Janine, schön im Einklang über dem Sprung, und rechts Caspar mit Trainer Sherry – wieder dieselben Ohren!
  • Vielleicht liegt der Grund darin, daß beim „pferdemäßigen“ Spielen mit seinem Menschen ein bißchen eine „Wettkampfstimmung“ aufkommt. Man spielt ja auch oft ein wenig herausfordernd! Es könnte dann sein, daß diese Ohren signalisieren, daß das Pferd während des Spiels seinen Partner als „Gegner“ betrachtet. Keine andere Literatur, die ich finden konnte, erwähnt „Spielohren“, so daß ich mich nur auf das verlassen kann, was ich von meinen eignen Pferden sehe und weiß.

Zusammenfassung Ohren:

Nicht immer Aggression vermuten!

  • Was wir hauptsächlich in den letzten vier Blogs gelernt haben ist, daß einfach „angelegte Ohren“ (nicht „angepreßte“) KEIN Zeichen von Aggression sind – und daß die Interpretation der Stimmung nicht allein durch die Ohrhaltung getroffen werden kann, da andere Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen, so daß wir das ganze Bild betrachten müssen.
  • Wenn Sie daher denken, daß diese Diskussion eine Zeitverschwendung war, da ja so viele Ohren ähnlich sind – fangen Sie mal an richtig hinzuschauen! Wenn wir tiefer in den Ausdruck von Augen, Maul etc. einsteigen, werden Sie sehen, daß Sie immer mehr erkennen – und Sie WERDEN Ihr Pferd viel besser verstehen!

Wir haben gelernt:

  • Wir haben gelernt wie wichtig es ist aufmerksam zu beobachten, da die Skala der Gemütsverfassung von Schmerzen und Notlage über Unsicherheit und gestreßtem Hilferuf bis zu defensivem und beschwichtigendem Ausdruck,  ja bis zu fröhlichem Spielen reicht.
  • Vielleicht ist das der Grund, warum uns unsere ständig angelegten „Raubtierohren“ von den Pferden leichter verziehen werden? Wenn also Ihre Ohren sehr abstehen – machen Sie sich nichts draus! Sie haben den Vorteil, daß Sie für Ihr Pferd freundlicher aussehen!!

Im nächsten Blog wollen wir die Augen des Pferdes erforschen – wie es die Welt sieht und was es versucht, uns mit ihnen zu sagen.

 

Lesen Sie weiter !!

Understand your Horse – Blog 09 – Ears 3

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 09

Ihr Pferd verstehen – Teil 09

continued: Ears 3

  • In the last part we ended by looking at some “questioning ears”. We saw that they can be dropped sideways to varying degrees – and we realized that it is important to recognize them, because our horse is expecting a feedback from us, when he “questions” like this with his ears!
  • But what the meanings of sideways dropped ears exactly are is not always so easily distinguished, especially when the pictures are taken out of context.

Fortsetzung Ohren 03

  • Im letzten Teil haben wir am Schluß „fragende Ohren“ angeschaut. Wir haben gesehen, daß sie seitwärts zu verschiedenen Tiefen abgeklappt werden – und wir haben verstanden, daß es wichtig ist, sie zu erkennen, weil das Pferd eine Antwort erwartet, wenn es uns so mit den Ohren „befragt“!
  • Aber was abgeklappte Ohren alles bedeuten können ist nicht immer einfach zu unterscheiden, vor allem, wenn die Bilder aus dem Kontext genommen sind.
Various airplane ears! Left: sleeping. Mid: relaxed. Right: needs help. Verschiedene Flügelohren! Links: schläft. Mitte: entspannt. Rechts: braucht Hilfe.

Various airplane ears! Left: sleeping. Mid: relaxed. Right: needs help.
Verschiedene Flügelohren! Links: schläft. Mitte: entspannt. Rechts: braucht Hilfe.

  • These ears all look quite similar, don’t they? And yet they all say different things: the horse on the left is dozing with lower lip slightly hanging, though the eyes are not completely closed. The horse on the right is saying “I’ve had enough, please leave me alone!” – ears at half-mast, eyes reduced (a sign of submission) and the lips pinched. Peter in the middle is simply relaxed – he rather looks like he is smiling and his nose is happily crinkled. So once again we realize that we cannot analyse the horse’s mood by looking at the ears alone!

5/6:  Questioning and helpless:

  • How different are the next questioning ears!
  • Diese Ohren hier sehen doch alle ziemlich ähnlich aus, oder? Und doch sagen sie alle ganz andere Sachen: das Pferd links döst einfach mit leicht hängender Unterlippe, obwohl die Augen nicht ganz geschlossen sind. Das Pferd rechts sagt: „ich kann nicht mehr, laß mich bitte in Ruh!“ – Ohren auf halbmast, zurück genommener Blick (stark beschwichtigend) und das Maul angespannt. Peter in der Mitte ist einfach entspannt – es sieht fast aus als ob er lächelt und seine Nase ist glücklich gekräuselt. Wieder sehen wir also, daß man die Laune des Pferdes nicht allein von der Ohrhaltung bestimmen kann!

5/6:  Fragend und ratlos:

  • Wie anders sehen die nächsten „fragenden“ Ohren aus!

Questioning ears - horses are all at a loss! Reduced eyes and stuck-out tongues are typical. Fragende Ohren - diese Pferde sind alle ratlos! Zurückgenommene Augen und rausgestreckte Zungen sind typisch.

Questioning ears – horses are all at a loss! Reduced eyes and stuck-out tongues are typical.
Fragende Ohren – diese Pferde sind alle ratlos! Zurückgenommene Augen und rausgestreckte Zungen sind typisch.

  • Look at these interesting faces!
  • Again we have to look at the whole picture (we will talk more about the tongue later, when we discuss the emotions signaled with the mouth).  All of these horses are at a loss while in a training session. The questioning ears of the two horses in the middle are very typical, while the horses on the right and left have one ear cocked onto their owners and the other one directed toward the thing which is confusing them. Maya on the left also looks concerned and worried. She shows strong appeasing signs, which we will get into later. When horses turn one ear so clearly toward their human, it usually signifies that they already have a good relationship – they pose the question for guidance and help in a very direct way, trusting their partner to have the solution.
  • Except for Peter (second from left) we notice the half closed eyes, which are here not looking “smily” at all, but “reduced”, as if wanting to “shut out trouble”. When a horse is very insecure about what to do next or how to tackle it, he will often also stick out the tongue. The region of the lips is not relaxed, rather looks pinched.
  • Peter (second from left) is learning the first steps of the “Plank” Game here (“From Leading to Liberty” page 145) and this new game confuses him terribly. He wants better guidance than he is momentarily receiving from my still inexperienced assistant. But he is not unhappy – his eyes are not “reduced”. He is simply waiting for help.
  • King however (second from right) is not happy at all. He is standing in front of the tyres (“From Leading to Liberty” page 142) and we already saw in the H.E.M. Blogs how much difficulty he had with this. His nostrils and lips are pinched and his eyes are clearly reduced. King is no hero at tackling new challenges – and he is a worrier! He does not have the peace of mind, which Peter possesses, who naturally assumes that his wonderful humans will help, and all will end happily. I don’t really know whether King fears to be punished (I do not know his history), but he clearly worries in situations where he might get something wrong. Complete trust is still lacking!
  • When your horse or pony looks at you like this – don’t leave him stranded! He is waiting for help, for clearer signals from you, so he can continue to please you and receive the ever welcome praise for being clever!

 

Airplane Ears – what do they mean:

pain, distress, submissiveness, or appeasement ??

7.   Depressed Ears:

  • We saw in the first photo that those ears, which D. Morris calls “airplane ears” , i.e. flopped to the side with openings pointing downward, can just be relaxed. But aware! They can also be a sign of the horse being in pain, or extremely exhausted.
  • Schauen Sie diese interessanten Gesichter an!
  • Wieder müssen wir das ganze Bild betrachten (über die Zunge reden wir später noch, wenn wir die Signale des Mauls besprechen). Alle diese Pferde sind ratlos während einer Trainingseinheit. Die fragenden Ohren der beiden in der Mitte sind typisch, während die Pferde rechts und links je ein Ohr auf ihre Besitzer und das andere auf die verwirrende Aufgabe gerichtet haben. Maya links sieht auch besorgt und beunruhigt aus. Sie zeigt stark beschwichtigende Anzeichen, die wir noch später besprechen werden. Wenn ein Pferd so ein Ohr auf seinen Menschen richtet, bedeutet das meist, daß die beiden schon ein gutes Verhältnis haben – denn es stellt die Frage nach Hilfe und Führung ja sehr direkt, dem Partner vertrauend, daß er die Lösung schon haben wird.
  • Außer Peter (zweiter von links) bemerken wir bei allen die halbgeschlossenen Augen, die nicht “lächelnd“ sondern „zurückgenommen“ aussehen, so als ob das Pferd Probleme ausblenden will. Wenn ein Pferd sehr unsicher darüber ist, was es als nächstes tun soll, wird es auch oft die Zunge herausstrecken. Die Lippen sind nicht entspannt, sondern eher verkniffen.
  • Peter (zweiter von links) lernt hier die ersten Schritte des „Plank“ Spiels (“From Leading to Liberty” Seite 145). Er will bessere Anleitung als er momentan von meiner noch unerfahrenen Assistentin bekommt. Aber er ist nicht unglücklich – seine Augen sind nicht zurückgenommen. Er wartet einfach auf Hilfe.
  • King dagegen (zweiter von rechts) ist gar nicht fröhlich. Er steht vor den Reifen (“From Leading to Liberty” Seite 142) und wir sahen ja schon in den H.E.M. Blogs wie schwierig er das fand. Seine Nüstern und Lippen sind verkniffen und die Augen sind ganz klar verkleinert. King ist kein Held, wenn es darum geht neue Herausforderungen anzugreifen – und er sorgt sich schrecklich! Es hat nicht die Seelenruhe wie Peter, der einfach ganz natürlich annimmt, daß seine wunderbaren Menschen ihm schon helfen werden und alles gut endet. Ich weiß nicht, ob King befürchtet bestraft zu werden (ich kenne seine Vorgeschichte nicht), aber er wird in Situationen, wo er etwas falsch machen könnte, immer ängstlich. Echtes Vertrauen fehlt da noch!
  • Wenn Ihr Pferd oder Pony Sie so anschaut, dann lassen Sie ihn nicht allein! Es wartet doch auf Hilfe, auf klare Signale, damit es Sie weiterhin erfreuen und Ihr Lob fürs Clever-Sein erhalten kann!

Flügelohren – was sie bedeuten :

Schmerz, Kummer, Unterwürfigkeit, oder Beschwichtigung  ??

7.   Deprimierte Ohren:

  • In der ersten Serie sahen wir, dass die Ohren, die D. Morris “Flügelohren“ nennt, d.h. seitwärts abgeklappt mit den Ohrmuscheln nach unten zeigend, auch einfach entspannt sein kann. Aber aufgepaßt! Die können auch ein Anzeichen von Schmerz oder Übermüdung sein.
These are very depressed ears. The Vienna Fiaker horses are physically and mentally finished - the horse at the right is sick. Das sind deprimierte Ohren. Die Wiener Fiakerpferde sind körperlich und seelisch am Ende. Das Pferd rechts ist krank.

These are very depressed ears. The Vienna Fiaker horses are physically and mentally finished – the horse at the right is sick.
Das sind deprimierte Ohren. Die Wiener Fiakerpferde sind körperlich und seelisch am Ende. Das Pferd rechts ist krank.

  • Depressed ears are flopped laterally to an even lower position and hang there totally lifeless. The horse is lethargic and shows with ears and eyes that he has lost interest in his surroundings completely.  I have seen faces like this on horses, who are kept unattended and locked in a stall for very long times.
  • Such ears can also be an indication of pain! Then the horse shuts off all incoming messages from the outside.
  • In very stressful social encounters with other horses you may also see this expression – then it is a strong manifestation of inferiority – and of course also not happy! In any case: you must check and see what you can do about the situation !!
  • The ears of the poor Viennese carriage horses on the left signal that they are switching off all incoming messages – these horses are physically and mentally finished – a case for the SPCA!
  • The horse on the right has a severe case of cushings disease and is in distress.

8.   Appeasing Ears:

  • Again we see that the degree of the “drooping” as well as the accompanying signals from eyes and mouth (and the entire body posture) can convey varying messages. Very often ears flopped sideways can express a feeling of submissiveness, or carry the message that the horse’s intention is to avoid conflict.

 

 

  • Deprimierte Ohren werden seitlich noch tiefer und ganz leblos hängen gelassen. Das Pferd ist teilnahmslos und zeigt mit Augen und Ohren, daß es das Interesse an der Umwelt total verloren hat. Solche Ohren habe ich bei Pferden gesehen, die ohne beachtet zu werden lange in einer Box eingesperrt waren.
  • Solche Ohren können aber auch ein Anzeichen von Schmerzen sein! Dann schottet das Pferd sich ebenfalls von allen von außen kommenden  Informationen ab.
  • In sehr stressigen Situationen mit anderen Pferden kann man diesen Ausdruck auch manchmal sehen – dann ist es eine starke Manifestation der Minderwertigkeit – und daher natürlich nicht glücklich! In jedem Falle muß man nachprüfen, ob man nicht die Situation verbessern kann !!
  • Die Ohren dieser armen Wiener Fiakerpferde links signalisieren, daß sie alle von außen kommenden Informationen ausblenden wollen – diese Pferde sind phsychisch und körperlich am Ende – ein Fall für den Tierschutz!
  • Das Pferd rechts ist mit einem schweren Cushings erkrankt und ist in einer Notlage.

8.   Beschwichtigende Ohren:

  • Wieder sehen wir, daß der Grad des „Ohrenabklappens“ ebenso wie die Signale, die gleichzeitig von Augen und Maul (und der ganzen Körperhaltung) gesendet werden, verschiedene Botschaften vermitteln können. Sehr oft bedeuten seitlich abgesenkte Ohren nämlich auch Unterwürfigkeit, ein Gefühl der Unterlegenheit oder den Wunsch, einen Konflikt zu vermeiden. 

Appeasing ears send a clear message that the horse wishes to avoid conflict. Beschwichtigende Ohren senden ein klares Signal, daß das Pferd einen Konflikt zu vermeiden wünscht.

Appeasing ears send a clear message that the horse wishes to avoid conflict.
Beschwichtigende Ohren senden ein klares Signal, daß das Pferd einen Konflikt zu vermeiden wünscht.

  • The horse on the left is just relaxed. His eyes are friendly, but not “reduced” and his mouth is also relaxed. The next horse, which you see from behind, is clearly submissive – he is just jumping out of the way of a coming kick (rump presentation)! In the next picture you see another meeting over the fence – the grey horse is sending strong appeasing signals (ears, eyes) “I am not seeking conflict, just want to say hello!”, and Beau is answering likewise with appeasing ears, though his eyes are not reduced as much. As the grey mare therefore advances further (right) her eyes are more open, though the ears remain very placatory.
  • Das Pferd links ist einfach relaxiert. Seine Augen sind freundlich, nicht „zurück genommen“ und auch das Maul ist entspannt. Das nächste Pferd, welches man von hinten sieht, ist eindeutig unterwürfig, denn es springt gerade einem angedrohten Tritt aus dem Weg (hier wird der Hintern präsentiert)! Im Bild daneben passiert wieder eine Annäherung über den Zaun – das Graue sendet beschwichtigende Signale (Augen, Ohren) „ich will keinen Konflikt, ich sage bloß hallo!“, und Beau antwortet ähnlich mit friedlichen Ohren, obwohl seine Augen nicht so verkleinert sind. Als die graue Stute sich weiter annähert (rechts) öffnet sie die Augen mehr, aber die Ohren bleiben sehr beschwichtigend.

Can you recognize which of these ears are submissive or appeasing? Können Sie erkennen, welche dieser Ohren unterwürfig oder beschwichtigend sind?

Can you recognize which of these ears are submissive or appeasing?
Können Sie erkennen, welche dieser Ohren unterwürfig oder beschwichtigend sind?

  • What are the horses saying in this row of pictures? Let’s start on the right: one has a bucket – and the other one says “I was not going to EAT it, I’m just looking!!” (but the other one is not buying it, of course. He says “better stay clear – or else!!”) The grey mare (second from right) shows very timid submission, although Beau looks quite friendly. She not only flops airplane ears and reduces her eyes, she even turns her neck away! The dark horse (second from left) has a double problem: he shows strong appeasing signs to Beau, whom he wants to meet over the fence, but must also beware of the light mare, who always tries to isolate him and keep him to herself.
  • I don’t know the situation of the horses on the left (from D. Morris “Horsewatching”): it looks to me as if the brown one in the middle is the boss and on his way to the front, while the pony on the left is appeasing (including turning away) and the white one is aggressive-defensive – this horse looks less submissive (the eyes are not reduced and the nose is pinched), but the head is still turned to the side!
  • Perhaps the conversation goes thus: Brown: “out of the way, I`m the boss here!”. Pony “all right, all right, we all know that anyway…” White: “get a grip! Must you always be so pushy about it?”

 

In the next part we will finish with the contemplation of the ears’ language.

Read on !!

 

  • Was sagen die Pferde in dieser Bilderreihe? Fangen wir rechts an: ein Pferd hat einen Eimer – und das andere sagt „ich wills ja gar nicht fressen, ich guck doch bloß!“ (was der andere natürlich nicht glaubt – der sagt „bleib weg hier – sonst krachts!“) Zweites von rechts: die graue Stute zeigt sehr schüchtern ihre Unterwürfigkeit, obwohl Beau sie doch freundlich anschaut. Nicht nur hat sie Flügelohren, sie nimmt auch deutlich den Blick zurück und dreht sogar den Kopf weg! Das duunkle Pferd ein Bild weiter hat ein zwiefaches Problem: es zeigt stark beschwichtigende Signale in Richtung Beau, den er über den Zaun hinweg begrüßen will, aber muß auch die grauen Stute im Auge behalten, die immer versucht ihn zu isolieren, da sie ihren Kumpel allein haben will.
  • Die Situation der Pferde links kenne ich nicht (das Bild ist aus  D.Morris “Horsewatching” entnommen): es sieht mir so aus als sei der Braune in der Mitte der Boss, der sich nach vorne arbeitet, während das Pony links beschwichtigt (inklusive sich weg drehen) und der Schimmel eher aggressiv-defensiv aussieht – dieses Pferd sieht weniger unterwürfig aus (der Blick ist nicht zurück genommen und die Nüstern sind verkniffen), aber der Kopf ist dennoch weggedreht!
  • Vielleicht geht die Unterhaltung so: Brauner: „Weg da! Ich bin hier der Boss!“. Pony: „Schon gut, das wissen wir alle eh…“ Schimmel: „Reg dich ab! Muß man das immer so penetrant betonen!?“

 

Im nächsten Teil schließen wir mit der Sprache der Ohren ab.

Lesen Sie weiter!!

Understand your Horse – Blog 08 – Ears 2

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 08 

Ears instalment 2

Ihr Pferd verstehen – Teil 08

Fortsetzung Ohren 2

  • In the last part we started looking at the ears of the horse by themselves, trying to find out what they can tell us about his emotional state. We saw attentive ears, which could be more or less relaxed. We analysed neutral ears as well – and again realised that any expression of the mood will be overridden by the function – the ears will swivel to the newest interesting sound regardless of the horse’s mood. 

 

4.   Sleepy Ears:

  • Sleepy ears are flopped sideways and of course very relaxed. They go along with half closed eyes and a hanging lower lip. When the horse is sleepy, he will usually hang his head as well – the height depends on the depth of the sleep. With some horses the head sinks lower and lower… until you think they will fall over any minute! Some horses even snore quite audibly!
  • Im letzten Teil haben wir angefangen die Ohren des Pferdes isoliert zu betrachten, um herauszufinden, was sie uns über seinen Gefühlszustand sagen können. Wir haben „aufmerksame Ohren“ betrachtet, die mehr oder weniger entspannt sein können. Auch neutrale Ohren haben wir erkennen gelernt – und dabei wieder erfahren, daß die Funktion jederzeit vor dem Gefühlsausdruck Vorrang hat, egal wie das Pferd sich fühlt.

4.   Schlafohren:

  • Schlafohren sind seitlich abgesenkt und natürlich sehr entspannt. Das ist begleitet von halb geschlossenen Augen und einer hängenden Unterlippe. Wenn ein Pferd schläft senkt sich oft auch der Kopf – die Höhe hängt von der Tiefe des Schlafs ab. Bei manchen Pferden sinkt der Kopf tiefer und tiefer… bis man das Gefühl hat, das Pferd fällt gleich um! Manche schnarchen dabei auch hörbar!
Relaxed airplane ears - hanging head - hanging lower lip - kinked hind leg - all signs of sleep. Entspannte Flügelohren - hängender Kopf - hängende Unterlippen - angewinkelter Hinterfuß - alles Anzeichen von Schlaf.

Relaxed airplane ears – hanging head – hanging lower lip – kinked hind leg – all signs of sleep.
Entspannte Flügelohren – hängender Kopf – hängende Unterlippen – angewinkelter Hinterfuß – alles Anzeichen von Schlaf.

  • On the left you see a sleepy horse with ears held almost horizontally. His right hind leg is resting, but the eyes are not really shut – he is dozing, but not entirely trusting – still paying attention to the surroundings! Second from left you see a sleeping horse with totally closed eyes and hanging head – but the ears are still pointed! He must have heard me sneaking up on him… Similar to the two in the next picture, where you can nicely recognize the relaxed lower lip. Deena on the right is the horse who falls into such deep sleeps that she nearly topples over… you see ALL the signs: resting hind leg, sideways flopped ears, hanging lip and fully closed eyes. Sweet dreams!
  • For the communication with us sleepy ears are not so significant, except for the fact that it is perhaps not the best and most motivated time to take your horse out for a good work session, when you find him like this. However, we have to learn to discern between sleepy and “questioning” or depressed ears! Not all ears, which are dropped sideways are relaxed, sleepy – or content!

 

5.    Helpless ears, at a loss: 

  • When a horse is at a loss and feels helpless, his ears will also be drooped sideways. The pony in the right picture is not sleeping!
  • Links sieht man dösendes ein Pferd mit fast horizontalen Ohren. Sein rechtes Hinterbein ist angewinkelt, aber die Augen sind nicht ganz geschlossen – es döst zwar, aber ist nicht ganz vertrauensvoll – ein bißchen paßt es auf die Umwelt noch auf! Auf dem zweiten Foto von links sieht man ein schlafendes Pferd mit ganz geschlossenen Augen und hängendem Kopf – aber die Ohren sind noch gespitzt! Vielleicht hat er mich beim Anschleichen gehört… Ähnlich wie die zwei im nächsten Bild, wo man schön die entspannten Unterlippen erkennen kann. Deena ganz rechts ist ein Pferd, die in solchen Tiefschlaf fällt, daß sie fast umkippt… hier sieht man ALLE Anzeichen: das angewinkelte Ruhebein, die seitlich abgeklappten Ohren, die hängende Lippe und ganz geschlossene Augen. Träum süß!
  • Für die Kommunikation mit uns sind Schlafohren nicht so wichtig, außer für die Tatsache, daß es, wenn Sie Ihr Pferd so vorfinden, vielleicht nicht die beste Zeit ist, es für eine gute Arbeitsstunde zu holen. Wir müssen jedoch lernen zwischen Schlafohren und „fragenden“ oder deprimierten Ohren zu unterscheiden! Nicht alle Ohren, die seitlich abgesenkt sind, sind entspannt, dösend – oder zufrieden!

5.   Ratlose Ohren:

  • Wenn ein Pferd ratlos ist und sich hilflos fühlt, senkt es seine Ohren ebenfalls seitlich ab. Das Pony in diesem Bild rechts schläft nicht!

Left: this horse is sleeping - see the hanging lip! Right: this pony is sadly at a loss - tight mouth! He needs help! Links: dieses Pferd schläft - siehe Hängelippe! Rechts: das arme Pony ist ratlos - angespanntes Maul! Es braucht Hilfe!

Left: this horse is sleeping – see the hanging lip! Right: this pony is sadly at a loss – tight mouth! He needs help!
Links: dieses Pferd schläft – siehe Hängelippe! Rechts: das arme Pony ist ratlos – angespanntes Maul! Es braucht Hilfe!

  • The horse on the left is sleeping… you recognize the totally relaxed lower lip. The pony on the right is at a loss – the mouth is tight-lipped.
  • It stands to reason that it is very important to recognize this state of emotion! Imagine a poor horse being reprimanded for being inattentive and sleepy, when in fact he is telling you that he is at a total loss about what you want – and therefore not happy either!
  • When feeling helpless the ears are dropped to the side with the openings down and directed toward the body – as if the horse were listening into its own body. The eyes are half closed, trying to shut out the troubles and difficulties of this world. But the lower lip is not hanging – the mouth is not relaxed!
  • Of course the situation will also give you clues: a horse usually does not drop off to sleep suddenly in the middle of a work session – when you see a face like this while you are engaged in any activity with your horse, you have good reason to check whether he is not feeling at a loss!
  • Das Pferd links schläft… man kann gut die entspannte Unterlippe erkennen. Das Pony rechts ist ratlos – das Maul ist verspannt.
  • Es ist klar, daß es sehr wichtig ist, diesen Gefühlszustand zu erkennen! Stellen Sie sich vor, daß ein armes Pferd dafür beschimpft wird, daß es dösig oder unaufmerksam ist, wenn es Ihnen doch wirklich mitteilt, daß es keine Ahnung hat, was Sie wollen – und daher auch nicht glücklich ist!
  • Ratlose Ohren werden seitlich mit den Ohrmuscheln nach unten und in Richtung auf den eigenen Körper gesenkt, als ob das Pferd in seinen eigenen Körper hinein lauscht. Die Augen sind halb geschlossen, als ob es versucht, die Probleme des Lebens auszublenden. Aber die Unterlippe hängt nicht – das Maul ist nicht entspannt!
  • Natürlich bekommen wir auch Anhaltspunkte aus der Situation: ein Pferd kippt ja nicht mitten in einer Arbeitsperiode auf einmal in den Tiefschlaf – wenn man also während einer Aktivität plötzlich so ein Gesicht sieht, muß man immer nachprüfen, ob das Pferd sich nicht ratlos fühlt!
08-RatlosMaya
  • In this picture you see a horse being target trained, when all of a sudden it all becomes too much for her and she says: “Sorry, I can’t concentrate any more – please leave me in peace!” Can you recognize the slightly pinched mouth and nostrils?
  • Ears can be drooped sideways in various degrees: the scale of emotions can range from questioning ears (see next point) to helpless ears and all the way to depressed ears.

6.   Questioning Ears:

  • Questioning ears you will encounter all the time! Questioning ears are not lifeless – you will often see quick successions between sideways dropped and pointed attentively. Again you see the sideways dropped ears – this indicates the horse’s feeling of uncertainty. He is waiting for your feedback and needs your guidance!
  • In diesem Bild sieht man ein Pferd, welches Target Training lernt, als auf einmal alles zu viel wird. Sie sagt ganz klar: „Ich kann mich jetzt nicht mehr konzentrieren – bitte laß mich in Ruh!“ Können Sie das angespannte Maul und Nüstern erkennen?
  • Die Ohren können seitlich auf verschiedene Tiefe abgesenkt werden: die Skala der Gefühle geht von „fragenden Ohren“ (siehe nächster Punkt) über „hilflose“ bis zu „deprimierten“ Ohren.

6.   Fragende Ohren:

  • Fragende Ohren werden Sie dauernd zu sehen bekommen! Diese sind nicht leblos – oft sieht man auch einen schnellen Wechsel zwischen der seitlichen Haltung und aufmerksam gespitzten Ohren. In diesen Fotos sieht man wieder die seitliche Position – die drückt ein Gefühl der Unsicherheit aus. Das Pferd erwartet ein Feedback von Ihnen und braucht Ihre Anleitung!

Questioning ears - Fragende Ohren

Questioning ears – Fragende Ohren

  • You see a variety of expressions here, though all these ears are questioning. The pony on the left holds his ears quite horizontally (he is clearly questioning!) but his eyes show that he is not unhappy, though his mouth is tense. In the off-line game with Peter you see that the ears are higher – still questioning, but rather an interested way and not at a loss. He knows in general what I want from him – he is just asking for details! In the running game with Chelsea Beau is very self-assured – not at a loss at all! His questioning ear, which is directed toward her, merely wants to know the tightness of the upcoming turn – he is waiting for a detailed direction and is happy and attentive at the same time.
  • Man sieht hier eine Vielseitigkeit des Ausdrucks, obwohl alle diese Ohren „fragend“ sind. Das Pony links hält seine Ohren fast ganz horizontal (es fragt eindeutig nach etwas!), aber seine Augen zeigen, daß es nicht unglücklich ist, obwohl sein Maul angespannt ist. In dem Freiheitsdressur-Foto mit Peter sieht man höhere Ohren – auch fragend, aber eher in einer interessierten Art und nicht total hilflos. Er weiß ja im Großen schon, was ich von ihm will – er hinterfragt nur die Details! In dem Laufspiel mit Chelsea ist Beau sich seiner sehr sicher – er ist nicht ratlos! Sein eines „fragendes“ Ohr ist auf sie gerichtet, weil er die Enge der kommenden Kurve wissen will – er erwartet eine detaillierte Anleitung und ist glücklich und aufmerksam bei der Sache.
In the next Blog we will continue with more interesting ears expressions!!
Read on !!
Im nächsten Blog kommen noch mehr interessante Ohren! 
Lesen Sie weiter !!

Understand Your Horse – Blog 07 – Ears 1

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 07

Ihr Pferd verstehen – Teil 07

Ears – part 1

  • In the last part we looked at grooming and greeting faces and realized that each “face” is made up of a conglomeration of expressions – during the on-going activity the expression of the “parts” (eyes, ears, mouth etc.) can change.

We start with the attempt to interpret the moods expressed by the ears.

  • The function of the ears is of course to hear. The horse’s hearing is far superior to ours with a range of 55 Hz to 33 kHz. Horses react to sounds emanating from as far away as 4400 m. Often a horse detects the direction of a sound, but can’t pinpoint its exact source. This may make him very nervous, when we cannot detect any danger at all – we simply didn’t hear it! Morris calls the horse’s ears his “early warning system”, “scanning the skies like a radar”.

Ohren – Teil 1

  • Im letzten Teil haben wir uns Putz – und Begrüßungsgesichter angeschaut und uns klar gemacht, daß jedes „Gesicht“ aus mehreren verschiedenen Äußerungen besteht (der Ausdruck der Ohren, Augen, des Mauls etc.) – die sich während der ablaufenden Aktivität auch ständig ändern können.

Versuchen wir mal die Interpretation der Gefühle, die mit den Ohren ausgedrückt werden.

  • Die Funktion der Ohren ist natürlich das Hören. Das Gehör des Pferdes ist unserem mit einerm Bereich von 55 Hz bis 33 kHz weit überlegen. Pferde reagieren auf Laute, die von 4400 Metern Entfernung  herrühren können. Oft hört das Pferd etwas, ohne die exakte Quelle des Geräusches feststellen zu können. Dann kann es sehr nervös werden, während wir keinerlei Anlaß sehen – wir haben es einfach nicht gehört! Morris nennt Pferdeohren deren „Frühwarnsystem“, das „den Himmel wie ein Radar abtastet“.

07-attentiveEars

The ears receive sounds and transmit visual signals to the others at the same time:

  • The horse’s ears are very mobile, being controlled by no less than 16 muscles, and able to rotate 180 degrees. The ear posture becomes a signal for his companions – they can tell his emotional state from the position of his ears. Again the function will override the expression of emotion, meaning that very quick changes will occur, as soon as the horse picks up a new sound.

1.   Rapt Attention Ears

  • This is what we aim for when we want to take a nice picture of our horse! Just before clicking the camera, we throw some pebbles behind us to attract his attention (not to really startle him, so he bolts away!)
Die Ohren empfangen Geräusche und senden gleichzeitig visuelle Signale an die anderen:

  • Pferdeohren sind sehr beweglich, werden von nicht weniger als 16 verschiedenen Muskeln gesteuert und können sich um 180 Grad drehen. Die Position der Ohren wird zum Signal für die Herdenmitglieder, die von ihnen seinen seelischen Zustand ablesen können. Auch hier wird die Funktion immer den Vorrang vor dem Ausdruck der Emotion haben und schnelle Veränderungen treten auf, sobald das Pferd einen neuen Laut hört.

1.  Aufmerksam angespannte  Ohren:

  • Das streben wir an, wenn wir ein schönes Foto von unserem Pferd machen wollen! Bevor wir auslösen werfen wir ein paar Kiesel hinter uns, um seine Aufmerksamkeit zu erregen (aber nicht es wirklich zu erschrecken, so daß es davonrennt!)
These horses all see something quite exciting! High muscle tone, wide nostrils and tense mouths. Diese Pferde sehen alle etwas wirklich aufregendes! Hoher Muskeltonus, weite Nüstern und angespannte Mäuler.
These horses all see something quite exciting! High muscle tone, wide nostrils and tense mouths.
Diese Pferde sehen alle etwas wirklich aufregendes! Hoher Muskeltonus, weite Nüstern und angespannte Mäuler.
  • Attentively pointed ears go along with alert eyes and open nostrils with the head held high, with a slightly tensed mouth. The body posture shows a heightened muscle tone (though not flight posture) – but clearly they see something, which is unknown. These attentive ears express interest, the need to explore and perhaps curiosity.

2.    Attentive relaxed: 

  • In the following pictures you see horses, who are attentive, but relaxed at the same time. The eyes are not wide open and the mouth is relaxed. The ears are pointed, but with less muscle tension – the horses see something, which is familiar to them.
  • Aufmerksame Ohren gehen mit aufgeweckten Augen, offenen Nüstern und einem erhobenen Kopf einher. Das Maul ist leicht angespannt. Die Körperhaltung zeigt einen erhöhten Muskeltonus (aber keine Fluchthaltung) – aber es ist klar, daß sie etwas sehen, das unbekannt ist. Diese aufmerksamen Ohren drücken Interesse und die Notwendigkeit der Erkundung (vielleicht auch Neugierde) aus.

2.  Aufmerksam entspannt:

  • In den folgenden Bildern sehen Sie Pferde, die aufmerksam, aber gleichzeitig entspannt sind. Die Augen sind nicht weit geöffnet und das Maul ist locker. Die Ohren sind gespitzt, aber mit deutlich weniger Muskeltonus – die Pferde sehen etwas, das ihnen vertraut ist.
These horses are interested in what they see, but not worried in the slightest. Diese Pferde sind interessiert an dem, was sie sehen, aber nicht beunruhigt.
  • Compare again with the pictures of point 1 above, where the horses perceive something, which is not frightening, but somewhat worrying – something, they still have to identify!
  • Attentive but relaxed ears is what you should be seeing, when you ride your horse. Then they can, of course, be directed toward YOU, meaning that they are pointed to the back, rather than the front.
  • Vergleichen Sie das noch einmal mit den Bildernvon Punkt 1, wo die Pferde etwas sehen, das sie zwar nicht verstört, aber dennoch ein wenig beunruhigt – etwas, das sie noch erkunden müssen!
  • Aufmerksame aber entspannte Ohren sollten Sie auch beim Reiten sehen. Dann können sie natürlich auf SIE gerichtet sein, in diesem Falle nach hinten, anstatt nach vorn gespitzt.
Attentive ears can be directed various ways, depending on where the source of interest lies. Aufmerksame Ohren können in verschiedene Richtungen zeigen, je nachdem wo die Quelle des Interesses liegt.
Attentive ears can be directed various ways, depending on where the source of interest lies.
Aufmerksame Ohren können in verschiedene Richtungen zeigen, je nachdem wo die Quelle des Interesses liegt.
  • In the game “Sideways over barrels” (centre photo) Czar relies on my instructions totally, as he can’t see the obstacle under his belly. Along with my leg aids he does also get voice reinforcement (our famous “ya!ya!”, when he is doing the right thing) so no wonder that his ears are pointed to me.
  • When we looked at “Greeting Faces” (check picture in the last Blog) we saw ears pointed similarly like in the attentive ears, expressing much the same, except concentrating directly on a partner – seeking contact!
  • And we discussed that ears pointed frontally like this, although they look so „nice“, do NOT express friendship. Once you really start watching your horse’s ears and try to understand what he is communicating, you might be surprised to find how rarely his ears are actually pointed like this – and how often his ears are slightly flattened without any connotation of aggression!

3.    Neutral Ears:

  •  In the left picture you see Peter with a typical neutral face. Neutral ears are held loosely upward with the openings forward but turned slightly outward, which is the position that best covers the entire environment.
  • In dem Spiel „Seitwärts über Tonnen“ (Mitte) vertraut Czar ganz und gar auf meine Anweisungen, da er das Hindernis unter seinem Bauch nicht sehen kann. Gemeinsam mit meinen Beinhilfen bekommt er Stimmhilfen (vor allem unser berühmtes „Ja! Ja!“, wenn er es richtig macht), so daß seine Ohren natürlich nach hinten auf mich gerichtet sind.
  • Als wir die „Begrüßungsgesichter“ betrachtet haben (Bilder im letzten Blog) sahen wir ähnlich gespitzte Ohren, die auch Ähnliches ausdrücken, nur daß sie frontal – kontaktsuchend! – auf den Partner gerichtet sind.
  • Und es wurde erwähnt, daß solche nach vorn gespitzte Ohren, obwohl sie so „nett“ aussehen, NICHT Freundschaft ausdrücken. Sobald Sie wirklich die Ohren Ihres Pferdes beobachten und zu verstehen versuchen, was sie sagen, werden Sie erstaunt sein, wie selten die Ohren so nach vorn gespitzt werden – und wie oft sie dagegen leicht angelegt werden – ganz ohne aggressive Bedeutung!

3.   Neutrale Ohren:

  •  Im linken Bild sieht man Peter mit einem typischen neutralen Ausdruck. Neutrale Ohren werden locker nach oben getragen mit Ohrmuscheln vorwärts, aber leicht seitlich gedreht, was die beste Stellung ist, um die ganze Umgegend zu erfassen

07-NeutralEarsCombo

  • Second from left: Beau goes home – he knows the surroundings; he is not worried, not up to anything exciting, just pursuing his life. Same in the grazing photo: he has his eye on me, while his ears are simply taking in the world. And on the right, Czar is almost sleepy – but still wondering, why I bother to take a picture, when absolutely nothing is going on??

In the next Blog we continue – the most interesting ears are yet to come!

Read on !!

  • Zweites Bild von links: Beau geht nach Hause – er kernnt die Gegend, er ist nicht beunruhigt, hat nichts Aufregendes vor und geht einfach seinem Leben nach. Genauso im Grase-Bild: er hat sein Auge auf mich gerichtet, aber seine Ohren nehmen einfach die Welt wahr. Rechts sieht man Czar, der fast dösen will – aber sich dennoch etwas wundert, warum ich ein Foto mache, wo doch so absolut nichts los ist??

Im nächsten Blog geht es weiter – die interessantesen Ohren Kommen noch!

Lesen Sie weiter !!

 

Understand your Horse – Blog 06 – Face 2

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 06 

Ihr Pferd verstehen – Teil 06

  • In the last part we got the first taste of the complexity of analysing the horse’s face and the mood it might express, because we recognized that it is always a number of components, which must be read as a whole. Looking at the eyes or the position of the ears alone will not tell you the story! Here a few further examples for this:

4.   The grooming face:

  • This is usually not so important for your communication with your horse, although it is a precious moment, when your horse approaches you with the intent of grooming you – a sure sign of friendship! However, grooming must be allowed by the higher-ranking partner – and that should be you.

 

  • So: Grooming is offered – this is part of the horse etiquette! – this is done with “questioning ears”(more of that later), and in over 60% of the cases it is the lower ranking horse who initiates it by moving into position, which you can see on the left picture: standing parallel and close (a sure sign of friendship) and head to tail. The higher-ranking horse would either move away or allow the grooming.
  • Im letzten Blog haben wir die erste Kostprobe von der Komplexität einer Analyse des Pferdegesichtes und seiner Ausdrucksformen bekommen, da wir bemerkt haben, daß es immer eine ganze Anzahl von Komponenten ist, die man als Ganzes lesen muß. Lediglich die Augen oder nur die Positionen der Ohren zu betrachten ist nicht genug. Hier ein paar weitere Beispiele:

4.   Putzgesichter:

  • Das ist für unsere Kommunikation mit dem Pferd nicht so wichtig, obwohl es ein rührender Moment ist, wenn Ihr Pferd sich mit der Absicht Sie zu putzen nähert – immer ein Zeichen von Freundschaft! Putzen muß jedoch vom höherrangigen Partner erlaubt werden – und das sollten Sie sein.
  • Also: Putzen wird mit „fragenden Ohren“ (mehr davon später) angeboten – das gehört zur Pferdeetiquette! –  und in über 60% der Fälle ist es das im Rang niedere Pferd, welches es einleitet, indem es sich in die Position begibt, die man hier links sehen kann: man steht dazu parallel und nah beieinander (ein Zeichen der Freundschaft) und Kopf an Schweif. Das höherrangige Pferd entfernt sich entweder oder erlaubt eine Putzpartie.
Grooming faces - Putzgesichter

Grooming faces – Putzgesichter

  • Grooming sessions vary in length, which seems to depend on the depth of the friendship as well as the season. The longest ones occur in the spring and coincide with the shedding of the winter coat. Those sessions can go on for quite some time with some horses (the average length is reported to be about 3 minutes), but with others the sessions are very short. My own horses keep them so short that I have never caught a good one on camera yet! I groom them too well myself, perhaps, so longer sessions are not necessary for the function of cleaning and are then just a short reaffirmation of friendship.
  • You can hardly mistake a grooming face, because you see the grooming activity, which is going on! Nevertheless it is very interesting to study the face in detail, as you can learn something about the mood-expression of eyes and ears! Especially since so many people believe that any ear position, other than the one curiously pointed to the front, carries some indication of aggression. Here the ears are turned sideways, and lowered somewhat, with the openings pointing down. The eyes are often half-closed – a loving grooming session is done with abandon! The mouth is of course very busy with the teeth showing under a crinkled nose.
  • Horses groom their friends mainly in spots which are not easily accessible to themselves. Most sessions start at the mane, move to the withers and then along the neck. The shoulders and back, all the way to the top of the croup get attention too, sometimes also the flanks. In most cases the session will be ended by the higher-ranking horse.
  • Grooming expresses a strong sense of belonging together and this is the reason (not only cleanliness!) why we should offer it often to our horses – and recognize, when our buddy initiates or offers it to us! Especially when establishing a relationship with a new horse you should move parallel and imitate the start of a grooming session by “finger-nibbling” at the base of his mane.
  • One of the unforgettable highlights of my horse life was a peaceful evening in the shed with my three horses – me grooming one of them, who returned the favour to the next, who in turn started to nibble on number three – who closed the circle by grooming my backside! It was very harmonious – and very tickling indeed!

5.   The greeting face:

  • An interested Hello-Face is carried high on a convexly arched neck, the ears are pointed to the front, the eyes are open (but not wide) – then the head is stretched forward slowly. (A rapid approach goes against horse etiquette and is usually rebuffed.) Then the two blow air into each other’s nostrils, which can take up quite some time. This is NOT done to express the beginning of a friendship (although it can lead to one later), but rather to recognize and store the individual smell for future encounters in their memory. Therefore the greeting face is not identical to a loving face – and the reaction “look how cute they are together!” is a humanized one. It is much better to still beware, as the greeting can end in a sudden squeal and striking out, when the horses decide that they do NOT like each other!
  • A greeting face expresses attention, interest, and perhaps curiosity, but not yet friendship.
  • Diese kann ganz verschieden lang dauern, was offenbar von der Tiefe der Zuneigung und auch von der Jahreszeit abhängt. Am längsten putzt man sich im Frühling, wenn das Winterfell abgestoßen wird. Manche Pferde machen es ausgiebigst (im Durchschnitt liegt eine Putzpartie bei 3 Minuten), aber bei anderen sind sie sehr knapp bemessen. Meine eignen Pferde putzen sich so kurz, daß ich es noch nie mit der Kamera erwischt habe! Vielleicht bürste ich sie selber zu gut, so daß längere Partien für die Funktion der Säuberung nicht nötig sind, und sie dann nur noch als kurze Bestätigung der Freundschaft ausgeführt werden.
  • Man kann ein Putzgesicht nicht mißverstehen, weil man ja die Aktivität des Putzens sieht. Aber dennoch ist es interessant, das Gesicht im Detail zu betrachten, da man etwas über den Ausdruck der Augen und Ohren lernen kann. Vor allem, da so viele Menschen meinen, daß alle Ohrpositionen, die nicht neugierig nach vorne gespitzt sind, aggressiv wären. Die Ohren sind hier seitlich gedreht und etwas abgeklappt und die Ohrmuscheln zeigen nach unten. Die Augen sind halbgeschlossen – eine liebevolle Putzpartie geschieht mit Hingabe! Das Maul ist natürlich beschäftigt und man kann die Zähne unter einer leicht gerümpften Nase sehen.

  • Pferde putzen ihre Freunde hauptsächlich an Stellen, die sie selbst nicht gut erreichen können. Meistens fangen sie an der Mähne an, arbeiten sich zum Widerrist weiter und dann am Hals entlang. Auch die Schultern und der ganze Rücken bis zur Kruppe, manchmal auch die Flanken, kommen dran. In den meisten Fällen bricht das hochrangige Pferd die Sitzung ab.
  • Putzen drückt ein starkes Zusammengehörig-keitsgefühl aus und wir sollten es aus diesem Grund (nicht nur wegen der Hygiene!) unseren Pferden oft bieten – und sollten erkennen können, wenn unser Freund es UNS anbietet! Vor allem, während man eine Beziehung mit einem neuen Pferd bildet, sollte man sich parallel aufstellen und den Beginn einer Putzpartie mit „Fingerknabbern“ an der Mähne imitieren.
  • Einer der unvergeßlichen Höhepunkte in meinem Pferdeleben war ein friedlicher Abend im Stall mit meinen drei Pferden – ich putzte eins, was den Genuß an den nächsten weitergab, der wiederum am dritten zu knabbern anfing – und DER schloß den Kreis, indem er mich am Hinterteil putzte! Es war sehr harmonisch – und kitzlig!

5.   Ein Begrüßungsgesicht:

  • Ein interessiertes Hallo-Gesicht wird auf einem konvex gebogenen Hals getragen, mit nach vorn gespitzten Ohren und offenen (aber nicht aufgerissenen) Augen – dann wird der Hals langsam nach vorn ausgestreckt. (Eine zu schnelle Annäherung geht gegen die Etiquette und wird normalerweise abgewehrt.) Dann blasen sich die beiden gegenseitig mit den Nüstern an, was ziemlich lange dauern kann. Dies geschieht NICHT um Freundschaft auszudrücken (obwohl es später dazu kommen kann), sondern um den Individualgeruch des anderen zu erkennen und für die Zukunft im Gedächtnis zu speichern. Daher ist ein Begrüßungsgesicht nicht einem liebevollen Gesicht identisch – und die oft gehörte Reaktion “wie süß sie sind!” ist eine vermenschlichte. Es ist besser immer noch vorsichtig zu sein, da so eine Begrüßung schnell in einem Quietscher und vorn Ausschlagen enden kann, wenn die Pferde plötzlich entschließen, sich NICHT zu mögen!
  • Ein Begrüßungsgesicht drückt Aufmerksamkeit, Interesse und vielleicht Neugierde aus, aber noch keine Freundschaft.
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  • So the ceremony of greeting consists of at least seven individual parts, which we recognize the whole as “greeting”. Most recognizable are the pricked ears. The slow approach depends on the circumstances – in the centre picture the greeting happens across a fence and the heads are rather low, because the necks are stretched out so carefully. One of the main reasons for this is (and this is, where it is helpful to know the context) that although the chestnut and the dark horse would like to be friends, they are always prevented from getting really close by the mare on the left – she does not approve and will not share her buddy!
  • The picture on the left shows the more typical posture of greeting and the thorough sniffing of the other’s scent.
  • When a horse comes toward you with a greeting face, give him time to do it the horsey way. Don’t stick your hand in his face right away (violating his private space) and don’t come too close rapidly – it is against etiquette! Offer your hand for a sniff – but don’t let the horse push into your bubble either (your private sphere) demanding his greeting treat – if you allow that you are low-ranking!
  • In the next series of pictures you see how interesting this can get – more than one thing is going on in this greeting incident!
  • Diese Zeremonie besteht also aus mindesten sieben Einzelteilen, die wir als Ganzes als „Begrüßung“ erkennen. Am deutlichsten sind die Ohren erkennbar. Die Annäherung hängt von den Umständen ab – im mittleren Bild geschieht die Begrüßung über einen Zaun hinweg und die Köpfe sind tief gehalten, da die Hälse so vorsichtig ausgestreckt werden. Ein Hauptgrund für dies ist (und hier hilft es die Zusammenhänge zu kennen), daß, obwohl der Fuchs und der Dunkle gern Freunde wären, sie immer von der Stute links daran gehindert werden sich näher zu kommen, da sie ihren Kumpel für sich allein haben will!
  • Das Bild links zeigt eine typischere Haltung der Begrüßung und der Geruchsaufnahme des Anderen.
  • Wenn sich Ihnen ein Pferd mit einem Begrüßungsgesicht nähert, geben Sie ihm Zeit das auf Pferdeart zu tun. Stecken Sie nicht gleich Ihre Hand in sein Gesicht (womit Sie seine Privatspäre verletzen) und kommen Sie nicht zu schnell nahe – das gehört sich nicht! Bieten Sie Ihre Hand zur Geruchsaufnahme an – aber lassen Sie das Pferd dabei auch nicht in Ihre Privatsphäre drängen, weil es ein Leckerli will – wenn Sie das erlauben, sind Sie rangniedrig!
  • In der nächsten Bilderserie sehen Sie, wie interessant es werden kann – denn mehr als eine Sache geschieht in dieser Begrüßung!
The sequence of faces during a greeting - what do they say to each other? Eine Abfolge von Gesichtern während einer Begrüßung - was sagen sie zueinander?

The sequence of faces during a greeting – what do they say to each other?
Eine Abfolge von Gesichtern während einer Begrüßung – was sagen sie zueinander?

  • Left: Beau is grazing and both ponies behind the fence are interested in meeting him – ears are pointed forward, eyes are friendly. As Beau (top right) turns to them with a typical greeting face (arched neck, ears pointed) the expression of the pony changes completely – his ears are all of a sudden dropped to the side, his eyes are half closed, the mouth changes too! What is going on?
  • Left bottom: the noses have approached, but now Beau’s ears have changed too! Note also that his tail has gone up – shortly thereafter (while the pony’s expression is more or less unchanged) Beau has turned away…
  • Links: Beau grast und beide Ponies hinter dem Zaun möchten gern hallo sagen – die Ohren sind nach vorn gespitzt und die Augen freundlich. Als Beau (oben rechts) sich ihnen mit einem typischen Begrüßungsgesicht zudreht (gebogener Hals, gespitzte Ohren) ändert sich der Ausdruck des Ponies aber total – die Ohren sind auf einmal seitlich abgeklappt, die Augen halb zu, und sogar das Maul sieht anders aus! Was ist hier los?
  • Links unten: die Nasen haben sich angenähert, aber nun sind Beaus Ohren auch anders! Beachten Sie auch die Haltung des Schweifs – kurz danach (wobei der Ausdruck beim Pony mehr oder weniger der selbe bleibt) hat Beau sich weggedreht…

06-MgrußTypicalCombo03

  • Here you see those expressions again from closer up. Sorry for the unsatisfactory quality of some of the pictures, but as I said before, these changes in expression happen so quickly that sometimes the camera does not even click fast enough. What I wanted you to realize is that it is not enough to recognize an action (here the greeting activity) to truly understand your horse, but that it is very necessary to also know what the individual components (the position of the ears, eyes, nose etc.) express. Only then do we really know what is going on during a conversation – because this is of course what is going on during this greeting!
  • Hier sieht man alles von näher dran. Schade, daß die Qualität der Fotos zu wünschen übrig läßt, aber ich sagte ja schon, daß diese Wechsel im Ausdruck so schnell passieren, daß die Kamera gar nicht prompt genug auslöst.  Was ich Ihnen zeigen wollte ist aber hauptsächlich, daß es nicht genug ist, die Handlung (hier die Tatsache einer Begrüßung) zu erkennen, um Ihr Pferd besser zu verstehen, sondern auch zu lernen, was die einzelnen Komponente aussagen (die Position der Ohren, der Ausdruck der Augen usw.) Nur dann können wir nachvollziehen, was für eine Unterhaltung hier abläuft – denn das ist es natürlich, was während dieser Begrüßung geschieht!
This is what we shall attempt to clarify in the coming Blogs and will turn to the language of the ears!

Read on !!

In den nächsten Blogs versuchen wir das zu erklären und wenden uns der Sprache der Ohren zu!

Lesen Sie weiter!!

Understand your Horse – Blog 05 – Face 1

Posted on by Jutta Wiemers

Faces – Part 1

Gesichter – Teil 1

  • In the last two Blogs we looked at the signals a horse might send to you by using his whole body. I started with that, because it is easier to interpret than the details, into which we will go now.

The sequence of events:

  • You should understand that a conversation between horses or between your horse and you follows a sequence, where the details are displayed first – in other words: the horse will communicate his mood to you first by sending signals with his head (eyes, ears, mouth, posture and direction) and his tail (very often simultaneously) – THEN he will include the neck, THEN turn the whole body, THEN add movements of the legs – and only at the very end the action (the kick). So our time is very well spent to study the understanding of the softer signals and smaller details, as the facial expressions precede the gestures. This is valid for the signals WE send to our horses as well as the signals coming from them, which we will attempt to understand better.

Conversation is language:

  • Just like when learning any other language it is easier at first to express yourself than to understand others. When you speak yourself you can prepare your sentence, get it right in your head before it comes out. So this is a very sensible way to start – with your horse too! You remember Game 1 (page 36) of “From Leading to Liberty”, where you learned the ten most important “words” of your own body language to communicate something to your horse. By controlling your own gestures and making them meaningful you have taken the first important step.

“Culture” is part of language:

  • We tend to be more polite to higher-ranking people. For the sake of harmony it seems better to be diplomatic to people who have power over you…  although that should not necessarily be a criterion for good manners!
  • If you ever attempted to learn Japanese for example, you know that an integral part of speaking to another person is the expression of politeness – with body language too! Depending on the situation you bow more or less deeply, and you use different words according to the addressed person’s rank. In English too, of course! (Santa Claus says “children” instead of “kids”, if he knows his business, because it sounds more traditional.) This is the cultural part – with horses it is the etiquette!

In every conversation the ranking plays an important role!

  • The horse will behave differently (“say” different things, express his mood in different ways) whether he is “talking” to a higher ranking horse or human, than when he feels himself “on top of the situation”.

We therefore have to take a lot into consideration, before we can draw knowledgeable conclusions!

  • Don’t despair: like in any other skill the practice of looking will eventually give you some kind of intuition, which makes it possible to put it all together – and make the distinctions:
  1. Are the gestures addressing the function (i.e. the ears are really turning to listen) or are they an expression of a mood?
  2. Are they meant for you or another horse (or both at the same time?)
  3. Are they an expression of ranking? (trying to appease you, granting you equal rank or claiming the higher position?)
  4. Are they a necessary part of “horse etiquette”? (a lot of which has to do with ranking, but not all)

As mentioned before: your good and interested intentions are more important than the fact that you get it absolutely right.

  • The more you “listen” the more your horse will “speak”! And in the end you will know what he means – most of the time – game won!
  • Since the sequence of sending signals starts mostly with the face that is where we begin. A complicated undertaking!

THE  FACE:

  • The most obvious parts are perhaps the ears, but at the same time the eyes (and also the mouth and nostrils) give a lot of information.

1.   A dozing face:

  • I start with this, because it seems the easiest to me – while the horse is dozing, he is not “talking” much!
  • Neck and head are hanging (to various degrees depending on the deepness of sleep). The ears are hanging too, in either direction (forward, backward or sideways, also depending on the position of the head) – whereby ears hanging slightly to the back are still partially attentive and not entirely trusting. The eyes are usually half closed. The lower lip is relaxed, sometimes clearly hanging down.
  • Again we have several components and recognize the whole as a sleepy face – but look at them individually (ONLY at the eyes for ex.) and misunderstandings can arise! Half-closed eyes can carry other messages, as we will learn, and must always be analysed in relation with all other factors!
  • In den letzten zwei Blogs haben wir uns Signale angesehen, die ein Pferd mit seinem ganzen Körper sendet. Damit habe ich angefangen, weil es leichter zu interpretieren  ist als die einzelnen Details, in die wir nun gehen.

Der Ablauf:

  • Eine Unterhaltung zwischen zwei Pferden oder Ihnen und Ihrem Pferd läuft immer nach einem Schema ab, wobei die Details zuerst gezeigt werden – in anderen Worten: das Pferd Ihnen wird seine Laune zuerst mit Signalen des Kopfes (Augen, Ohren, Maul, Haltung und Richtung) und des Schweifs (dies oft gleichzeitig) senden – DANN kommt der Hals dazu, DANN eine Bewegung mit dem ganzen Körper, erst DANN die Beinbewegung – und erst ganz am Schluß die Handlung (der Tritt). Es ist also sehr vernünftig die kleineren und sanfteren Signale im Detail zu studieren, da die Mimik vor der Gestik gezeigt wird. Das gilt für die Signale, die wir dem Pferd senden genauso wie für die, die von ihm kommen – und die wollen wir ja nun besser verstehen lernen.

Unterhaltung ist Sprache:

  • Wie beim Erlernen irgendeiner Sprache ist es auch hier zuerst leichter, sich selbst auszudrücken, als andere zu verstehen. Wenn man selber spricht, kann man sich seinen Satz im Kopf zurecht legen, bevor man etwas sagt. Es ist vernünftig so anzufangen – auch mt seinem Pferd! Sie erinnern sich an Spiel 1 (Seite 36) in “From Leading to Liberty”, wo Sie die zehn wichtigsten Vokabeln der Körpersprache gelernt haben, um Ihrem Pferd etwas mitzuteilen. Indem man seine eignene Gestik unter Kontrolle bekommt und sie bedeutungsvoll macht, hat man den ersten wichtigen Schritt getan.

„Kultur“ ist Teil der Sprache:

  • Wir neigen dazu höher-rangigen Menschen gegenüber höflicher zu sein. Das Leben ist harmonischer, wenn man zu Leuten, die Macht über uns haben, diplomatisch ist… obwohl das nicht notwendigerweise das Kriterion für gute Manieren sein sollte!
  • Wenn Sie z.B. je versucht japanisch zu lernen wissen Sie, daß ein wesentlicher Teil  einer Unterhaltung der Ausdruck von Höflichkeit ist – auch mit der Körpersprache! Je nach Situation verbeugt man sich mehr oder weniger tief und gebraucht auch anderes Vokabular je nach Rang der angesprochenen Person. Im Deutschen ist das ja nicht anders! (Ich benutze das Wort „geil“ überhaupt nie, weil ICH weiß, was es wirklich heißt…) Das ist der „Kultur“  Teil – bei Pferden die Etiquette!

In jeder Konversation spielt die Rangordnung also auch eine wichtige Rolle!

  • Das Pferd verhält sich anders („sagt“ etwas anderes, drückt seine Gefühle anders aus) je nachdem ob es mit einem höher-rangigen Pferd oder Menschen „spricht“, oder ob es denkt selbst die Situation unter Kontrolle zu haben.

Bevor wir also fachmännische Rückschlüsse ziehen können, müssen wir also vielerlei in Betracht ziehen!

  •  Aber verzweifeln Sie nicht: wie bei jeder anderen Fertigkeit macht Übung den Meister und am Ende entwickelt man eine Art Intuition, die es einem möglich macht, alles auf einmal zu erkennen – und die Unterschiede zu sehen:
  1. Deuten die Signale auf Fakten hin (die Ohren drehen sich, um besser zu hören) oder ist es Ausdruck eines Gefühls?
  2. Beziehen sie sich auf Sie oder ein anderes Pferd (oder beides gleichzeitig)?
  3. Drücken sie den Rang aus? (beschwichtigen sie, sind sie rang-gewährend oder rang-heischend?)
  4. Sind sie ein nötiger Bestandteil der Etiquette? (was viel mit Rang zu tun hat, aber nicht nur)

Wie schon früher erwähnt: Ihre guten und interessierten Absichten sind hier wichtiger als die Tatsache, daß man es absolut richtig trifft.

  • Je mehr man „zuhört“, desto mehr „spricht“ das Pferd! Am Ende wird man das Meiste verstehen, was es mitteilt – gewonnen!
  • Da der Ablauf der Signalsendung hauptsächlich im Gesicht beginnt, wollen wir damit anfangen. Ein schwieriges Unterfangen!

DAS  GESICHT:

  • Am meisten fallen vielleicht die Ohren auf, aber zur selben Zeit geben auch die Augen (und ebenfalls Maul und Nüstern) wichtige Informationen.

1.   Ein Dösgesicht:

  • Das nenne ich als erstes, weil es mir am einfachsten scheint – solange das Pferd döst, „redet“ es ja nicht viel!
  • Hals und Kopf hängen (in verschiedener Höhe, je nach Tiefe des Schlafs). Die Ohren hängen auch in verschiedenen Richtungen (vorwärts, rückwarts oder seitlich, je nach Position des Kopfes) – wobei Ohren, die leicht nach rückwärts hängen noch teilweise aufmerksam und nicht ganz vertrauensvoll sind. Die Augen sind meistens halb geschlossen. Die Unterlippe ist entspannt, manchmal hängt sie deutlich nach unten.
  • Wieder haben wir also mehrere Bestandteile und erkennen das Ganze als Schlafgesicht – wenn man sie aber nur einzeln betrachtet (z. B. NUR die halbgeschlossenen Augen), dann können Mißverständnisse auftreten! Halbgeschlossenen Augen können noch ganz andere Botschaften vermitteln, wie wir lernen werden, und müssen unter Einbeziehung aller Faktoren analysiert werden.
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2.   Mother faces:

  • A good mother is always protective at the same time as loving to her foal, so very often the signals are mixed.
2.   Müttergesichter:

  • Eine gute Mutter liebt und beschützt ihr Fohlen immer gleichzeitig, so daß man vermischte Signale sieht.

Mother faces - Müttergesichter

Mother faces – Müttergesichter

  • The position in the right picture is very typical: the foal stands in the curve of the mare’s body as if in an embrace. (My old vaulting mare used to do that to children she particularly liked all the time!) The mother nuzzles her foal, and nose and eyes are relaxed. Body contact is very important, but her ears are not entirely trusting. The mare at the left is more relaxed – but then her foal is already much bigger and less vulnerable!

3.   Loving faces:

  • In these photographs you see real “horse kisses” – and most horses are very generous with their kisses!
  • Die Haltung im rechten Bild ist sehr typisch: Das Fohlen steht in der Biegung des Körpers der Stute wie in einer Umarmung. (Meine alte Voltigestute drückte immer so ihre Vorliebe für gewisse Kinder aus!) Die Mutter liebkost ihr Fohlen mit der Nase, Nüstern und Augen sind entspannt. Körperkontakt ist sehr wichtig, aber ihre Ohren sind nicht ganz vertrauensvoll. Die Stute links ist entspannter – aber dann ist ja auch ihr Fohlen schon viel größer und weniger verletzlich!

3.   Liebevolle Gesichter:

  • In diesen Bildern sieht man einen richtigen „Pferdekuß“ – und viele Pferde küssen gern!
Real horse kisses - echte Pferdeküsse!

Real horse kisses – echte Pferdeküsse!

  • In a real horse kiss the mouth is partially open and the teeth are showing – I suppose it is a symbolic indication of friendly grooming. The horse pushes his or her teeth against your body with gentle pressure. The ears are pointing to the back with the openings showing down. You can recognize the total absence of aggression in the eyes – half closed most of the time and very relaxed.  This kind of kiss usually happens after successful work sessions, where utter satisfaction and quiet reigns. In my experience they are rare and precious.
  • In einem richtigen Pferdekuß ist das Maul etwas geöffnet und die Zähne sind sichtbar – ich denke mal, das kommt von einer symbolischen freundlichen Putzmimik. Das Pferd drückt sanft seine Zähne gegen Ihren Körper. Die Ohren zeigen nach hinten mit den Muscheln nach unten. Man erkennt den totalen Mangel an Aggression an den Augen – meistens  halb geschlossen und sehr entspannt. Diese Art Kuß bekommt man hauptsächlich nach einer sehr zufriedenstellenden Trainingseinheit, nach der totale und genüßliche Ruhe herrscht. Nach meiner Erfahrung passiert das nicht so oft und so ein Kuß ist mir kostbar!

Loving faces - Liebevolle Gesichter

Loving faces – Liebevolle Gesichter

  • Here you see various expressions of loving faces: in the centre top nobody can doubt that those two are good friends! The people-pictures show horse kisses, which happen much more often than the ones shown before. They happen spontaneously and even in the context of other activities going on. I therefore believe that they are less intense in their emotional content. In fact, one must be careful not to let them degenerate into a begging gesture by encouraging them too much!
  • In the centre bottom the horse’s ears are pointed forward, but he is looking at the camera. In most cases they are directed to the back – and of course NOT an expression of aggression!
  • We will see in the next Blog how the ears in a greeting face are NOT held the same as here – in a loving face they look rather like what we will call “questioning ears” (we will get to those!) – pointing to their own body, as if listening into their soul – and waiting for a friendly reply! The nostrils are always fairly wide to take in the individual scent of the partner and the nose is often happily crinkled. The eyes are relaxed and often half closed.
  • Hier sieht man verschiedenen liebevolle Gesichter: in dem Bild Mitte oben kann ja wohl keiner bezweifeln, daß die beiden gute Freunde sind! In den anderen Fotos sieht man Pferdeküsse, die öfter und spontan gegeben werden, sogar wenn außenherum andere Aktivitäten stattfinden. Ich halte sie daher für weniger emotionsgeladen. Man muß sogar eher dafür sorgen, daß sie nicht zur Bettelgeste werden, indem man sie zu sehr ermutigt!
  • In der Mitte unten sind die Ohren des Pferdes nach vorn gerichtet, aber es schaut in die Kamera. In den meisten Fällen sind die Ohren nach hinten gedreht – und natürlich hier NICHT ein Ausdruck der Aggression!
  • Im nächsten Blog werden wir sehen, daß die Ohren in einem Begrüßungsgesicht ganz anders aussehen, als hier – in einem liebevollen Gesicht werden sie eher gehalten wie „fragende Ohren“ (das kommt noch!) – auf den eigenen Körper gerichtet, als ob sie in die eigne Seele lauschen – und auf eine freundliche Antwort warten! Die Nüstern sind immer geweitet um den individuellen Duft des Partners aufzunehmen, und die Nase ist glücklich gekräuselt. Die Augen sind entspannt und oft halb geschlossen.
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We have learned:

  • Half-closed eyes are NOT always an indication of sleep!
  • Ears flattened or pointing to the back are NOT necessarily a sign of aggression – there are many variations!

In the next Blog we will continue with grooming and greeting faces. Read on!

Wir haben gelernt:

  • Halbgeschlossene Augen sind NICHT immer ein Anzeichen von Schlaf!
  • Angelegte Ohren sind NICHT unbedingt ein Zeichen von Aggression – da gibt es viele Varianten!

Im nächsten Blog machen wir weiter mit Putzgesichtern und Begrüßungsmimik. Lesen Sie weiter!

Understand your Horse – Blog 04 – Whole Body 2

Posted on by Jutta Wiemers

Understand your Horse – Part 04 

Ihr Pferd verstehen – Teil 04

  • In the last part we observed the first two things the horse can express with his whole body, by decreasing or increasing the distance between you. Here we continue:

3)   Standing or moving parallel to or with a partner:

  • In terms of ranking this is a neutral position – there is a feeling of sympathy. Combined with closeness it is an expression of friendship. Being parallel and beside your horse is what we call being in the partner position. You remember from the Playing with Knowledge Blogs (part 04) that in this position your horse has the same rights as you and that this way we invite play.
  • Letztes Mal haben wir schon zwei Dinge beobachtet, die ein Pferde mit seinem ganzen Körper ausdrückt, indem es die Distanz vergrößert oder verkleinert. Hier geht es weiter:

3)   Sich mit einem Partner parallel stellen oder bewegen:

  • In punkto Rangordnung ist dies neutral – es besteht Sympathie. Mit Nähe kombiniert drückt es Freundschaft aus. Parallel und neben seinem Pferd sein nennen wir die Partner Position. Sie erinnern sich vom Blog Fachmännisch Spielen (Teil 04), daß das Pferd in dieser Position die selben Rechte hat wie Sie und daß wir so oft ein Spiel einleiten.
Whether out on a stroll - or just hanging out - or playing at tempo: being parallel expresses friendship. Ob beim Spaziergang - oder nur beim Rumhängen - oder bei schnellen Spielen: parallel sein bedeutet Freundschaft.

Whether out on a stroll – or just hanging out – or playing at tempo: being parallel expresses friendship.
Ob beim Spaziergang – oder nur beim Rumhängen – oder bei schnellen Spielen: parallel sein bedeutet Freundschaft.

  • When engaged in a friendly grooming session horses are parallel (though head to tail) and in most running games you will see them parallel and shoulder to shoulder. As a good partner you will often put yourself in this position to express your friendly intentions – and you will take great care with correct body language for clear communication to NOT be in the same position, when you intend to be the boss!
  • Also: After a good work session, don’t rush away, but give your horse the time to express his contentment by having the chance to rest parallel to you for a little while – my horses always do this and it is SO important to their soul!

4)   The body check or body block:

  • Body blocks are used frequently and in two ways: in the mild form one horse puts himself in the way of another, effectively preventing him from advancing, but not necessarily with the intention of a threat.
  • My sweet old Beau (who always walks off-line with me) body blocks me gently some days, when I take the path to the arena and he would rather go grazing first – it is a polite suggestion, not a threat. I can persuade him or give in to his wish.
  • In the herd you can often see a body block by a horse to prevent a male animal or another mare to join up together for a friendly chat. If the other continues advancing, the challenging horse puts him/herself fully across the way and makes him/herself big. Frontal staring accompanies this to intensify it, and if the response from the other horse is not submissive enough, the neck may be stretched out long and moved in a weaving motion. This basically means “I’m in charge here – I decide who can be friends with whom!” A further escalation would be to open the mouth and show teeth as a biting threat. (The other horse then has the choice to submit or to challenge). The lead mare will even body block the stallion, if she does not wish him to mate with a low-ranking mare!
  • In our communication with our horses, and especially when playing at liberty, we often use the body block ourselves.
  • Pferde stehen parallel, wenn sie sich gegenseitig putzen (obwohl dann Kopf and Schweif) und rennen in den meisten Spielen Schulter an Schulter. Als guter Partner werden Sie sich oft in diese Position begeben um Freundschaft auszudrücken – und Sie werden für klare Kommunikation bewußt mit korrekter Körpersprache darauf achten, daß Sie sich NICHT dort befinden, wenn Sie vorhaben der Boss zu sein!
  • Beachten Sie ebenfalls: hasten Sie nach einer guten Trainingseinheit nicht gleich davon, sondern geben Sie Ihrem Pferd die Gelegenheit, seine Zufriedenheit dadurch auszudrücken, daß es sich eine Weile in Ruhe parallel neben Sie stellt – meine Pferde machen das immer und es ist SO wichtig für ihre Seele!

4)   Die Körpersperre:

  • Körpersperren sieht man andauernd und in zwei Arten: in der milden Form stellt sich das Pferd einem anderen in den Weg, einfach um es am Weiterlaufen zu hindern, nicht unbedingt mit der Absicht einer Drohung.
  • Mein süßer alter Beau (der ja immer ohne Strick mit mir läuft) stoppt mich sanft mit einer Körpersperre, wenn ich den Weg zur Halle einschlage, er aber lieber erst grasen gehen würde – es ist eine höfliche Anfrage, keine Drohung. Ich muß ihn dann überreden oder ihm seinen Willen lassen.
  • In der Herde sieht man oft die Pferd ein anderes  “sperren”, um es daran zu hindern sich mit einem Kumpel für einen netten kleinen Klatsch zusammen zu tun. Wenn es dennoch weiterläuft, stellt sich der/die Herausforderer/in gänzlich quer und macht sich groß. Frontales Anstarren intensiviert dies noch, und wenn das andere Pferd nicht nachgibt, wird der Hals lang ausgestreckt und pendelnd bewegt. Das heißt „ich hab hier das Sagen – ich entscheide, wer bei wem stehen darf!“ Eine weitere Eskalation wäre das Maul aufzusperren und die Zähne als Beißdrohung zu zeigen. (spätestens jetzt hat das andere Pferd die Wahl sich zu unterwerfen oder es heraus zu fordern). Die Leitstute wird sogar einen Hengst „sperren“, wenn sie es nicht wünscht, daß er sich mit einer niedrig-rangigen Stute paart.
  • In der Kommunikation mit unseren Pferden werden wir, vor allem, wenn wir frei spielen, ebenfalls oft die Körpersperre anwenden.

Praise when your horse comes promptly - but body block to preserve your private space! Loben Sie, wenn das Pferd prompt kommt, aber benutzen Sie die Körpersperre, um Ihre Privatsphäre zu bewahren!

Praise when your horse comes promptly – but body block to preserve your private space!
Loben Sie, wenn das Pferd prompt kommt, aber benutzen Sie die Körpersperre, um Ihre Privatsphäre zu bewahren!

  • When you call your horse and he comes flying at full gallop (like he should, like ours do and yours will!) you praise enthusiastically, but use the body block at the same time to keep him out of your “bubble” – thus sending a strong signal that though you are playing you will insist on your private space.

5)   The shoulder barge:

  • Under point 1 we mentioned that coming toward you can be a sign of friendship (the desire to be close), but also a ranking signal – depending on the signs accompanying it.
  • An escalation of this is the shoulder barge: here he would come toward you staring at you frontally, making himself big, as if pushing you away with HIS “bubble” – demanding you to yield.
  • This your horse should never be allowed to practise on you, otherwise you have a great deal of respect training to do!
  • The indication of a shoulder barge is an intensified diminishing of the distance with the intent to threaten right up to a trial of strength – pushing into a rival. If the other doesn’t submit and turn away, this will generally lead to a full fight.
  • I often see horse owners pushed around like this, and often they laugh it off as a gentle pushing game. It is NOT! It is a sign of great disrespect and if you permit it you will experience other and graver respect problems with your horse later, which may well lead to injuries.  Horses are NOT dangerous animals per se – but if you let them be boss, you better learn the warning signs (in horse language!) and clear off promptly as a good low-ranking horse would do…

6)   The rump presentation:

  • In the rump presentation the horse will turn around and show his back side to a rival – an early warning sign and defensive display. It says “keep your distance”, “stop annoying me or else I will kick”. It is what behavioural science calls an Intention Movement, announcing in a defensive way what will follow, if you don’t allow the situation to de-escalate.
  • Wenn Sie Ihr Pferd rufen und es in vollem Galopp ankommt (wie es sollte, wie unsere es tun und Ihre es auch tun werden!) dann loben Sie begeistert, aber „sperren“ zur selben Zeit, um ganz klar zu machen, daß Sie selbst beim Spielen auf Ihrer Privatsphäre bestehen werden.

5)  Schulter rempeln:

  • Unter Punnkt 1 habe ich erwähnt, daß Auf-Sie-Zukommen ein Freundschaftszeichen sein kann (der Wunsch nach Nähe), aber auch ein rangheischendes Signal – je nach den anderen Signalen, die es begleiten.
  • Eine Eskalation davon wäre das Schulter-Rempeln: hier würde das Pferd mit einem frontalen Anstarren auf Sie zukommen, sich groß machend, als ob es Sie mit SEINER „Blase“ wegschieben wollte – ein Ausweichen Ihrerseits verlangend.
  • Das sollte Ihrem Pferd niemals erlaubt werden, sonst haben Sie noch eine Menge Respektstraining vor sich!
  • Die Anzeichen zum Anrempeln sind eine intensivierte Ausdrucksweise des Distanzverringerns mit der Absicht, bis zum Körperkontakt hin zu drohen – bis zur Kraftprobe mit dem Rivalen. Wenn der andere nicht nachgibt, endet das mit Kampf
  • Ich sehe oft, daß Pferdebesitzer sich anrempeln lassen und es dann mit einem Scherz abtun, als wäre es ein nettes Spiel. Das ist es NICHT! Es ist ein Anzeichen von großer Respektslosigkeit, und wenn Sie das erlauben, werden Sie andere und größere Respektsprobleme erleben, die sehr wohl zu Verletzungen führen können. Pferde sind an sich KEINE gefährlichen Tiere – aber wenn Sie ihnen erlauben Ihr Boss zu sein, dann lernen Sie lieber die Warnzeichen (in Pferdesprache!), damit Sie sich wie ein braves niedrig-rangiges Pferd rechtzeitig aus dem Staub machen können…

6)  Das Hinterteil präsentieren:

  • Hierbei dreht das Pferd sich um und zeigt dem Rivalen seinen Hintern – ein frühes und defensives Warnzeichen. Es bedeutet „halt Abstand!“, „hör auf mich zu ärgern oder ich schlage aus!“. Die Verhaltenswissenschaft nennt das eine Absichtsbewegung, die auf defensive Art den Vorsatz für das was kommen wird anzeigt, wenn Sie nicht erlauben, daß sich die Situation entschärft.
Left: rump presentation as warning - centre: will be followed by a kick! Right: the clear warning is promptly heeded. Links: Hinterteil zeigen als Warnung - Mitte: gefolgt von Ausschlagen! Rechts: die deutliche Warnung wird befolgt.

Left: rump presentation as warning – centre: will be followed by a kick! Right: the clear warning is promptly heeded.
Links: Hinterteil zeigen als Warnung – Mitte: gefolgt von Ausschlagen! Rechts: die deutliche Warnung wird befolgt.

  • If your horse presents his rump to you in this way you have a relationship AND an authority problem.
  • You might remember that in my book “From Leading to Liberty” I offer several games, which build authority in an easy and playful way. All this has nothing to do with bossing your horse around, but rather with learning the correct body language, which shows your horse without a doubt that you intend to be the leader.
  • But if your horse regales you with a rump presentation, you should also review your training program: you might have annoyed him by boring him to death with an exercise, which you want to perfect, without giving him the variety needed to retain the fun in the learning game.
  • Go clean your tack for a while and reflect. Or, if the rump presentation happened during a working session, stop and ask for something he likes doing.
  • Don’t get mad or take it personally! (A good leader always has a low adrenalin level.) Don’t humanize the situation and think:  “oh, he doesn’t love me any more…”, but rather take what the horse says at face value – he is just saying “stop annoying me!”
  • Try to analyze, whether the annoyance was caused by you or something else – analysis is one of your greatest tools for learning to understand anything better! – and then react reasonably: stop annoying him and reestablish fun and harmony.
More to come – read on !!!
  • Wenn Ihr Pferd Ihnen so das Hinterteil zudreht, dann haben Sie eine Beziehungs- UND ein Autoritätsproblem.
  • Sie erinnern sich vielleicht, daß ich in meinem Buch „From Leading to Liberty“ mehrere Spiele anbiete, mit denen man auf spielerische Weise leicht seine Autorität vergrößern kann. Das hat nichts damit zu tun, daß man sein Pferd herumkommandiert, sondern daß man lernt mit korrekter Körpersprache seinem Pferd unzweifelhaft mitzuteilen, daß man vorhat der Anführer zu sein.
  • Wenn Ihr Pferd Sie mit einer „Hintern-Präsentation“ ergötzt, sollten Sie aber auch Ihr Trainingsprogramm überprüfen: Vielleicht haben Sie Ihr Pferd dadurch geärgert, daß Sie es mit einer Übung zu Tode gelangweilt haben, die SIE perfektionieren wollen, ohne ihm aber die Abwechlung zu bieten, die es braucht, um an der Sache den Spaß nicht zu verlieren.
  • Gehen Sie lieber Ihre Trense putzen und denken Sie nach. Oder, wenn das Hinterteil während einer Trainingseinheit gezeigt wird, machen Sie Pause und fragen dann etwas ab, was das Pferd gern tut.
  • Werden Sie nicht böse und nehmen Sie es nicht persönlich! (ein guter Trainer hat immer ein niedriges Adrenalin Niveau). Vermenschlichen Sie die Situation nicht und denken: „oh, jetzt liebt er mich nicht mehr…“ , sondern nehmen Sie was das Pferd sagt, für bare Münze – es heißt einfach „hör auf mich zu ärgern!“
  • Versuchen Sie zu analysieren, ob Sie oder etwas anderes den Ärger verursacht hat – Analyse ist eins Ihrer besten Werkzeuge zum besser Verstehen! – und reagieren Sie dann vernünftig: hören Sie auf es zu ärgern und stellen Sie den Spaß und die Harmonie wieder her!
Es kommt noch mehr – lesen Sie weiter !!!

Understand your Horse – Blog 03 – Whole Body 1

Posted on by Jutta Wiemers

 

Understand your Horse – Part 03 

Ihr Pferd verstehen – Teil 03

  • In the last part we discussed that most of the signals, sent out by your horse to you for communication, are the “soft” signals, which are happening before an escalation of any situation – and difficult to discern, because they happen fast and in combination with others. They are very important to understand though, because it is in this part of the conversation that your horse tries hardest to establish harmony with you. This should be your goal too!

 Function versus emotion:

  • Before we get into the particulars we must understand that each movement of the horse’s body or parts thereof is either determined by a function OR an emotion. This means for example that a sharply swishing tail can be aimed at annoying flies (the function of the tail movement is to get rid of the pests) – OR that the horse expresses symbolically that he is annoyed at something else – in which case he uses the same movement to express an emotion. He could be annoyed at you – not a sign of a good relationship, and perhaps better beware! – or he could be annoyed at something you just asked him to do. (Re-establish the good mood and change the program).

 

The function always overrides the display of an emotion!!

  • Many misunderstandings may arise from not knowing this. I have seen horses rebuked for a lack of concentration while working under a rider (turning the head constantly of flicking the ears all ways), when the issue really was that the horse needed to scan the horizon all the time, because he didn’t feel safe (not protected enough by his owner). A horse has no choice but to behave like a flight animal – he IS!! And he can only and forever only relax his vigilance (directed toward predators) and concentrate on other things, if he trusts you enough to take care of all other issues. Most people – though meaning well – don’t know how to: remember the Blogs about leadership qualities! (category Playing with Knowledge, Blogs 07 to 13)

Functions:

  • The functions of the body and its parts are pretty clear:
  • The posture of the whole body is ready for take-off (flight) or resting. The ears are the horse’s early warning system and constantly scan the horizon for sounds of possible danger. The eyes and nose do likewise. The mouth chews, if it is lucky to find something edible. The tail swishes away the flies – and so on.

Emotions shown by horses:

  • What many people do not realize though is how MANY emotions the horse can express – and that, as good partners, we should “listen” to, i.e. see and be aware of, those expressions much more attentively, as this is the way the horse communicates his needs to you – his leader.

You need to educate your eyes:

  • Nothing around a horse happens without the wider context – being a flight animal means to be constantly aware of the fact that in the next moment you might get eaten! This is a hard lot! And for this reason horses can only survive in a group – alone they would die of a nervous break-down, so to speak, as they never could rest or sleep or eat in peace. When this group consists of only two (you and your horse) for the moment, then you must take over the role of the protector, the provider of security, if you expect your horse to concentrate on things other than flight – the prerequisite for learning or playing!
  • So when you watch your horse you must discern the cause of each communication: Function or Emotion? Is the horse trying to convey a mood or emotion to you, or is he reacting to something in the environment?  This means, obviously, that you are ALSO scanning the horizon all the time –you can’t be a good protector, if you don’t know what’s going on! Remember that “Be observant!” was one of the important points on the leadership characteristics’ list!

 

Expression with the whole body:

  • Generally speaking the rule is that the horse shows with his muscle tone the intention of future movement as well as the mood going along with it.
  • A vertical display makes him look bigger (the head is held high as well as the tail) – he shows this when he is aroused or excited. The opposite would be a slumping or drooping posture, which makes him look smaller, exhausted perhaps or submissive. Only when in full gallop does this rule not apply, then the body becomes sleek and lower because of the speed involved.

1)      Coming toward you:

  • Hopefully you often see this expression of an emotion in your horse: the horse comes toward you, when you arrive.  This may be a good sign, he wants to be with you, he greets you, he is motivated to work or play. It reduces the distance between you, which is one of the friendship signs – being close.
  •  BUT: depending on the signs which accompany it, decreasing the distance may also be threatening! It can be a demand to yield, to beat a retreat, an expression of the intent to be the boss! You would know this from all the other expressions, with eyes, ears and curvature of the back, which we get into later.
  • Im letzten Blog haben wir besprochen, daß die meisten Signale, die Ihr Pferd Ihnen als Kommunikation sendet, „sanfte“ Signale sind, die lang vor einer Eskalation einer Situation auftreten – und die schwierig zu erkennen sind, da sie sehr schnell und in Kombination mit anderen geschehen. Es ist aber sehr wichtig sie zu verstehen, da sie der Teil der Unterhaltung sind, in der das Pferd am meisten versucht mit Ihnen eine Harmonie herzustellen. Das sollte auch Ihr Ziel sein!

Funktion versus Gefühle:

  • Bevor wir in Einzelheiten gehen, müssen wir verstehen, daß jede Bewegung des Pferdekörpers oder dessen Teile entweder durch eine Funktion ODER durch Gefühle bestimmt sind. Das heißt, daß ein peitschender Schweif die Antwort auf ärgerliche Fliegen sein kann (die Funktion des Schweifs ist es die Fliegen zu verscheuchen) – ODER daß das Pferd symbolisch damit ausdrückt, daß es sich über etwas ärgert – wobei es dieselbe Bewegung ausübt, damit aber eine Emotion ausdrückt. Es könnte sich über sie ärgern – kein Zeichen einer guten Beziehung und lieber aufpassen! – oder es könnte sich ärgern über das was von ihm verlangt wurde. (Gute Stimmung wieder herstellen und Programm ändern!)

Die Funktion hat immer den Vorrang vor dem Ausdruck eines Gefühls!!

  • Wenn man das nicht weiß, können Mißverständnisse auftreten. Ein Pferd wird beim Reiten für einen Mangel and Konzentration (ständiges Kopfwenden usw) gerügt, wenn das Problem eigentlich darin besteht, daß es ständig den Horizont im auge haben muß, weil es sich nicht sicher fühlen kann (von seinem Besitzer nicht genug beschptzt fühlt). Ein Fluchttier muß sich so verhalten – es hat keine Wahl! Und es kann in seiner (auf Raubtiere gerichteten) Wachsamkeit nur nachlassen und sich auf andere Sachen konzentrieren, wenn es hnen vertrauen kann alles andere unter Kontrolle zu haben. Die meisten Leute wissen nicht wie, obwohl sie es gut meinen: Erinnern Sie sich an die Blogs über die Führungsqualitäten! (Kategorie Fachmännisch Spielen, Teil 07 bis 13)

Funktion:

  • Die Funktionen der Pferdekörperteile sind ziemlich klar:
  • Die Haltung des Körpers als Ganzes drückt entweder Fluchtbereitschaft aus oder Ruhe. Die Ohren sind das Frühwarnsystem des Pferdes und suchen ständig den Hprizont nach Geräuschen einer möglichen Gefahr ab.  Ebenso die Augen und Nase. Das Maul kaut, wenn es was zu fressen gibt. Der Schweif verjagt die Fliegen – usw.

Gefühle, die ein Pferd zeigt:

  • Was viele Menschen nicht beggreifen, ist wie VIELE Gefühle ein Pferd ausdrücken kann – und daß wir als gute Partner diesen Äußerungen viel besser „zuhören“, d.h. sie sehen und erfassen sollten, da dies die Art ist auf die das Pferd Ihnen (seinem Anführer) seine Nöte mitteilt.

Sie müssen Ihre Augen schulen:

  • Nichts passiert um ein Pferd herum unter Ausnahme des weiteren Umfelds – Fluchttier sein bedeutet die Allgegenwärtigkeit des Gefressen-werdens! Das ist ein hartes Schicksal! Daher können Pferde nur in einer Gruppe überleben – alleine würden sie sozusagen einen Nervenzusammenbruch erleiden, da sie niemals in Ruhe fressen oder schlafen könnten. Wenn diese Gruppe nur aus zweien besteht (Sie und Ihr Pferd), dann müssen Sie die Rolle des Beschützers übernehmen und dem Pferd die Sicherheit geben, daß es sich auf andere Dinge konzentrieren kann – Voraussetzung jeden Lernens oder Spiels!
  • Während man sein Pferd also beobachtet, muß man immer die Ursache jeder Kommunikation analysieren: Funktion oder Emotion? Versucht das Pferd Ihnen eine Laune oder ein Gefühl zu vermitteln oder reagiert es auf etwas in der Umgebung? Das bedeutet natürlich, daß auch SIE ständig den Horizont überwachen müssen  - Sie können ja kein guter Beschützer sein, wenn Sie nicht wissen, was los ist! Sie erinnern sich, daß „gut beobachten“ einer der wichtigen Punkte auf unserer Liste der Führungsqualitäten war!

Ausdruck mit dem ganzen Körper:

  • Die allgemeine Regel ist, daß das Pferd mit seinem Muskeltonus seine Absichten sowie seine Laune kundtut.
  • Eine vertikale Demonstration läßt das Pferd größer erscheinen (Kopf und Schweif werden beide hoch getragen) – es präsentiert sich so, wenn es erregt oder nervös ist. Das Gegenteil wäre eine erschlaffte oder zusammen gesackte Haltung, die es kleiner macht – erschöpft oder unterwürfig. Nur in vollem Galopp gilt diese Regel nicht, wenn der Körper sich wegen der Geschwindigkeit in die Horizontale streckt.

1)      Auf jemanden zukommen:

  • Hoffentlich sehen Sie den Ausdruck dieses Gefühls oft: das Pferd kommt auf Sie zu, wenn Sie erscheinen. Das kann ein gutes Zeichen sein, es will bei Ihnen sein, es begrüßt Sie, es ist motiviert mit Ihnen zu spielen oder zu arbeiten. Es verringert die Distanz zwischen ihnen beiden, was eines der Freundschaftszeichen ist – sich nahe sein.
  • ABER: je nach den Signalen, die das begleiten, kann es auch eine Drohung sein! Es kann ein Ausweichen verlangen „mach Dich aus dem Staub!“ oder ein Ausdruck „ich hab vor hier der Boss zu sein!“ as erkennt man aus den anderen Anzeichen, die mit Augen, Ohren und der Haltung des Rückens gegeben werden, die wir noch besprechen.
03-ComeTowardCombo
  • On the left you see Peter, old and peaceful, being called in via hind quarter yield. His face is friendly, ears, eyes and mouth relaxed, almost slightly submissive. In the centre Beau displays sharper attention: his ears are pricked – but on the right he is exited! Beau loves games at higher speed – his ears do not express aggression, but pointed backward as they are they do express Beau’s opinion of himself – quite high-ranking! If I wouldn’t know him, I would beware of him coming at me like that!

 

1)      Turning away from you:

  • This is an expression, which all too many people get to see, when they arrive with a halter in their hands. The horse removes himself altogether… a clear statement: “thank you, but no thank you!” (and by the way: thinking that you could conceal a halter behind your back is really silly! Remember how much better your horse observes than we – and WE would certainly see that!)
  • Links im Bild sehen Sie Peter, alt und friedlich, der über ein Hinterhandweichen hereingerufen wird. Sein Gesicht ist freundlich, Ohren, Augen und Maul sind entspannt, fast ein wenig ergeben. Beau in der Mitte zeigt schärfere Aufmerksamkeit: seine Ohren sind gespitzt – aber dann rechts ist er wirklich dabei! Beau liebt Spiele mit höherer Geschwindigkeit – seine Ohren zeigen hier keine Aggression, aber, nach hinten gedreht wie sie sind, drücken sie durchaus seine hohe Meinung von sich selbst aus – sehr hochrangig! Wenn ich ihn nicht kennen würde, wäre ich schon vorsichtig, wenn er so angerannt kommt!

1)      Sich wegdrehen:

  • Das ist der Asudruck, den allzuviele Leute zu sehen bekommen, wenn sie mit einem Halfter in der Hand anrücken. Das Pferd entzieht sich ganz und gar… eine klares Aussage: „danke, aber lieber nicht!” (nebenbei: es ist albern zu denken, daß man ein Halfter hinter seinem Rücken verstecken kann! Das Pferd beobachtet viel schärfer als wir – und WIR würden das sicherlich erkennen!)

"Thank you - but I don't think so!"

“Thank you – but I don’t think so!”

  • In this picture you can see that Beau knows exactly what is demanded – his inner ear is attentive on Chels, but he is clearly not planning to comply… he is leaving!

 

In the next Blog we will continue with more “vocabulary”, what the horse expresses with the whole body – read on !!

  • In diesem Bild sehen Sie, daß Beau genau kapiert hat, was verlangt wird – sein inneres Ohr ist aufmerksam auf Chels gerichtet, aber er hat nicht vor zu folgen… er geht!

 

Im nächsten Blog fahren wir mit dem „Vokabular“ , was das Pferd mit dem ganzen Körper ausdrückt, fort – lesen Sie weiter!

Happy Holidays – on my own behalf

Posted on by Jutta Wiemers

 Happy Holidays!

Speaking on my own behalf 

Fröhliche Feiertage!

In eigener Sache

  • I thank all my Blog readers for their many comments – and such nice ones too!  Thank you all for responding – and a very nice Holiday Season to all of you!
  • I get many questions and will try to give a general answer here:
  • Question 1:
  • Is it a lot of work to write Blogs like this?
  • Answer: Yes, it certainly is. Think of it as writing a book in installments. Although when publishing a book the responsibility to say the truth and nothing but… is even greater, the research which goes into my Blogs is extensive. I do it for the horses – I do it trying to make it possible for you to make your horses happier – and I take it very seriously!
  • Question 2:
  • Could we discuss things further in a Forum style way?
  • Answer: Sorry – no time for that! I also regret that my critical opinion is that you shouldn’t write anything when you have nothing to say – and I looked into enough Forums, where a lot of natter without substance is going on. I know this is the fashion nowadays… and I am old-fashioned, but the Internet is certainly plugged with a lot of nonsense, which makes it ever harder to find the good stuff.
  • Question 3:
  • Can we correspond via Facebook, Twitter etc?Answer: No, not with me. I stay away from those things as far as I can – anything written on Facebook belongs to the Company of Facebook, which I find really disturbing! But I AM grateful if you forward my Webpage to your friends – again: I do this for the horses, not to put my little self out there and become “Internet famous”!
  • Question 4:
  • How to create a website like mine, the format, the technical problems that might arise (somebody mentioned that the pictures do not load correctly in some form or another), can’t subscribe, RSS issues, Safari is fine, but opening in IE is not, and so on.
  • Answer: My website is created by QUIXII Inc. and that is all I know. I’m sure you can Google them. I can’t answer ANY technical questions, because I don’t have a clue.  Just manage my Blog page according to my templates.
  • Question 5:
  • I enjoyed your Blogs – do you have recommendations to novice Blog writers?Answer: My recommendation would be to first of all write only about things you KNOW. Study English 100 – read lots of good books to develop your style – and for Heaven’s sake: you all learn how to SPELL! Some comments are hardly decipherable!
  • Question 6:
  • “I tried this with my horse… and it doesn’t work.”
  • Answer: As much as I would love to answer your questions regarding training your horse, I simply do not have the time to help you via emails or comments like that. I hardly have time to keep up the Blogs! For people in my area (Vancouver BC) I offer clinics, for others there are my books and films to help you. This is what they were produced for.
  • Question 7:
  • Not really a question – “I know this is totally off topic, but I had to tell someone!”Answer: PLEASE do that with someone else! I daily have to screen and erase hundreds of such comments and you are complicating my life! I DO NOT have time for stuff like that! PLEASE spare me, I don’t have a secretary!!
  • Since allowing comments, I have been swamped with Spam, and will now have to block them completely. You can, however, reach me through my contact button and I will be very happy to react to your suggestions.
  • The series which I am writing right now “Understanding your Horse” is very labour intensive, especially if I want to find good pictures to clarify the meaning of the words better. It is a complex issue – and over the holiday season the articles will by necessity come at a slower pace than usual. I hope you will forgive me and be patient!
  •  Ich danke allen Blog Lesern für ihre Kommentare – dazu noch richtig nette! Ich wünsche Ihnen allen schöne Feiertage!
  • Ich erhalte viele Fragen und werde hier versuchen auf alle zu antworten:
  • Frage 1:
  • Ist es viel Arbeit so einen Blog zu schreiben?
  • Antwort: Ja, auf jeden Fall. Es ist als ob man ein Buch in Raten schreibt. Und obwohl die Verantwortung,die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen, wenn man ein Buch veröffentlicht noch ein bißchen größer ist, ist der Aufwand für meine Blogs auch erheblich. Ich schreibe für das Wohl der Pferde – um es Ihnen zu ermöglichen Ihre Pferde noch glücklicher zu machen – und ich nehme das sehr ernst!
  • Frage 2:
  • Können wir die Dinge in einer Art Forum noch weiter diskutieren?
  • Antwort: Tut mir leid – dafür habe ich keine Zeit. Ich bedaure auch, daß meine kritische Einstellung dazu ist, daß man nichts schreiben sollte, wenn man nichts zu sagen hat – und ich habe genug „Foren“ angeschaut, wo eine Menge Gequatsche ohne Substanz erscheint. Ich weiß, sowas ist heute Mode… und ich bin altmodisch, aber das Internet ist vollgestopft mit Unsinn, was es nur schwieriger macht, die guten Sachen zu finden.
  • Frage 3: 
  • Können wir auf Facebook. Twitter usw. korrespondieren? Antwort: Nein, nicht mit mir. Ich bleibe dem sowiet entfernt wie möglich – alles was auf Facebook erscheint gehört der Firma Facebook – ich finde das sehr beunruhigend! Ich bin aber dankbar, wenn Sie meine Webseite and Ihre Freunde weiter empfehlen – wiederum: ich tu es für die Pferde, nicht um mich auf dem Internet heraus zu stellen!

  • Frage 4:
  • Wie stellt man eine Webseite wie meine auf die Beine, das Format, die technischen Probleme, die auftauchen können (jemand erwähnt, daß die Bilder nicht richtig laden), daß man die Blogs nicht abonnieren kann, RSS Probleme, Safari gut, aber Öffnen in IE klappt nicht, usw. Antwort: Meine Webseite ist von QUIXII Inc. Erstellt und mehr weiß ich nicht. Die kann man sicher Googlen. Ich kann KEINERLEI technische Fragen beantworten, da ich davon keine Ahnung habe. Ich stelle nurt meine Texte in die vorgefertigten Schablonen.
  • Frage 5:
  • „Die Blogs sind gut – hast Du Empfehlungen für neue Blog-Schreiber?“
  • Antwort: Meine Empfehlungen sind erstens, nurt über Dinge zu schreiben, über die man Bescheid weiß. Lesen sie viele gute Bücher, um einen guten Styl zu entwickeln – und vor allem: Lernen Sie Rechtschreibung! Manche (englische) Kommentare sind fast nicht zu entziffern!
  • Frage 6:
  • „Ich habe das mit meinem Pferd ausprobiert… es klappt nicht“
  • Antwort: So gern ich Ihre Fragen zum Pferdetraining beantworten würde, habe ich einfach keine Zeit das via Emails zu erledigen. Ich habe ja kaum Zeit dfie Blogs zu schreiben! Für Leute in meiner Gegend (Vancouver Kanada) biete ich Workshops an, für die anderen gibt es meine Bücher und Filme. Dafür habe ich sie produziert!
  • Frage 7:
  • Nicht mal eine Frage – „ich weiß, daß hat nichts mit Ihrem Thema zu tun, aber ich mußte es einfach jemandem mitteilen!“
  • Antwort: BITTE machen Sie das mit jemand anderem! Ich muß jeden Tag Hunderte solcher Kommentare durchsehen uns löschen und das kompliziert mein Leben! BITTE verschont mich damit, ich habe keine Sekretärin!!
  •  Seit ich Kommentare erlaubt habe, werde ich nun mit Spam überschwemmt und muß sie leider ab jetzt blockieren. Sie können mich aber nach wie vor über “Kontakt” erreichen und ich werde Ihre Vorschläge gern zur Kenntnis nehmen.
  • Die Serie „Ihr Pferd verstehen“, die ich momentan schreibe, ist sehr arbeitsintensiv, vor allem, wenn ich versuche gute Fotos dafür zu finden, um den Text zu ergänzen. Es ist eine komplexe Sache – und über die Feiertage wird es mit den Artikeln notwendigerweise etwas langsamer zugehen als gewöhnlich. Ich hoffe auf Ihr Verständnis und Ihre Geduld!

Understand your Horse – Blog 02 – Awareness of signals

Posted on by Jutta Wiemers

Understanding your horse – Part 02 

Ihr Pferd verstehen – Teil 02

Awareness of signals sent

Our last conversation example:

  • In the last Blog I told you about a conversation between my horses and myself, into which we must now fill in the (…..) blanks. It began with me saying “Riding?” and King replied: (head moving sideways away from me, weight backward, touching Beau’s flank with nose with quick ear flattening, then moving parallel to him). When I agreed with him, Beau said (nose forward with lengthened neck, ears pricked, nostrils open), which triggered King to say (ears forward, one step forward, touching Beau’s belly, quickly dropped ears, blinking eyes) then, while Beau was saying (head to King, ears flattened) King (moving away sideways one step, flattened ears, head sideways and away) Beau continued (ears pricked, step forward, parallel to King), and off we went to play. I probably missed more than half the signals, but those were the most obvious ones. If you don’t understand this conversation, look up the translation into words in the last Blog – and soon we also get into the entire vocabulary!

Erkennen der gesendeten Signale

Unsere letzte Unterhaltung:

  • Im letzten Blog habe ich Ihnen eine Unterhaltung wiedergegeben, in welcher wir nun die (…..) Lücken füllen müssen. Es begann damit, daß ich King fragte „reiten?“, worauf er antwortete: (Kopf seitwärts von mir abgewendet, Gewichtsverlagerung rückwärts, kurze Bewrührung von Beaus Flanke mit der Nase, schnelles Ohrenanlegen, paralleles Aufstellen). Als ich ihm zustimmte, sagte Beau (Nase mit langem Hals vor, gespitzte Ohren, offene Nüstern), woraufhin King sagte (Ohren vor, einen Schritt vor, Nasenberührung an Beaus Bauch, schnelles Ohrenabklappen, Blinzeln) und dann, als Beau sagte (Kopf mit angelegten Ohren zu King) sagte King weiter (einen Schritt zur Seite, angelegte Ohren, Kopg seitlich weg), woraufhin Beau sagte (Ohren nach vorn gespitzt, Schritt vor und parallel mit King) – und ab gings zum Spielen. Ich habe vermutlich die Hälfte der signale übersehen, aber dies waren die offensichtlichsten. Wenn Sie das nicht verstehen, schauen Sie im letzten Blog die übersetzung nach – und jetzt kommen ja auch bald die einzelnen Vokabeln!
This body language is easily translated - every part expresses friendship: ears, eyes, nostrils, mouth and posture. Diese Körpersprache ist leicht zu übersezten - alles drückt Freundschaft aus: Ohren, Augen, Nüstern, Maul und Haltung.

This body language is easily translated – every part expresses friendship: ears, eyes, nostrils, mouth and posture.
Diese Körpersprache ist leicht zu übersezten – alles drückt Freundschaft aus: Ohren, Augen, Nüstern, Maul und Haltung.

Learning to see the signals:

  • So in the last part we already became aware of the fact that horse communication via body language is quite a complex topic, because it consists of usually very soft, almost invisible signals, which happen very quickly and also not one by one: the signals are combined and depending on the combination the individual parts can change meaning as well.

Start the fascinating exploration!

  • If you disagree with me that is totally fine too. I am not afraid of being subjective or not too scientific here, although a lot of reading of whatever there is to be found in terms of behavioural science about horses was certainly my homework for these Blogs! What I want to do is start you on a fascinating exploration deeper into the world in which your horse lives – and though the information, which I can give you, might be incomplete, or you might disagree with it totally – it will still get you into “seeing” your horse better and improving your relationship with him. That alone is enough for me!
Das Sehen der Signale lernen: 

  • Schon im letzten Teil also ist uns bewußt geworden, daß die Kommunikation der Pferde mit Körpersprache ein ziemlich komplexes Thema ist, da sie normalerweise aus vielen sanften, fast unsichtbaren Signalen besteht, die blitzschnell und kombiniert gesendet werden, wobei die jeweiligen Kombinationen die Bedeutung auch noch verändern können.

Wir starten die faszinierende Untersuchung:

  • Wenn Sie hierin mit mir nicht übereinstimmen, ist das total in Ordnung. Ich habe keine Angst davor als subjektiv oder nicht wissenschaftlich genug zu gelten, obwohl ich wochenlang alles, was ich zu diesem Thema an Verhaltenswissenschaft finden konnte, als Hausaufgaben für diese Blogs nachgelesen habe! Ich möchte Sie ja nur auf den Weg einer faszinierenden Untersuchung tiefer in die Welt Ihres Pferdes bringen – und obwohl die Informationen lückenhaft sein oder Sie damit gar nicht übereinstimmen mögen, so wird es Sie dennoch dazu bringen, Ihr Pferd besser zu „sehen“ und Ihre Beziehung zu verbessern. Das genügt mir!

This horse is not sleeping - he is an unhappy picture of being at a total loss - he symbolically withdraws from a depressing situation. Dieses Pferd schläft nicht - es ist ein Bild der Ratlosigkeit - symbolisch zeigt es ein Sich-Zurückziehen von einer deprimierenden Situation.

This horse is not sleeping – he is an unhappy picture of being at a total loss – he symbolically withdraws from a depressing situation.
Dieses Pferd schläft nicht – es ist ein Bild der Ratlosigkeit – symbolisch zeigt es ein Sich-Zurückziehen von einer deprimierenden Situation.

Another example, for why this is necessary:

  • Yesterday I watched two women practising some recently learned “natural horsemanship”, which was obviously news to their horse. They started by backing the horse up, wildly shaking the rope in front of his face. (Backing up seems such a good idea for getting your horse “under control” and showing him who is the alpha?) The horse showed stress, unhappy ears back and down, frantically blinking eyes or ripped wide open, when the rope came flying to close, brief lip-licking and tongue showing, signs that he was at a complete loss. For half an hour he was saying “Please don’t do anything to me, I don’t know what you want, but I am very much trying to avoid conflict!” His women missed it all! They didn’t even once look at what their horse was saying, because they were so busy with themselves…  he did not once relax and have a content expression. THAT is not horsemanship! 
Noch ein Beispiel für die Notwendigkeit:

  • Gestern habe ich zwei Frauen dabei zugeschaut, wie sie gerade gelernte “natural horsemanship” übten, was für ihr Pferd offensichtlich neu war. Sie fingen gleich mit Rückwärtsrichten an, indem sie wild das Seil in sein Gesicht schüttelten. (Rückwärts ist ja immer so gut, um das Pferd „unter Kontrolle“ zu bringen und ihm zu zeigen, wer der Alpha ist?) Das Pferd zeigte Streß, unglückliche Ohren nach hinten unten, dauerndes Blinzeln oder weit aufgerissene Augen, wenn das Seil allzu nahe kam, kurzes Lippenlecken und Zungezeigen, ein Zeichen der Ratlosigkeit. Eine halbe Stunde lang sagte es „Bitte tut mir nichts, ich weiß nicht was ihr wollt, aber ich bemühe mich sehr, einen Konflikt zu vermeiden!“ Seinen Frauchen entging das alles! Sie schauten nicht einmal auf sein Gesicht, da sie mit sich selbst so beschäftigt waren… das Pferd entspannte sich nie und sah nie zufrieden aus. DAS ist kein Horsemanship!
The frontal stare is a request for yielding, which is understood by all horses, as they have learned it in the herd - we need not swing ropes in their faces! Frontales Anstarren ist ein Signal zum Weichen, das jedes Pferd versteht, da es das  in der Herde gelernt hat - wir müssen keine Seile in ihr Gesicht schleudern!

The frontal stare is a request for yielding, which is understood by all horses, as they have learned it in the herd – we need not swing ropes in their faces!
Frontales Anstarren ist ein Signal zum Weichen, das jedes Pferd versteht, da es das in der Herde gelernt hat – wir müssen keine Seile in ihr Gesicht schleudern!

Again: the human lead-mare:

  • Natural Horsemanship, as I mention before, is all about becoming your horse’s “Lead-mare” – they all tell you that, don’t they? Well, a thoughtful person would instantly recognize the gap between what we say and what we are taught to do – because, very obviously, a lead-mare never shakes a rope in front of another horse’s face to back him up!!! So, again obviously, the shaking of the rope is a signal, which is NOT embedded in the horse’s genes (whereas a frontal stare of the eyes, which demands the same yield, IS) and therefore must be understood, learned by the horse, before you can demand obedience to it! Demanding obedience to an unknown signal, (the meaning of which the horse didn’t have a chance to learn yet) is very unfair – it is an assault, which triggers confusion – and loss of trust.
  • So for fairness’ sake alone, we must learn to listen to our partners better – and adjust and clarify our training, in order to make the learning experience a positive and happy one for all.
Wiederum: die menschliche Leitstute:

  • Wie früher schon erwähnt dreht sich im Natural Horsemanship alles darum, die Leitstute Ihres Pferdes zu werden – das wird Ihnen doch immer erklärt, nicht wahr? Da müßte nun eine nachdenkliche Person sofort die Lücke bemerken, die besteht zwischen dem, was wir sagen und dem was wir tun sollen – denn offensichtlich wedelt eine Leitstute ja niemals ein Seil vor einem anderen Pferd, um es zum Weichen zu bringen!!! So ist es klar, daß das Schütteln des Seils ein Signal ist, welches NICHT in den Genen des Pferdes verankert ist (während ein frontales Anstarren, das eine Aufforderung für dasselbe Weichen ist, es IST), und welches daher vom Pferd verstanden und gelernt werden muß, bevor man Gehorsam darauf verlangen kann! Gehorsam verlangen auf ein unbekanntes Signal (das das Pferd noch nicht lernen konnte) ist sehr unfair – das Signal ist dann ein Überfall, welcher Verwirrung und Vertrauensverlust bewirkt.
  • Also schon um der Fairness willen müssen wir unseren Partnern besser zuhören – und unser Training dementsprechend anpassen und klarer machen, damit die Lernerfahrung positive und glücklich für alle sein kann.

Here the situation has escalated already and the signal is clear - the bunched up rear promises a good kick and the other horse clears out! Hier ist die Situation schon eskaliert und das Signal ist deutlich - das angespannte Hinterteil verspricht einen kräftigen Tritt und der andere macht sich aus dem Staub.

Here the situation has escalated already and the signal is clear – the bunched up rear promises a good kick and the other horse clears out!
Hier ist die Situation schon eskaliert und das Signal ist deutlich – das angespannte Hinterteil verspricht einen kräftigen Tritt und der andere macht sich aus dem Staub.

The escalation is never happy:

  • I mentioned before that it is relatively easy to “see” the end of a conversation, the escalation, and therefore the most powerful signals which a horse will send. The cocked hoof or the bunched up body, ready to lash out, a signs that will not be ignored!
  • A stretched out neck with flattened ears and bared teeth in your direction would be a clear signal to anyone with or without deeper knowledge about horses to speedily retreat – end of the conversation! We recognize the “display behaviour” of a male animal trying to impress a female, and hopefully we all recognize extreme nervousness or fear with body in flight posture, sweating or even diarrhoea.
Die Eskalation ist nie glücklich:

  • Wie schon erwähnt ist es relativ leicht, das Ende der Auseinandersetzung zu „sehen“, die Eskalation mit den stärksten Signalen, die das Pferd senden wird. Der angewinkelte Huf oder der zum Ausschlagen geballte Körper sind Zeichen, die nicht leicht ignoriert werden!
  • Auch ein vorgestreckter Kopf mit angelegten Ohren und gebleckten Zähnen in Ihre Richtung wäre ein klares Signal auch für Leute ohne Pferdebildung, daß es Zeit für den Rückzug ist – Ende der Unterhaltung! Wir erkennen auch meistens das Imponiergehabe eines männlichen Tieres, um einem weiblichen Eindruck zu machen, und hoffentlich erkennen wir auch extreme Nervosität oder Angst mit Körper in Fluchthaltung, Schwitzen oder sogar Durchfall.

Ears on the left say: "Stay clear of my bucket!" - but what do the three horses on the right say to each other?? Die Ohren links sagen "Bleib weg von meinem Eimer!" - aber was sagen die drei Pferde rechts zueinander??

Ears on the left say: “Stay clear of my bucket!” – but what do the three horses on the right say to each other??
Die Ohren links sagen “Bleib weg von meinem Eimer!” – aber was sagen die drei Pferde rechts zueinander??

The soft signals:

  • But the main conversations, which happen in front of my eyes every day and most of the time do not lead to an escalation, happen very rapidly with a mix of so many signals that I have given up trying to catch them on photographs! The camera doesn’t even click fast enough.
  • So if you have interesting photographs (other than just the hello-faces into the camera) send them to me! At the very least I could use them for explanatory drawings. Thank you!

 

  • Next time we will start with what the horse says with his whole body – then we will go into smaller details.

 

Read on!

Die sanften Signale:

  • Aber die Hauptunterhaltungen, die jeden Tag vor meinen Augen ablaufen, führen ja nicht zu Eskalationen. Sie laufen so schnell und mit einer Mischung von so vielen Signalen ab, daß ich es aufgegeben habe zu versuchen, sie mit der Kamera zu erwischen – meine löst gar nicht schnell genug aus!
  • Sollten Sie also interessante Fotos haben (nicht nur Hallo Gesichter in die Kamera) dann schicken Sie mir welche! Ich könnte sie zumindest für erklärende Zeichnungen gebrauchen. Danke!

 

  • Nächstes Mal werden wir damit anfangen zu betrachten, was das Pferd mit seinem ganzen Körper ausdrückt – dann werden wir weiter ins Detail gehen.

 

Lesen Sie weiter!

Understanding Your Horse – Blog 01 – Introduction

Posted on by Jutta Wiemers

Understanding your horse – Part 01 

Ihr Pferd verstehen – Teil 01

Introduction to the conversation: 

  • It will not be news to you that horses communicate with body language. But what may be new to you is HOW MUCH they say – how many moods they express – indeed, many people around horses don’t even realize that their partners have as many different moods as they have – including depression!
Einführung in die Unterhaltung:

  • Es ist Ihnen ja nichts Neues, daß Pferde sich mit Körpersprache verständlich machen. Aber vielleicht ist neu, WIEVIEL sie sagen, wie viele Emotionen sie ausdrücken – ja, leider gibt es sogar noch Menschen, die gar nicht realisieren, wie viele Gefühle ein Pferd haben kann – inklusive Depression!
Three different activities and faces: Czar greets me, Peter stands watch (right back) and Beau, the leader, grazes in peace. Drei verschiedene Tätigkeiten und Gesichter: Czar begrüßt mich, Peter steht Wache, (rechts hinten) u. Beau, der Boß, grast friedlich.

Three different activities and faces: Czar greets me, Peter stands watch (right back) and Beau, the leader, grazes in peace.
Drei verschiedene Tätigkeiten und Gesichter: Czar begrüßt mich, Peter steht Wache, (rechts hinten) u. Beau, der Boß, grast friedlich.

  • It makes sense that horses, who live in herds in the wild, have to solve most of their social conflicts without fighting – fight is a waste of energy which is rather needed for survival (mainly for flight, which out there occurs quite regularly). So horses have become experts at diplomacy – when governments try to avoid war, their diplomats TALK! So do horses.
  • Although all horse language stems from situations in a herd (horses speaking to other horses), that is not what I want to discuss in these Blogs. Eva Wiemers has (in the book mentioned in Blog 13 of the Playing series) “translated” many such conversations – an eye opener, though sadly only for German readers. I want to help you to better understand what your horse says to YOU, so you can improve your relationship further.
  • You will see that the topic is quite complicated, and that without being in the actual situation (and knowing neither you nor your horse) my statements will remain somewhat general. But they will give you an idea of what to look for!
  • People often ask me: “How do you know whether your horses like a game or not?” And my answer is: “I ask them!” – then I receive a slightly contemptuous smile (“… so you want to be a whisperer too…sure!”), but I truly DO ask them.
  • Es ist einleuchtend, daß Pferde, die in einer natürlichen Herde leben, ihre sozialen Konflikte in einer Weise lösen müssen, die Kampf vermeidet – Kampf  ist Verschwendung von Energie, die man fürs Überleben braucht (hauptsächlich für Flucht, die da draußen recht regelmäßig eintrat). So wurden Pferde Experten für Diplomatie – wenn Regierungen einen Krieg vermeiden wollen, REDEN die Diplomaten! Bei Pferden ist das genauso.
  • Obwohl jegliche Pferdesprache aus Situationen in der Herde stammen (Pferde, die mit anderen Pferden reden) ist es nicht das, was ich in diesen Blogs versuche zu erklären. Eva Wiemers hat (in dem im letzten Blog 13 besprochenen Buch) ganze solche Unterhaltungen „übersetzt“ – ein Augenöffner! Ich dagegen möchte versuchen Ihnen zu helfen besser zu verstehen, was Ihr Pferd zu IHNEN sagt, damit Ihre Beziehung noch besser werden kann.
  •  Sie werden sehen, daß das Thema nicht ganz einfach ist, und daß meine Aussagen, ohne in einer wirklichen Situation zu stehen (und ohne Sie oder Ihr Pferd zu kennen), natürlich ein bißchen generell sein werden. Es wird Ihnen aber einen Hinweis geben, wonach Sie schauen müssen!
  • Oft werde ich gefragt: „wie weiß man aber, ob die Pferde ein Spiel mögen oder nicht?“ Und meine Antwort ist: „ich frage sie!“. Dann werde ich etwas mitleidig belächelt („ noch so eine, die flüstert… na klar!“) – aber ich frage sie wirklich.

A very content Czar: right ear scans the surroundings, but left ear is pleased to hear my praise! VERY happy crinkle nose! Ein sehr zufriedener Czar: das rechte Ohr paßt im Feld auf, aber das linke ist sehr erfreut mein Lob zu vernehmen! SEHR glückliche Kräuselnase!

A very content Czar: right ear scans the surroundings, but left ear is pleased to hear my praise! VERY happy crinkle nose!
Ein sehr zufriedener Czar: das rechte Ohr paßt im Feld auf, aber das linke ist sehr erfreut mein Lob zu vernehmen! SEHR glückliche Kräuselnase!

Here is such a conversation:

  • Last Friday, after grazing with Beau and King for an hour in the pouring rain, we arrived back at the shelter. Fridays I usually ride King and Beau gets the day off. I held the bridle in front of King’s nose and asked “riding?” and he said(..…) “You must be kidding, we just got here and I want to dry off and visit with my buddy”. Since I ride without a saddle and he was very wet, I agreed and was ready to retreat – but at this moment Beau (who is often jealous of King – he is MY horse and King is not, King just visits) tried to stick his nose into the bridle and said (..…) “But I am ready and willing to do interesting things with you!” Obviously I praised him for this demonstration of motivation, which triggered King to  say (..…) “If HE goes, I want to come too! I just didn’t want to leave my buddy!” (whom he doesn’t get to see often enough, true)  and Beau responded: (…..) ” Gosh, does he always have to push along?? Oh well, so be it”. (…..) So we went and had a very happy riding and play session with both of them – with lots more conversation between them too!
  • So – how do I know they actually said these things to me? They showed it clearly with body language – and now we will learn to fill in the (..…) blanks!
Hier ist so eine Unterhaltung:

  • Letzten Freitag kamen wir, nachdem ich mit Beau und King im strömenden Regen eine Stunde lang grasen war, in der Hütte an. Freitags reite ich normalerweise King und Beau hat den Tag frei. Ich hielt also die Trense vor Kings Nase und fragte „reiten?“ und er sagte: (…..) „mach keine Witze, wir sind grad erst angekommen und ich will abtrockenen und mit meinem Freund hier plaudern“. Da ich ohne Sattel reite und er wirklich klatschnaß war, stimmte ich zu und wollte mich zurückziehen, als Beau (der eifersüchtig auf King ist – denn Beau ist mein Pferd, und King kommt bloß zu Besuch) eifrig die Nase in Richtung Trense steckte und sagte (…..) „Aber ICH bin bereit ganz tolle Sachen mit dir zu machen!“ Natürlich wurde er für diese Motivation gelobt, worauf King sagte (…..): „wenn ER geht, dann will ich aber auch mit! Ich wollte ja bloß bei meinem Freund bleiben!“ (den er nicht oft genug zu sehen kriegt, das ist wahr) und Beau antwortete (…..) „Mann, muß der immer dabei sein? Na gut, wenns sein muß…“ (…..). Dann hatten wir alle zusammen eine sehr nette Reit- und Spielstunde – mit jeder Menge weiterer Diskussion zwischen den Beiden!
  • Woher weiß ich, daß wirklich diese Dinge gesagt wurden? Sie zeigten es ganz klar mit Körpersprache – und jetzt wollen wir lernen, die (…..) Lücken auszufüllen.
The "basic bubble": you can clearly perceive the circle around the leader, into which nobody enters without invitation  - even the llamas respect it !! Die "Blase" (oder Aura) des Anführers: man erkennt klar den Kreis, in den keiner ohne Einladung hinein darf - sogar die Llamas respektieren ihn !!

The “basic bubble”: you can clearly perceive the circle around the leader, into which nobody enters without invitation – even the llamas respect it !!
Die “Blase” (oder Aura) des Anführers: man erkennt klar den Kreis, in den keiner ohne Einladung hinein darf – sogar die Llamas respektieren ihn !!

A)      Horses speak with their whole bodies well as with parts thereof :

  • with the head (including ears, eyes, nostrils, mouth tongue and teeth), with their neck, legs and feet (hooves!) and their tail. (Even a dropped versus retracted penis purveys a message.)
  • We all recognize the most threatening signs – pinned ears and a tensely cocked hoof bide no good! – but we mostly miss that ►

B)      ALL conversations happen in phases of increasing intensity:

  • and what we usually see (especially people who expect to be threatened, because they are afraid of horses) is already the escalation, the very END of a conversation, which has been going on for quite a while.
A)      Pferde sprechen mit ihrem ganzen Körper oder auch mit Teilen davon:

  • mit dem Kopf (inklusive Ohren, Augen, Nüstern, Maul, Zunge und Zähnen) mit ihrem Hals, Beinen und Füßen (Hufen!) und dem Schweif. (Sogar ein Ausschachten trägt ja Bedeutung).
  • Wir erkennen alle die bedrohlichsten Zeichen – angelegte Ohren und ein angewinkelter Huf künden nichts Gutes! – aber wir verpassen meistens, daß ►

B)      ALLE Unterhaltungen immer in Phasen von ansteigender Intensität ablaufen:

  • und daß, was wir normalerweise sehen (vor allem Leute, die aus Angst vor Pferden schon etwas Bedrohliches erwarten), schon die Eskalation, das ENDE der Unterhaltung ist, die aber schon eine ganze Weile zugange war.

The brown mare dared come too close! Flattened ears of the leader send her promptly back out of the "bubble"! Die braune Stute traute sich zu nah in die Mitte! Ganz flach angelegte Ohren des "Boß" schicken sie prompt wieder aus der "Blase".

The brown mare dared come too close! Flattened ears of the leader send her promptly back out of the “bubble”!
Die braune Stute traute sich zu nah in die Mitte! Ganz flach angelegte Ohren des “Boß” schicken sie prompt wieder aus der “Blase”.

  • 1)      Horses are masters in diffusing potentially harmful altercations – and only if one (or both) of the partners completely refuses to give in, will the dialogue escalate into a threat.
  • 2)      OR: as is so often the case, when a horse attempts to communicate with his human – and the man-partner misses or ignores it all completely!
  • The really sad thing is that so many “horse lovers” do not even recognize the situation the horse is in: stress, mainly, and what causes it! Constant stress in high ranking horses elevates their readiness for aggression, while in low ranking horses it triggers defensive threatening behaviour.
  • Stress is caused by the lack of being able to do what the horse would do in nature according to the urges implanted in his genes. He would, for example, move a minimum of 6 to 20 kilometres per day – and if he dislikes another horse (or is lower ranking than him) he would always be able to move out of his way to have peace of mind. If he is parked in his small paddock 6 days a week and lacks movement – stress! (Neurotic behaviour such as sucking air, biting fences, weaving are the consequence). If he is exposed to constant threatening gestures across the fence from a horse “bullying” him – stress!
  • Although we “horse lovers” have deprived our horses of natural lives, we can, if we have the knowledge, avoid most of the stress factors, which make our horses unhappy – and sick!
  • Your horse (if you have any relationship at all!) will always TELL you about stress situations – all you have to do is listen and understand! If you constantly ignore (or miss by ignorance) what he says,

THEN the horse has two options:

  • a)      to defend his interests with more drastic measures (here you might get nipped or kicked). Some horses will just skip the phases of polite “warnings”, the softer signals, which he would always show in nature, when he has made the discovery that you never listen anyway.
  • b)      or to withdraw into disinterested frustration or depression, giving up all attempts to tell you about his emotions, since you insist on remaining a “predator” with a different language altogether, and thus can’t become a true friend. This is the sad fate of too many horses!!
  • 1)        Pferde sind Meister im Entschärfen von möglicherweise schädlichen Auseinandersetzungen – und nur wenn einer (oder beide) der Partner wirklich nicht nachgibt, kommt es im Dialog zu einer Drohung.
  • 2)      ODER: wie es so oft geschieht, daß, wenn ein Pferd versucht sich mit seinem Menschen zu verständigen, der es total verpaßt oder ignoriert!
  • Das wirklich Traurige ist, daß so viele „Pferdeliebhaber“ die Situation, in der das Pferd sich befindet, nicht einmal erkennen: meistens Streß – und was ihn verursacht! Dauerstreß löst in hochrangigen Pferden eine höhere Bereitschaft zur Aggression aus, und in niederrangigen ein defensives Drohverhalten.
  • Streß entsteht dadurch, daß das Pferd daran gehindert wird auszuleben, was es in der Natur (und nach den Bedürfnissen, die in seinen Genen verankert sind) machen würde. Es würde z.B. ein Minimum von 6 bis 20 km pro Tag wandern – und wenn es ein anderes Pferd nicht mag (oder niedriger im Rang ist) könnte es dem immer ausweichen, um seine Ruhe zu haben. Wenn es sechs Tage prto Woche in seinem kleinen Paddock geparkt steht, hat es ein Bewegungsdefizit – Streß! (Neurotisches Verhalten wie Koppen, Weben und Zaunbeißen sind die Folge). Wenn es dauernd bedrohlichen Gesten von einem anderen Pferd, auch über den Zaun weg, ausgesetzt ist – Streß!
  • Obwohl wir „Pferdefreunde“ unseren Pferden ein natürliches Dasein unmöglich gemacht haben, so können wir doch mit ein bißchen Wissen die meisten Streßfaktoren, die unsere Pferde unglücklich und krank machen, vermeiden! Ihr Pferd wird Ihnen (wenn sie überhaupt eine Beziehung zueinander haben) immer MITTEILEN, was es streßt – Sie müssen nur hinhören und es verstehen! Wenn Sie andauernd ignorieren (oder durch Unwissenheit verpassen), was es zu Ihnen sagt,

DANN hat das Pferd zwei Möglichkeiten:

  • a)      Es verteidigt seine Interessen mit drastischeren Methoden (hier schnappt es vielleicht oder keilt aus). Manches Pferd läßt, wenn es gelernt hat, daß Sie eh nie zuhören und  seine sanfteren Signale immer ignoriert werden, die „höflichen“ Vorwarnungen, die es in der Natur immer geben würde,  dann aus.
  • b)      Oder es zieht sich zurück in eine unmotivierte Frusthaltung oder sogar Depression, und gibt alle Versuche, Ihnen seine Gefühle mitzuteilen, einfach auf, da Sie ja offensichtlich ein „Raubtier“ mit einer ganz anderen Sprache sind und bleiben, und daher eh kein rechter Freund sein können. Das ist das traurige Schicksal zu vieler Pferde!!

Totally flattened ears and a readily cocked hoof show that it is high time to clear out: the brown mare`s tail can just be seen vanishing on the right! Ganz flach angelegte Ohren und ein angewinkelter Huf zeigen deutlich, daß es Zeit ist, sich aus dem Staub zu machen: die Braune rechts verschwindet schleunigst!

Totally flattened ears and a readily cocked hoof show that it is high time to clear out: the brown mare`s tail can just be seen vanishing on the right!
Ganz flach angelegte Ohren und ein angewinkelter Huf zeigen deutlich, daß es Zeit ist, sich aus dem Staub zu machen: die Braune rechts verschwindet schleunigst!

We get into more details next timeRead on! Nächstes Mal gehen wir tiefer ins Detail.Lesen Sie weiter!

Long-Reining – Blog 12 – Piaffe, Canter

Posted on by Jutta Wiemers

Long-reining – Part 12 

Arbeit am langen Zügel – Teil 12

  • In the last part we cheered up our horses by teaching them to feel grand doing the Spanish Step on the long-reins, because the half-pass (which we will continuously be practising, of course) was such a hard morsel to chew. The Spanish Step proved to be a very useful exercise, because it is highly motivating to the horses, since for them it is a playful gesture and therefore FUN! Apart from cheering them up, it also teaches the horses to make themselves light on the forehand – and therefore to take on more weight with the hind.

The piaffe:

  • This, of course, is the epitome of collection! This exercise is a move, where the horse “trots” with expression and suspension, but without forward movement.
  • Im letzten Blog hatten wir unsere Pferde mit dem spanischen Schritt am langen Zügel ermuntert, da die Traversale (die wir natürlich weiterüben!) so ein harter Brocken war. Dazu war der spanische Schritt eine gute Übung, da er auf Pferde so motivierend wirkt, da er für sie eine Spielgeste und daher amüsant ist! Abgesehen von der Aufheiterung hat es die Pferde auch gelehrt sich auf der Vorhand leicht zu machen – und damit auf der Hinterhand mehr Gewicht aufzunehmen.

Die Piaffe:

  • Die ist natürlich der Inbegriff der Versammlung! In dieser Aufgabe „trabt“ das Pferd mit Ausdruck und Energie, aber ohne Vorwärtsbewegung.
Demonstrated by the masters! Von den Meistern vorgeführt!

Demonstrated by the masters!
Von den Meistern vorgeführt!

Very useful prep-Games:

  • In Blog 06 of this series we learned how to slow our horse down, while in trot, and how to explain to him the concept of collection. You have hopefully tried out the “Step-Let Game” in my book “From Leading to Liberty” on page 244 (and demonstrated in the film “Playing with Horses”). Also the game „Backwards with lowered croup“ (game 62, p. 242), where the horse learned to tilt his pelvis and lower his croup for collection.
  • You begin teaching your horse the piaffe on the long reins with the afore mentioned games of “Steplets”, “Bw…” and frequent transitions from backing up to trot. In Blog 06 I introduced you to the game of “Cradle in the long-reins”, where we achieve piaffe-like steps by gradually shortening his steps through frequent changes in direction. The horse learned to understand the touching aid on the dock of his tail as a request to pinch his tail and tilt his pelvis under – thus collecting and slowing down at the same time.
  • Here you have established the cooperation between trainer and pupil with voice commands, whip signs and your body language in general. While training for the Spanish Step you have also taught your horse nice shoulder freedom – and with all this preparation and the absence of the added weight of a rider, it will now be easier for your horse to learn the balance, which is needed for the execution of an expressive piaffe.
Sehr nützliche Vorbereitung:

  • Im Blog 06 dieser Serie haben wir gelernt, wie man sein Pferd im Trab langsamer macht und ihm das Konzept der Versammlung nahe bringt. Ich hoffe, Sie haben das „Schrittchen Spiel“ (in meinem Buch “From Leading to Liberty” auf Seite 244 und im Film “Playing with Horses”- auch deutsch! – demonstriert) und „Rückwärts mit gesenkter Kruppe“ (Spiel 62 auf Seite 242) ausprobiert, wo das Pferd lernt sein Becken zu kippen und seine Kruppe zur Versammlung abzusenken.
  • Man beginnt beim Lehren der Piaffe am langen Zügel damit, daß man die schon erwähnten Spiele „Schrittchen“ „Rückwärts..“ und häufige Übergänge zwischen Rückwärtsrichten und Antraben abfragt. Im Blog 06 hatte ich Sie in das Spiel „Wiege“ eingeführt, wo wir schon piaffe-ähnliche Tritte durch graduelles Kürzen der Schritte und dauernde Richtungsänderungen erreicht hatten. Das Pferd hat gelernt die Touchierhilfe auf der Schweifrübe als Aufforderung seinen Schweif einzuklemmen und das Becken abzukippen zu erkennen und gleichzeitig mit dem Versammeln auch langsamer zu werden.
  • Hier hat man schon die Kooperation zwischen Trainer und Schüler mit Stimme, Gertenzeichen und genereller Körpersprache hergestellt. Beim Üben des spanischen Schritts haben Sie dem Pferd auch die Schulterfreiheit beigebracht – und mit all dieser Vorbereitung und dem Fehlen des Reitergewichtes wird es dem Pferd nun leichter fallen, die Balance zu erlernen, die es für eine ausdrucksvolle Piaffe braucht.

Frequent transitions from backing up to trot will help the horse to slow down and collect. Viele Übergänge zwischen Rückwärtsrichten und Antraben machen das Pferd langsamer und versammelter.

Frequent transitions from backing up to trot will help the horse to slow down and collect.
Viele Übergänge zwischen Rückwärtsrichten und Antraben machen das Pferd langsamer und versammelter.

Back-up and trot transitions:

  • While the horse reins back, he transfers his weight onto his hind legs, but already “bunches up” his body in anticipation of the take-off in trot. His start into trot will also be controlled, as soon as he has understood that another back-up will follow – so he never gets into a “running mode”. All this he has learned in the previous games! In both the rein-back as well as the trot, his legs move diagonally.  The horse advances less and less in both directions, but with an increased amount of energy. Less movement forward and back – more “bounce” upward! This automatically leads to piaffe-like steps!
Übergänge Rückwärtsrichten und Antraben:

  • Wenn das Pferd rückwärts geht, schiebt es sein Gewicht auf die Hinterhand, aber gleichzeitig wird es hier schon seinen Körper in Erwartung des Antrabens „zusammen schieben“. Sein Antraben wird ebenfalls kontrolliert ablaufen, da es ja schon gleich ein weiteres Rückwärtsrichten erwartet – so kommt das Pferd nie in „Renn-Laune“. All dies hat es ja in den vorherigen Spielen schon verstanden! In beidem, dem Rückwärtsrichten sowie im Trab, bewegen sich seine Beine diagonal. Das Pferd kommt in beiden Richtungen immer weniger vom Fleck, aber mit erhöhter Energie. Weniger vor und rück – mehr Schwung nach oben! Das führt ganz automatisch zu Piaffe-ähnlichen Tritten!
All our horses learned the concept of tilting the pelvis and collecting on the long reins. Alle unsere Pferde haben das Konzept des Kruppe Absenkens und der Versammlung am langen Zügel gelernt.

All our horses learned the concept of tilting the pelvis and collecting on the long reins.
Alle unsere Pferde haben das Konzept des Kruppe Absenkens und der Versammlung am langen Zügel gelernt.

  • Work along the wall or fence at the start, which makes it easier for your horse to retain straightness. At the start, stand on the inside and within his field of vision to give him more security when applying your aids, especially with the whip. Later you can take up the position behind your horse again.
  • Fangen Sie entlang der Wand oder dem Zaun an, damit das Pferd leichter gerade bleibt. Gehen Sie anfangs an seiner Innenseite und in seinem Blickfeld, um ihm mehr Vertrauen in Ihre Hilfen, vor allem die Touchierhilfen, zu geben. Später fällt man dann wieder in die Position hinter dem Pferd zurück.

Although Beau`s mouth is never totally relaxed, his bearing is proud and he piaffes light in my hands. Obwohl Beau`s Maul nie ganz entspannt sein wird, piaffiert er stolz und leicht in meiner Hand.

Although Beau`s mouth is never totally relaxed, his bearing is proud and he piaffes light in my hands.
Obwohl Beau`s Maul nie ganz entspannt sein wird, piaffiert er stolz und leicht in meiner Hand.

Canter on the long-reins:

  • If you want your horse to canter on the long reins without pulling you into a water-skiing position or making you run like an Olympian sprinter, then you better practice collection first!
  • When we first started to work the horse on the long reins in trot (Blog 05 of this series), we mentioned that a horse cannot think, when he is in the „running mode”. When a horse is presented with a new request, he often becomes nervous – and in a flight animal obviously this triggers “running”! So, if your training is to be efficient, you must first establish calm and trust. Each time, after you demand something from your partner, you must check whether he is still relaxed – do NOT pressure him! Each time, he cramps up and runs, you must take one or several steps back on the scale of learning and re-establish the motivation! I do this by interspersing the beloved games of Spanish Step and piaffe.

Synchronize well!

  • While practising exercises in trot you learned to adapt your strides to the required tempo of the gait without having to run – and to do this smoothly during transitions without surprising your horse by sudden hectic starts and stops. All this, including keeping the soft contact on the reins at all times will now become even more challenging in transitions to canter!
Galopp am langen Zügel:

  • Wenn Sie Ihr Pferd am langen Zügel galoppieren lassen wollen, ohne wie ein Wasserskiläufer hinterhergezogen zu werden oder wie ein olympischer Sprinter zu rennen, dann machen Sie lieber erst solche Versammlungsaufgaben!
  • Als wir die erste Trabarbeit am langen Zügel versuchten (Blog 05 dieser Serie), haben wir erwähnt, daß ein Pferd nicht denken kann, wenn es im „Renn-Modus“ ist. Wenn man ein Pferd mit einer neuen Aufgabe konfrontiert, wird es oft nervös – was in einem Fluchttier sofort „Gerenne“ auslöst! Wenn Ihr Training also effizient sein soll, müssen Sie zuerst Ruhe und Vertrauen herstellen. Jedes Mal, wenn Sie von Ihrem Partner etwas verlangen, müssen Sie  einen oder mehrere Schritte auf der Lernskala zurück nehmen und die Motivation wieder herstellen! Ich mache das, indem ich die geliebten Spiele des spanischen Schrittes und der Piaffe einfüge.

Sychronisieren Sie sich!

  • Schon beim Üben des ersten Trabs haben Sie gelernt, Ihre Schritte dem Tempo des Pferdes anzupassen ohne rennen zu müssen – und dies während der Übergänge flüssig und ohne hektische Spurts und Abbremsungen zu tun. All das, inklusive der Beibehaltung von weichem Zügelkontakt, wird nun mit Übergängen in den Gallop noch ein bißchen schwieriger.

Beau canters slow enough so I can walk along - though with big strides. Do NOT pull ! Beau galoppiert langsam genug, so daß ich - zwar mit langen Schritten - nebenher gehen kann. NICHT ziehen !

Beau canters slow enough so I can walk along – though with big strides. Do NOT pull !
Beau galoppiert langsam genug, so daß ich – zwar mit langen Schritten – nebenher gehen kann. NICHT ziehen !

  • Here again, Beau was a very difficult case. I told you in the very beginning how traumatised he was – and we know that a horse will never forget those bad experiences. As soon as he feels the slightest pressure on the bit, his mouth is wide open in protest, so I had to be particularly careful with a soft hand. Also it is difficult for Beau, with his long and ruined back, to collect properly: He has a sunken back and fused bones in the lumbar vertebrae and sacrum, which aggravate the matter. And of course his age and arthritis do not help…  I even suspect that sometimes he quite enjoys, when I really have to RUN to keep up with him (he LOVES playing tag!) – so let me tell you: slowing him down to a canter on the long reins was quite a task!
  • Ask for only a few canter strides at the beginning. Work on the circle and walk on his inside – start with the side which is easier for your horse. I park my outside hand on the croup at first, as this helps me to keep a steady contact. Give your voice command for canter and a slight half halt – and start marching energetically right away!! Do NOT yank your horse in the mouth, because you are not synchronized or can’t walk along fast enough! Remember not to run – that just makes everyone hectic and defeats the purpose of the exercise. When things speed up – stop! Insert a pause, a piaffe, or Spanish Step. Re-establish calm. Catch your breath… Praise every effort of your horse to remain slow – even if he has “understood”, this is difficult for him!!
  • This is as far as Beau and I have advanced on the long reins to this point, so I will stop the series of this Blog here. As soon as we can perform canter pirouettes on the long reins, I will inform you of it with glorious pictures… we hope! And we continue to train – some long rein stuff each week, but not often enough to take the fun out of it.
  • When does your horse stop to have fun?? Can you recognize the first signs? To understand what your horse says to you about this, read on in the series about knowledgeable playing, where we are dealing with this topic right now.

 

Read on! 

  • Hier war Beau wieder ein besonders schwieriger Fall. Ich hatte anfangs erwähnt wie traumatisiert er ist – und wir wissen ja, daß ein Pferd schlechte Erfahrungen niemals vergißt. Sobald er den leichtesten Druck auf die Laden fühlt, reißt er sein Maul in Protest weit auf, und ich muß immer mit einer weichen Hand besonders vorsichtig sein. Auch ist es für Beau mit einem so langen und beschädigten Rücken schwer sich zu versammeln: er hat einen deutlichen Senkrücken mit Verknöcherungen in der Wirbelsäule, die die Sache noch erschweren. Und sein Alter und die Arthritis machen auch nichts leichter… Ich denke sogar, daß er es ganz knorke findet, wenn ich richtig wetzen muß, um nicht hintan zu bleiben (er liebt es ja „Fangis“ zu spielen!!) – also kann ich wahrheitsgemäß sagen, daß es nicht leicht war, das Tempo im Galopp am langen Zügel zu drosseln!
  • Verlangen Sie anfangs immer nur ein paar Galoppsprünge. Arbeiten Sie auf dem Zirkel und gehen an seiner Innenseite – beginnen Sie auf der Hand, auf der es dem Pferd leichter fällt. Ich parke meine äußere Hand zuerst auf der Kruppe, was mir hilft einen gleichmäßigen Zügelkontakt zu halten. Geben Sie Ihre Stimmhilfe für Galopp und eine halbe Parade – und marschieren Sie sofort energisch los!! Reißen Sie nicht Ihr Pferd im Maul, weil Sie nicht sychronisiert sind oder nicht schnell genug mitlaufen können! Aber rennen Sie nicht – das macht bloß alle hektisch und dann verfehlt man den ganzen Zweck der Sache.
  • Wenn es zu schnell wird – anhalten! Machen Sie eine Pause, oder fügen Sie den spanischen Schritt oder die Piaffe ein. Stellen Sie die Ruhe wieder her. Verschnaufen Sie… Loben Sie jedes Anzeichen, daß Ihr Pferd sich bemüht langsam zu bleiben – selbst wenn es schon verstanden hat, was Sie wollen, so ist dies schwierig für es!!
  • So weit sind Beau und ich bisher am langen Zügel gekommen, so daß ich die Serie hier beenden werde. Sobald wir Galopp-Pirouetten am langen Zügel vorführen können, werde ich Ihnen das sicher mit gloriosen Fotos mitteilen… so hoffen wir! Und wir üben weiter – ein bißchen langer Zügel jede Woche, aber nie so viel, daß der Spaß dabei verloren geht.
  • Und wann verliert das Pferd den Spaß daran?? Können sie die frühen Anzeichen erkennen? Zum Verständnis dessen, was Ihr Pferd Ihnen darüber mitteilen will, lesen Sie die Blogs über fachmännisches Spielen weiter, wo wir gerade bei diesem Thema sind.

Lesen Sie weiter!

Playing with Knowledge – Blog 14 – What the Horse says

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 14 

Fachmännisch spielen – Teil 14 

What the horse says!

 

  • In the past 13 Blogs we have discovered that in order to become knowledgeable play mates we need to learn quite a bit about our horses, even if we just intend to have fun with them – and above all, if we plan to make them HAPPY with our playful activities!
  1. We discussed that we must learn to understand how horses think and feel; which decisions they can actually make themselves versus what they are pre-programmed to do by their genes.
  2. We have discovered that natural horsemanship is not moving a whip or a rope in a certain way, but rather means to understand how to become the human lead-mare of our horses – and this lead us directly to the list of leadership qualities, which we must learn to develop.
  3. We also mentioned that we must learn to communicate with our horses in their language, as they cannot learn ours – we are verbal creatures and they express everything in their body language.  So we practised to move our own bodies and our equipment in a meaningful way.
  • Our communication should be a dialogue! It is not a one-way road, where the human gives commands and the horse follows obediently! Playing is particularly interesting because it relies entirely on the voluntary cooperation of our playmates – you can’t force someone to happily play with you!
  • In my book “From Leading to Liberty” I have touched upon the topic of how horses play with each other. You know by now (if you read the earlier Blogs of this series) that horses have their own etiquette, their own set of rules, which are strictly followed in a herd. Those rules serve to keep life in the group harmonious and without conflict as much as possible to preserve energy for more important things (survival, flight). Couldn’t we learn a lot from horses!
  • So for successful playing – and we mentioned that achieving success in a game is a vital part of having fun!! – we have to look at two more ingredients:
  • a)      How to explain what we want according to the Ten Laws of Shaping – which is the only way a horse can learn, whether we like it or not.
  • b)      How to understand what our horse says to US.
  • Point a) has been discussed at some length in the H.E.M. Blog series, so we will not repeat it here. H.E.M. stands for my method of training: Help, Explain and Motivate – which complements the laws of shaping by learning to observe better and apply WHAT exactly the horse needs most at any particular moment, when he is experiencing difficulties – whether he needs a better explanation, or more help, – or motivation, because his enthusiasm dwindled. (Go to the H.E.M. Blogs part 02 to part 07 and re-read the information offered there. Just click onto Category in the right hand column and choose the Blog you wish to study).

So let’s get to point b).

  • Through natural horsemanship we appreciated that our body language is vital to express to the horse what WE want – but this is not enough! We must then also be able to understand what the HORSE replies – if indeed we are talking about achieving a true dialogue!

Was das Pferd dazu sagt!

 

  • In den letzten 13 Blogs haben wir entdeckt, daß man ganz schön viel über sein Pferd wissen muß, wenn man ein fachmännischer Spielkamerad werden will, auch wenn man sich nur amüsieren will – vor allem aber, wenn man seinen Partner mit diesen Spielen auch glücklich machen will!
  1.  Wir haben besprochen, daß wir lernen müssen wie Pferde denken und fühlen; welche Entscheidungen sie wirklich treffen können versus was in ihren Genen vorprogrammiert ist.
  2.  Wir haben entdeckt, daß „natural Horsemanship“ nicht bedeutet, daß man seine Peitsche oder Gerte so oder so einsetzt, sondern daß man vestehen soll, wie man die menschliche Leitstute für sein Pferd wird – und das hat uns direkt zu unserer Liste der Führungsqualitäten geführt, die wir entwickeln müssen.
  3.  Wir haben auch erwähnt, daß wir lernen müssen mit unseren Pferden in ihrer Sprache zu kommunizieren, da sie unsere nicht lernen können – wir sind verbale Kreaturen, während sie alles mit Körpersprache ausdrücken. Daher haben wir geübt unseren eignen Körper und unsere Ausrüstungsgegenstände in einer bedeutungsvollen Art zu bewegen.
  • Unsere Unterhaltung sollte ein Dialog sein! Es ist nicht eine Einbahnstraße, in der der Mensch die Kommandos gibt und das Pferd lieb folgen soll! Spielen ist besonders interessant, da es total auf freiwilliger Mitarbeit von unseren Partner beruht – wir können niemanden zwingen, fröhlich mit uns zu spielen!
  • In meinem Buch “From Leading to Liberty” habe ich das Thema berührt, wie Pferde miteinander spielen. Sie wissen ja schon (wenn Sie die früheren Blogs dieser Serie gelesen haben), daß Pferde ihre eigne Etiquette, ihre eigenen Regeln haben, die in der Herde streng befolgt werden. Diese Regeln sorgen dafür, daß das Gruppenleben soweit wie möglich konfliktlos ablaufen kann, damit man seine Energie für die wichtigeren Dinge (Überlebensfragen, Flucht) bewahren kann. Könnten wir nicht viel von Pferden lernen!
  • Für erfolgreiches Spielen also – und wir wissen ja nun, daß der Erfolg ein wichtiger Teil des glücklichen Spielens ist! – müssen wir zwei weitere Zutaten betrachten:
  • a)      Wie erklären wir nach den zehn Geboten des Formens – die die einzige Weise sind, in der ein Pferd lernen kann, ob uns das paßt oder nicht – was wir wollen?
  • b)      Wie verstehen wir, was unser Pferd zu UNS sagt?
  • Punkt a) war in der H.E.M. Blog Serie schon ausführlich besprochen, so daß ich es hier nicht wiederhole. H.E.M. steht für meine Trainingsmethode: Helfen, Erklären und Motivieren – welche die 10 Gebote des Formens dadurch ergänzt, daß man besser beobachtet und anwendet, was ein Pferd in einer ganz bestimmten Situation braucht, wenn es in Schwierigkeiten gerät – ob es eine bessere Erklärung benötigt oder mehr Hilfe – oder neue Motivation, weil die Begeisterung nachgelassen hat. (klicken Sie in der H.E.M. Blog Serie Teil 02 bis 07 an und lesen Sie die Information noch einmal durch. Sie finden sie in der Category Liste in der Reihe rechts).
  • Nun also zu Punkt b).
  • Durch Natural Horsemanship haben wir schätzen gelernt, wie wesentlich unsere Körpersprache ist, um unseren Pferden zu sagen, was wir wollen – aber das ist nicht genug! Wir müssen auch fähig sein zu verstehen, was das Pferd antwortet – wenn wir wirklich einen Dialog anstreben!

 

 

EvBuch3

  • Since the book only appeared in German, I will try to excerpt some of it in words, as far as that is possible.
  • You will all experience that your horse will speak to you more and more, as soon as he discovers that you are actually trying to listen to and understand him.

 

The horse’s body language:

a)      The meaning of distances:

  • In Blog 01 of this series we mentioned the rule of “private space” and how horses indicate – simply by respecting or ignoring distances – whether they intend to be higher in rank than another horse (page 17 in “From Leading to Liberty” gives you all the details). In Blog 05 we copied this behaviour with our own body language to pass the message to our horse (while grazing together like friends) that we intend to be the leader, although we are not hanging on to the rope – did you observe how  your horse responded to that? Did he willingly accept your intended leadership? Did he protest? Did he show annoyance?
  • And did you recognize any of it???

This will be the topic of the next series, called: “Understanding your horse”!

Read on!

  • Da die englischen Leser nicht in diesen Genuß kommen werden, versuche ich in Worten, soweit das möglich ist, ein bißchen von diesem Wissensreichtum zu vermitteln.
  • Sie werden alle entdecken, daß Ihre Pferde mehr und mehr zu Ihnen sprechen werden, sobald sie merken, daß ihnen wirklich einer zuhört, der versucht sie zu verstehen.

Die Körpersprache des Pferdes:

a) Die Bedeutung von Distanzen:

  • In Blog 01 dieser Serie haben wir die Regeln der „Privatsphäre“ erklärt und wie ein Pferd – allein durch Respektieren oder Ignorieren dieser Abstände – anzeigt, ob es vorhat im Rang höher als ein anderes Pferd zu stehen (alle Details auf Seite 17 in “From Leading to Liberty”). Im Blog 05 haben wir dieses Verhalten mit unserer eignen Körpersprache kopiert, um unserem Pferd (während wir freundschaftlich miteinander grasen) mitzuteilen, daß wir der Anführer sind, obwohl wir an keinem Seil ziehen – haben Sie damals bemerkt, was Ihr Pferd dazu gesagt hat? Hat es protestiert? Hat es sich geärgert? Und haben Sie seine Reaktion überhaupt erkannt??

Darum also wird es sich in den nächsten Blogs handeln, die ich “Verstehen Sie Ihr Pferd_” nennen werde.

Lesen Sie weiter!

 

Long-reining – Blog 11 – the Spanish Step

Posted on by Jutta Wiemers

Long-reining –  Part 11

Arbeit am langen Zügel – Teil 11

  • In the last part we worked on the Pirouette and the half-pass. Practising this takes a long time and was (at least in my case) at times quite frustrating. Even after Beau had understood the Travers quite well when performed along the wall, we still had problems with the half-pass. Either he lost the bend and walked on a straight diagonal across the arena, or he stepped sideways and lost the forward movement. As always one side was harder than the other (his right) – and in trot the whole thing fell part…

We needed cheering up!

  • So, if you are encountering similar problems, recall that we are long-reining for FUN! And the rule for good training along the lines of H.E.M. (Help, Explain and Motivate) is that when something ceases to be fun, you must change the program to re-establish motivation!

The Spanish Step: a great motivator!

  • If you are giving the training games of my book “From Leading to Liberty” a try, then you will find out that the Spanish Step (Game 71 on page 270) is a great motivator! Since in nature it is a playful gesture, it makes horses happy. Look at the scenes shown in my film “Playing with Horses” and you will see that horses can play this game of teasing each other with a lot of enthusiasm and for quite a length of time.
  • Im letzten Teil haben wir an der Pirouette und der Traversale gearbeitet. Das zu üben benötigt Zeit und kann (zumindest in meinem Fall) manchmal ganz schön frustrierend sein. Sogar nachdem Beau das Travers entlang der Wand schon gut zeigen konnte, hatte er mit der Traversale immer noch große Probleme. Entweder er gab die Biegung auf und ging auf einer Geraden diagonal durch die Halle, oder er verlor die Vorwärtsbewegung und driftete seitlich davon. Wie immer war auch eine Seite viel schwieriger als die andere (bei ihm rechts) – und im Trab fiel dann alles endgültig auseinander…

Wir brauchten Aufheiterung!

  • Sollten Sie ähnliche Probleme haben, dann vergessen Sie nicht, daß wir zum SPASS am langen Zügel spielen! Und die Regel für jedes gute Training nach meiner H.E.M. Methode (Helfen, Erklären und Motivieren) ist ja, daß man, wenn der Spaß verloren geht, das Programm ändern und die Motivation wiederbeleben muß!

Er spanische Schritt ist eine tolle Motivation!

  • Wenn Sie die Spiele in meinem Buch “From Leading to Liberty“ ausprobieren, dann finden Sie schnell heraus, daß der spanische Schritt (Spiel 71 auf Seite 270) sehr motivierend ist! Da er in der Natur eine spielerische Geste ist, macht er Pferde glücklich. Schauen Sie im meinem Film “Playing with Horses” (auch deutsch!) die Szene an, wie die Pferde sich gegenseitig begeistert und lange damit necken.

Left: help with body language - synchronize !  Mid: train for nice elevation - determined touching aid!  Right: train for extension - keep moving!

Left: help with body language – synchronize !
Mid: train for nice elevation – determined touching aid!
Right: train for extension – keep moving!

The Spanish Walk on the long-reins:

  • On the long reins this can be quite a showy performance – BUT the horse must have understood your commands “in hand”, from the position in front of him, then by his side, BEFORE you can call it off on the long reins in the position behind the horse.

Teach it in small increments:

  • So here I must refer you to my book and film to get the step by step instruction. There you will learn how to progress from touching aids with the whip (reinforced by your body language) to rein aids, accompanied by leg aids when you ride, which are of course all reinforced by voice command and praise.
Der spanische Schritt am langen Zügel:

  • Am langen Zügel kann das toll aussehen – ABER das Pferd muß die Kommandos zuerst an der Hand gelernt haben, BEVOR Sie es am langen Zügel von hinter dem Pferd verlangen können.

In kleine Lernschritte zerlegen:

  • Hier muß ich Sie für die schrittweisen Anleitungen an mein Buch und meine Filme verweisen. Da lernt man, wie man von den Touchierhilfen mit der Gerte (durch Körpersprache unterstützt), auf Zügelhilfen umleitet, begleitet von Hilfen mit dem Bein, wenn man reitet – und alles natürlich bestärkt mit Stimmhilfen und Lob.

Left: first standing still - the horse learns to react to the alternating touching aid on his shoulders. Touching on both sides simultaneously is wrong! Right: in motion you also give a leg aid on the side, where you want the lift. Later this will be refined so it is hardly visible.

Left: first standing still – the horse learns to react to the alternating touching aid on his shoulders. Touching on both sides simultaneously is wrong!
Right: in motion you also give a leg aid on the side, where you want the lift. Later this will be refined so it is hardly visible.

  • Once you are in the position behind the horse you can only apply slight rein aids (because you cannot lift them significantly from this position) and rely largely on voice – and the previous understanding and willingness of your horse for performing the Spanish Walk.
  • Wenn man sich dann in der Position hinter dem Pferd befindet, kann man nur noch leichte Zügelhilfen anwenden (man kann sie von dort aus ja nicht sehr hoch heben) und muß sich weitgehend auf Stimme verlassen – und das schon erlernte Verständnis und die Bereitschaft des Pferdes den spansichen Schritt zeigen zu wollen.

Insist on  a fluid forward movement with good rhythm. The horse should not stomp a hole into the ground, but rather step actively with his hind legs all the time.

Insist on a fluid forward movement with good rhythm. The horse should not stomp a hole into the ground, but rather step actively with his hind legs all the time.

  • The horse must have learned from you “in hand” the various ingredients for a good Spanish Walk. Remember that you can at any one time only train for ONE aspect of an exercise (review the ten laws of shaping!!), otherwise the horse will get confused.
  • First he needs to understand the meaning of the touching aid. The intensity will vary according to the reaction you want.
  • Then he needs to get going – not stamp a hole into the ground, as he likely did very proudly in the beginning. Most of this training will happen with you walking backward in the front of your horse. But you can also help by synchronizing with your horse from the side as shown on the left of the first picture – this can help the horse greatly in his understanding of what you want!
  • Then you need to establish a good rhythm.
  • After your horse has understood the basics, you can ride the Spanish Step – see the second picture. In this case you add a leg aid to the touching aid to indicate where you request the lift.
  • Das Pferd muß von Ihnen an der Hand schon die verschiedenen Bestandteile für einen guten spanischen Schritt gelernt haben. Vergessen Sie nicht, daß Sie zu jedem Zeitpunkt nur EINEN Aspekt der Übung trainieren dürfen (lesen Sie nochmals die zehn Gebote des Formens!!), sonst verwirren Sie Ihr Pferd.
  • Zuerst muß es die Bedeutung der Touchierhilfe verstehen. Die Intensität wird sich je nach der gewünschten Reaktion ändern.
  • Dann muß es vorwärts gehen – es soll nicht, wie es vermutlich anfangs anbot, stolz Löcher in den Boden stampfen. Zuerst wird die Ausbildung hauptsächlich von vorne passieren, indem Sie rückwärts schreiten. Man kann dem besseren Verständnis aber auch nachhelfen, indem man sich daneben mit seinem Pferd synchronisiert, wie im ersten Bild links gezeigt – das kann dem Pferd für ein Verstehen von großem Nutzen sein!
  • Dann müssen Sie einen guten Rhythmus einführen. Nachdem das Pferd das Wesentliche begriffen hat, kann man den spanischen Schritt auch reiten – siehe zweites Foto. In dem Fall kommt zu der Touchierhilfe noch eine Andeutung mit dem Bein dazu, wenn man das Anheben verlangt.

 

If you want the horse to step with expression, you must move rhythmically and energetically yourself.  By making himself light on the forehand, the horse will tend to collect himself naturally.

If you want the horse to step with expression, you must move rhythmically and energetically yourself.
By making himself light on the forehand, the horse will tend to collect himself naturally.

The timing of aids is essential!

  • All aids must be perfectly timed, and this often proves to be the hardest thing for the human to learn. If you give an aid at the moment, when the horse has weight on the respective leg, then he can of course not fulfil your request!!

Pre-requisites fulfilled:

  • After the horse has learned those ingredients you can progress to the Spanish Step on the long reins.
Das Timing der Hilfen ist wesentlich!

  • Alle Hilfen müssen perfekt im Timing sein, was oft für den Menschen die größte Schwierigkeit darstellt. Wenn Sie die Hilfen in dem Moment geben, in dem das Pferd auf das betreffende Bein Gewicht legt, kann es Ihrem Wunsch nach einem Anheben natürlich nicht nachkommen!!

Alle Voraussetzungen erfüllt:

  • Nachdem das Pferd alle diese Bestandteile erlernt hat, kann man den spanischen Schritt am langen Zügel versuchen.

Top left: lift the rein clearly to indicate the request for the leg lift. Top right: synchronize and help with body language - he can see your movement! Bottom: keep a good rhythm going and use voice command "and STEP!" Praise a lot!!

Top left: lift the rein clearly to indicate the request for the leg lift.
Top right: synchronize and help with body language – he can see your movement!
Bottom: keep a good rhythm going and use voice command “and STEP!” Praise a lot!!

  • First walking next to the horse, you indicate the requested leg lift by a clear lifting of the reinStart teaching him on the inside, then you can also apply a whip aid if needed for clarification. In the picture on the top left Beau already performs on voice aid and rein lift only.
  • In the picture on the top right you see that even on the long reins I help the horse by synchronisation. As his vision is almost 360 degrees, he can see my motion back there, if I step slightly to the side!
  • On the bottom left you can again observe how the horse begins to collect naturally, because the exercise teaches him to make himself light on the forehand. So the Spanish Walk is not only a great motivator, since all horses seem to love it, but also a great training tool for all dressage training. The people who pooh-pooh it as a mere trick really do not know what they are missing!
  • On the bottom right you see Beau in all his pride: he performs a beautiful, proud Spanish Step in good rhythm, on a straight line, energetic but calm, and on voice aid and a very slight vibration of the rein only.

Give it a try! See if it doesn’t motivate your horse! Read on!!

  • Zuerst geht man wieder neben dem Pferd und verlangt ein Beinheben mit einem klaren Anheben des Zügels.
  • Tun Sie das zuerst auf der inneren Seite, damit Sie ebenfalls eine Gertenhilfe geben können, falls das zur Klarstellung nötig ist. In dem Foto oben links macht Beau den spanischen Schritt schon auf Stimm- und Zügelhilfen allein.
  • Im Bild oben rechts sehen Sie, daß ich auch am langen Zügel dem Pferd mit Synchronisieren nachhelfe. Da es ja ein Blickfeld von fast 360 Grad hat, kann es meine Bewegungen da hinten durchaus sehen, wenn ich leicht zur Seite trete!
  • Unten links sieht man, wie das Pferd anfängt sich ganz natürlich zu versammeln, da diese Übung ihm beibringt, sich auf der Vorhand leichter zu machen. Damit ist der spanische Schritt nicht nur sehr motivierend, sondern auch ein großartiges Trainingsinstrument für jegliche Dressur. Die Leute, die ihn als bloßen „Trick“ abtun, haben echt keine Ahnung, was sie verpassen!
  • Unten rechts sehen Sie Beau ganz stolz: er führt den spanischen Schritt wunderschön aus, mit stolzem Gesichtsausdruck, in gutem Rhythmus und auf einer geraden Linie, energisch aber ruhig, auf Stimmhilfe und ganz leichte Vibration eines Zügels.

Versuchen Sie es! Sie werden sehen wie sehr es Ihr Pferd motiviert! Lesen Sie weiter!!

Playing with Knowledge – Blog 13 – Be interesting!

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 13

Fachmännisch spielen – Teil 13

  • We are almost at the end of our list of leadership qualities. We recall that the reason for starting all this was that we want to become good friends and playmates for our horses – and that this requires leadership, because a flight animal who is worried about his safety, will naturally not be in a playful mood. So he needs to feel safe with us – and if we fulfil points one to ten on the list, he will.
  • But for playing there is one more important ingredient missing! And point 11 sounds easier than it is!

11.   Be interesting and fun !

  • If, as I hope you will, you engage on the path of playing the 100 Training Games I suggest in “From Leading to Liberty”, you will soon find out that, although carrots are always welcome, they are not quite enough to interest your horse deeply enough to want to actively play with you.  Remember that we are talking LIBERTY, which means, your horse has the freedom to accept your carrot and then promptly leave you again for the other end of the paddock!
  • Nun sind wir fast am Ende unserer Liste der Führerqualitäten. Wir erinnern uns, daß wir mit all dem angefangen haben, weil wir gute Freunde und Spielkameraden für unsere Pferde werden wollen – und daß dies Führungsqualitäten voraussetzt, da ein Fluchttier, welches sich um seine Sicherheit Sorgen machen muß, natürlich nicht in Spiellaune sein wird. Daher muß es sich mit uns sicher fühlen können – und wenn wir die Punkte 1 bis 10 erfüllen, kann es das.
  • Aber für echtes Spiel fehlt noch eine Zutat! Und Punkt 11 klingt einfacher als es ist!

11.   Seien Sie interessant und amüsant!

  • Wenn Sie, wie ich hoffe, den Weg der 100 Trainingsspiele, die ich in “From Leading to Liberty” beschreibe, beschreiten, werden Sie schnell herausfinden, daß Möhren, obwohl immer willkommen, nicht unbedingt genug sind, um Ihr Pferd genug zu interessieren auch wirklich aktiv mit Ihnen zu spielen. Da wir ja in FREIHEIT spielen, hat Ihr Pferd auch die Freiheit Ihre Möhre anzunehmen, Sie danach aber prompt wieder zu verlassen!

We canter in Sync - body language is clear, horse fully focussed!

We canter in Sync – body language is clear, horse fully focussed!

How do you make your horse stick around?

  • Obviously, if your horse is not curious about the exiting thing to come next, he will be much less motivated to do so. Again the difficulty lies in the fact that we may be mistaken about what interests our horse. We humanize too much – and often we grossly underestimate their intelligence!

Feeling pressured never interests a horse!

  • After the initial respect training and the first establishment of a meaningful communication (correct body language on your part) you will suggest a game to your horse. You will use your intelligence and make a reasonable choice among the offered games – you do NOT have to play them in the sequence of the book! But when the chosen one tells you under “recommendations” that you should prepare him for this game by other prep-exercises, then there is usually a good reason for that. Because one of the main criteria of being interesting is to never over-challenge your horse! Attainment of success must be within reach in order to fascinate the horse to participate! And how do we know whether the horse feels that he can achieve the goal? In part 08 we learned to be observant – now let’s find out what the horse’s answer is to our suggestions!
Was tun, damit es bei Ihnen bleibt?

  • Wenn Ihr Pferd nicht auf das nächste Ereignis neugierig ist, wird es natürlich weniger zum Bleiben neigen! Die Schwierigkeit liegt wieder in der Tatsache, daß wir vielleicht mißverstehen, was unser Pferd interessiert. Wir vermenschlichen zuviel und unterschätzen auch oft sehr ihre Intelligenz!

Unter Druck gesetzt zu werden interessiert ein Pferd nie!

  • Nach dem anfänglichen Respektstraining und der Einführung einer bedeutungsvollen Kommunikation (korrekte Körpersprache unsererseits) werden Sie Ihrem Pferd ein Spiel vorschlagen. Sie werden eine intelligente und vernünftige Wahl unter den angebotenen Spielen treffen – Sie müssen diese NICHT in der selben Abfolge wie im Buch spielen! Nur, wenn das gewählte Spiel unter “recommendations” erst andere Vorübungen vorschlägt, gibt es stichhaltige Gründe dafür. Denn ein Hauptkriterion des Interessant-Seins ist, daß man sein Pferd nicht überfordert! Es muß möglich sein, einen Erfolg zu erreichen, damit das Pferd am Mitmachen Lust hat! Und wie wissen wir, daß es meint diesen Erfolg erreichen zu können? Im Teil 08 haben wir gelernt unser Pferd zu beobachten – nun können wir sehen, was seine Antwort auf unseren Vorschlag ist!

"Airplane" ears and tongue stuck out show he is at a loss

“Airplane” ears and tongue stuck out show he is at a loss

Help, Explain and Motivate:

  • I suggest the approach of H.E.M., which always works best. Normally we start by explaining the exercise – at first often on the loose rope. If the horse pays attention – praise! For each tiny learning step praise! Keep the session short.

What if the horse shows no interest?

  • This can have various reasons of course. (We presuppose here that by now he does feel safe with you)
  • 1)       You did not fulfil other instinctual needs first (grass, choice of time etc)
  • 2)      He does not feel safe in the surrounding you chose
  • 3)      The game over-challenges your buddy (remember from earlier blogs the pictures of King in front of the tyres?)
Helfen, Erklären und Motivieren:

  • Mein Vorschlag ist nach meiner H.E.M. Methode vorzugehen, die immer am besten funktioniert. Normalerweise fangen wir mit den Erklären einer Übung an – oft noch am losen Seil. Wenn das Pferd aufpaßt – loben! Jeder kleine Lernschritt wird gelobt! Halten Sie die Trainingseinheit kurz.

Was, wenn das Pferd kein Interesse zeigt?

  • Das kann natürlich verschiedene Gründe haben. (Wir setzen hier voraus, daß es sich mit Ihnen schon sicher fühlt)
  • 1)      Seine instinktbedingten anderen Bedürfnisse sind noch nicht befriedigt (Fressen, Wahl der Zeit etc)
  • 2)      Es fühlt sich in der gewählten Umgebung unsicher
  • 3)      Das Spiel überfordert Ihren Partner (erinnern sie sich an die Fotos von King vor den Reifen?)

King says: "I'd rather die! I simply can't !!"

King says: “I’d rather die! I simply can’t !!”

  • 4)      He wants to play something else!

 

  • Point 1 was discussed earlier at length. Point 2 you will recognize by him shying away from certain areas (those ghosts in the corners!), by fidgeting and a general lack of concentration.  You must go and explore – you learned earlier how to knowledgeably lead that exploration so your horse can feel safe with you!
  • Point 3: if the game over-challenges him, he will show anxiety which is focussed on the object or activity which you are offering (rather than looking at the surroundings).  If he is willing to engage in your game anyway, you may proceed by offer HELP, as discussed in the H.E.M. series. Signals that he needs help are visible in his body language – sticking out the tongue, for example, suggests confusion. Ears dropped sideways with the hollow part pointing toward the body signals likewise insecure questioning.  Even flattened ears can signal a stressed-out scream for help!
  • 4)      Es will was anderes spielen!

 

  • Punkt 1 wurde früher schon gründlich besprochen. Punkt 2 erkennen Sie am Wegscheuen vor bestimmten Gegenden (die Gespenster in den Ecken!), dann müssen Sie erkunden gehen – Sie haben ja nun gelernt, wie man das fachmännisch anleitet, so daß Ihr Pferd sich mit Ihnen sicher fühlen kann.
  • Punkt 3: wenn das Spiel es überfordert, wird es eine Ängstlichkeit zeigen, die sich auf das angebotene Objekt oder die Aktivität selbst (anstatt auf die Umgebung) richtet. Wenn es sich trotzdem auf das Spiel einläßt, kann man mit HELFEN (wie in der H.E.M. Serie besprochen) weitermachen. Daß es Hilfe braucht, wird es mit Körpersprache ausdrücken – z.B. die Zunge herausstrecken zeigt Unsicherheit. Seitlich abgestellte Ohren mit nach hinten-unten gedrehten Muscheln sind verunsichert-fragend.  Sogar angelegte Ohren können ein gestreßter Hilfeschrei sein!
EvBuch3
If you read German:

  • Perhaps I will excerpt in a later Blog series some of what I have learned from this excellent book – but if you read German – GET IT !! It is called “Was Mimik und Körpersprache der Pferde verraten“ by Eva Wiemers, Olms Verlag. Apart from offering a world of information about conversations between horses in the herd (which is further demonstrated in an included wonderful DVD) it is also written in a very entertaining way.
  • So if, after learning to understand the horse’s body language, you see that your suggested game is stressing your horse out – change your plan and offer him something else instead, something that makes him feel good about himself.
  • The method of Help, Explain and Motivate (read the H.E.M. Blogs series) will teach you to discern more and more what a specific situation calls for.

Let your horse take some decisions too!

  • Point 4: if your horse wants to play something else, he will let you know! And you must see and understand the suggestion! The more you play, the more suggestions you will get from your horse. In real play you will accept and praise a lot of them – though you are not obliged to go along with all of them. Play is an interchange of suggestions – every partner has the right to propose, but also the right to reject. In terms of motivation it is always positive to go along with what your horse suggests – even if only for a brief time span. It makes him feel important! A freely offered Spanish step or proud rearing shows high motivation!
Für deutsche Leser:

  • Vielleicht komme ich später mal dazu einiges, was ich aus diesem exzellenten Buch gelernt habe, weiter zu besprechen – aber kaufen Sie es!! Es heißt “Was Mimik und Körpersprache der Pferde verraten“ von Eva Wiemers, Olms Verlag. Es bietet eine Menge Information über Unterhaltungen zwischen Pferden in der Herde (weiter verdeutlicht durch eine beigelegte DVD) und ist auch sehr amüsant geschrieben.
  • Wenn Sie also nach Erlernen seiner Körpersprache erkennen, daß das vorgeschlagene Spiel Ihr Pferd streßt, ann ändern Sie Ihren Plan und bieten etwas anderes an – etwas, das ihm Wohlgefühl vermittelt.
  • Die Methode des „Helfen, Erklären und Motivieren“ (lesen Sie die H.E.M. Serie noch einmal) wird sie schrittweise dazu bringen, immer besser zu erkennen, was die spezielle Situation erfordert.

Lassen Sie Ihr Pferd Entscheidungen treffen!

  • Punkt 4: wenn Ihr Pferd etwas anderes spielen will, wird es Sie das wissen lassen! Sehen und verstehen Sie den Vorschlag! Je mehr Sie spielen, desto mehr Vorschläge werden Sie von Ihrem Pferd bekommen. In echtem Spiel werden Sie viele davon annehmen und loben – obwohl Sie nicht bei allen mitmachen müssen. Spiel ist ein Austausch von Vorschlägen – jeder Spielpartner hat das Recht vorzuschlagen, aber auch abzulehnen. Für die Motivation ist es immer gut mit dem, was Ihr Pferd vorschlägt, mitzumachen – wenn auch nur kurz. Dann fühlt es sich wichtig! Ein freiwillig angebotener spanischer Schritt oder ein Steigen zeigt hohe Motivation!

Peter well over 30, still proud to rear!

Peter well over 30, still proud to rear!

Variety is the spice of life!

  • In my book you have 100 games to choose from, which should keep you busy for a while. By the time your horse and you master those, you will both be so proficient that developing more presents no problem! Your horse will proudly show you what he can invent!
  • Playing is about partnership, not obedience or performance. So it involves a lot of trial and error. Don’t ever feel ridiculous – there is no failing!
  • Jubilate and laugh a lot! If playing with your horse doesn’t make you happy too, you are not on the right track.

This concludes our list of leadership qualities, which comprised eleven points:

  1. Be calm
  2. Be observant, know the horse’s body      language and what he is saying
  3. Be knowledgeable about things HE finds      important
  4. Establish routines
  5. Show the right reactions
  6. Be determined and firm
  7. Be a true leader, not over-protective
  8. Give him courage – don’t just de-sensitize      him
  9. Be reasonable
  10. Understand him and let him live out his      instincts
  11. Be interesting

 

  • Pin this list above your mirror at home and read it before you go to the stable – remember: when things go wrong, it is always the fault of the trainer and very often it results from a lack of leadership!

 

We will continue with more information about Knowledgeable Playing in the next Blog! Read on!!

 

Abwechslung ist das halbe Leben!

  • In meinem Buch haben Sie 100 Spiele zur Auswahl, das sollte Sie eine Weile beschäftigt halten. Bis Ihr Pferd und Sie diese alle gemeistert haben, sind sie beide so erfahren, daß das Entwickeln neuer Spiele kein Problem darstellt! Ihr Pferd wird stolz zeigen, was es alles erfinden kann!
  • Beim Spielen dreht es sich um Partnerschaft, nicht Gehorsam oder Leistung. Es beinhaltet eine Menge empirisches Ausprobieren. Fühlen Sie sich nie lächerlich – es gibt kein Versagen!
  • Jubilieren und lachen Sie viel! Wenn mit Ihrem Pferd Spielen Sie nicht auch glücklich macht, dann sind Sie auf der falschen Spur.

 

Hiermit beenden wir unsere Liste der Führerqualitäten, die elf Punkte umschloß:

  1. Ruhig bleiben
  2. Gut beobachten, die Körpersprache des Pferdes verstehen
  3. Kenntnis haben von Dingen, die IHM wichtig      sind
  4. Gute Routine einführen
  5. Die richtigen Reaktionen zeigen
  6. Entschlossen und bestimmt sein
  7. Ein guter, aber nicht überbeschützender Anführer sein
  8. Ihm Mut machen – es nicht nur desensitivieren
  9. Vernünftig sein
  10. Die Pferde ihre Instinkte ausleben lassen.
  11. Interessant sein

 

  • Kleben sie diese Liste auf Ihren Spiegel und lesen Sie sie bevor sie in den Stall fahren – erinnern Sie sich: wenn etwas nicht klappt, ist es immer der Fehler des Trainers, und sehr oft resultiert es aus fehlenden Führerqualitäten!

 

Wir fahren fort mit weiteren Informationen über fachmännisches Spielen – lesen Sie weiter!

Obituary on Johnny

Posted on by Jutta Wiemers

Obituary on Johnny, October 2013

Nachruf auf Johnny, Oktober 2013

  • Johnny had to be put down after a very bad colic last week. His heart was too weak to operate. He was 28 years old. He died with his head on Eva’s heart – which is also the place he lived!
  • He was a part of our extended family of kids and friends and dogs and horses for almost as long as I can remember and will be very sorely missed by all, most of course by Eva, with whom he went through thick and thin, good times and bad times, for over 25 years!
  • Eva discovered him on a trip to Ireland and bought him from a tinker, whose cart he was pulling as a three year old. After feeding him up and getting him ready for transport, he was moved to Germany.
  • Johnny mußte letzte Woche nach einer schlimmen Kolik eingeschläfert werden. Sein Herz war schon zu schwach zum operieren. Er war 28. Er hatte seinen Kopf an Evas Herz, als er gespritzt wurde – und dort hat er auch gelebt!
  • Er war ein Teil unserer weiteren Familie mit Kindern, Freunden, Hunden und Pferden solange ich mich erinnern kann, und wird sehr vermißt werden, vor allem natürlich von Eva, mit der er durch dick und dünn gegangen ist, durch gute wie durch schlechte Zeiten – über 25 Jahre lang!
  • Eva entdeckte ihn auf einer Reise in Irland und kaufte ihn einem Tinker ab, dessen Wagen er als Dreijähriger zog. Nachdem er aufgepäppelt und transportfähig war, zog er nach Deutschland um.
JonMayaCombo
  • Not long after Eva arranged a marriage for him – Maya arrived and it was love at first sight! By land and by water they were next to each other whenever they could. Wherever Eva resided, she arranged for the best herd life for all her horses. Johnny had two mares, Maya and Gloria, and thought that Gloria’s foal Galathee was his daughter. Life with three females was not always easy – but it was never boring!
  • Nicht viel später arrangierte Eva eine Ehe für ihn – Maya kam und es war Liebe auf den ersten Blick! Zu Wasser und zu Lande waren sie beieinander wo immer sie konnten. Wo Eva auch gerade wohnte, machte sie es immer für ihre Pferde möglich ein schönes Herdenleben zu führen. Johnny hatte zwei Frauen, Maya und Gloria, und dachte, daß Glorias Fohlen Galathee seine Tochter sei. Ein Leben mit drei Weibsen war nicht immer einfach – aber jedenfalls nie langweilig!

JonKidsCombo

  • Johnny “brought up” all of our kids – they all learned from him what loving, and interacting with, a horse means. In our films “Playing with Horses” you can see how he kindly follows the directions from a very little Amelie to a point – playing along with whatever is proposed!
  •  Johnny hat all unsere Kinder “erzogen” – sie haben alle von ihm gelernt, was es heißt mit einem Pferd zu leben und es zu lieben. In unseren Filmen “Playing with Horses” kann man sehen, wie lieb er auf die Kommandos einer sehr kleinen Amelie hört – er macht brav, was immer sie vorschlägt!
JonHalleCombo
  • Johnny did everything for his Eva – as a tinker’s horse he was very especially socialised to be with a human! Of course he was totally at home in front of a cart and loved it best to be on the road with his family.
  • Whenever we were filming or performing, he always had his eyes on Eva, even when he was working with somebody else. He even did all circus exercises in front of a special carriage (unfortunately I do not have good pictures of that), and even consented to vaulting, when we made the films “Equestrian Vaulting”, although he never was schooled for this.
  • Johnny hat für seine Eva alles getan – als Tinker war er besonders auf seinen Menschen sozialisiert! Natürlich war er vor dem Wagen ganz zu Hause und liebte es, mit seiner Familie unterwegs zu sein.
  • Immer, wenn wir filmten oder Vorführungen machten, hatte er seine Augen auf seiner Eva, auch wenn er mit jemand anderem arbeitete. Er konnte alle Zirkusübungen vor der Kutsche (leider habe ich davon keine guten Bilder) und hat sogar brav bei der Voltige mitgemacht, als wir “Breitensport Voltige” filmten, obwohl er dafür nie ausgebildet wurde.

OsteriaOperCombo01

  • Johnny performed in innumerable shows, on TV, in Gala performances and for films. Whether eating Spaghetti in front of the wagon ( this appealed to his tinker’s heart! He ate whatever humans ate…) or appearing on the big stage – he was in his element! In the picture on the right he is piaffing on a table top during the opera “Carmen” in the summer performance of St. Margarethen’s (Austria)  in 2005. For 3 months he reliably pulled off his number, consisting of “apport”, Spanish Step, curtsey and piaffe, as well as lying down on stage, every single night!
  • Johnny hat in zahllosen Vorführungen mitgemacht, in TV Auftritten, Gala Shows und Filmen. Ob er nun vor dem Zigeunerwagen Spaghetti aß (als Tinker fraß er alles was seine Menschen mochten!) oder ob er auf der großen Bühne war – er war in seinem Element! Im Bild rechts piaffiert er während der Freilicht  Oper “Carmen” in St. Margarethen (Österreich) 2005 auf dem Tisch. Drei Monate lang zog er verläßlich jeden Abend seine Show, die aus “Apport”, spanischem Schritt, Kompliment und Piaffe auf dem Tisch, sowie Abliegen auf der Bühne, bestand, ab!

JonEvKussCombo

  • We all feel with Eva. Johnny not only had a formative influence on her life, but indeed gave it a completely new turn. For him Eva initiated her  method of equestrian circus schooling, without him we would have neither her clinics, nor books or films.
  • It was impossible not to like Johnny. He was full of fun, cheeky, loyal and reliable. I think he was the best and most important friend Eva ever had. Johnny will never be forgotten!
  • Unser aller Beileid geht an Eva. Johnny hat ihr Leben nicht nur geprägt, sondern ihm eine ganz andere Richtung gegeben. Für Johnny hat Eva ihre Zirkusausbildung ins Leben gerufen, ohne ihn gäbe es weder ihre Kurse, noch Bücher, oder Filme.
  • Es war unmöglich Johnny nicht zu mögen. Er war amüsant, auch frech, loyal und verläßlich. Ich denke, er war der beste und wichtigste Freund, den Eva je hatte. Johnny wird nie vergessen sein!

Long-Reining – Blog 10 – Pirouette & Half-pass

Posted on by Jutta Wiemers

Long-Reining - Part 10

Arbeit am langen Zügel – Teil 10

  • In the last part we taught our horses the lateral movement of “Travers”.

The pirouette:

  • When the horse is in the travers position, with the correct bend, it is easy to initiate the pirouette. This is a turn of the forehand around the hindquarters, crossing the forelegs widely while the hindquarters step more or less on the spot.  The horse turns in the direction of his bend and reverses the direction of travel after a complete turn.
  • We will start this new exercise by circling with haunches in, as was covered in our last long-reining Blog. There we described how it is more beneficial for the purpose of the engagement of the hind quarters, when we work with a rather moderate angle. As the reach of the hind legs diminishes compared to the more sweeping movement of the fore legs, the horse shifts more weight onto his hips and learns to collect.
  • Im letzten Teil haben wir unseren Pferden den Seitgang „Travers“ beigebracht.

Pirouette:

  • Wenn das Pferd sich mit korrekter Biegung in der Travers Position befindet, ist es leicht, die Pirouette einzuleiten. Diese ist eine Wendung der Vorhand um die Hinterhand, bei der die Vorderbeine weit kreuzen und die Hinterbeine mehr oder weniger auf der Stelle treten.  Das Pferd tritt in Richtung seiner Biegung und hat nach der Wendung die Reisesrichtung geändert.
  • Wir beginnen diese neue Übung mit dem Travers auf dem Zirkel, wie im letzten Blog besprochen. Dort haben wir beschrieben, daß es für den Zweck des Untertretens der Hinterhand nützlicher ist, wenn wir mit geringer Abstellung arbeiten. Da sich das Ausgreifen der Hinterbeine im Verhältnis zu dem weiten Kreuzen der Vorhand verringert, verlagert das Pferd mehr Gewicht auf die Hüften und lernt sich zu versammeln.
Left: The pirouette starts from the Travers on the circle. Mid: diminish the circle size consecutively. Right: Ph. Karl with Odin in canter! Links: Einleitung der Pirouette vom Travers auf dem Zirkel. Mitte: allmähliches Schrumpfen des Zirkels. Rechts: Ph. Karl mit Odin im Galopp!

Left: The pirouette starts from the Travers on the circle. Mid: diminish the circle size consecutively. Right: Ph. Karl with Odin in canter!
Links: Einleitung der Pirouette vom Travers auf dem Zirkel. Mitte: allmähliches Schrumpfen des Zirkels. Rechts: Ph. Karl mit Odin im Galopp!

  • By consecutively decreasing the size of the cirle and “snailing” toward the middle, the travers becomes a pirouette (see illustration in the middle). The horse develops a marked mobility of the shoulders by tightening the radius of the circle until, in the end, he turns around the inner hind leg, which stays put in one spot. The pirouette is not practised at trot – it is trained in walk, and performed in canter or the “piaffer”, once the horse has attained a very high degree of collection.
  • In the right of the picture you see Philippe Karl with Odin demonstrating a beautiful canter pirouette on the long-reins and you can appreciate the collection that this demands from the horse! My Beau’s only retort, when I showed him this picture, was “puh!!!” and as long as he has that attitude, he doesn’t deserve to be presented in this exercise – let’s leave the canter performance to the experts for the time being! In walk my horses found the pirouette easy to understand (left picture). Check our films “Playing with Horses” in the Garrocha Game (full description in “From Leading to Liberty” page 359) to see how our horses are doing in canter! SO much fun!
  • Wenn wir nun fortlaufend den Zirkel verkleinern und uns so in die Mitte „schnecken-nudeln“ wird das Travers zur Pirouette (Zeichnung Mitte). Das Pferd entwickelt eine deutliche Beweglichkeit der Schultern, während sich der Radius des Zirkels verkleinert,  bis es sich am Ende nur noch um das innere Hinterbein dreht, welches auf der Stelle bleibt. Die Pirouette ist keine Trabübung – sie wird im Schritt gelernt, und im Galopp oder „Piaffer“ vorgeführt, wenn das Pferd einmal einen hohen Grad der Versammlung erlernt hat.
  • Im rechten Bild sehen Sie Philippe Karl mit Odin in einer perfekten Galopp Pirouette am langen Zügel und da können Sie den nötigen Grad der Versammlung erkennen! Die Antwort von meinem Beau, als ich ihm das Bild zeigte, war bloß „puh!!“ und solange er diese Einstellung hat, verdient er nicht in dieser Übung fotographiert zu werden – wir überlassen es also erst mal den Experten! Im Schritt haben meine Pferde die Pirouette leicht verstanden (links). Schauen Sie noch mal in unsere Filme “Playing with Horses” (auch deutsch) in das Garrocha Spiel (auch beschrieben in “From Leading to Liberty” Seite 359), um zu sehen, wie unsere Pferde mit den Galoppwendungen fertig werden!

Left: start of turn by straddling forelegs. Mid: crossing of forehand. Right: hind legs stay in one spot. Links: Beginn der Wendung durch Spreizen der Vorderbeine. Mitte: Kreuzen der Vorderbeine. Rechts: Hinterbeine treten auf der Stelle.

Left: start of turn by straddling forelegs. Mid: crossing of forehand. Right: hind legs stay in one spot.
Links: Beginn der Wendung durch Spreizen der Vorderbeine. Mitte: Kreuzen der Vorderbeine. Rechts: Hinterbeine treten auf der Stelle.

  • In the above photographs you can see the progression of the start of a pirouette: in the left picture Beau starts his turn with a nice bend by moving his left foreleg to the inside, then he crosses his front legs (middle), and then positions his left hind, so he can turn around it on the spot. In the next series you see a pirouette to the right:
  • In den Fotos (oben) sehen Sie die Entwicklung der ersten Phase der Pirouette: links beginnt Beau die Wendung mit einer schönen Biegung, indem er sein linkes Vorderbein nach innen spreizt, dann kreuzt (Mitte) und dann sein linkes Hinterbein in Position bringt, so daß er sich um es auf der Stelle drehen kann. In der nächsten Serie sehen Sie die Pirouette nach rechts:
Left: start pirouette from track. Centre: the forehand swings around, hind stays put. Right: forehand crossing seen from behind. Links: Anfang der Pirouette vom Hufschlag. Mitte: die Vorhand wendet um die geparkte Hinterhand. Rechts: Kreuzen der Vorhand von hinten gesehen.

Left: start pirouette from track. Centre: the forehand swings around, hind stays put. Right: forehand crossing seen from behind.
Links: Anfang der Pirouette vom Hufschlag. Mitte: die Vorhand wendet um die geparkte Hinterhand. Rechts: Kreuzen der Vorhand von hinten gesehen.

  • Again he begins his turn by setting his inner fore leg sideways, then crosses his front legs and turning around his hind quarters, which stay on the spot, while I refrain him from moving forward with the reins still looped over his back.

The half-pass:

  • Where the shoulder-in (see Blog part 7) submits the horse to the aids on the inner side and settles the weight on the inner hip, the half-pass submits him to the outer aids and develops lateral mobility.
  • Just as in the travers, I started my horse in the half-pass by walking next to his croup, in order to be able to explain the exercise to him (in a rather less subtle way) by poking him in the right direction with my elbow or hand.
  • Wieder beginnt er mit dem Spreizen des inneren Vorderbeins, dann kreuzt er seine Vorderbeine weit in der Wendung um die Hinterhand, die auf der Stelle bleibt, indem ich ihn mit den Zügeln, die noch über seinen Rücken geführt sind, am vorwärts Weglaufen hindere.

Die Traversale:

  • Wo das Schulter-Herein (Blog Teil 7) das Pferd den Hilfen der inneren Seite aussetzt und das Gewicht auf die innere Hüfte bringt, bringt die Traversale es an die äußeren Hilfen und entwickelt laterale Beweglichkeit.
  • Wie im Travers gehe ich in der Traversale zuerst neben der Kruppe, damit ich die Übung meinem Pferd in einer deutlichen, obwohl etwas weniger eleganten Weise, anfangs mit einem Stups meines Ellbogens oder der Hand, erklären kann.

use

Left: help with hand or elbow. Centre: don’t let the hind end lead! Right: use reins to move him over.
Links: Hilfe mit Hand oder Ellbogen. Mitte: die Hinterhand darf nicht vorauslaufen! Rechts: Seitgang mit Hilfe der Zügel von hinten.

  • The horse should walk on three tracks – no more – just like in the travers. In the left picture this is more or less correct – Beau is bent nicely in the direction of travel, he pays attention to me and moves with an active rhythm. I help him with my elbow to keep the haunches in. In the centre picture however, perhaps because I poke him a bit too strongly with my hand, his hind quarters are leading too much! A mistake we beginners often make. Remember from the travers Blog that too steep an angle makes the horse cross his hind legs more than engaging them – and it is the engagement, which teaches him collection and what we strive for!
  • Once this works, once I have the feeling that he has understood what I want, I try to drop back into the position behind the horse again (picture on the right). Remember how Beau did not understand Mr. Philippe Karl’s reasoning that it is easier to learn this exercise when I, the trainer, walk on the hollow side of his bend? (See the end of the last Blog) So here again, because he refuses to read the book, I must be “sneaky” – I start by leaving the reins (passed over his back as shown) on the outside (the convex side) of his bend, and I use them to replace my poking hand by gently slapping them against his outside flank to make him move over.
  • Progressively I work my way around his croup and appear in the range of his vision on the other side – now the hollow side of his bend and in the direction of his travel (right picture). According the Mr. Karl this should give him more confidence – I’m not so sure… and I’m not so sure that Beau needs more confidence either!
  • Das Pferd sollte auf drei Spuren gehen – nicht mehr – genau wie im Travers. Im linken Foto ist das mehr oder weniger korrekt – Beau ist schön in die Bewegungsrichtung gebogen, er paßt auf und schreitet mit gutem Rhythmus. Ich helfe ihm mit dem Ellbogen das Kruppe-Herein beizuhalten. Im mittleren Bild jedoch, wo meine Hand vielleicht zu stark stupst, geht seine Hinterhand zu weit voraus! Ein typischer Anfängerfehler. Wir erinnern uns, daß eine zu starke Abstellung das Pferd dazu bringt, die Hinterbeine stark zu kreuzen, anstatt mehr unterzutreten, was ihm Versammlung nahe bringt, die wir eigentlich erreichen wollen!
  • Wenn das funktioniert und ich das Gefühl habe, daß er verstanden hat, was ich will, versuche ich wieder in die Position hinter dem Pferd zurückzufallen (Foto rechts). Erinnern Sie sich, daß Beau Philippe Karls Gedankengang, daß es leichter ist, diese Übung zu verstehen, wenn der Trainer auf seiner hohlen Seite schreitet, nicht annimmt? (Ende von Blog 09) Hier muß ich mich also wiederum, da er das Buch nicht lesen will, „anschleichen“ – ich beginne indem ich die Zügel (noch über seinem Rücken) auf der (konvexen) Außenseite dazu benutze, die pieksende Hand zu ersetzen, indem ich die Zügel leicht an seine Flanke schlage, so daß er seitwärts weicht.
  • Langsam arbeite ich mich nun um seine Kruppe herum und erscheine auf der anderen Seite in seinem Gesichtsfeld – nun auf der hohlen Seite seiner Biegung, und in Bewegungsrichtung (rechtes Bild). Nach Herrn Karl sollte ihm das mehr Selbstvertrauen geben – ich weiß nicht… ich bin auch nicht sicher, ob Beau mehr Selbstvertrauen braucht!

Read from right to left: working my way around Beau's croup to end up on inner side of the half-pass in direction of travel. Von rechts nach links: Umrunden der Kruppe, um auf Beaus innerer Seite und in Bewegungsrichtung zu landen.

Read from right to left: working my way around Beau’s croup to end up on inner side of the half-pass in direction of travel.
Von rechts nach links: Umrunden der Kruppe, um auf Beaus innerer Seite und in Bewegungsrichtung zu landen.

  • My problem is that as soon as I move the inner rein to the inside Beau tends to lose the bend and just moves straight on a diagonal through the arena. So the centre photograph is where we are at right now in our training – I am in the correct position and in Beau’s field of vision, but still have the inner rein going around the croup on the outside to retain the bend. The picture on the left is photo-shopped: this is the way it should look (but with a slightly tighter outer rein as well).
  • Note: At the start ask for 3 or 4 steps in the half-pass only, then let the horse extend his neck (in the Ph. Karl way we learned) on a volte so that the horse can relax – always the prerequisite for a useful exercise!
  • In the case, where the horse loses his bend or his balance during the half-pass, we are told that it is beneficial to interchange the half-pass frequently with the shoulder-in. We are working on it!
  • A perfect half-pass on the long-reins, with your horse stepping vigorously, should look, as if he were trying to pivot around you, as if he were constantly trying to pass you, and you, in turn, have to march energetically in the same sideways-forward direction at such a pace to prevent him from overtaking you!

Half-pass in trot:

  • Once this works all right in walk, try to move the horse into trot. You must take large steps and make absolutely sure that you never pull on your horse’s mouth, just because you are unable to keep up. You might remember from the long-reining “rein-back” how to train your horse to slow down and collect more by giving touching aids on the dock. If your horse still gets nervous when attempting the half-pass in trot, go back to that exercise (Blog part 06), as the half-pass is useless if the horse just runs. Horse and trainer must therefore adjust their movements in good synchronisation! Also increase the angle of displacement only, once the horse is able to maintain a good degree of collection.
  • Later we will attempt to perfect this by interchanging positions between various lateral exercises in flowing motion and by changing directions dito.

 

Read on in part 11 !

  • Mein Problem ist, daß Beau, sobald ich den inneren Zügel nach innen führe, sofort die Biegung aufgibt und auf einer geraden Linie diagonal durch die Halle geht. Auf dem mittleren Bild sieht man, wo wir uns momentan mit unserem Training befinden – ich bin in der korrekten Position und in Beaus Gesichtskreis, habe aber, um die Biegung zu erhalten,  immer noch beide Zügel auf der Außenseite und um die Kruppe geführt. Das Foto links ist „geschummelt“: so sollte es aussehen (bloß mit mehr anstehendem äußeren Zügel).
  • Beachten Sie: anfangs verlangt man nur 3 oder 4 Schritte in der Traversale, dann läßt man sein Pferd (nach Ph. Karl Methode) seinen Hals auf einer Volte strecken, damit es sich wieder entspannen kann – das ist immer die Voraussetzung für jede nützliche Übung!
  • Wenn das Pferd seine Biegung oder Balance in der Traversale verliert, soll man oft zwischen Traversale und Schulter-Herein wechseln. Wir arbeiten daran!
  • Eine perfekte Traversale am langen Zügel soll so aussehen, als ob das Pferd mit fleißigem Schritt versuchte um Sie herum zu schwenken, oder Sie zu überholen, während Sie energisch in die selbe vorwärts-seitwärts Richtung marschieren, um ein Überholen zu verhindern!

Traversale im Trab:

  • Wenn das im Schritt gut funktioniert, versuchen Sie es im Trab. Sie müssen lange Schritte machen und absolut niemals am Maul ziehen, nur weil Sie nicht schnell genug marschieren können!  Sie erinnern sich vielleicht vom „Rückwärtsrichten“, wie man sein Pferd mit der Touchierhilfe auf der Schweifrübe verlangsamt und versammelt. Wenn Ihr Pferd bei Erlernen der Traversale im Trab wieder nervös wird, gehen Sie zu dieser Übung zurück (Blog Teil 06), denn die Traversale ist nutzlos, wenn Ihr Pferd bloß rennt. Pferd und Trainer müssen ihre Bewegungen mit guter Sychronisation aneinander anpassen! Erweitern Sie auch den Winkel der seitlichen Verschiebung erst, wenn das Pferd schon einen guten Grad von Versammlung erreicht.
  • Später vervollkommnen wir die Ausbildung mit Wechseln zwischen verschiedenen Seitgängen mit fließenden Übergängen und Richtungswechseln.

 

Lesen Sie weiter im nächsten Teil!

Playing with Knowledge – Blog 12 – Sensible, Instinct

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 12

Fachmännisch spielen – Teil 12

Use Reason, understand instincts

  • In the last part we discussed how to make your horse more courageous. Only three things are left on our leadership list now to ascertain that we become credible and trustworthy leaders for our horses.

Vernunft und Instinkte

  • Im letzten Teil haben wir unser Pferd mutiger gemacht. Nun bleiben nur noch drei Punkte auf unserer Führerqualitätenliste, um sicher zu stellen, daß wir glaubwürdige und zuverlässige Anführer für unsere Pferde werden.

Complete trust on my part - Peter feeling completely safe with me - favourable conditions for happy play!  Totales Vertrauen meinerseits - Peter fühlt sich absolut sicher bei mir - gute Voraussetzungen für glückliches Spielen!

Complete trust on my part – Peter feeling completely safe with me – favourable conditions for happy play!
Totales Vertrauen meinerseits – Peter fühlt sich absolut sicher bei mir – gute Voraussetzungen für glückliches Spielen!

9.    Be reasonable:

  • Creating a win-win situation
  • There often seems to be a misunderstanding of the meaning “leader” or “alpha animal” and a great temptation to interpret this as “I give the order and You obey” – no matter what! However, a good boss or leader will only ask for obedience when necessary, and make the relationship a win-win situation. So do not power-trip for the sake of it! Leadership is NOT about showing off how thoroughly you subjugated your horse!
  •  Do you remember reading “The little prince”? During his travels he visits the planet of the “King”, an absolute ruler who demands complete obedience of all and everything to his commands.  Being a bit depressed in the morning, he asks him to “order a sunset” to cheer him up, and then finds out that the ruler qualifies his absolute rule. He says: “If I ordered a general to fly from flower to flower like a butterfly and my order was not followed… whose fault would it be – his or mine?”  The answer is of course clear. “… You must only demand from someone what that someone can give”. “But what about my sunset?” says the little prince, who never forgot a question, once he asked it.  And the king replies that he will demand it, “once the conditions are favourable”.
  • There is much wisdom to be learned from such a children’s’ book! I know so many horse owners, who apparently can’t see, when conditions are favourable and don’t have a clue what a win-win situation is! And, since this series of Blogs is about Playing with horses at liberty (for which we must learn to be a good leader, as otherwise the horse will leave you rather sooner than later) creating favourable conditions is of utmost importance.
  • This plays directly into the next point of our list, so let us treat them together:

The next point is:

10.    Understand and let them live out their instincts:

  • A horse must follow his instincts – he has no choice! So, if you demand something, which goes against his instincts, the condition will automatically not be favourable and you are not a wise leader.
  • I was giving a workshop once in an outdoor arena to a group comprising several mares. In the adjacent paddock roamed a stallion, which the owner refused to move for the duration of the clinic. Favourable conditions to work a mare off-line indeed! You can imagine the goings-on and lack of concentration!

Create a win-win situation:

  • Another constant problem is that humans don’t seem to understand the priority of food over companionship. Nice people let their horses graze after a good lesson – as a “reward”. This is human thinking – horses do not plan or think about the future! If you are attempting to work off-line where horses have access to grass (even if only by sticking their head under the fence) it is much more reasonable to let them graze half an hour before, as then the conflict between grass (instinct) and partner (choice) is mostly out of the way. This is creating a win-win situation: you have a chance that your horse will listen to your request to stick around you, rather than running for the grass at every opportunity (which he HAS off-line – so this is the test!)

Set up favourable routines:

  • We talked about establishing certain routines before, as knowing what to expect gives the horse a sense of security. So try to adjust as much as possible to your horse’s natural schedule – don’t take him out for work, when it is his favourite nap time! Observe when he is normally hungry or thirsty and let him satisfy those instinctual necessities before demanding obedience from him.

Understand a flight animal’s worries:

  • Playing off-line you can restrain your horse only by your authority (a hard thing to come by and one that needs to be earned) and by voice commands. A flight animal must be allowed to move his legs, when worried! For him this is not a question of obedience – he has no choice but to follow his instincts! So if you want him to stick around (and not move his legs too far away from your person) you have to remove the worries, before or as soon as they happen. We talked about being vigilant! Your job as a credible leader is to make his life safe.

Understand his social rules:

  • If you want your horses to perform joyfully, you must make your requests stress-free. For this you must learn to motivate (read the H.E.M. Blogs again!) rather than putting on pressure – AND you must recognize stress and its causes. I often see horses stuck in a paddock together with total disregard about their ranking rules. This can result in the low-ranking animal being chased relentlessly, never having a minute’s real rest, and never being able to relax and take a nap. Under these circumstances a horse can have a nervous break-down just like you might. Many stressed horses develop ulcers. When you group horses while playing together without having observed first, whether your grouping corresponds to their natural inclination, you are committing the same fault – and your training will not be efficient, because your horses can’t feel at ease as long as they are forced to act against their natural rules of politeness. This causes stress!
  • So Playing with Knowledge does not signify that we are playing around with it … by now you will have understood that quite a bit of knowledge is necessary to even be just a trustworthy friend for your horse. This is where, in my opinion, the relationship between us and our partners (IF we are willing to see them as such!) becomes truly fascinating!

 

So read on for the conclusion in part 13! Become the perfect knowledgeable partner and friend!

 

9.    Seien Sie einsichtig:

  • Stellen Sie eine “Win-Win” Situation her
  • Oft gibt es da ein Mißverständnis über die Bedeutung von „Anführer“ oder „Alpha Tier“ und eine große Versuchung dies als „Ich gebe das Kommando und Du folgst – egal was“ zu interpretieren. Ein guter Boß oder Anführer wird jedoch nur Gehorsam verlangen, wenn es nötig ist, und ansonsten eine Situation herstellen, wo alle gewinnen können. Üben Sie also nicht Macht um ihrer selbst willen aus! Bei gutem Anführen handelt es sich NICHT darum zu zeigen, wie toll man sein Pferd unterworfen hat!
  • Erinnern Sie sich an das Buch „Der kleine Prinz“? Auf seiner Reise besucht er auch den Planeten des „Königs“, eines absoluten Herrschers, der von allem und jedem totalen Gehorsam auf seine Befehle verlangt. Da er am morgen ein bißchen traurig ist, bittet er den König ihm zur Aufmunterung einen Sonnenuntergang zu bestellen, und findet dann heraus, daß der Herrscher seine absolute Gewalt einschränkt. Er sagt: „Wenn ich einem General befehle wie ein Schmetterling von Blume zu Blume zu fliegen, und mein Befehl nicht befolgt wird… wessen Schuld wäre es dann – seine oder meine?“ Die Antwort ist klar. „Man darf von jemandem nur verlangen, was der geben kann“. „Und was ist mit meinem Sonnenuntergang?“ fragt der kleine Prinz, der nie eine Frage vergißt, die er einmal gestellt hat. Und der Herrscher antwortet, daß er ihn befehlen wird, „sobald die Umstände günstig sind“.
  • Aus so einem Kinderbuch kann man viel Weisheit lernen! Ich kenne so viele Pferdebesitzer, die offenbar nicht sehen, wenn die Umstände günstig sind und keine Ahnung haben, was eine Win-Win Situation ist! Und da diese Blogserie von Spielen mit Pferden in Freiheitsdressur handelt (wofür wir das gute Anführen lernen müssen, da das Pferd uns andrerseits so schnell wie möglich verlassen wird) ist es äußerst wichtig, gute Voraussetzungen zu schaffen.
  • Das spielt direkt in den nächsten Punkt unserer Liste hinein, so daß wir beides gemeinsam behandeln wollen.

10. Verständnis für das Ausleben der Instinkte:

  • Ein Pferd muß seinen Instinkten folgen – es hat keine Wahl! Wenn Sie also etwas verlangen, das gegen seine Instinkte geht, können die Umstände automatisch nicht günstig sein, und Sie wären kein gute Anführer.
  • Ich gab einmal einen Gruppen-Workshop mit mehreren Stuten auf einem Außenplatz. Im Paddock nebenan trieb sich ein Hengst herum, den der Besitzer nicht gewillt war für die Dauer unserer Arbeit wegzustellen. Günstige Umstände, um eine Stute in Freiheit zu arbeiten! Sie können sich das Treiben und den Mangel an Konzentration vorstellen!

Eine Win-Win Situation herstellen:

  • Ein anderes Problem scheint zu sein, daß Menschen sich den Vorrang von Nahrung über menschliche Gesellschaft nicht vorstellen können. Nette Menschen lassen ihre Pferde ja nach getaner Arbeit grasen – als „Belohnung“.  Das ist aber menschliche Denke – Pferde planen nicht für die Zukunft! Wenn man Freiheitsdressur da versuchen will, wo Pferde an Gras kommen können (und sei es nur, indem sie die Nase unter dem Zaun durchstrecken) dann ist es viel vernünftiger sie eine halbe Stunde vorher grasen zu lassen, da dann der Konflikt zwischen Futter (Instinkt) und Partner (eine Wahl) meistenteils aus dem Weg geschafft ist. So schafft man eine Win-Win Situation: Sie haben nun eine Chance, daß das Pferd folgsam bei Ihnen bleiben wird, anstatt bei jeder Gelegenheit in Richtung Gras auszubüxen – und in Freiheit HAT es ja diese Gelegenheit, so daß dies der echte Test ist!

Gute Routine einführen:

  • Das haben wir früher schon einmal angesprochen, da „wissen was kommt“ dem Pferd ein Sicherheitsgefühl vermittelt. Man sollte sich also so viel wie möglich dem natürlichen Tagesablauf  des Pferdes anpassen – und ihn nicht zum Spielen zerren, wenn es grade seine beliebteste Zeit für ein Nickerchen ist! Beobachten Sie, wann es normalerweise frißt oder durstig ist, und lassen Sie es seine instinktbedingten Bedürfnisse  befriedigen, bevor Sie Gehorsam von ihm verlangen.

Verständnis für die Sorgen eines Fluchttiers:

  • Bei der Freiheitsdressur kann man sein Pferd nur durch seine Autorität (die schwer zu erreichen ist und verdient werden muß) und mit Stimmkommandos in Schach halten. Ein Fluchttier muß seine Beine bewegen dürfen, wenn es sich beunruhigt! Für es ist das keine Frage des Gehorsams – es hat keine Wahl und muß seinen Instinkten folgen! Wenn Sie also wollen, daß es da bleibt (und seine Beine nicht zu weit von Ihnen entfernt) müssen Sie das Beunruhigende entschärfen, bevor oder sobald es auftaucht.  Wir haben über die gute Beobachtungsgabe gesprochen! Es ist Ihr Job als glaubwürdiger Anführer das Leben Ihres Pferdes sicher zu machen.

Seine sozialen Regeln kennen:

  • Wenn Sie wollen, daß Ihre Pferde fröhlich für Sie arbeiten, müssen Sie Ihr Ansuchen streßfrei gestalten. Dafür müssen Sie lernen, sie zu motivieren (lesen Sie noch einmal die H.E.M. Blogs) anstatt Druck auszuüben – UND Sie müssen Streß und seine Ursachen erkennen. Oft sehe ich Pferde in einem Paddock total ohne Rücksicht auf ihre Rangordnungsregeln zusammengestellt. Das kann darin resultieren, daß ein niedrig-rangiges Pferd erbarmungslos gescheucht wird, ohne jemals eine wirkliche Pause oder die Seelenruhe für ein Nickerchen. Unter diesen Umständen kann ein Pferd genau wie wir einen Nervenzusammenbruch erleiden. Viele so gestreßten Pferde bekommen Magengeschwüre. Wenn Sie Pferde in einer Spielgruppe zusammenstellen ohne vorher beobachtet zu haben, ob diese Gruppierung ihren natürlichen Neigungen entspricht , dann begehen Sie den selben Fehler – Ihr Training wird nicht effektiv sein, da die Pferde sich nicht wohl fühlen können, solange sie gezwungen sind, sich gegen ihre natürlichen Höflichkeitsregeln zu verhalten. Das erzeugt Streß!
  • Fachmännisch Spielen bedeutet daher, daß wir ganz schön viel wissen müssen, sogar um nur ein glaubwürdiger Freund für unser Pferd zu werden. Meiner Ansicht nach ist das aber der Punkt, an dem die Beziehung zwischen uns und unseren Partnern (WENN wir sie denn wirklich als Partner ansehen!) wirklich faszinierend wird.

Lesen Sie also weiter im Teil 13! Werden Sie ein perfekter fachmännischer Partner und Freund!

Long-reining – Blog 09 – Travers

Posted on by Jutta Wiemers

Long-reining – Part 09

Arbeit am langen Zügel – Teil 09

Travers:

  • In the last part we discussed how to teach our horse to bend his neck, while walking on a straight line. This serves as a preparation for lateral work such as the travers and the half-pass.

Travers:

  • Im letzten Blog haben wir unserem Pferd die Halsbiegung auf einer geraden Linie beigebracht, die als Vorübung für Seitgänge wie Travers und Traversale nützlich ist.
 09TraversCombo

Travers:

  • Travers has been called “the canter position” (Steinbrecht). It helps the horse along for a good canter, especially on the horse’s “difficult” side (his right, if he is naturally hollow on the left), as it brings the inner fore- and hind legs in front of the outer ones. In this position the horse would not be able to fall into disunited or counter canter – but more about canter later. The travers also teaches the horse a clean crossing of the forelegs and helps him to understand collection.

Travers:

  • Travers ist die “Galopp Position” (Steinbrecht).  Sie hilft dem Pferd vor allem auf seiner „schwierigen“ Seite (rechts, wenn es links hohl ist) einen guten Galopp zu entwickeln, da sie das innere Vor- und Hinterbein vor die äußeren bringt. In solcher Stellung kann das Pferd gar nicht in Kreuz- oder Außengalopp fallen – aber den Galopp besprechen wir später. Travers lehrt das Pferd auch ein sauberes Kreuzen der Vorderbeine und hilft ihm auf dem Weg zur Versammlung.

09DwgPlanLateral

  • In the drawing you can recognize easily the main difference in the lateral work of the shoulder-in (and the shoulder-out) versus the travers (and renvers) – in the latter exercises the horse moves in the direction of his bend!
  • And this will at the beginning not be easy for your horse to understand. The travers movement is also called the “haunches-in”, so now we want to teach the horse to walk on the track with his forelegs, but with his hind end more to the inside of the arena.

Travers along the wall: next to horse

  • Again you establish the bend first with the inner rein, walking on the straight line. Walking along the wall makes this easier – then drive the horse deep into a corner as we have practised before. Just before or while going through the corner you switch to the position on the horses outside, passing the reins over his back, so when you reach the next wall you prevent the horse’s hind end to reach the track, because you are walking next to his croup right there. With your hand (the one which is holding the inside rein) or with your elbow you can now assist your horse to keep his body bent and his hindquarters to the inside of the forehand so he is moving in the direction of the hollow side of his bent body. Your outside rein (the one at the wall) keeps the horse firmly on the track with the forelegs, while the inner one only serves to retain the bend – then it can become very light.
  • In der Zeichnung kann man klar den Unterschied zwischen den Seitgängen von Schulter-Herein (und Konter-Schulter-Herein) und Travers (und Renvers) erkennen – in den letztgenannten bewegt sich das Pferd in Richtung seiner Biegung!
  • Und das mag anfangs für Ihr Pferd schwierig zu verstehen sein. Man kann das Travers auch „Kruppe-Herein“ nennen – hier wollen wir, daß das Pferd mit seinen Vorderbeinen auf dem Hufschlag geht, aber mit der Hinterhand mehr zum Inneren der Halle.

Travers an der Bande: neben dem Pferd

  • Wieder stellen wir das Pferd mit einer Innenbiegung des Halses auf einer geraden Linie. An der Wand ist das am einfachsten – dann treiben wir das Pferd tief in die Ecke, wie wir früher schon geübt haben. Gerade bevor oder während man durch die Ecke geht, wechselt der Trainer die Position auf die Außenseite des Pferdes, indem er die Zügel über den Pferderücken führt, und so verhindert man beim Erreichen der Wand, daß das Pferd mit der Hinterhand den Hufschlag betreten kann, da man ihm an dieser Stelle im Weg ist. Mit der Hand (die des inneren Zügels) oder dem Ellbogen kann man nun dem Pferd helfen, seine Biegung durch die Rippen und die Position der Hinterhand nach innen zu erhalten, so daß es sich in Richtung seiner konkaven Körperseite bewegt. Der äußere Zügel (an der Wandseite) hält das Pferd mit der Vorhand  auf dem Hufschlag, während der innere nur die Halsstellung erhält – und dann ganz leicht werden kann.
09TraversAngleCombo
  • Do not aim for a very pronounced angle of the body! Walking on three tracks is what is most beneficial to the horse’s learning experience, just as we aimed for in the shoulder-in. But contrary to what happens in the shoulder-in, in travers the horse’s hind leg on the convex side thrusts forward more (rather than bringing his hocks under him), for which too steep an angle would seriously throw him off balance.

Travers on the circle: next to horse

  • It is very important that you visualize your clean circle track by always looking a quarter circle ahead of your present position, so don’t stare at your horse’s legs all the time! If you have problems with planning your track, lay it down first, before you attempt the travers. This way you can see the groove and keep your horse’s front legs cleanly in it – then it is much easier to perceive, whether you achieve to keep the hind end just inside of that channel.
  • Since in travers on the circle the shoulders of the horse must cover a greater distance than the hind legs, the front legs extend and reach more, while the movement of the hind legs diminishes. This causes the horse to shift more of his weight to his hips – a step towards collection. Since a strongly oblique angle favours the crossing of the hind legs rather than their engagement, this therefore would cancel out some of the exercise’s positive effect, as well as making the balance more difficult for the horse. The shoulders would tend to get fixed and the hips would drift towards the inside of the circle. So do not sacrifice the benefits for the spectacular!

Natural crookedness of the horse:

  • Keep in mind that, as in all lateral work, there is a pronounced difference in the horse’s reactions to your demands depending on whether you work his “easy” side (where he is naturally hollow) or his convex side. The goal of the schooling is always to remedy the natural asymmetry of the horse by the gymnastic benefit of stretching the restricted side (the hollow side of the horse, where the muscles are shortened).
  • On his hollow side (normally the horse’s left) the horse will easily follow your request to bend, as it meets his natural inclination. Working travers at first on the circle you will see that he tends to enlarge it, while bending his neck rather too strongly and by moving the hind end too much into the circle. So to counteract his natural crookedness you will, on his “easy” side, work on a smaller circle and with a good forward tempo. You limit the bend of the neck with a firm outside rein to bring the horse more onto the inner shoulder, and limit the angle as well, so you work on approximately 3 tracks.
  • On his “difficult” side (in most cases the horse’s right hand) matters are reversed. Here his bend is naturally restricted, as his hollow side (mostly his left) has difficulties to stretch – and of course the outside must be able to stretch to bend to the inside.
  • Man soll keine starke Abstellung des Körpers anstreben! Travers auf 3 Spuren ist für die Lernerfahrung des Pferdes am günstigsten, genau wie im Schulter-Herein. Aber im Gegensatz zu diesem, schiebt das Pferd im Travers mit dem äußeren Hinterbein mehr vorwärts (anstatt nur das Sprunggelenk unterzusetzen), und dabei würde ein steiler Winkel der Abstellung es aus der Balance werfen.

Travers auf dem Zirkel: neben dem Pferd

  • Hier ist es sehr wichtig, daß man seinen Zirkel genau plant, indem man immer einen Viertelkreis vorausschaut. Starren Sie also nicht nur auf die Beine Ihres Pferdes! Ich lege meine Zirkelspur immer vorher, ehe ich Travers versuche. So kann man die Spur sehen und die Vorderbeine exakt darauf lenken – und dann ist es auch viel einfacher zu erkennen, ob man es schafft, die Hinterbeine auf der Innenseite dieser Spur zu halten.
  • Da in dieser Stellung die Schultern des Pferdes auf dem Zirkel einen weiteren Weg als die Hinterbeine zurücklegen müssen, strecken sich die Vorderbeine mehr , während die Hinterbeine kürzer treten. Dabei verlagert das Pferd mehr Gewicht auf seine Hüften – ein Schritt in Richtung Versammlung. Da eine starke seitliche Abstellung eher ein Kreuzen der Hinterbeine als ein Untertreten fördert  würde dies also einen Teil des positiven Effektes der Übung aufheben, und auch ein Ausbalancieren für das Pferd viel schwieriger machen. Die Schultern würden sich fixieren und die Hüften zum Zirkelinneren driften. Opfern Sie also nicht das Nützliche für bloße Show!

Natürliche Schiefe des Pferdes:

  • Wir erinnern uns, daß in allen Seitgängen ein Unterschied in den Reaktionen Ihres Pferdes je nach Seite besteht – ja nachdem ob man auf der „Schokoladenseite“ (auf der es  natürlich hohl ist) oder seiner konvexen Seite arbeitet. Das Ziel der Ausbildung ist immer, die natürliche Asymmetrie des Pferdes durch gymnastische Dehnung der hohlen Seite, wo die Muskeln verkürzt sind, auszugleichen.
  • Auf der hohlen Seite (meistens links) wird das Pferd Ihrer Anforderung nach Biegung williger nachkommen, da es seiner natürlichen Neigung entspricht. Wenn Sie zuerst Travers auf dem Zirkel üben, werden Sie erkennen, daß es dazu neigt ihn zu vergrößern, den Hals eher zu stark zu biegen und mit der Hinterhand zu weit in den Zirkel zu drängen.Um dieser natürlichen Schiefe entgegen zu wirken, muß man also (auf der Schokoladenseite) auf einem kleineren Kreis und mit flotterem Tempo arbeiten. Man begrenzt die Halsabstellung mit einem deutlichen äußeren Zügel, um das Pferd mehr auf die innere Schulter zu bringen, und begrenzt die Abstellung, so daß man etwa auf 3 Spuren geht.
  • Auf seiner „schwierigen“ Seite (meistens rechts) steht es umgekehrt. Hier ist seine Biegung von Natur aus begrenzt, da seine hohle Seite (meistens links) Schwierigkeiten hat sich zu dehnen – und es ist ja klar, daß die Außenseite sich strecken muß, damit die innere sich biegen kann.

09TraversCircleBehindCombo

Travers: position behind the horse

  • You have practised the travers on the circle alternating both sides frequently. As the horse understands the aim of the exercise better, you drop back into the position behind your horse and see, whether he still follows your rein aids. If not – maybe they are not clear enough?
  • Along the wall again, the trainer now moves toward the inside of the arena and contains the hindquarters on the second track by the action of a firm and rather low outer rein. The inside rein just maintains the flexion of the neck, but can help to prevent the hindquarters from drifting too far inside – thus keeping the exercise to an obliquity of three tracks only.

Travers: position behind on inside of horse

  • Prepare your horse again on the circle at an extended walk or, at this stage, even an unhurried trot, first walking right behind him.  Then move up on the inner side, securing the haunches with a firm outer rein.
  • Ph. Karl states in his writings that he believes this position, behind and on the inside of the horse, is the most advantageous for travers and particularly the half-pass. By being in the horse’s field of vision, you give him more confidence. Also you can control all movement of the hind quarters with your outer rein, and “resume forward motion at any time by the inner rein” (unfortunately we are not told “how” – by slapping the reins against his flank? I don’t quite understand this). As further advantage he cites that in switching from travers to shoulder-in and back, you only have to pass the outer rein back over the croup, rather than both reins.
  • Unfortunately my Beau refuses to read Ph. Karl’s book! No matter how often I tell him that “me on the inside is easier!” he will not listen.  I have patiently tried and gotten nowhere. So I try to approach to correct position in stages, hoping to be able to better explain the end goal to my horse this way.
Travers: Position hinter dem Pferd

  • Auf dem Zirkel hat man auf beiden Seiten gleichmäßig gearbeitet. Sowie das Pferd die Übung einigermaßen verstanden hat, fällt man langsam in die Position hinter dem Pferd zurück, und stellt fest, ob es auch von hier die Zügelhilfen befolgt. Wenn nicht – sind sie vielleicht nicht klar genug?
  • Wieder entlang der Bande schreitet der Trainer nun auf der Innenseite und verwahrt die Hinterhand auf dem zweiten Hufschlag mit einem deutlichen und ziemlich niedrig gehaltenen äußeren Zügel. Der innere erhält nur die Halsbiegung, kann aber auch helfen die Hinterhand daran zu hindern, zu weit nach innen zu drängen – so daß man sich nur auf 3 Spuren bewegt.

Travers: Position innen hinter dem Pferd

  • Wieder bereitet man das Pferd auf dem Zirkel in gutem Schritt oder langsamen Trab vor, indem man zuerst hinter ihm geht. Dann geht man weiter innen und verwahrt die Hinterhand mit einem deutlichen äußeren Zügel.
  • Ph. Karl schreibt in seinen Büchern, daß er diese Position, hinter und innen am Pferd, für die günstigste für Travers und besonders die Traversale hält. Da man sich so im Gesichtsfeld des Pferdes befindet, hat es mehr Vertrauen. Man kann so auch alle Bewegungen der Hinterhand mit dem äußeren Zügel kontrollieren und „die Vorwärtsbewegung jederzeit mit dem inneren Zügel wiederherstellen“ (leider sagt es uns nicht wie – indem man den Zügel an seine Flanke klatscht? Ich verstehe das nicht ganz). Als weiteren Vorteil nennt er, daß man beim Wechseln von Travers zu Schulter-Herein usw. nur den äußeren Zügel, anstatt beide, über die Kruppe führen muß.
  • Leider hat mein Beau Ph. Karls Buch nicht gelesen! Egal wie oft ich ihm sage, daß „ich innen ist leichter!“ gilt, will er es nicht glauben. Ich habe geduldig geübt und bin der Sache nicht näher gekommen. Daher bemühe ich mich der korrekten Position etappenweise anzunähern, und vielleicht so meinem Pferd das Endziel leichter zu erklären.

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  • From the outside position (shown on the left) where with the help of my hand or elbow I gently pushed the haunches in, I then try to gradually drop back into the position more behind the horse. Now only the inner rein leans against the outer flank of the horse to keep the bend and keep the haunches in. Then I slowly work my way around the croup and appear in my horse’s field of vision, but I still have the inner rein passed over his back.
  • Please note that this is my invention, trying to “help and explain” the way I do, to get results, which are otherwise not forthcoming! I now gradually let the outer rein take over to secure the correct position of the haunches  - and will, in the end, hopefully arrive at the position described as correct by Ph. Karl and shown in my drawing on the right, with the inner rein on the inside.
  • We are not cleanly there yet – but I can see that we are approaching the goal. So keep on practising!

Read on about the pirouette and half-pass in the next Blogs!

  • Von der Außenposition (links gezeigt), wo ich noch mit Hilfe meiner Hand oder Ellbogens leicht die Hinterhand nach innen geschoben hatte, falle ich nun langsam in die Position hinter dem Pferd zurück. Nun lehnt nur noch der innere Zügel an der äußeren Flanke des Pferdes, um Biegung und Innenstellung der Hinterhand zu erhalten. Dann arbeite ich mich langsam auf die andere Seite der Kruppe und erscheine im Gesichtsfeld meines Pferdes, habe aber immer noch den inneren Zügel über seinem Rücken und auf der Außenseite.
  • Bitte beachten Sie, daß dies meine Erfindung ist, mit der ich, nach meinem Motto „Helfen und Erklären“, versuche Resultate zu erhalten, die wir anderweitig nicht erreichen konnten. Ich lasse nun langsam den äüßeren Zügel das Verwahren der Hinterhand übernehmen – und werde hoffentlich am Ende in der von Ph. Karl als korrekt beschriebenen Position m it innerem Zügel innen, die in der Zeichnung rechts gezeigt ist, enden.
  • Aber noch sind wir nicht da -kommen der Sache aber näher. Weiter üben!

Weiter gehts im nächsten Teil mit der Pirouette und Traversalen!

Playing with Knowledge – Blog 11 – Give Him Courage

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with knowledge – Part 11

Fachmännisch Spielen – Teil 11 

Give him courage

  • In the last part we discussed how to lead our horse trustworthily during an exploration of troubling objects or occurrences. Now we want to enlarge a bit on how to make your horse more courageous, which is part of your leadership qualities. If you achieve this, he will have to rely less on you and your reactions, whenever he perceives something worrying. Self-reliance will make him less spooky – and it will make you safer!

A courageous horse:

  • A courageous horse is not necessarily fearless, but he does not fear without reason – he does not panic! So by making him more courageous we enable him to make better decisions in doubtful situations, rather than switching into instant flight mode at each occasion.
  • We mentioned already how statistics indicate that most accidents with and around horses result from panicking after a spook.  It is totally normal for a horse to briefly spook and jump, when he glimpses some new and fast moving object from the corner of his eye – after all, he is and will always remain a flight animal! He has it cemented in his genes that his survival depends on the capability to run away from danger rather than staying put to fight. We also mentioned in earlier Blogs how the horse’s eyes work – how his perception of motion is incredibly quick, but his focus is bad for most of the range of his almost 360 degree field of vision.

Not all is “de-sensitizing”:

  • There seem to be different kinds of spooking.

A)  One is what I call  “Seeing Ghosts”.

  • There is a corner in the arena, which the horse just cannot pass – an invisible ghost is lurking there! We know that horses have good memories – and who knows what happened in that corner before! Had the respective human seen at the first occurrence of the ghost what it was that spooked the horse, then he could address the issue directly. But as we are very bad observers compared to the horse, we mostly miss it.
  • We also know what is called “superstition”. By that we mean in this context that there is an innate expectation (by us as well as by our horses) of a thing repeating itself – good or bad! If you had a car accident at a certain intersection, you will tend to avoid it or at least be extra careful next time you pass it – this can carry on for years! Or if you found some money at a certain spot, you can hardly prevent yourself from looking there again – even if you know that the probability of this event repeating itself is very low
  • These. are the lurking ghosts… Recognize the anticipation in your horse – he will tense and/or tremble – and if you tense and tremble as well, he will be reinforced in his fear. Remember that he feels your level of adrenalin! So you must treat the ghost as if it wasn’t there – which it isn’t! And go on about your business ignoring it completely. This presupposes of course that you DID check there is nothing there! Over time, if the anticipated trouble does not happen and you remain completely relaxed, your horse will take that as proof that all is well and he can relax too.

B)  Then there is what I call “habitual spooking”: De-sensitizing

  • By this I mean being afraid of certain objects such as umbrellas or flower decorations in a show ring, no matter how often he came across them before. Every time the horse sees an umbrella, he will jump again. Of course not every umbrella is the same, and who knows whether a horse even considers all umbrellas as being of the same species! Rather than changing to the other side of the road each time you see an umbrella approaching and attempting to avoid the issue, these problems must be solved by acquainting the horse with such objects on a recurring basis. This is generally called “de-sensitizing”. As the leader you have learned (see last Blog) to conduct the necessary exploration and have de-spooked him according to the method of advance and retreat, as described in detail in the book “From Leading to Liberty”. This does not make a horse more courageous, it just dulls him to certain situations and makes him more reliable – but in in those situations only! You can’t dull your horse to each and every possible situation, – and I at least wish to have an alert not a dull horse – but not a panicky one!

C)  “Sensible Spooking”:

  • What I call “Sensible Spooking” happens when the horse is confronted with a situation, which is so complex that he can’t assess it fast enough – in this case it makes sense to flee as he is told by his survival instinct.
  • Such flight can only be avoided if the horse has a leader that he can rely on, and trusts enough to believe this leader knows better. If such a leader tells him to stay put, the horse will not panic and run.
  • The only way to make your horse truly bomb-proof is to become such a trustworthy leader that the horse will take the cue “to flee or not to flee” from you at all times.
  • In part 07 we mentioned that the only way to stay calm yourself, if you ARE the nervous type, is to practise spooking in safe surroundings. But good leadership has not only to do with the avoidance of spooking – it is the all-around “correct” behaviour (correct in the horse’s eyes!), which encompasses the entire list, from Blog 01 of the series to the end!
  •  So to make your horse more courageous you have to know quite a bit about the horse’s way of thinking, know their rules of social behaviour and understand what their instincts dictate to them (as this can’t be changed). All this is best done by playing a lot of games with your horse, during which you get to know him in depth and detail. “From Leading to Liberty” was written with that purpose in mind – and there you find 100 games, which will get you to your goal with fun and enlightenment!
  • BUT we are not at the end of our list of leadership qualities yet!

So read on  in the next Blog!

Dem Pferd Mut geben

  • Im letzten Blog haben wir diskutiert wie wir unser Pferd während der Erforschung von beunruhigenden Dingen oder Vorkommnissen vertrauenswürdig anleiten. Jetzt wollen wir dazu unser Pferd noch mutiger machen, was auch einen Teil unserer Anführerqualitäten bildet. Wenn Sie das erreichen, muß es sich weniger auf Sie und Ihre Reaktionen verlassen, wenn es etwas Beunruhigendes sieht. Selbstvertrauen macht es weniger scheu – und das macht auch Sie sicherer!

Ein mutiges Pferd:

  • Ein mutiges Pferd ist nicht unbedingt ohne Angst, aber es beängstigt sich nicht grundlos – es verfällt nicht in Panik! Wenn man ihm also hilft mutiger zu werden, kann es in zweifelhaften Situationen bessere Entscheidungen treffen, anstatt jedesmal sofort in den Fluchtmodus zu verfallen.
  • Wir haben schon erwähnt, daß die Statistiken zeigen, daß die meisten Unfälle mit oder um Pferde herum daher resultieren, daß das Pferd scheut. Es ist ganz normal, daß ein Pferd kurz scheut und einen Satz macht, wenn es ein unbekanntes und sich schnell bewegendes Objekt im Augenwinkel erhascht – es ist ja ein Fluchttier und wird es immer bleiben! Es hat es in den Genen verankert, daß sein Überleben von der Fähigkeit abhängt, schnell der Gefahr zu entfliehen, anstatt sich zu stellen und zu kämpfen. In früheren Blogs haben wir auch schon erzählt wie das Auge des Pferdes funktioniert – wie seine Bewegungserkennung unheimlich schnell, die Schärfe des Bildes aber für fast den ganzen Gesichtskreis von 360 Grad schlecht ist.

Nicht alles ist “Desensitivieren”:

  • Es scheint drei Arten des Scheuens zu geben.

A)  Eine ist was ich  “Gespenster sehen”nenne.

  • Da gibt es in der Halle eine Ecke, an der das Pferd einfach nicht vorbei kann – da lauert ein unsichtbarer Geist! Wir wissen, daß Pferde ein gutes Gedächtnis haben – und wer weiß, was in der Ecke einmal passiert ist! Hätte der betreffende Mensch beim ersten Erscheinen des Gespenstes gesehen, was das Pferd verängstigt hat, dann hätte er den Fall direkt ansprechen können. Da wir aber schlechte Beobachter sind, verpassen wir das meistens.
  • Wir wissen, was „abergläubisch“ bedeutet. In diesem Zusammenhang meinen wir damit eine uns (und unseren Pferden ebenfalls) eigene Erwartungshaltung, daß eine Sache sich wiederholt – gut oder schlecht! Wenn Sie an einer bestimmten Kreuzung einmal einen Unfall hatten, werden Sie dazu tendieren diese zu vermeiden, oder zumindest besonders vorsichtig fahren, wenn Sie das nächste Mal da vorbeikommen – das kann Jahre so gehen! Wenn man an einer bestimmten Stelle Geld gefunden hat, kann man sich kaum davon abhalten, dort wieder zu gucken – obwohl man weiß, daß die Wahrscheinlichkeit, daß sich das Vorkommnis wiederholt, sehr gering ist.
  • Das sind die lauernden Gespenster… Erkennen Sie die Vorahnung in Ihrem Pferd – eine Anspannung oder Zittern – und wenn Sie dann selber zu zittern beginnen, wird das Pferd in seiner Angst bestätigt. Vergessen Sie nicht, daß es Ihren Adrenalinspiegel fühlt! Man muß die Gespenster total ignorieren – und mit seinen Plänen ungerührt fortfahren. Das bedeutet natürlich, daß Sie zuerst festgestellt haben, daß dort wirklich nichts ist! Mit der Zeit, wenn wirklich nie was passiert und Sie ganz entspannt bleiben, wird Ihr Pferd das als Beweis annehmen, daß alles ok ist und es sich auch entspannen kann.

B)  Dann gibt es was ich “Gewohnheitsscheuen”nenne: De-sensitizing

  • Damit meine ich, daß das Pferd sich vor gewissen Gegenständen wie Schirmen oder Blumendekoration fürchtet, egal wie oft es sie schon gesehen hat. Jedesmal, wenn es einen Schirm erblickt, macht es wieder einen Satz. Natürlich ist nicht jeder Schirm genau gleich, und wer weiß, ob ein Pferd alle Schirme als Angehörige der selben Spezies anerkennt! Anstatt jedesmal höflich auf die andere Straßenseite auszuweichen, wenn sich ein Schirm nähert und damit das Problem zu vermeiden, muß man es ansprechen und das Pferd mit diesen Dingen wiederholt direkt konfrontieren. As nennt man generell “Desensitivieren”.  Als guter Anführer haben Sie ja gelernt (siehe letzten Blog) wie man die nötige Untersuchung anleitet, und wie das nach der Methode von Annäherung und Rückzug, imDetail im Buch “From Leading to Liberty” besprochen) funktioniert. Das macht das Pferd nicht unbedingt mutiger, es stumpft es nur gegen gewisse Situationen ab und macht es verläßlicher – aber eben nur in diesen Situationen! Man kann sein Pferd nicht gegen alle und jede Vorkommnisse abstumpfen – und ich zumindest will ja auch ein aufgewecktes, nicht abgestumpftes Pferd – aber kein panisches!

C)  “Verständiges Scheuen”:

  • Was ich verständiges Scheuen nenne geschieht, wenn das Pferd mit einer Situation konfrontiert ist, die so komplex ist, daß es sie nicht schnell genug einschätzen kann – da ist es ja sinnvoll zu flüchten, wie sein Überlebensinstinkt ihm eingibt.Solche Flucht kann nur vermieden werden, wenn es einen Anführer hat, auf den es sich verlassen kann und dem es genug vertraut, um zu glauben, daß der es besser weiß. Wenn der dann sagt, daß Flucht unnötig ist, wird das Pferd auch nicht in Panik verfallen und losrennen.
  • Die einzige Art, sein Pferd wirklich bombensicher zu machen ist so ein vertrauenswürdiger Anführer zu werden, daß es jederzeit das Stichwort „zu fliehen oder nicht“ von seinem Menschen annimmt. Im Teil 07 haben wir erwähnt, daß die einzige Weise wie man wirklich ruhig bleiben kann, wenn man selber der nervöse Typ ist, ist Scheu-Situationen in sicherer Umgebung zu üben. Aber Führerqualitäten haben nicht nur mit dem Verhindern von Scheuen zu tun – es ist das „rundum korrekte“ Verhalten (korrekt in den Augen des Pferdes!), welches die ganze Liste umfaßt, von Blog 01 dieser Serie bis zum Ende!Um das Pferd mutiger zu machen muß man also wissen wie es denkt, seine sozialen Regeln kennen und verstehen, was seine Instinkte ihm vorschreiben (das kann ja nicht geändert werden). Das alles geht am besten, indem man viele Spiele ausprobiert, währenddessen man sein Pferd gründlich kennenlernt. “From Leading to Liberty” ist ja mit diesem Ziel geschrieben worden – da finden Sie 100 Spiele, die Sie Ihr Ziel mit Spaß und Erleuchtung erreichen läßt.
  • Aber wir sind noch nicht am Ende unserer Führerqualitätenliste!

Lesen Sie weiter in der nächsten Folge!

Long-reining – Blog 08 – Straight Bends

Posted on by Jutta Wiemers

Longreining – Part 8

Arbeit am langen Zügel – Teil 8

Straight bends

  • In the last Blog we started on lateral work with the shoulder-in. Now we want to refine our rein aids further and introduce the horse to the idea of a straight bend – that is a rather pronounced bend of the neck, while continuing to walk straight ahead.

The straight bend:

  • The straight bend is used by the School of Légèreté, but there from the ground in front or at the side of the horse, or under the rider. On the long reins my horses found this quite difficult to understand, which in turn made me understand, how unclear my rein aids still were.
  • For the horse the straight bend is a flexion exercise to limber him up, but also an experience of a different kind of balance, as his neck is his balancing pole. It prepares him for the lateral exercise of travers and half-pass.

Explain from the front first:

  • You must have explained this exercise to your horse from the ground à la Philippe Karl, as we showed in previous Blogs. The best way to learn this is by watching his videos (The School of Légèreté, see Blog part 06). We mentioned before that on the long reins and in the position behind the horse we cannot lift the rein as an indication for the bending request quite as high as would be necessary to make the aid effect only the corner of the mouth as stated in the Ph. Karl method. But if the horse already knows the aid and procedure, he will understand it in smaller hints as well.

Biegung auf der Geraden

  • Im letzten Blog hatten wir mit Seitgängen mit dem Schulter-Herein begonnen. Jetzt wollen wir unsere Zügelhilfen weiter verfeinern und das Pferd mit der Idee einer Biegung auf der Geraden vertraut machen. Das ist eine ziemlich deutliche Biegung des Halses, während man aber geradeaus weitergeht.

Biegung auf der Geraden:

  • Die Biegung auf der Geraden wird von der Schule der Légèreté propagiert, dort aber vom Boden aus, von vor oder neben dem Pferd, oder unter dem Reiter. Am langen Zügel fanden meine Pferde das ziemlich schwierig zu verstehen, was wiederum mir klar machte, wie unklar meine Zügelhilfen noch waren.
  • Für das Pferd ist die Biegung auf der Geraden eine gymnastizierende Übung, aber auch eine neue Balance Erfahrung mit der „Balancierstange Hals“. Es bereitet es auf Seitgänge wie Travers und Traversale vor.

Zuerst von vorne erklären:

  • Zuerst erklärt man dem Pferd diese Übung von vorne à la Philippe Karl, wie in früheren Blogs gezeigt. Am besten lernt man das von seinen Videos (Die Schule der Légèreté, siehe Blog 06). Wir haben schon erwähnt, daß man am langen Zügel und in der Position hinter dem Pferd den Zügel zum Verlangen einer Biegung nicht so hoch heben kann, wie es eigentlich nötig wäre, damit die Hilfe nur in der Maulspalte wirkt, wie das in der Ph.Karl Methode verlangt wird. Wenn das Pferd aber die Hilfe und das Verhalten schon kennt, wird es das auch von kleineren Andeutungen her verstehen.

The high hand demands the bend, but it sinks once it is achieved. Do not pull! Vibrate and give. Work both sides. Die hohe Hand verlangt die Biegung, sinkt aber ab, sobald sie erreicht ist. Ziehen Sie nicht! Der Zügel vibriert und gibt nach. Arbeiten Sie auf beiden Seiten.

The high hand demands the bend, but it sinks once it is achieved. Do not pull! Vibrate and give. Work both sides.
Die hohe Hand verlangt die Biegung, sinkt aber ab, sobald sie erreicht ist. Ziehen Sie nicht! Der Zügel vibriert und gibt nach. Arbeiten Sie auf beiden Seiten.

In halt, from behind:

  • First in halt, and behind the horse, lift one rein as high as you can and say “bend!”. Don’t pull, but rather vibrate it and GIVE at the first correct response from the horse. (The outer rein gives just enough to make the bend possible.) If the horse does not understand you, you can also open the arm (away from the horse). Do this on both sides, alternating. Increase the bend slowly, until you get it to about 90 degrees. With the preparation of our mobilisation games (in the book “From Leading to Liberty” and mentioned in the last Blog) your horse will have no problems achieving this.

In walk along the wall:

  • On the track and along the wall we try the inside bend in walk. This is generally easily done as horses have the tendency to stick to the beaten track – keep him from turning by a firm outer rein.
Im Halten, von hinten:

  • Zuerst im Halten und von hinter dem Pferd heben Sie einen Zügel so hoch wie möglich an und sagen Sie „Bieg dich!“ Ziehen Sie nicht, sondern vibrieren Sie den Zügel und geben Sie sofort nach, wenn die korrekte Reaktion vom Pferd erfolgt. (Der äußere Zügel gibt nur genug nach, um die Biegung zu ermöglichen.) Wenn das Pferd Sie nicht versteht, können Sie auch den Arm seitlich öffnen (weg vom Pferd). Üben Sie das auf beiden Seiten abwechselnd. Verstärken Sie die Biegung in kleinen Schritten bis auf ungefähr 90 Grad Abstellung. Mit der Vorbereitung unserer Mobilisierungsspiele (im Buch “From Leading to Liberty” im letzten Blog erwähnt) hat Ihr Pferd keine Probleme das zu erreichen.

Im Schritt auf dem Hufschlag:

  • Auf den Hufschlag versuchen wir  die Innenbiegung im Schritt. Da Pferde von Natur aus gern auf dem ausgetretenen Pfad gehen, ist dies oft einfacher – der äußere Zügel verhindert ein Abbiegen.

The high inside rein asks for the bend - the outside just gives enough to make it possible and then remains firm. Sink the inside hand, when the bend is achieved. Der hohe innere Zügel verlangt die Biegung - der äußere gibt nur genug nach, um sie zu ermöglichen, dann steht er an. Die innere Hand senkt sich, sobald die Biegung erreicht ist.

The high inside rein asks for the bend – the outside just gives enough to make it possible and then remains firm. Sink the inside hand, when the bend is achieved.
Der hohe innere Zügel verlangt die Biegung – der äußere gibt nur genug nach, um sie zu ermöglichen, dann steht er an. Die innere Hand senkt sich, sobald die Biegung erreicht ist.

  • It is easier at first to explain to the horse what  we want from the position next to his croup. Like this you can fix your outside rein by leaning this hand against the horse and use it or even your elbow to keep him out on the track. This is certainly not the most elegant solution, but in the phase where we are still explaining the task, it is acceptable. It is the result that counts!
  • On the picture in the centre you can see how the inside hand descends, once the bend is achieved and the horse gives his mouth. If he starts to fight your hand, give and take him onto the volte as described below.

Onto the volte and extend:

  • The more you increase the bend, the more difficult this becomes to the horse, both in flexibility and balance. Do NOT pull! Vibrate and entice! Praise each tiny indication that he is trying! As a good trainer we have to make this exercise palatable to our partner and success easy to achieve! Therefore, before this bending turns into a struggle with the horse counter-pulling against your hand, you must take him onto a volte and let him extend as a reward as soon as he shows a desirable reaction. You remember Ph. Karl’s “action-reaction” exercise. In my picture on the right I am trying to show that even on the long reins, by lifting both reins as high as possible, you can come very close to the desired effect of the bit on the corner of his mouth only. As soon as the horse pushes into the bit as a response, you give and let him extend his neck on the volte, as shown on the left.
  • This way, by constant release you will successively get him to bend more.
  • Es war für mich zuerst leichter dem Pferd aus der Position neben seiner Kruppe zu erklären, was ich von ihm wollte. So kann man seinen äußeren Zügel fixieren, indem man die Hand oder sogar den Ellbogen an das Pferd lehnt, um es auf dem Hufschlag zu halten. Das mag nicht die eleganteste Lösung sein, ist aber in der Erklärungsphase akzeptabel. Es ist nur das Resultat, was hier zählt!
  • Auf dem mitlleren Bild sieht man wie die innere Hand sich absenkt, sobald die Biegung erreicht ist und das Pferd im Maul nachgibt. Wenn es aber anfängt sich gegen die Hand zu wehren, gibt man nach und leitet es auf eine Volte, wie weiter unten beschrieben.

Dehnen auf der Volte:

  • Je mehr man die Biegung verstärkt, desto schwieriger wird es für das Pferd, sowohl in Biegung als auch Balance. Ziehen Sie nicht! Vibrieren und verlocken Sie! Loben Sie jedes winzige Anzeichen, daß es sich bemüht! Als gute Trainer müssen wir die Übung appetitlich und den Erfolg leicht zu erreichen machen. Bevor die verlangte Biegung also in einen Kampf ausartet und das Pferd sich gegen Ihre Hand wehrt, leiten Sie es auf eine Volte und lassen es sich dehen, als Belohnung sobald es eine erwünschte Reaktion zeigt. Sie erinnern sich an Ph. Karls „Aktion-Reaktion“ Übung. In meinem Bild rechts versuche ich zu zeigen, daß man durch extrem hohes Anheben beider Zügel dem erwünschten Effekt, daß nämlich das Gebiß nur auf die Maulspalte einwirken soll, recht nahe kommen kann. Sobald das Pferd als Antwort dagegen drückt, gibt man nach und läßt es auf der Volte den Hals dehnen, wie links gezeigt.
  • So kann man durch häufiges Nachgeben das Pferd dazu bringen, sich immer weiter zu biegen.
Top right: asking for "Action-Reaction" on the long reins. Top left: Let him extend his neck on a small volte. Bottom right: Request of the bend with a high hand. Centre: hand sinks when bend is achieved. Left: Bend of the poll is correct when it is at the highest point with nose at or in front of the vertical. Oben rechts: "Aktion-Reaktion" am langen Zügel. Oben links: Strecken in die Dehnung auf der Volte. Unten rechts: Abfragen der Biegung mit hoher Hand. Mitte: Hand senkt sich, wenn die Biegung erreicht ist. Rechts: Genickstellung ist korrekt, wenn sie am höchsten Punkt geschieht mit Nase an oder vor der Vertikalen.

Top right: asking for “Action-Reaction” on the long reins. Top left: Let him extend his neck on a small volte.
Bottom right: Request of the bend with a high hand. Centre: hand sinks when bend is achieved. Left: Bend of the poll is correct when it is at the highest point with nose at or in front of the vertical.
Oben rechts: “Aktion-Reaktion” am langen Zügel. Oben links: Strecken in die Dehnung auf der Volte.
Unten rechts: Abfragen der Biegung mit hoher Hand. Mitte: Hand senkt sich, wenn die Biegung erreicht ist. Rechts: Genickstellung ist korrekt, wenn sie am höchsten Punkt geschieht mit Nase an oder vor der Vertikalen.

Straight Bend from behind:

  • Now we try the same from the position behind the horse.On the photographs you can see the request for the bend with the high hand (right), then a sinking of the hand once the bend is achieved (centre) and then the bend of the poll, whereby you must pay attention that the horse does not get behind the vertical.

Straight bend in trot:

  • When you try the straight bend in trot you will demand less of a bend – 45 degrees without vacillating from the track would be very respectable! The procedure is of course the same as in walk, including extension on a volte. Concentrate on keeping a regular rhythm. If things get difficult – take a step back and explain again in walk.

Misunderstandings:

  • The main misunderstanding is of course that the horse will try to turn, while you request the bend of the neck only. Here you must refine your rein aids. Be very clear with a firm outside restraint and soft with your inner rein. Refrain from pulling and GIVE often, even if by small amounts, but promptly, whenever the horse gives the smallest indication of understanding. Help with your own body language by staying very straight, keep the outside rein firm and quiet  (fix this hand on his croup perhaps) and help him by an unemotional “nein!”, when he tries to veer off, and an enthusiastic “yaya!”  when he bends his neck.

The outside straight bend:

  • We do the same exercise to the outside. This might confuse your horse a bit at first, but it prevents him from turning, and therefore gets the concept of the “straight bend” across easily. Try to keep him on the second track. In this position his neck has room to bend without his head hitting the wall. Your raised arm and vibrating rein request the bend, – do NOT pull! – voice command “bend!” accompanies it. Prevent any evasion with the hind quarters with your whip and a firm outside rein. Demand just a small bend at first and increase gradually, but always let the horse straighten in between. This part of the exercise is most important to make him understand, so lots of patience and praise – this will really pay off later, when you attempt travers and half-pass!
Gerade Biegung von hinter dem Pferd:

  • Jetzt üben wir das selbe aus der Position hinter dem Pferd. Auf den Fotos sieht man das Abfragen der Biegung mit der hohen Hand (rechts), dann ein Absinken des Zügels, wenn die Biegung erreicht ist (Mitte) und dann die Biegung im Genick (links), wobei  man beachten muß, daß das Pferd nicht hinter die Senkrechte kommt.

Gerade Biegung im Trab:

  • Bei der geraden Biegung im Trab verlangt man weniger Abstellung – 45 Grad ohne vom Hufschlag abzudrängen ist sehr respektabel! Das Vorgehen ist wie im Schritt, inklusive der Dehnung auf der Volte. Beachten Sie die Beibehaltung eines regelmäßigen Rhythmus. Wenn es schwierig wird – zurück zum Schritt und Wiederholung der Anfänge.

Mißverständnisse:

  • Das hauptsächliche Mißverständnis ist natürlich, daß das Pferd abbiegen will, wenn Sie nur die Halsbiegung verlangen. Hier muß man seine Zügelhilfen verfeinern. Die Beschränkung mit einem anstehenden äußeren Zügel muß klar sein, und der innere weich. Man darf nicht ziehen und muß oft nachgeben, auch wenn jedesmal nur ein wenig, aber prompt, sobald das Pferd zeigt, daß es etwas verstanden hat. Helfen Sie mit Ihrer eignen Körpersprache nach, indem Sie sehr gerade bleiben, äußerer Zügel fest und ruhig (vielleicht mir der Hand auf der Kruppe) – und mit einem unemotionalen „nein!“, wenn es versucht abzubiegen, und einem begeisterten „jaja!“, wenn es nur den Hals biegt.

Biegung auf der Geraden – außen:

  • Nun üben wir das selbe mit einer Außenbiegung. Vielleicht verwirrt es das Pferd anfangs ein wenig, aber es hält es davon ab sich wegzudrehen, und erklärt ihm daher das Konzept einer „geraden Biegung“ am einfachsten. Versuchen Sie es auf dem zweiten Hufschlag zu halten. In dieser Position hat es Platz seinen Hals zu biegen ohne mit dem Kopf an der Wand anzustoßen. Ihr erhobener Arm und vibrierender Zügel verlangen die Biegung – ziehen Sie nicht! – Stimmkommando ist „bieg dich!“. Ein Ausweichen der Hinterhand verhindert man mit der Gerte und einem anstehenden äußeren Zügel. Zuerst verlangt man nur wenig Biegung, dann allmählich mehr, aber immer mit Phasen der Dehnung dazwischen. Dieser Teil der Übung dient hauptsächlich dazu es dem Pferd verständlich zu machen, daher ist viel Geduld und Lob am Platze – später zahlt sich das wirklich aus, wenn man Travers und Traversale einübt!

Try to work on the second track so the horse can bend without hitting his nose on the wall. Increase bend from 45 to 90 degrees in stages. Arbeiten Sie auf dem zweiten Hufschlag, damit das Pferd nicht mit der Nase die Wand berührt. Biegen Sie allmählich von 45 bis 90 Grad.

Try to work on the second track so the horse can bend without hitting his nose on the wall. Increase bend from 45 to 90 degrees in stages.
Arbeiten Sie auf dem zweiten Hufschlag, damit das Pferd nicht mit der Nase die Wand berührt. Biegen Sie allmählich von 45 bis 90 Grad.

  • If the horse is confused – stop! Repeat the exercise in halt as you did at the beginning. Remember that no exercise has value, if it cramps up and worries the horse, as then he will not learn. You recognize this by seeing his head come up and his back hollow. He should chew in a relaxed manner and extend into the bit whenever you request it. So keep the training phases short, intersperse with fun stuff, pause and praise to keep the learning experience positive.

Straight bend on the centre line:

  • This is the test for your clear rein aids – and very difficult it was for my horses to understand! Be patient! Short repeats only! Switch sides frequently! Stop and praise often!
  • Wenn das Pferd verwirrt ist – anhalten! Machen Sie die Übung noch mal im Stillstand wie anfangs. Vergessen Sie nicht, daß jede Übung, die das Pferd verkrampft und nervös macht, wertlos ist, weil es so nichts lernen kann. Man erkennt das am gehobenen Kopf und hohlen Rücken. Ihr Pferd sollte in entspannter Weise abkauen und sich ins Gebiß strecken, wenn Sie das verlangen. Halten Sie die Trainingsreprisen kurz, machen Sie dazwischen amüsante Dinge, pausieren und loben Sie, um die Lernerfahrung positiv zu gestalten.

Gerade Biegung auf der Mittellinie:

  • Das ist die Prüfung Ihrer klaren Zügelhilfen – und war für meine Pferde sehr schwer verständlich! Geduld! Kurze Reprisen und oft Seitenwechsel! Oft Pause mit Lob!

Be content with a small bend at first - keep the horse on a straight track! Gradually increase the bend only once he has well understood the exercise.  Seien Sie anfangs mit einer kleinen Biegung zufrieden - halten Sie Ihr Pferd aber auf einem graden Pfad! Verstärken Sie die Biegung erst, wenn Ihr Pferd die Aufgabe gut verstanden hat.

Be content with a small bend at first – keep the horse on a straight track! Gradually increase the bend only once he has well understood the exercise.
Seien Sie anfangs mit einer kleinen Biegung zufrieden – halten Sie Ihr Pferd aber auf einem graden Pfad! Verstärken Sie die Biegung erst, wenn Ihr Pferd die Aufgabe gut verstanden hat.

  • From the centre line I let my horses extend on a volte only if absolutely necessary for relaxation, because I have the feeling that it confuses the issue more than we benefit from it. Since I want them to understand that we continue walking straight ahead rather than turning, I try to get it straight in their heads that we can bend AND relax while still  along the wall (as mentioned above). So do the straight bend on the centre line only once you have the feeling that the horse has really understood what you want from him. If he gets nervous or fights your hand go back to the wall! It is important that he remain calm before we can proceed to the next step – the travers!

In the next Blog we will attempt the travers and the pirouette. Read on!

  • Von der Mittellinie lasse ich meine Pferde sich nur auf der Volte dehen, wenn das für die Entspannung absolut notwendig ist, denn ich denke, es verwirrt den Sacheverhalt mehr als daß es hilft. Da sie ja verstehen sollten, daß wir geradeauslaufen, anstatt abzubiegen, versuche ich lieber ihnen das „Biegen plus Entspannen“ entlang der Wand klarzumachen (wie weiter oben). Verlangen Sie also die gerade Biegung auf der Mittellinie erst, wenn Sie das Gefühl haben, daß Ihr Pferd schon richtig verstanden hat, was Sie von ihm wollen. Wenn es nervös wird oder sich gegen Ihre Hand wehrt, gehen Sie wieder auf den Hufschlag zurück! Es ist wichtig, daß es ruhig bleibt, bevor wir den nächsten Schritt – das Travers – versuchen!

Im nächsten Blog versuchen wir Travers und Pirouette. Lesen sie weiter!

Playing with Knowledge – Blog 10 – Lead exploration

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with knowledge – Part 10

Fachmännisch spielen – Teil 10

Exploration behaviour

  • In the last part we discussed point 5 (show the right reactions) and point 6 (be determined) of our leadership qualities’ list.  On we go!

7.    LEAD and let’s explore!

  • A leader, who is constantly afraid himself, is clearly no good. So you must prove to your horse that you are more knowledgeable  than him in all situations where he has doubts and asks for guidance.

Exploration distance:

  • Horses have an innate “exploration distance”. By this I mean the distance to which a perceived danger may approach without triggering an instant flight response. In unknown situations this will be approximately 100 metres, in familiar surroundings more like 20 metres. If the danger comes closer than that, they will quickly turn and be in full flight.

Flight distance:

  • They will then run in a straight line and with fast tempo until they have put enough distance between them and the perceived danger. This is usually about 400 to 600 metres, after which they stop, turn around and see if there still IS a reason to continue running. We already know that flight animals will always preserve energy (for the next necessary flight) when possible.

Exploration behaviour – phase 1 from afar:

  • The “exploration behaviour” of horses is anchored in their genes and the course of events is always the same. At first this happens at the above mentioned exploration distance, i.e. they take their bearings from afar. For this they mainly use their senses of sight, hearing and smell. If you are observant you will easily recognize the tell-tale signs in your horse’s body language: his body is tensed and ready for flight, head high, back hollowed and his tail held high. His ears are pointed to the front, his eyes will be wide open, and his nostrils extended. Perhaps he will also snort.
Erkundungsverhalten

  • Im letzten Teil diskutierten wir Punkt 5 (richtige Reaktionen zeigen) und 6 (entschlossen sein) unserer Führungsqualitäten. Weiter gehts!

7.   Erkundung anleiten!

  • Ein Anführer der selbst Angst hat ist nicht viel wert. Man muß also seinem Pferd klarmachen, daß man in allen Situationen, wo es sich beunruhigt und Zweifel hat und um Anleitung fragt,  mehr weiß als es.

Erkundungsdistanz:

  • Pferde haben eine angeborene „Erkundungsdistanz“. Damit meinen wir die Entfernung, auf die eine vermutete Gefahr sich annähern darf, ohne sofort den Fluchtreflex auszulösen. In ungewohnten Situationen sind das etwa 100 Meter, in vertrauter Umgebung eher 20. Wenn die Gefahr näher als das kommt, machen die Pferde auf der Stelle kehrt und flüchten mit hohem Tempo.

Fluchtdistanz:

  • Dann rennen sie auf einer geraden Linie so schnell sie können, bis sie denken, daß sie genug Abstand zwischen sich und die vermutete Gefahr gelegt haben. Das sind normalerweise zwischen 400 und 600 Meter, wonach sie stoppen und sich umdrehen, um festzustellen, ob es Grund gibt, weiter zu flüchten. Wir wissen ja schon, daß Fluchttiere wenn möglich immer ihre Energie (für die nächste nötige Flucht) aufsparen.

Fernorientierung:

  • Das „Erkundungsverhalten“ von Pferden ist in ihren Genen verankert und der Ablauf ist immer der selbe. Zuerst passiert es in der oben erwähnten Erkundungsdistanz, d.h. sie orientieren sich aus der Ferne. Dafür nutzen sie hauptsächlich ihren Gesichts-, Gehör- und Geruchssinn. Sie können leicht die typischen Anzeichen der Fernorientierung in der Körpersprache Ihres Pferdes beobachten: sein Körper ist gespannt und fluchtbereit, der Kopf hoch, Rücken weggedrückt und der Schweif aufgestellt. Die Ohren sind nach vorn gespitzt, Augen aufgerissen und die Nüstern gebläht. Vermutlich schnaubt es auch.
The leadmare (left) is in the front to check out the danger, first from a safe distance. Die Leitstute (links) leitet die Fernerkundung aus der vorderen Reihe ein.

The leadmare (left) is in the front to check out the danger, first from a safe distance.
Die Leitstute (links) leitet die Fernerkundung aus der vorderen Reihe ein.

Phase 2, from up close:

  • When the danger has passed, or the horses have recognized that a threat does not exist, then they go back to business as usual (grazing, dozing), except if they have become curious and want to explore further. If that is the case then the exploration will be lead by the high-ranking animals – that is YOU! The leader! Therefore you must know how it is done.
  • Your horse will still be ready for flight, but is willing to approach closer with jerky starts and stops to a certain distance, where he then starts to circle around the worrying object with a long extended neck. His body language is very different now from what is was before: he will move head and neck up and down in succession, and twist and turn them to get a full view of the object from all angles. (Read the earlier Blogs about how the horses’ eyes  work!) He will snort too! In my films “Playing with Horses” (in the chapter about de-spooking them) we caught this on camera beautifully, where my horses are invited to inspect a fake bear. During this phase the horse relies mostly on his sense of smell – and only when he dares to go really close also the sense of touch. He may pound it with his hoof or explore with his tactile hairs (whiskers), and may also lick, i.e. taste the object.
Phase 2 – Nahorientierung:

  • Wenn die Gefahr vorbei ist, oder die Pferde erkannt haben, daß es keine Bedrohung gibt, dann gehen sie wieder ”zur Tagesordnung” über (fressen, dösen), außer, wenn sie neugierig geworden sind und weiter erkunden wollen. Wenn das der Fall ist, wird die Erkundung  von den hoch-rangigen Tieren eingeleitet – das sind SIE! Der Anführer! Daher müssen sie wissen, wie man es macht.
  • Ihr Pferd ist immer noch fluchtbereit, aber gewillt sich weiter anzunähern, mit ruckartigen Starts und Stopps, bis auf eine gewisse Distanz, wo es anfängt, das Objekt mit langem Hals zu umrunden. Seine Körpersprache ist nun ganz anders als zuvor: Kopf und Hals werden abwechselnd gehoben und gesenkt und gedreht und gewendet, um ein klares Bild des Gegenstandes aus allen Blickwinkeln zu erhalten. (Aus den früheren Blogs wissen Sie, wie die Augen eines Pferdes funktionieren!) Auch hierbei wird geschnaubt! In meinen Filmen „Playing with Horses“ (auch deutsch! Im Kapitel über Ent-scheuen) haben wir das wunderbar mit der Kamera eingefangen, als meine Pferde einen falschen Bären untersuchten. In dieser Phase verläßt sich das Pferd hauptsächlich auf seinen Geruchssinn – und nur wenn es sich wirklich dran wagt, auch auf seinen Tastsinn. Vielleicht klopft es mit dem Huf daran oder untersucht es mit seinen Tasthaaren – vielleicht leckt es das Objekt gar.

After checking out the danger from afar, the leadmare decides to flee - the others follow simultaneously! Nachdem sie die Gefahr aus der Ferne eingeschätzt hat, beschließt die Leitstute zu flüchten - die anderen folgen sofort!

After checking out the danger from afar, the leadmare decides to flee – the others follow simultaneously!
Nachdem sie die Gefahr aus der Ferne eingeschätzt hat, beschließt die Leitstute zu flüchten – die anderen folgen sofort!

The biggest leader mistake:

  • We mentioned many times that only a self-assured horse can feel safe and therefore happy, and that it is our job as leader to make becoming more courageous possible for him. What a HUGE mistake is it therefore, if you try to just lead him by a perceived danger, demanding obedience, while your entire behaviour  is, in HIS eyes, un-leader-like and dangerous! If you don’t LEAD the necessary exploration knowledgeably and according to HIS rules, then the danger persists (because you haven’t checked it out!).  If you now just try (possible with whip and threats) to force him by, you have proven to NOT be a good leader. But if you also “turn tail” by avoiding  the problem altogether (like so many humans do!) he will understand that as a sign of fright (and will be mostly right!) – in both cases you  will lose your horse’s trust as a direct consequence.
Der größte Anführer-Fehler!

  • Wir haben oft erwähnt, daß nur ein beherztes Pferd sich sicher fühlen und daher glücklich sein kann. Es ist Ihr Job als Anführer es ihm möglich zu machen, daß es mutiger werden kann. Daher ist es ein Riesenfehler, wenn Sie es an einer vermuteten Gefahr einfach vorbeiführen wollen, indem Sie Gehorsam fordern, während doch Ihr ganzes Verhalten, in SEINEN Augen, schlecht geleitet und gefährlich ist! Wenn Sie die nötige Erkundung nicht fachmännisch anführen (und das nach SEINEN Regeln!) dann besteht die Gefahr weiter, da Sie sie ja nicht untersucht haben! Wenn Sie nun versuchen (vielleicht dazu noch mit Peitsche und Drohungen) das Pferd vorbei zu zwingen, haben Sie ihm stichhaltig bewiesen, daß Sie kein vertrauenswürdiger Führer sind. Wenn Sie aber selber ausreißen, indem Sie das Problem ganz vermeiden (was die meisten Menschen tun), dann wird es das als Zeichen Ihrer Angst interpretieren (und vermutlich Recht haben!) – in beiden Fällen verlieren Sie sein Vertrauen als direkteKonsequenz.
Left: Beau has reached the limit between exploration from afar and closer up: he is clearly less curious than I am! Right: the typical flight posture: Head and tail high, back hollowed - here full speed ahead! Links: Beau hat die Grenze zwischen Fern- und Naherkundung erreicht. Er ist eindeutig weniger neugierig als ich! Rechts: die typische Fluchthaltung: Kopf und Schweif hoch, Rücken durchgedrückt - hier volles Tempo und ab gehts!

Left: Beau has reached the limit between exploration from afar and closer up: he is clearly less curious than I am!
Right: the typical flight posture: Head and tail high, back hollowed – here full speed ahead!
Links: Beau hat die Grenze zwischen Fern- und Naherkundung erreicht. Er ist eindeutig weniger neugierig als ich!
Rechts: die typische Fluchthaltung: Kopf und Schweif hoch, Rücken durchgedrückt – hier volles Tempo und ab gehts!

How to do it:

  • In the film “Playing with Horses” you see a scene, where the mare Gloria is lead to an extremely worrying silver umbrella – and it is really touching, how she looks at her leader with every step she takes asking for reassurance.
  • Therefore:  YOU introduce the exploration and LEAD the horse to the worrying object, while allowing him to go through all the stages of exploration, which are necessary by his instincts! When the exploration from up close has been completed watch for signs of calm in his body language, such as dropped neck with ears attentive to the front, calm chewing, relaxed tail and gentle snorts.
Was also tun:

  • In den Filmen “Playing with Horses” sehen Sie eine Szene, wo die Stute Gloria zu einem sehr beunruhigenden silbernen Schirm geführt wird – und es ist wirklich rührend, wie sie immer wieder auf ihre Anführerin blickt, um sich bei jedem Schritt rückzuversichern.
  • Daher: SIE leiten die Erkundung ein und FÜHREN das Pferd zu dem beunruhigenden Objekt, indem Sie ihm aber alle Stadien der Erkundung erlauben, die es seinen Instinkten nach benötigt! Wenn die Nahorientierung erfolgt ist, beobachten Sie die Anzeichen in seiner Körpersprache, wie ein fallengelassener Hals mit aufmerksamen Ohren nach vorne, ruhiges Kauen, entspannter Schweif und Abschnauben.

Peter is in the first stage of exploring up close: he circles the object (left) - then decides it is safe to come closer (right) Peter ist hier (links) in der ersten Phase der Naherkundung: er umrundet den Bär - dann beschließt er näher zu kommen (rechts)

Peter is in the first stage of exploring up close: he circles the object (left) – then decides it is safe to come closer (right)
Peter ist hier (links) in der ersten Phase der Naherkundung: er umrundet den Bär – dann beschließt er näher zu kommen (rechts)

Leading does not mean being over-protective!

  • Make your horse curious by giving him reassurance, rather than avoiding worrisome situations – he interprets that as being fearful and concludes that you have no leadership qualities.  Identify the problems and solve them! In the end this makes everything safer for you and everybody around! You have to prove to your horse that there is nothing to worry about, if you want to keep him from spooking.
  • You do not have to fear that the rest of your life will now be spent exploring from afar and up close and you won’t have time to ride anymore! Your horse will trust you more and more, and if you do not wish to explore you will just signal to him that YOU, with your previous experience, already KNOW that there is no reason to worry – and you can proceed on. However! Every time your horse looks at something, you MUST first look too – to make clear to him that you HAVE seen the perceived problem – otherwise how could you know whether it is a threat or not? You would not be credible.
Anführer sein heißt nicht über-Beschützen!

  • Machen Sie Ihr Pferd neugierig, indem Sie es selbstsicher machen, anstatt mögliche Probleme zu vermeiden – es interpretiert dies nur als Ängstlichkeit und schließt daraus, daß Sie keine Führungsqualitäten haben. Identifizieren Sie die Probleme und lösen Sie sie! Das Ergebnis ist große Sicherheit für Sie und die Umgebung. Sie müssen Ihrem Pferd beweisen, daß es keinen Grund zur Unruhe gibt, wenn Sie es „ent-scheuen“ wollen!
  • Fürchten Sie nun aber nicht, daß Sie Ihr restliches Leben damit verbringen müssen, mit viel Zeitaufwand alles und jedes von nah und fern erkunden zu müssen! Ihr Pferd wird Ihnen immer mehr vertrauen und es wird genügen, wenn Sie ihm signalisieren, daß Sie, mit Ihrer größeren Erfahrung, schon WISSEN, daß kein Problem besteht. Aber! Jedes Mal, wenn Ihr Pferd etwas beunruhigt anschaut, MÜSSEN Sie auch hinschauen – denn Sie müssen ihm mitteilen, daß Sie es ebenfalls gesehen HABEN – wie sonst könnten Sie wissen, ob es eine Bedrohung ist oder nicht? Sie wären nicht glaubwürdig.

I point and encourage the horse, but let him decide when to go closer. He will still vacillate right and left, perhaps circle. Ich zeige hin und spreche ihm Mut zu, überlasse es aber dem Pferd, wann er näher treten will.  Er darf hin und her gehen und umkreisen.

I point and encourage the horse, but let him decide when to go closer. He will still vacillate right and left, perhaps circle.
Ich zeige hin und spreche ihm Mut zu, überlasse es aber dem Pferd, wann er näher treten will. Er darf hin und her gehen und umkreisen.

  • NEVER praise your horse for spooking – remember that by patting and “good-boying” him you reinforce his fear!! After looking, proceed with your planned activities as if nothing was going on, when he does his nervous little dance. You must exude the fact that you know better!

Conclusion:

  • Both exploration and curiosity are important instincts for the horse, but serve different purposes.  Exploration answers the question: stay or run? Whereas curiosity only happens, where the horse feels safe, and it is a learning tool for the individual. Therefore I always encourage it in my horses!

 

In the next Blog we continue with our list of Leadership qualities!

  • Loben Sie Ihr Pferd NIE fürs Scheuen – erinnern Sie sich, daß streicheln und “good-boying” seine Furcht bestärkt! Nachdem Sie also auch hingesehen haben, machen Sie genau mit Ihren geplanten Aktivitäten weiter als ob nichts vorgefallen wäre. Sie müssen Sicherheit „ausströmen“ , damit Ihr Pferd glaubt, daß Sie es besser wissen!

Zusammenfassung:

  • Beides, Erkundung und Neugierde, sind wichtige Instinkte des Pferdes, dienen aber verschiedenen Zwecken. Das Erkundungsverhalten beantwortet die Frage: muß ich flüchten oder nicht? Während Neugierde ein Lerninstrument für den Einzelnen ist. Daher ermutige ich meine Pferde immer zum Neugierigsein!

 

Im nächsten Blog geht es mit unserer Liste der Führungsqualitäten weiter!

Long-Reining – Blog 07 – Shoulder-in

Posted on by Jutta Wiemers

Long-Reining – Part 07

Arbeit am langen Zügel – Teil 07

  • In the last part we learned a clean rein-back on the long-reins with the appropriate prep-games. We showed how to teach the horse to lower his croup and get the first idea of collection. Now we want to introduce the horse to some lateral work.

 

Learning to bend and step under:

  • Lateral work is there to gymnasticise the horse, to make him supple and relaxed. During these exercises the horse bends his neck, his spine and rib cage (to the degree which is naturally possible) and mobilises his hip joints. He also learns the first concept of collection by stepping under his gravity point.

 

  • As a preparatory exercise for lateral work we also have a game in my book “From Leading to Liberty”, called “Crossing legs on a small volte”, which you can find on page 132. Here the horse learns to yield with his hindquarters and cross his hind legs while walking on a small circle. It is a leading exercise, during which he learns to understand your aids by body language, whip and rope. You want to achieve that the horse can run through the entire exercise while retaining a regular rhythm throughout. He should relax and let his head fall. This game also establishes respect in a playful manner.

 

The “Shoulder-out”:

  • After this preparation we start with the first lateral exercise, the “Shoulder-in Reversed” or “Counter-shoulder-in”. I call it “shoulder-out” in short, because I remember the confusion, when I first rode a counter-shoulder-in on the circle, trying to keep my horse’s shoulders on the inside track… yes, some people take names literally! For clearness sake therefore – the shoulders are out!
  • Im letzten Teil haben wir ein sauberes Rückwärtsrichten am langen Zügel gelernt, inklusive der geeigneten Vorbereitungsspiele. Wir haben gezeigt, wie man seinem Pferd beibringt die Kruppe abzusenken und den Anfang von Versammlung zu begreifen. Jetzt wollen wir es in die Seitgänge einführen.

 

Biegen und Untertreten:

  • Wir üben Seitgänge um das Pferd zu gymnastizieren, es zu dehnen und zu entspannen. In diesen Übungen biegt es seinen Hals, seine Wirbelsäule und Thorax (zu dem Grad, der von Natur aus möglich ist) und mobilisiert seine Hüftgelenke. Auch lernt es Versammlung, indem es unter seinen Schwerpunkt tritt.

 

  • Als Vorbereitung für die Seitgänge haben wir in meinem Buch “From Leading to Liberty”, ein Spiel “Beinekreuzen auf der kleinen Volte”, das Sie auf Seite 132 finden. Hier lernt das Pferd mit der Hinterhand zu weichen und seine Beine zu kreuzen, während es auf einem kleinen Kreis geht. Es ist eine Führübung bei der es Ihre Hilfen mit Körpersprache, Gerte und Seil verstehen lernt. Sie wollen erreichen, daß das Pferd die ganze Übung durchläuft ohne den regelmäßigen Rhythmus zu verlieren. Es sollte sich entspannen und den Kopf fallen lassen. Auch schafft diese Übung auf spielerische Art Respekt.

Das „Schulter-Heraus“:

  • Nach dieser Vorbereitung machen wir als erste Seitübung das „Konter-Schulter-Herein“, welches ich „Schulter-Heraus“ nenne, da es mich anfangs auf dem Zirkel sehr verwirrt hat, ob die Schultern nun auf der inneren Spur sein sollten oder nicht? Manche Leute nehmen Namen eben wörtlich! Um der Klarheit willen also – die Schultern sind heraus!
07DwgPlanSh-out
  • You can see in the drawing, this exercise is the same as the shoulder-in, except in relationship to the wall or fence. In both shoulder-in and shoulder-out, the horse is flexed and moving sideways in the direction of his convex bend.
  • Don’t attempt a drastic angle! This would induce the horse to put his weight on his shoulders and to hollow his back. Limit the angle to a movement on three-tracks as shown, so that the hind leg on the hollow (concave) side pushes toward the opposite shoulder, and tracks on the same line as the front leg on the rounded (convex) side.We start with the “shoulder-out” because practising the exercise with the horse’s nose pointing toward a boundary makes it easier for him to understand. The wall or fence blocks him from rushing forward and therefore saves you the trouble of his fighting your hand.With your inside rein you set the desired slight bend of the neck, but then it is the outside rein, which will be predominant.
  • In der Zeichung kann man sehen, daß diese Übung die selbe ist wie das Schulter-Herein, außer in der Beziehung auf die Wand oder Begrenzung. In beiden, dem Schulter-Herein und dem Schulter-Heraus ist das Pferd gebogen und bewegt sich seitlich in die Richtung seiner konvexen Biegung.
  • Streben Sie keine drastische Abstellung an! Das würde dazu führen, daß das Pferd zuviel Gewicht auf seine Schultern bringt und den Rücken hohl macht. Der Winkel der Abstellung sollte wie hier gezeigt auf drei Spuren begrenzt werden, so daß das Hinterbein auf der hohlen (konkaven) Seite in Richtung der entgegenliegenden Schulter tritt, und auf der selben Spur geht wie das Vorderbein auf der konvexen Seite. Wir fangen mit dem „Schulter-Heraus“ an, weil es für das Pferd leichter ist, die Übung zu verstehen, wenn seine Nase in Richtung Wand zeigt. Eine Begrenzung hält es davon ab vorwärts zu eilen, so daß es sich nicht gegen Ihre  Hand wehrt.Mit dem inneren Zügel verlangt man die leichte erwünschte Biegung des Halses, aber dann ist es der äußere, der von da an vorherrscht.

07ShAngleCircleCombo2

  • In Ph. Karl’s book “Long Reining, the Saumur Method”, he states repeatedly that it is the outside rein alone, by which the trainer arches the horse’s neck and pushes the hindquarters onto the inner track. Inner rein and whip are only there to control any disobedience and set the horse going forward. Unfortunately neither I nor my horse can really that out, though we tried! I have to set the bend with the inner rein, but I understand that, once the bend is achieved, the inner rein becomes almost loose. In the position shown you retain the bend with the outer rein and can push the croup around by resting the inner rein against his side or slightly slapping it against his flank.
  • In the second stage of training you will loop the outside rein over the horse’s back as shown and walk on the side of his croup and on the inner diagonal of his tracks.
  • In Ph. Karls Buch „Arbeit am langen Zügel, die Saumur Methode“ betont er, daß es alleine der äußere Zügel ist, mit dem der Trainer den Hals des Pferdes biegt und die Hinterhand auf die innere Spur bringt. Der innere Zügel und die Gerte sind nur da, um eine Widersetzlichkeit zu kontrollieren und das Pferd vorwärts zu treiben. Leider verstehen weder ich noch mein Pferd wie wir das bewerkstelligen sollen! Ich muß die Biegung mit dem inneren Zügel verlangen, aber ich verstehe, daß er danach, wenn die Biegung einmal erreicht ist, fast lose sein sollte. In der hier gezeigten Position erhält man die Biegung mit dem äußeren Zügel und bringt die Kruppe seitwärts, indem man den inneren Zügel anlegt oder leicht gegen die Flanke schwingt.
  • Im weiteren Trainingsstadium legt man den äußeren Zügel über den Pferderücken und geht neben der Kruppe auf der inneren Diagonale der Hufspuren.
You can use your whip or your outside hand to push the horse's croup over. Sie können mit der Gerte oder der äußeren Hand die Kruppe heraus halten.

You can use your whip or your outside hand to push the horse’s croup over.
Sie können mit der Gerte oder der äußeren Hand die Kruppe heraus halten.

  • Like this you can use both outside rein (which is always the one on the horse’s convex side) and your own body language to convey your intentions to your horse. You can even use your hand (the one holding the outside rein) to help him move his hindquarters to the inside (away from the wall or fence).

 

Shoulder-in:

  • Sometimes the shoulder-in is called the aspirin of riding or horse training, as it can fix many problems. It was invented by the great master M. de la Guérinière. In the shoulder-in as well the horse should go on three tracks. The inner hind leg crosses obliquely under his body and is the only one propelling the horse forward, thus strengthening and suppling it. With more advanced training it increasingly steps under the horse’s gravity point and makes the inside hip sink. This mobilises the hip joint, teaches the horse a new sense of balance and introduces him to collection. Thereby the horse lightens his forehand and crosses his front feet, and mobilises his shoulders as well.If your horse is very stiff you might want to include a few Mobilisation Games at this point. In chapter 5 of “From Leading to Liberty” you find a good variety for neck and ribcage bending. If you run through those before long-reining, you will find your horse more motivated as blockages are removed, and have a better chance of success.
  • So kann man sowohl den äußeren Zügel (immer in Relation zur Biegung des Pferdes) als auch seine eigene Körpersprache nutzen, um dem Pferd seine Absichten mitzuteilen. Man kann sogar seine Hand (die den äußeren Zügel hält) benutzen, um die Hinterhand nach innen (weg von Wand oder Zaun) zu schieben.

 

Schulter-Herein:

  • Manchmal nennt man das Schulter-Herein auch das Aspirin der Pferdeausbildung, weil es so viele Probleme lösen kann. Es wurde vom großen Reitmeister M. de la Guérinière erfunden. Auch im Schulter-Herein soll das Pferd auf drei Hufschlägen gehen. Das innere Hinterbein kreuzt schräg unter seinen Körper und ist dasjenige, welches die Vorwärtsbewegung verursacht, wodurch es kräftigt und geschmeidig gemacht wird. Mit fortschreitendem Training wird es immer weiter unter des Pferdes Schwerpunkt treten und damit die innere Hüfte absinken lassen. Das mobilisiert das Hüftgelenk, lehrt das Pferd ein neues Gefühl des Gleichgewichts und bringt ihm Versammlung nahe. Das Pferd entlastet die Vorhand and kreuzt die Vorderbeine, was auch die Schultern beweglicher macht.Wenn Ihr Pferd steif ist, ist es hier günstig ein paar Spiele aus dem Kapitel 5 des “From Leading to Liberty” einzufügen. Hier finden Sie eine schöne Auswahl zum Biegen von Brustkorb und Hals. Wenn Sie diese ausprobieren, bevor Sie das am langen Zügel verlangen, ist Ihr Pferd motivierter, da die Blockaden schon gelöst sind, und sie haben eine bessere Chance auf Erfolg.

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  • You best introduce the shoulder-in by coming out of a deep corner, having established the required bend when entering it. You try to keep a good impulsion, so the walk is active and becomes as diagonal as possible. This makes the horse light – and my horses are all proud in the shoulder-in and show that they like it!

 

Shoulder-in on the circle – balance:

  • If your horse is naturally hollow on the left, the shoulder-in on the right hand will be more difficult to him. He will tend to bend the neck less and fall onto the inner shoulder with more weight, pushing into the circle, while evading with the hindquarters to the outside. Therefore make your circle large and demand an active forward motion. Bend him more clearly (than on the easy side – left hand, if he is hollow to the left)  so he must put more weight onto the outer shoulder – like this it will teach him the concept of balancing himself better. Also let him cross his hind legs less pronouncedly.
  • On the horse’s hollow side (in our example the left) he will readily bend his neck and perhaps with an incorrect kink, he will tend to drift away over his outside shoulder instead of stepping out with the hindquarters. So here you slow down the tempo and work on a small circle. Keep his neck almost straight with a firm outside rein and push him inward, so that he transfers more weight onto the inner shoulder. Demand a clear outward movement of the hindquarters, by perhaps tapping his inner hind leg with your whip.
  • Am besten verlangt man das Schulter-Herein, wenn man tief aus der Ecke kommt, für die man die Biegung vorher eingeleitet hat. Man versucht den Schwung zu erhalten, so daß der Schritt fleißig und so diagonal wie möglich ist. Das macht das Pferd leicht – und meine Pferde sind alle stolz im Schulter-Herein und zeigen, daß sie es gern machen!

 

Schulter-Herein auf dem Zirkel – Balance:

  • Wenn Ihr Pferd von Natur aus links hohl ist, wird das Schulter-Herein auf der rechten Hand für es schwieriger sein. Es wird dazu tendieren den Hals weniger zu biegen und auf die innere Schulter zu fallen, indem es in den Zirkel drängt und mit der Hinterhand nach außen ausfällt. Machen Sie daher den Kreis größer und verlangen ein fleißiges Vorwärtsgehen. Biegen Sie es deutlicher (als auf der leichten Seite – linker Hand, wenn es links hohl ist), so daß es mehr Gewicht auf die äußere Schulter bringen muß – so lehren Sie es sich besser auszubalancieren. Es sollte hier auch die Hinterbeine weniger stark kreuzen.
  • Auf der hohlen Seite des Pferdes (in unserem Beispiel links) wird es willig seinen Hals biegen, und das vielleicht mit einem inkorrekten Knick. Es wird die Tendenz haben über die äußere Schulter auszufallen anstatt mit den Hinterbeinen draußen zu bleiben. Hier wird man also das Tempo drosseln und auf einem kleineren Kreis arbeiten. Man hält den Hals des Pferdes mit einem anstehenden äußeren Zügel fast gerade und drückt die Hinterhand mit demselben Zügel auch nach innen, so daß das Pferd mehr Gewicht auf die innere Schulter legt. Verlangen Sie eine klare Bewegung der Hinterhand nach außen, notfalls durch Antouchieren des inneren Hinterbeins mit der Gerte.

Here in trot we show how the inner hand can help the crossing of the hind legs with the whip. Hier zeigen wir wie die innere Hand im Trab beim Kreuzen der Hinterbeine helfen kann.

Here in trot we show how the inner hand can help the crossing of the hind legs with the whip.
Hier zeigen wir wie die innere Hand im Trab beim Kreuzen der Hinterbeine helfen kann.

  • Later of course you will also practise the shoulder-in in trot. As all lateral movement takes a toll on the forward movement, you should often change between the work on one and three tracks, so the impulsion does not suffer. Since it is the active stepping under the gravity point, which prepares the horse for collection, you should not demand a great angle and excessive crossing of the legs. The crossing is only valuable, when the horse shows a good length of stride and extension at the same time!

 

In the next part we will attempt the straight bend! Much more difficult for my horses to understand! Read on!

  • Später üben Sie das Schulter-Herein auch im Trab. Da alle seitlichen Gänge auf Kosten der Vorwärtsbewegung gehen, sollte man oft zwischen der Arbeit auf einem Hufschlag und drei Spuren wechseln, damit der Schwung nicht verloren geht. Da es das aktive Untertreten unter den Schwerpunkt ist, welches das Pferd zur Versammlung bringt, sollte man daher keine starke Abstellung und übertriebenes Beinekreuzen verlangen. Das Kreuzen ist nur wertvoll, wenn das Pferd gleichzeitig eine gute Schrittverlängerung zeigt!

 

Im nächsten Teil  werden wir die Biegung auf der Geraden versuchen – für meine Pferde viel schwieriger zu verstehen! Lesen Sie weiter!

Playing with Knowledge – Blog 09 – Reactions, determined

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge - Part 09

Fachmännisch spielen – Teil 09

  • In the last Blog we discussed how important it is for a good leader to be observant enough to know at each moment, what is going on around (point 2.). This includes of course understanding, what your horse is telling you, as he observes too – and communicates this to you, asking for guidance at the same time. Also we gave some hints about being knowledgeable the horsey way (point 3 of our leadership qualities’ list). Point 4 dealt with the establishment of certain routines, which help the horse to feel safe – and how to vary them, so life nevertheless stays interesting!

Now we go on to Point …

5.   Show the right reactions :

  • This is a very obvious leadership quality and should go without saying – however it IS often a problem. In my book “From Leading to Liberty” and the H.E.M series (click on Categories and read H.E.M. Blogs part 03 to part 07) we discussed at some detail the “Ten Laws of Shaping”, which are the foundation for ALL efficient training, playing included! In the H.E.M. Blog Part 08 we explained “Positive Reinforcement” – and this is very important stuff to know, if you want to show correct reactions as a leader!
  • A leader, who cannot assess a situation properly, is obviously not trustworthy and a horse can’t feel safe with him or her. You really must know, whether a given situation calls for flight or not! However, in the surroundings in which we work with our horses, this should rarely be the case – traffic… fire or an earthquake perhaps? Otherwise we can re-assure our horses and tell them to stay put.
  • Remember Point 1 - Be calm! (and learn how to do that, this Blog Part 07).What mostly happens though, when a horse gets nervous (and the leader gets a bit nervous too…) is that the nice person pats the horse profusely and keeps telling him “Good boy!! Good boy!!”, while the horse is still doing his nervous little dance around or with his human. Obviously this is kindly meant to calm him down and reassure him – what it does however, is this: it reinforces the horse’s fear and tells him in no uncertain terms that jumping around hysterically is the right thing to do – well ! You ARE telling him, what a good boy he is – kicking up a fuss!
  • You might remember how “association” works, if you read my book or the H.E.M. Blogs. In the above situation the human is therefore really sending the wrong message to his horse. Instead, he should ignore the horse’s carry-on as much as possible, let him move his feet, yes, but calmly say “na, na!” (or “nein!”, which means no but doesn’t sound like Ho!) to indicate to the horse that his way of behaving is NOT the right solution to the problem – that in fact, there IS NO problem. Only a self-assured horse can be happy – and for this you have to make him more courageous, rather than reinforcing his fear by praise.

6.   Be determined not tentative:

  • A leader, who tells you that “perhaps we should, certainly we could, but then again better not… or not right now?” is not very convincing. When a horse is tentative, he is asking for guidance – he is not sure that his idea is the right one for the situation. So he assumes the same about you, when you are hesitant or vacillating – and he probably would be right too! So, if he shall accept you as a leader figure, you must make decisions – and then stick to them, to be convincing. You must insist on a result – not a big one, necessarily! But an outcome of some kind, and one you can praise. When you ask him to walk on while you are grazing – insist, tap him with the whip and be determined! “Good boy!” when he moves, – then you can stop again and make it a nice situation for both. You will see that your partner’s respect for you will grow in leaps and bounds if you stick to your rules, and that the ensuing good manners will make your life a lot easier and safer!
  • A propos respect – how often am I told: “Of course my horse respects me, BUT…” There is no BUT!! Either he respects you (and moves on when you give the command) or he ignores you – and that is that! Don’t kid yourself! A true leader will never allow his horse to ignore him – a true lead-mare would kick or bite. So tapping him sharply, when he ignores you, would not even surprise your horse and certainly not destroy the good relationship between the two of you. Those rules are HIS rules – he learned them from his mom when he was a baby and has them engrained in his genes. You must of course apply those reprimands without emotion – there is no reason to get mad. Testing the lead-mare is legitimate, it is part of herd-life to ensure that the leader is still on top of her job.

 

In the next Blog we will go on with point 7 of the leadership qualities. Read on!

  • Im letzten Blog haben wir diskutiert, wie wichtig es für einen guten Anführer ist, in jeden einzelnen Moment genau zu beobachten was außenherum vorgeht (Punkt 2.) Das schließt mit ein, daß man verstehen muß, was das Pferd einem mitteilt, welches ja ebenfalls beobachtet – und Ihnen dies erzählt, während es nach Anleitung sucht. Wir haben auch Tipps gegeben, wie man auf „pferdische“ Weise kenntnisreich sein muß (Punkt 3 auf der Liste der Führerqualitäten). Punkt 4 handelte damit eine tägliche Routine einzurichten, die dem Pfed hilft sich sicher zu fühlen – und wie man die dann variiert, damit das Leben interessant bleibt.

Nun zu Punkt …

5.  Richtige Reaktionen zeigen:

  • Das ist eine sehr augenfällige Führerqualität und es sollte unnötig sein, sie zu erwähnen, und doch ist genau dies oft das Problem. In meinem Buch “From Leading to Liberty” und der H.E.M. Serie (klicken Sie auf die Blog Categories und lesen H.E.M. Blogs Teil 03 bis 07) haben wir die Zehn Gesetze des Formens in einigem Detail besprochen, die das Fundament für JEDES effektive Training sind, inklusive Spielen! Im H.E.M. Blog Teil 08 wurde „Positive Verstärkung“ erklärt – und all dies ist wirklich wichtig zu wissen, wenn man als Anführer korrekte Reaktionen zeigen will!
  • Ein Anführer, der eine Situation nicht korrekt beurteilen kann, ist nicht vertrauenswürdig und ein Pferd kann sich mit ihm nicht sicher fühlen. Man muß wirklich wissen, ob eine Situation eine Flucht nötig macht oder nicht! Da jedoch im Umfeld, in dem wir gewöhnlich mit unseren Pferden arbeiten, das selten der Fall sein wird – Verkehr vielleicht, Feuer, ein Erdbeben? – können wir im Allgemeinen davon ausgehen, daß eine Flucht nicht notwendig ist.
  • Sie wissen Punkt 1 war: Bleiben Sie ruhig! (und lernen wie in Blog Teil 07). Was jedoch meistens passiert, wenn das Pferd nervös wird (und der Mensch dann eben auch ein bißchen nervös wird), ist dies: die nette Person klopft dem Pferd lobend auf die Schulter und sagt dabei „good boy!! Good boy!!“, während das Pferd noch sein Theater abzieht und herum tanzt. Natürlich ist das nett gemeint und soll das Pferd beruhigen – was es aber bewirkt ist eine Bestärkung seiner Angst, und es sagt ihm überdeutlich, daß hysterisches Herumtanzen die richtige Lösung ist – naja! Sie SAGEN ihm ja, was für ein guter Junge er ist, während er sein Theater vollführt!
  • Hoffentlich erinnern Sie sich, wie „Assoziation“ funktioniert, falls Sie meine H.E.M. Blogs oder mein Buch gelesen haben. In der obengenannten Situation sendet der Mensch seinem Pferd also die wirklich falsche Nachricht. Stattdessen sollte er das Affentheater des Pferdes soweit wie möglich ignorieren, ja, man läßt es seine Füße bewegen, aber sagt dabei ruhig „nana!“ (oder „nein!“), damit das Pferd versteht, daß sein Verhalten NICHT die richtige Lösung des Problems ist – und daß es gar kein Problem GIBT.  Nur ein selbstsicheres Pferd kann wirklich glücklich sein – und dafür müssen wir es mutiger machen, nicht es in seiner Angst durch Lob bestärken!

6.   Seien Sie entschlossen, nicht zögerlich:

  • Ein Anführer, der Ihnen sagt „vielleicht sollten wir, wir könnten das natürlich, aber dann wiederum, vielleicht besser nicht – oder vielleicht lieber später?“ ist nicht sehr überzeugend. Wenn ein Pferd zögerlich handelt, bittet es eigentlich um Rat – es ist sich nicht sicher, ob seine Idee der Situation angemessen ist. Wenn Sie unschlüssig und zögerlich sind, dann nimmt es von Ihnen dasselbe an! Wenn es Sie also als Anführer akzeptieren soll, dann müssen Sie Entscheidungen treffen – und sich daran halten, um überzeugend zu sein. Sie müssen auf einem Resultat bestehen – nicht unbedingt auf einem großen! Aber ein Ergebnis irgendeiner Art sollte sichtbar sein, am besten eines, das man loben kann. Wenn Sie verlangen, daß Ihr Pferd beim Grasen weiterlaufen soll – bestehen Sie darauf, tippen Sie es mit der Gerte an und seien Sie entschlossen! Ein Stimmlob, sobald es sich in Bewegung setzt, – dann können Sie ja wieder anhalten und eine nächste schöne Pause für beide einlegen. Sie werden sehen, daß der Respekt Ihres Partners für Sie sprunghaft ansteigt, wenn Sie auf Ihren Regeln bestehen, und daß die dann eintretenden guten Manieren Ihr Leben viel einfacher und sicherer macht!
  • A propos Respekt – wie oft become ich zu hören : „Natürlich respektiert mich mein Pferd, ABER…“ Es gibt kein Aber!! Entweder es respektiert Sie (und marschiert los, wenn das Kommando kommt) oder es ignoriert Sie – und das ist alles. Machen Sie sich nicht selbst etwas vor! Ein richtiger Anführer wird es seinem Pferd niemals erlauben ihn zu ignorieren – eine Leitstute würde austreten oder beißen. Wenn Sie Ihr Pferd also scharf antippen, wenn es Sie ignoriert, dann wird es das nicht überraschen und auch nicht die gute Beziehung zwischen ihnen beiden zerstören. Denn das sind ja SEINE Verhaltensregeln – die hat es schon als Fohlen von seiner Mutter gelernt und sie sind in seinen Genen verankert. Solche Maßregelungen muß man natürlich ohne Emotionen anwenden – da gibt es keinen Grund böse zu werden. Die Leitstute zu testen ist berechtigt, auch das ist ein Teil des Herdenlebens um sicher zu stellen, daß der Anführer seinem Job noch gerecht ist.

Im nächsten Blog machen wir weiter mit Punkt 7 der Führungsqualitäten. Lesen Sie weiter!

Long-reining – Blog 06 – Rein-back, tilt pelvis

Posted on by Jutta Wiemers

Long-reining - Part 06

Arbeit am langen Zügel – Teil 06

  • In the last Blog we started working in trot. We practised various positions and hand-changes, which need more coordination in trot. We added voltes and serpentines lines and further practised accurate steering.

Rein-Back:

  • In this Blog we want to explain the rein-back to our horse. What we want to achieve is a horse backing up with his head low and relaxed, with active but not hurried steps backward and diagonal (as in trot, but reversed).
  • If you initiate the rein-back by pulling on the reins, the horse will rip his head up, possibly open his mouth wide in protest, and hollow his back, cramping up his entire body. His steps will be faltering and irregular instead of a clean 2-beat.
When you pull you will typically see a high head, hollow back and mouth open in protest. Wenn Sie ziehen bekommen Sie typisch den hohem Kopf, weggedrückten Rücken und ein offenes Protestmaul zu sehen.

When you pull you will typically see a high head, hollow back and mouth open in protest.
Wenn Sie ziehen bekommen Sie typisch den hohem Kopf, weggedrückten Rücken und ein offenes Protestmaul zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Prep-Games:

  • A very useful game to play as a preparation for the rein-back is the “Step-Let Game” shown in my book “From Leading to Liberty” (p. 244 ), also demonstrated in my films “Playing with Horses”. Here we still work in a halter and on a lead rope, next to the horse, and use voice and body language to explain what we want. The aim of this game is to achieve clean, short and active steps from the horse, forward as well as backward, and with clean transitions between the two directions without a stop in between.
  • Im letzten Blog hatten wir mit Trabarbeit angefangen, mit verschiedenen Positionen und Handwechseln, die im Trab mehr Koordination verlangen. Außerdem Volten und Schlangenlinien für akkurates Lenken.

Rückwärtsrichten:

  • In diesem Blog wollen wir dem Pferd das Rückwärtsrichten erklären. Wir wollen erreichen, daß es dabei seinen Kopf tief und entspannt hält, mit aktiven aber nicht eiligen Schritten rückwärts, die (wie im Trab, nur rückwärts) diagonal sein sollen.
  • Wenn man das Rückwärtsrichten durch Ziehen an den Zügeln einleitet, wird das Pferd den Kopf hochreißen, vielleicht das Maul mit Protest öffnen, seinen Rücken wegdrücken und den ganzen Körper verspannen. Seine Schritte werden stockend und unregelmäßig, anstatt einem sauberen 2-er Takt.

Vorbereitung:

  • Ein gutes Vorbereitungsspiel hierfür ist das “Step-Let Game” in meinem Buch “From Leading to Liberty” auf Seite 244, und im Film “Playing with Horses” (auch deutsch!) demonstriert. Dort spielen wir noch im Halfter und am Strick, neben dem Pferd, und erklären mit Körpersprache und Stimmhilfen was wir wollen. Das Ziel des Spiels ist es saubere, kurze und aktive Schrittchen zu erreichen, vorwärts sowie rückwärts, und mit sauberen Übergängen zwischen den beiden Richtungen ohne Stopp dazwischen.
It is the anticipation of the reversal in direction which makes the horse shorten his steps. The tilting of the pelvis brings the hind legs more under the belly, which leads to a natural collection. Es ist die Erwartung des Richtungswechsels die dazu führt, daß das Pferd die Schritte kürzt. Das Abkippen des Beckens bringt die Hinterbeine mehr unter den Bauch, was zu einer natürlichen Versammlung führt.

It is the anticipation of the reversal in direction which makes the horse shorten his steps. The tilting of the pelvis brings the hind legs more under the belly, which leads to a natural collection.
Es ist die Erwartung des Richtungswechsels die dazu führt, daß das Pferd die Schritte kürzt. Das Abkippen des Beckens bringt die Hinterbeine mehr unter den Bauch, was zu einer natürlichen Versammlung führt.

On the long-reins:

  • We start the rein-back from right behind the horse at first, which is easiest for straightness, but also means that he can’t see our body language. After playing the prep-game, the horse is now familiar with our clear voice command “back-up!” Instead of pulling on the reins we vibrate both of them, as we did on the lead rope before.
  • Because he now has a bit in his mouth, most likely the horse will nevertheless lift his head and in doing so might hollow his back, so we must teach him also the first step of collection. Collection means that the horse brings his hind feet deeper under his body and toward his  gravity point, thus taking on more weight with the hind quarters.

 

  • Start with “Action- Reaction” in Halt:

    We start by repeating our “action – reaction” exercise according to Philippe Karl (“The School of Légèreté”) and, first in halt, raise both reins as high as possible to make the horse counter-push into the bit, at which moment we instantly give with both reins. (We mentioned earlier Ph. Karl’s videos “The School of Légèreté”, which are essential for learning how to explain this to the horse from the ground – which you have to do before you can ask for it on the long-reins.)

    The horse must learn this from the front first, so he already understands what we want by lifting both reins, since, as mentioned before, it is not possible from the position behind the horse to lift the reins quite high enough to make the aid truly affect the corners of the mouth only, as Ph. Karl’s method requires.

Am langen Zügel:

  • Wir fangen beim Rückwärtsrichten von direct hinter dem Pferd an, was für die Geradheit am leichtesten ist, aber auch bedeutet, daß das Pferd unsere Körpersprache nicht sehen kann. Nach dem Vorbereitungsspiel kennt das Pferd nun unsere Stimmhilfe „zuu-rück!“. Anstatt an den Zügeln zu ziehen, vibrieren wir beide, wie wir das vorher auch am Führstrick getan haben.
  • Da das Pferd nun aber ein Gebiß im Maul hat, wird es vielleicht dennoch den Kopf anheben und den Rücken hohl machen, so daß wir ihm auch den Anfang von Versammlung nahelegen müssen. Versammlung bedeutet, daß das Pferd seine Hinterbeine tiefer unter den Körper und seinen Schwerpunkt bringt, wobei es mit ihnen mehr Gewicht aufnimmt.

 

  • Zuerst „Aktion – Reaktion“ im Halten:

  • Wir wiederholen die Aktion – Reaktion“ Übung nach Philippe Karl  (“Die Schule der Légèreté”) zuerst im Halten, und heben beide Zügel so hoch wie möglich an, damit das Pferd ins Gebiß nachgibt – dann geben wir auch sofort mit beiden Zügeln nach. (Wir erwähnten schon die Videos „Die Schule der Légèreté” von Ph. Karl, die unentbehrlich sind, dies dem Pferd vom Boden aus beizubringen – lernen Sie das, bevor Sie es am langen Zügel verlangen). Das Pferd muß dies zuerst von vorne aus lernen, damit es schon versteht was wir mit dem Anheben beider Zügel verlangen, da es, wie schon erwähnt, aus der Position hinter dem Pferd nicht möglich ist, die Zügel ganz hoch genug zu heben, damit die Hilfe wirklich nur auf die Maulwinkel des Pferdes einwirkt, wie die Ph. Karl Methode verlangt.

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  • Do not pull!  To accentuate the aid we vibrate the reins – pulling is of course totally counter-productive! We combine this with our voice aid “back-up!”  If the horse does not get it, repeat the “Step-let Game” to make him active and responsive to your voice command and rein aids.
  • Keep the horse absolutely straight. If you are holding the whip in the “high” position, you can apply light touches on the right or left flank to help with straightness as necessary. Be gentle with your whip aids, as the horse might get nervous with you outside of his field of vision – if so, step to the side so he can see you. Make success easy for him!

The concept of collection – prep-game:

  • I mentioned above that collecting means bringing the hind feet closer under the belly. To explain this concept to the horse I have a special game in my book “From Leading to Liberty” which we call “ Backwards with Lowered Croup” (game 62, p. 242), also demonstrated in my films “Playing with Horses” (part 3).
  • The game has three parts: achieving active small steps without hind feet pushing out, fluidly reversing direction AND, what is most important, inducing the horse to lower his croup. By gently touching the horse’s dock with the whip as shown there we cause the horse to tilt his pelvis. This naturally leads to a rounded back and lowered head – and relaxation. Exactly what we want!

    Ask for a tilt in the pelvis:

    After step one and two of the game, the horse is attentive and calm. When you touch the horse’s dock he will now consciously clamp his tail down (but without getting nervous), so that his pelvis tilts as the croup lowers. As soon as he does that – you stop and praise! You want the horse to understand that this rhythmic gentle touching aid means “pinch your tail – shorten your steps – slow down = collect!”

    The marvel of this game is that the horse will, once this is understood, also perform the pelvic tilt under the rider or on the long-reins. It later helps you to teach the piaffe, for example.

  • Ziehen Sie nicht! Um die Hilfe zu verdeutlichen, vibrieren wir die Zügel – Ziehen ist natürlich total kontraproduktiv! Wir kombinieren dies mit unserer Stimmhilfe „zuu-rück!“ Wenn das Pferd es nicht versteht, wiederholen Sie das “Step-let Game”, damit es aktiv und aufgeschlossen auf die Hilfen anspricht.
  • Halten Sie das Pferd gerade. Wenn Sie die Gerte in der „hoch“ Position halten, können Sie an der rechten oder linken Flanke leicht antouchieren, um wenn nötig die Geradheit zu unterstützen. Diese Gertenhilfen müssen sanft sein, da man außerhalb des Gesichtskreises des Pferdes geht und es vielleicht nervös wird – wenn das der Fall ist, treten Sie leicht seitwärts, damit es Sie sehen kann. Machen Sie den Erfolg leicht erreichbar!

Konzept Versammlung – Vorbereitung:

  • Ich habe oben erwähnt, daß Versammlung bedeutet, die Hinterbeine näher unter den Bauch zu bringen. Um dem Pferd dieses Konzept zu erklären, habe ich in meinem Buch “From Leading to Liberty” ein Spiel  „Rückwärts mit gesenkter Kruppe” (game 62, p. 242), auch im Film “Playing with Horses” (part 3) gezeigt.
  • Das Spiel hat drei Teile: das Erreichen aktiver, kleiner Schritte ohne ein Hintenheraus-Schieben der Beine, ein flüssiges Wechseln der Richtung UND, das Wichtigste, ein Anreiz für das Pferd seine Kruppe abzusenken. Durch leichtes Antippen mit der Schweifrübe mit der Gerte (wie dort gezeigt) bringen wir das Pferd dazu, sein Becken zu kippen, was ganz natürlich zu einem gerundeten Rücken und gesenktem Kopf führt – genau was wir wollen!

    Senke dein Becken:

    Nach den ersten zwei Übungen des Spiels ist das Pferd aufmerksam und ruhig. Wenn man es nun auf der Schweifrübe antouchiert, wird es ganz bewußt seinen Schweif einklemmen (aber ohne nervös zu werden), wobei sein Becken abkippt und die Kruppe sich senkt. Sobald das passiert – anhalten, loben! Wir wollen ja erreichen, daß das Pferd versteht, daß diese sachte rhythmische Touchierhilfe bedeutet „klemm den Schweif ein – kürze deine Schritte – langsam= versammle dich!“

    Das Schöne an diesem Spiel ist, daß das Pferd, wenn es dies einmal verstanden hat, auch unter dem Reiter oder am langen Zügel so sein Becken abkippen wird. Das hilft uns später dabei ihm die Piaffe verständlich zu machen.

When you touch him on the dock, he will pinch his tail and tilt his pelvis. With shortened steps and hind legs further under his belly he will start to collect. Wenn Sie die Schweifrübe antippen, wird es den Schweif anklemmen und das Becken kippen. Mit gekürzten Schritten und Hinterbeinen mehr unter dem Bauch, wird es anfangen sich zu versammeln.

When you touch him on the dock, he will pinch his tail and tilt his pelvis. With shortened steps and hind legs further under his belly he will start to collect.
Wenn Sie die Schweifrübe antippen, wird es den Schweif anklemmen und das Becken kippen. Mit gekürzten Schritten und Hinterbeinen mehr unter dem Bauch, wird es anfangen sich zu versammeln.

On the long reins:

  • So now you can apply the same touching aid from behind the horse and on the long-reins: in combination with a vibration of the reins, the horse will back up slowly, with shortened steps and lowered croup.  Pay attention to the fact that his head should remain relaxed and low, so the back is not hollowed.

Transitions:

  • Practise transitions from walk to back-up, first with a stop in between, later fluidly without. Then introduce transitions from trot to back-up! I use a special soft double click of the tongue for the rein-back as voice command, which follows the “back-up!” and continues for as long as I want him to keep going backwards.

Note:

  • Always watch for relaxed ears and lowered head. If the horse gets cramped up – go back one step in your training! Concentrate on not pulling!

Wieder am langen Zügel:

  • Nun touchieren wir das Pferd am langen Zügel genauso von hinten: in Kombination mit dem Vibrieren der Zügel wird das Pferd langsam und mit gekürzten Schritten mit gesenkter Kruppe zurücksetzen. Achten Sie darauf, daß sein Kopf tief und entspannt gehalten bleibt, so daß der Rücken nicht hohl wird.

Übergänge:

  • Zuerst üben wir Übergänge vom Schritt zum Rückwärtsrichten mit einem Stopp dazwischen, später flüssig ohne anzuhalten. Dann Übergänge vom Trab nach rückwärts! Ich benutze dazu einen speziellen leisen Doppelklick mit der Zunge, welcher dem „zuu-rück!“ folgt und dann anhält, solange ich mein Pferd im Rückwärtsrichten halten will.

Achtung:

  • Die Ohren sollen entspannt und der Kopf tief sein. Wenn das Pferd sich verspannt – einen Schritt auf der Trainingsskala zurück! Achten Sie besonders darauf nie zu ziehen!

From rhythmic trot directly into the rein-back - and again to trot, all with slow and shortened strides, will lead to piaffe-like steps with more collection. Von rhythmischem Trab direkt ins Rückwärts - und wieder in den Trab, alles mit langsamen und gekürzten Tritten, führt zu Piaffe-ähnlichen Schrittchen mit mehr Versammlung.

From rhythmic trot directly into the rein-back – and again to trot, all with slow and shortened strides, will lead to piaffe-like steps with more collection.
Von rhythmischem Trab direkt ins Rückwärts – und wieder in den Trab, alles mit langsamen und gekürzten Tritten, führt zu Piaffe-ähnlichen Schrittchen mit mehr Versammlung.

Slowing down:

  • Once the horse is fully relaxed, try out whether he will understand to collect a bit within the gait of walk or trot, when you apply the same touching aid on his dock. (Go back to earlier games, if this makes him nervous!) As soon as he does slow down, GIVE and acknowledge  instantly with “good boy!” Pause, rest and feed!
  • Cradle in the long-reins:

    On page 247 of my book “From Leading to Liberty” (p. 244, also demonstrated in my films “Playing with Horses”) we play the game “Cradle in the long-reins”.

Tempo verlangsamen:

  • Wenn das Pferd entspannt geht, versuchen Sie, ob es versteht, wenn Sie ein wenig Versammlung innerhalb einer Gangart (Schritt oder Trab) abfragen, indem Sie die selbe Touchierhilfe auf der Schweifrübe geben. (Wenn es dabei nervös wird gehen Sie zu den früheren Spielen zurück). Sobald es auch nur ein wenig langsamer wird, GEBEN Sie NACH und loben sofort mit Stimme. Dann halten Sie, Pause, loben und  füttern.
  • Die Wiege im langen Zügel:

    Auf Seite 247 meines Buches “From Leading to Liberty” (und in den Filmen “Playing with Horses” demonstriert) spielen wir die „Wiege im langen Zügel“.

The "Cradle" happens almost on the spot. The horse anticipates a change in direction and shows very short steps. The whip behind his hind feet contains him even more - this leads to piaffe.  Die "Wiege" passiert fast auf der Stelle. Das Pferd erwartet den Richtungswechsel und zeigt ganz kurze Schritte. Die Gerte hinter seinen Hinterbeinen gehalten begrenzt es noch mehr - das führt zur Piaffe.

  • The Cradle teaches the horse to play even more consciously with his gravity point and thereby collect more. This game has very little forward and backward movement, and in the end leads to near piaffe like steps.

In the next Long-reining Blog we will get more ambitious! Read on…

  • In der „Wiege“ erfährt das Pferd noch bewußter mit seinem eignen Schwerpunkt zu spielen und sich zu versammeln. Dieses Spiel hat ganz wenig Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und führt nahtlos über in Piaffe ähnliche Schritte.

Im nächsten Blog am langen Zügel warden wir ehrgeiziger! Lesen Sie weiter…

Playing with Knowledge – Blog 08 – Observe, Know, Routines

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with knowledge – Part 08

Fachmännisch spielen – Teil 08

  • In the last Blog we discussed how to solve the problem with spooking horses – how to truly stay calm as the leader, and the reasons why we cannot fool the horses. That was point One of the leadership qualities one has to develop:
  1. Be calm –      the first thing a leader has to learn.

Now we continue on our list:

2.   Be observant, know the horse’s body language…

  • which is his way of communicating – if you do not see what he is saying, you are no good partner, because you are not “listening” to him. Your horse will always announce his next actions, but you have to be quick to see it in time to prevent actions, which are undesirable for your plans! By the time he snorts it may be too late… you must watch his ears, his back muscles, his flicking tail. As you learn to observe more sharply you will also realize that as soon as he really looks to you as his leader, he will always seek reassurance from you instantly, as soon as something worries him. He will look at you for guidance what to do next – and if you are just texting on your cell phone, you fail the leadership test! How COULD he feel safe with you!!
  • Constant observation is of very high importance within the herd. Indeed it IS the fact that four eyes see more than two which is the reason, why flight animals choose to live in a group at all.  (Predators live in groups to hunt more efficiently). We know that all herd members have the obligation (imbedded in their genes) to always observe the lead mare, because SHE is the one, who gives the command to flee or stay. It is therefore logical that a bad observer can’t fulfil the leader-job efficiently. If you do not know at each and every moment, what is going on around you, you are not trustworthy!
  • Being observant is also important for other reasons: we know that there are rules within the herd for the behaviour among the members – the ranking. As a good and knowledgeable leader you would not put your horses into a situation, which goes against their grain. And yet one so often sees that! Two horses stuck in a paddock together, where the low-ranking one can’t give way to the boss enough (for lack of space) and as a consequence gets chased around mercilessly all day – this can be real torture!
  • A good leader takes care of his group arrangements in such a way that each horse can peacefully live according to the horses’ etiquette – and for this we have to know their rules of politeness and observe their interaction. (I recommend the book “Horsewatching” by Desmond Morris, which gives a lot of information, also in illustrations, about horse body language).

 

  • 3.   Be knowledgeable about things that are important to your horse!
  • This is not so difficult to learn, especially if you are making an effort to observe sharply. It demands only a bit of imagination to see the world through your horse’s eyes, but since they are so “reasonable” (I often find them more “logical” than the people surrounding me!) that is not hard. For example it stands to reason that a horse wants to eat, when he sees grass (and normally lives on a grass-less paddock) – and yet, most horses constantly get yanked past it without being allowed to. It does not make sense to a horse to have to “work first” and eat grass after as a “reward”, because those are human ways of thinking. My horses all concentrate much better in a lesson, when they have had half an hour of grazing before, because now the instinct of eating is fulfilled and the brain is free for joyful learning. Especially when you work at liberty – and there is grass under the fence surrounding your arena – your horse will clearly tell you what is more essential in his life – the grass or your commands! By being knowledgeable you can save yourself a lot of frustration!
  • A good leader offers what the herd needs – be it food or water, shelter and rest – at the right time. Don’t work your horse, when it is his sleepy time. Don’t take him out of his stall, when the full hay bag has just arrived. Don’t drag him to the hot sand arena, when he has just retreated into the shade.

 

4.   Establish routines – but vary them too

  • Horses are creatures of habit, and a certain routine in their life gives them a sense of security. In that they are just like us – and just like for us a routine can also become boring! When you interrupt their routine this is therefore welcome – but only if the interruption is a nice surprise! They will usually forgive you for interrupting their sleepy time, when you propose to take them grazing…Observe the natural rhythm of your horse’s life – when he eats, sleeps, when he is most active – and try to adhere to that as much as is possible in your life. But do NOT always work him in the same way! Here you should offer him variety – the nice surprises, which are the spice of life! Do not ride him in the arena day in and day out. “From Leading to Liberty” offers you a huge variety of things to try out with your horse – all of which he will like and which are beneficial to him. All of those games teach him and YOU important skills and can be mixed with riding and improve the motivation to work.

 

  • Im letzten Blog haben wir darüber gesprochen, wie man mit dem Problem von scheuenden Pferden fertig wird – wie man als Anführer wirklich ruhig bleibt – und weshalb man den Pferden nichts vormachen kann. Das war Punkt Eins der Führerqualitäten, die man entwickeln muß:
  1. Ruhig bleiben      – das Erste, was ein Anführer lernen muß.

Nun fahren wir auf unserer Liste fort:

2.   Aufmerksam sein und die Körpersprache des Pferdes verstehen…

  • welche seine Art der Kommunikation darstellt – wenn Sie nicht sehen, was es sagt, dann sind Sie kein guter Partner, weil Sie ihm nicht „zuhören“. Das Pferd wird immer seine nächste Tat ankündigen, aber wir müssen lernen, das ganz schnell zu erkennen, damit wir eventuell unerwünschte Handlungen verhindern können. Wenn das Pferd laut schnaubt, ist es vielleicht schon zu spät… man muß seine Ohren, seine Rückenmuskeln, seinen Schweif beobachten. Wenn man lernt schärfer zu beobachten, wird man auch sehen, daß ein Pferd, welches uns wirklich als Anführer betrachtet, uns immer sofort um Rückversicherung anschaut, wenn etwas beunruhigend ist. Es will Orientierung, was es machen soll – und wenn Sie da gerade an Ihrem Handy rumtippen, haben Sie den Anführertest verpatzt! Wie KÖNNTE es sich da mit Ihnen sicher fühlen!
  • Ständiges Beobachten ist in der Herde von höchster Wichtigkeit. Es ist geradezu DER Grund, daß nämlich vier Augen mehr sehen als zwei, warum sich Fluchttiere in Gruppen zusammen schließen. (Raubtiere tun das, um effektiver zu jagen). Wir wissen, daß alle Herdenmitglieder die Verpflichtung haben (das ist in ihren Genen verankert), daß sie immer die Leitstute im Auge behalten, denn SIE ist es ja, die das Kommando zum Flüchten oder Bleiben gibt. Daher ist es logisch, daß ein verschlafener Aufpasser kein effizienter Anführer sein kann.Wenn Sie nicht zu jeder Sekunde wissen, was um Sie herum vorgeht, sind Sie nicht vertrauenswürdig!
  • Die Aufmerksamkeit ist auch aus anderen Gründen wichtig: wir wissen, daß es Regeln innerhalb der Herde für die Rangordnung  gibt. Und als fachmännischer Anführer würden Sie Pferde nicht in eine Situation stellen, die ihnen gegen den Strich geht. Und doch sieht man das so oft! Zwei Pferde in einem Paddock zusammengepfercht, in dem das niedrig-rangige aus Platzmangel dem Boss nicht genug ausweichen kann, und daher schonungslos den ganzen Tag herumgescheucht wird – das kann eine wahre Quälerei sein!
  • Ein guter Anführer sorgt für seine Truppe auf solche Weise, daß jedes Pferd friedlich im einklang mit der Pferde-Etiquette leben kann – daher müssen wir diese Höflichkeitsregeln kennen und ihre Interaktion beobachten.  (Ich empfehle das Buch „Was Mimik und Körpersprache der Pferde verraten“ von Eva Wiemers, das sogar mit DVD jede Menge Information anbietet).

 

  • 3.   Wissen Sie Bescheid über die Dinge, die Ihrem Pferd wichtig sind!
  • Das ist nicht so schwierig zu lernen, vor allem, wenn Sie sich anstrengen scharf zu beobachten. Es verlangt nur ein bißchen Fantasie die Welt durch die Augen des Pferdes zu sehen, aber da sie so „vernünftig“ sind (ich finde sie oft viel „logischer“ als die Menschen um mich herum!) ist das leicht. Zum Beispiel leichtet es doch ein, daß ein Pferd fressen will, wenn es Gras sieht (und normalerweise nicht drankommt) – und trotzdem werden die meisten Pferde daran vorbeigezogen. „Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“ leuchtet einem Pferd nicht ein, denn das ist menschliche Denkweise. Meine Pferde konzentrieren sich alle besser in einer Reitstunde, wenn sie vorher 30 Minuten grasen durften, denn dann ist der Freßinstinkt ausgelebt und das Gehirn frei zum Lernen. Vor allem bei der Freiheitsdressur, wenn am Rande des Platzes Gras unter dem Zaun wächst, findet man sehr schnell heraus, was im Leben des Pferdes wesentlicher ist – das Gras oder unsere Kommandos! Als Fachmann kann man sich eine Menge Frustration ersparen!
  • Ein guter Anführer bietet der Herde an, was sie braucht – ob Futter oder Wasser, Schutz oder Ruhe – und das zur richtigen Zeit. Verlangen Sie vom Pferd in seiner Ruhezeit keine Arbeit. Holen Sie es nicht aus der Box, wenn gerade das Heunetz gefüllt wurde. Schleppen Sie es nicht auf den heißen Sandplatz, wenn es gerade Schatten aufgesucht hatte.

 

  • 4.    Führen Sie eine gewisse Routine ein – aber variieren Sie diese auch
  • Pferde sind Gewohnheitstiere und eine gewisse Routine gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Darin sind sie wie wir – und wie für uns kann Routine aber auch langweilig werden! Eine Unterbrechung der Routine ist daher willkommen – aber nur, wenn sie eine schöne Überraschung ist! Normalerweise vergibt Ihnen das Pferd, wenn Sie sein Nickerchen zum Grasengehen unterbrechen…Beobachten Sie den natürlichen Rhythmus im Leben Ihres Pferdes – wann es gerne frißt, schläft, wann es am aktivsten ist – und versuchen Sie, sich so gut es geht daran zu halten. Aber arbeiten Sie nicht immer auf die selbe Weise mit ihm! Hier sollten Sie viel Abwechslung bieten – die netten Übnerraschungen, die die Würze des Lebens sind. Reiten Sie nicht immer, und nicht immer in der Halle. “From Leading to Liberty” bietet eine große Auswahl an Aktivitäten, die Sie mit Ihrem Pferd versuchen können, und alle sind ihm förderlich. Diese Spiele lehren Sie und Ihr Pferd wichtige Fertigkeiten und sollen in die Reitausbildung
    mit eingefügt werden, um die Motivation zu verbessern.
Next time we continue with our list of leadership qualities! Read on! Nächstes Mal fahren wir mit der Liste der Führungsqualitäten fort! Lesen Sie weiter!

Long-Reining – Blog 05 – Trot, Positions, Circles, Fig.-8

Posted on by Jutta Wiemers

 

Work on the Long-reinsPart 05

Arbeit am langen Zügel – Teil 05

  • Last time we refined our rein-aids in such a way that the horse understood the difference between the request for a bend and the request for a change in direction – i.e. leaving the straight line along the wall to go onto the circle.
  • In this session we want to start working in trot and to try out some more complicated steering, such as serpentines and smaller voltes, and we want to concentrate on making the horse extend his neck, seeking the contact with the bit.

Let’s try some trot:

  • After a warm-up period, during which you get the horse to relax and chew – and hopefully also motivated – we’ll attempt to repeat what we have practised so far in walk at a faster tempo.

NOTE:

  • When you work with the horse in trot you do NOT run! The trotting is done by the horse alone and you will just march along with longer strides and more energy.
  • Letztes Mal haben wir unsere Zügelhilfen so verfeinert, daß das Pferd den Unterschied zwischen dem Abfragen des Biegens und dem eines Richtungswechsels verstehen konnte – d.h. dem Verlassen des Hufschlags auf einen Zirkel.
  • Diesmal wollen wir anfangen im Trab zu arbeiten und etwas kompliziertere Figuren zu lenken, wie Schlangenlinien und kleine Volten, und wir wollen uns auch darauf konzentrieren, daß das Pferd sich streckt und aktiv den Kontakt mit dem Gebiß sucht.

Wir versuchen Trab:

  • Nach dem Aufwärmen, währendessen wir das Pferd zum Abkauen und Entspannen bringen – es hoffentlich auch schon motivieren – versuchen wir das bisher im Schritt Geübte nun ein bißchen schneller.

BEACHTEN SIE:

  • Wenn Sie im Trab arbeiten, rennen Sie nicht! Der Trab wird vom Pferd allein ausgeführt, Sie hingegen marschieren bloß schneller und mit größeren Schritten und mehr Energie.
05IntoTrotCombo
  • Stay on the track along the wall at first. Establish a clear voice command for the transition to trot:  “and teeeerott!”, click your tongue just once and lengthen your steps. If you stay slow, the horse cannot get going! Take large strides – walk a bit to the side so the horse can see you – and demand a prompt response. If this is not forthcoming, apply the whip gently, but right away and in a determined manner.
  • If the horse overreacts (or your whip aid was too strong) and starts running, bring him back to walk by gently tugging on the reins – do NOT pull! “Brrrr!” is my voice aid, and if you are in the horse’s field of vision it helps him by being able to observe your body language, which must also express the slowing-down.
  • Transitional work is very useful to get the message across that we want to be energetic, but not hectic.
  • If you keep a horse that is still insecure about your demand, in trot for too long, he gets into a running mode – and we remember: a horse cannot think when he is running! So this is always counter-productive for a learning experience. (Also you might get rather out of breath, because walking with long regular strides needs a bit of practise too!)
  • Zuerst bleiben wir auf dem Hufschlag. Wir geben ein klares Stimmkommando „und Teerab!“, schnalzen einmal mit der Zunge und marschieren los. Wenn Sie selbst langsam bleiben, kann das Pferd auch nicht zulegen! Machen Sie große Schritte – vielleicht ein bißchen seitlich vom Pferd, daß es das sehen kann – und verlangen Sie eine prompte Reaktion.  Wenn die nicht kommt, benutzen Sie die Gerte, sanft, aber bestimmt und sofort!
  • Falls das Pferd  nun überreagiert (die Gerte zu stark war) und losrennt, parieren Sie durch indem Sie leicht am Zügel zupfen – nicht ziehen! „Brrr!“ ist mein Kommando, und wenn man nicht in seinem Blickfeld ist, hilft es auch ein bißchen zur Seite zu treten damit es Ihre Körpersprache wahrnehmen kann, die auch das Langsamwerden ausdrücken muß.
  • Diese Übergänge sind sehr nützlich, um klarzustellen, daß wir energisch, aber nicht hektisch sein wollen.
  • Wenn man ein Pferd, das noch unsicher ist was wir von ihm wollen, zu lange traben läßt, gerät es in Renn-Laune – und wir erinnern uns: ein Pferd kann nicht denken, wenn es rennt! Das ist also immer ineffektiv zum Lernen. (Und geraten Sie dabei ans Ende Ihrer Puste, da auch das schnelle Schreiten mit langen Schritten geübt werden muß!)

05TrotCombo

Is the horse still relaxed?

  • At this point you might begin to hear wind-sucking noises from your gelding.  This is a sign that the horse is cramping up his abdominal muscles and needs to relax – transition back to walk! Do some more neck-flexion exercises, go back to something calm and familiar to relax him. Make sure you “have” your horse’s mouth and he plays with the bit in a calm manner. Or do something you can praise – stop and rest a bit. Remember to always take a step back on the learning scale, when the horse shows signs of nervousness. Learning must remain fun for him!

 

Change your position:

  • Now you will practise changing your position relative to the horse in trot. This follows the same rules as we discussed in walk, so review the earlier Blogs, but in trot it is more difficult to stay smooth and keep the soft contact to the horse’s mouth during the changes.
Ist das Pferd noch entspannt?

  • Wenn Sie nun Schlauchgeräusche von Ihrem Wallach hören, ist dies ein Zeichen, daß er seine Bauchmuskeln verspannt und sich relaxen muß – durchparieren zum Schritt! Machen Sie ein paar Biegeübungen und etwas, das das Pferd schon kann, so daß es sich entspannt. Schauen Sie, ob das Pferd noch  abkaut und ruhig mit dem Gebiß spielt. Verlangen Sie etwas nach dem Sie loben können – dann legen Sie eine Pause ein. Vergessen Sie nicht, daß sie immer, wenn das Pferd nervös wird, auf der Lernskala einen Schritt zurück nehmen müssen. Lernen muß ihm Spaß machen!

 

Wechseln Sie Ihre Position:

  • Jetzt üben Sie im Trab Ihre Position relativ zum Pferd zu wechseln. Das machen wir genau wie vorher im Schritt (siehe frühere Blogs), aber im Trab ist die flüssige Ausführung und das weiche Kontakthalten zum Maul ährend des Wechsels schwieriger.
05 DwgPositions
  • Here you have to be patient with yourself. The main thing is to keep the horse relaxed and chewing. If he pins his ears, cramps up and breaks the rhythm, you are advancing too fast for him. Go back to walk, re-establish the “correct behaviour” (relaxed chewing and ears, good rhythm etc) in walk and then try again.

Try a circle:

  • Take the horse onto the circle, plan your track well by always looking a quarter circle ahead!
  • Hier muß man auch mit sich selbst geduldig sein. Die Hauptsache ist, das Pferd entspannt zu halten. Wenn es die Ohren anlegt, sich verspannt und den Rhythmus verliert, dann sind Ihre Anforderungen zu hoch. In diesem Fall muß man immer wieder im Schritt das „korrekte Benehmen“ (Abkauen, entspannte Ohren, guter Rhythmus) wiederherstellen, bevor man weiterübt.

Probieren wir einen Zirkel:

  • Wenn Sie auf den Zirkel abbiegen, planen Sie die Spur genau, indem Sie immer einen viertel Kreis vorausschauen!

05OntoCircleCombo

  • Prepare the slight bend while still on the track along the wall by lifting and slightly tugging on the inside rein, while keeping the outside one still. Then clearly GIVE on the outside rein to indicate the change in direction. As soon as you are ON the circle, the outside rein must be the dominant one, preventing the horse from drifting over the outside shoulder. As long as the horse keeps the slight bend on the circle track, the inner rein can be relatively loose.
  • Make sure that your circle is a round and clean one. If you don’t succeed – slow down! Refine your rein aids. I mentioned in the very beginning that the main reason why I try so hard to get good at long-reining is that it shows up so distinctly the mistakes I make with my rein aids. To have soft, calm, firm and clear hands is one of my dreams!Many transitions between trot and walk are good for keeping the horse’s attention, as well as getting re-organized, when things become sloppy. If all goes well, practise changes in tempo within the gait of trot. (In the next long-reining Blog I will show an efficient way to teach the horse to slow down within the gait) Don’t forget to pause and praise after small successes! This keeps the motivation going and very much helps the horse to understand, what you are aiming at!

Hand-changes in trot:

  • We have done hand-changes on a figure 8 in walk – now we do the same in trot. Again I find it easier to pre-bend the horse before changing sides (as shown below), because like this we don’t have to change direction AND change the rein position at the same time, rather this happens with a slight time lag. Like this it is easier to retain the soft contact with the mouth. And the moment, when the horse changes direction (from the centre of the figure Eight to the other circle) is the moment, when he will tend to drift to the outside the most – therefore it is right here that we need a clear and firm outside rein contact!In trot you have to speed up quite a bit the round the croup at the moment when you lift the reins to the other side. This is the only time you might actually take 2 or 3 running steps – but don’t do it with a sudden jumpstart! Be quick, but smooth! Don’t loose contact! Don’t startle the horse by becoming hectic!
  • Bereiten Sie noch auf dem Hufschlag die leichte Stellung des Halses durch anheben oder Zupfen am inneren Zügel vor, während der äußere still ansteht. Dann gibt man außen deutlich nach, um die Richtungsänderung anzudeuten. Sobald man AUF dem Zirkel ist, herrscht der äußere Zügel vor und verhindert, daß das Pferd über die äußere Schulter abdriftet. Solange es die leichte Biegung nach innen beibehält, kann der innere Zügel fast lose sein.
  • Halten Sie den Zirkel rund – wenn das nicht klappt, gehen Sie wieder langsamer! Verfeinern Sie Ihre Zügelhilfen. Ich hatte anfangs erwähnt, daß ich mich deshalb so um die Arbeit am langen Zügel bemühe, weil sie so deutlich aufzeigt, wo es mit den Zügelhilfen hapert. Eine weiche, bestimmte und ruhige Hand zu haben ist einer meiner Träume! Viele Schritt-Trab Übergänge sind hilfreich, um die Aufmerksamkeit des  Pferdes zu erhalten und sich neu zu organisieren, wenn alles ein bißchen unsauber wird. Wenn alles gut geht, übt man auch Tempowechsel innerhalb des Trabs (im nächsten Blog zeige ich ein Spiel, wie man das dem Pferd effektiv erklären kann). Vergessen Sie nicht oft Pausen einzulegen und auch nach kleinen Erfolgen zu loben! Das erhält die Motivation und hilft dem Pferd zu verstehen, worauf wir hinzielen.

Handwechsel im Trab:

  • Wir haben ja Handwechsel auf einer Achterfigur im Schritt geübt und machen nun das selbe im Trab. Wieder finde ich es angangs leichter das Pferd vor-zubiegen, bevor man die Seite wechselt (siehe unten), da man so nicht gleichzeitig die Richtung UND die Zügelhaltung verändern muß. So ist es einfacher, den Kontakt zum Maul zu erhalten. In dem Moment, in dem das Pferd die Richtung ändert (in der Mitte der Acht), wird es am meisten dazu tendieren über die äußere Schulter auszufallen – daher ist es hier am nötigsten, einen klaren und bestimmten Kontakt am äußeren Zügel zu haben!Im Trab muß man selber in dem Moment, in dem man die Kruppe umrundet und mit Zügel anheben auf die andere Seite wechselt, duetlich im Tempo zulegen. Dies ist die einzige Situation, in der man eventuell 2 oder 3 Schritte rennen muß – aber nicht mit einem plötzlichen Spurt! Man muß schnell werden, aber geschmeidig – verlieren Sie nicht den Zügelkontakt! Erschrecken Sie Ihr Pferd nicht durch plötzliche Hektik.

05FigEight

Try serpentines and voltes:

  • To round out this lesson, try some serpentine lines and intersperse small voltes. Explain what you want in walk first, then try trot. In this exercise I stay on the inside at all times (relative to the walls of the arena, not the horse’s bend!), so half of the time I guide the horse from our position 4 – walking on the convex side of the horse with reins over his back. Especially in the double serpentines I would not have time to switch sides in trot and keep the contact calm and steady at the same time.05DwgSerpentinesExtension:
  • You should be able to achieve at any time during your training that the horse extends his neck and seeks contact with the bit, when you GIVE with both reins (but especially the inner one). You invite this when you lead your horse onto the voltes, which you intersperse between the serpentines as a test. Remember the general rule: you must “have” the horse’s mouth first, the relaxation and willing response. If your horse tenses up and is nervous, all exercises you demand will lead to nothing – his learning abilities are blocked, while frightened.

 

In the next Blog we want to practice rein-backs and explain to the horse to collect a bit and to slow down within a gait.

Schlangenlinien und Volten:

  • Um diese Lektion abzurunden versuchen Sie ein paar Schlangenlinien und streuen hin und wieder kleine Volten ein. Rklären Sie dem Pferd erst alles wieder im Schritt. In diesen Figuren bleibe ich immer auf der inneren Seite (relative zur Wand der Halle gesehen, nicht der Biegung des Pferdes), so daß ich die Hälfte der Zeit das Pferd aus der Position 4 leite – ich gehe also auf der konvexen Seite des Pferdes mit den Zügeln über seinem Rücken gelegt. Vor allem in den doppelten Schlangenlinien hätte ich im Trab gar keine Zeit jedes Mal die Seite zu wechseln und dabei den Zügelkontakt ruhig und gleichmäßig zu halten.

Dehnung:

  • Zu jedem Zeitpunkt während dieser Übungen sollte man in der Lage sein von dem Pferd eine Dehnung des Halses abzuverlangen, während der es aktiv den Kontakt mit dem Gebiß sucht, wenn man mit beiden (aber vor allem mit dem inneren) Zügeln nachgibt. Das versucht man immer auf kleinen Volten, die man als Test zwischen die Schlangenlinien einfügt. Erinnern Sie sich an die generelle Regel: zuerst muß man das weich abkauende Maul erreichen, die Entspannung und willige Mitarbeit. Wenn das Pferd verkrampft und nervös ist, werden alle Übungen nicht zum Ergebnis führen, da seine Lernfähigkeit durch Furcht blockiert wird.

 

Im nächsten Blog wollen wir Rückwärtsrichten üben und dabei dem Pferd zu erklären versuchen, daß es sich ein wenig versammeln und innerhalb einer Gangart langsamer werden soll.

Playing with Knowledge – Blog 07 – Leader stays calm

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 07

Fachmännisch spielen – Teil 07

  • In the previous Blogs we understood what we must learn to become a herd member and the horse’s friend. This includes knowing the rules within a herd of horses, as this is engrained in their genes and cannot be changed! In part 04 we discussed how to become the human lead-mare. We discussed ranking, the significance of distances and of position.
  • We are not in the military; the horse owes us no obedience. He will not blindly follow you into battle, when he thinks that he has no chance of survival under your leadership! So another thing we must learn is to make our horses feel SAFE with us, because if they don’t, they will simply not accept our leadership!
  • It is a shame that equestrian sports have the reputation of being the most dangerous sports of all. Statistics (although often manipulated for the benefit of helmet and body armour manufacturers!) say that riding is a very accident prone activity. I guess equestrian vaulting should be even more so (and is still allowed under FEI rules without helmets…) – but my track record of over 40 years as vaulting trainer proves this wrong! My club never had an accident, never any crutches, except one girl who sprained her foot once, having just joined us from another club and not having un-learned her bad habits yet. Accidents can be avoided by correct training! They are usually not an act of God, but rather man-made, and are preventable – if you go about it the right way. It is the right training which is missing!
  • It is mostly OUR behaviour, which makes horses dangerous (because we do not instil the feeling of safety in them – which is the only thing that can truly bomb-proof them!), and therefore our negligence to deal with the problems, before they become problems! It is our laziness to address the issues knowledgeably. It is our unwillingness to take the time to try situations out, observe the horses’ reactions and learn to anticipate and remedy dangers before they happen!
  • We have to know the causes and train away the fear – we have to make them more courageous, so they can think and trust in themselves more, rather than panic. Only panicky horses fall into ditches! We have to take the time to KNOW our horses!This is the first thing every child around horses should learn to avoid accidents.
  • In den vorangehenden Blogs haben wir gelernt, daß wir ein Herdenmitglied werden müssen, ebenso wie ein Freund des Pferdes. Das schließt ein, daß man die Regeln des Herdenlebens kennt, welche den Pferden in den Genen verankert sind und daher nicht geändert werden können. Im Teil 04 erwähnten wir, wie man die menschliche Leitstute wird. Wir diskutierten die Rangordnung, die Bedeutung der Abstände und Positionen.
  • Wir sind nicht beim Militär; das Pferd schuldet uns keinen Gehorsam. Es wird uns nicht blind in den Kampf folgen, wenn es meint unter unserer Führung keine Überlebenschancen zu haben! Daher müssen wir ebenfalls lernen uns so zu verhalten, daß das Pferd sich mit uns SICHER fühlt, denn ansonsten wird es einfach unsere Führungsrolle nicht akzeptieren.
  • Es ist eine Schande, daß der Pferdesport den Ruf hat der gefährlichste Sport überhaupt zu sein. Die Statistik (die man natürlich auch im Interesse der Helm- und Schutzwestenindustrie manipulieren kann) sagt, daß Reiten eine sehr unfallträchtige Aktivität ist. Ich denke, daß dann die Voltige noch schlimmer sein müßte (die jedoch nach FEI Regeln immer noch ohne Helm ausgeführt wird), aber meine Erfahrung nach über 40 Jahren Voltigetraining bestätigt das nicht. Mein Klub hatte nie einen Unfall, nie Krücken, außer einem verstauchten Fuß eines Mädchens, die gerade aus einem anderen Klub dazu gekommen war und ihre schlechten Angewohnheiten noch nicht abgelegt hatte. Unfälle können durch korrektes Training verhindert werden! Sie passieren normalerweise nicht durch höhere Gewalt, sondern sind hausgemacht und abwendbar – wenn man es richtig macht. Hier fehlt  das richtige Training!
  • Es ist fast immer UNSER Verhalten, das Pferde gefährlich macht (da wir  ihnen nicht das Sicherheitsgefühl geben, welches die einzige Möglichkleit ist, ein Pferd wirklich bombensicher zu machen!), und daher ist es unsere Fahrlässigkeit uns mit den Problemen zu befassen, bevor sie Probleme werden! Es ist unsere Trägheit uns mit dem Sachverhalt fachmännisch auseinander zu setzen. Es ist die Unwilligkeit sich die Zeit zu nehmen solche Situationen auszuprobieren, die Reaktion der Pferde zu beobachten und zu lernen, die Probleme vorauszusehen und zu entschärfen, bevor sie echt gefährlich werden! Wir müssen die Ursachen erkennen und die Furcht weg-trainieren. Wir müssen unsere Pferde mutiger machen, so daß sie selber denken und sich selbst mehr vertrauen können, anstatt in Panik zu verfallen. Nur panische Pferde fallen in Gräben! Wir müssen uns Zeit nehmen, unsere Partner besser kennenzulernen! Das ist das Erste, was jedes Kind um Pferde herum lernen sollte, damit Unfälle nicht passieren.
07VoltiCombo
  • A horse is not a piece of sports’ equipment, he has a soul and a brain. Wrong deductions and fears included. The horse WANTS to feel safe with you, he wants to trust you, but you have to behave like a knowledgeable leader to make this possible for him. For this you have to:
  1. Be calm
  2. Be observant, know the horse’s body      language and what he is saying
  3. Be knowledgeable about things HE finds      important
  4. Establish routines
  5. Show the right reactions
  6. Be determined and firm
  7. Be a true leader, not over-protective
  8. Give him courage – don’t just de-sensitize      him
  9. Be reasonable
  10. Understand him and let him live out his      instincts
  11. Be interesting
  • Quite a list, don’t you agree? And so far all these points are just words. Let’s go through the list one by one and see what this kind of leadership really means.
  • Ein Pferd ist kein Sportgerät, es hat eine Seele und ein Gehirn. Inklusive Trugschlüsse und Furcht. Ein Pferd WILL sich mit uns sicher fühlen, es will uns trauen, aber dazu müssen wir uns wie Anführer benehmen, die wissen was sie tun. Dazu müssen wir:
  1.  Ruhig bleiben
  2. Gut beobachten, die Körpersprache des Pferdes verstehen
  3. Kenntnis haben von Dingen, die IHM wichtig sind
  4. Gute Routine einführen
  5. Richtige Reaktionen zeigen
  6. Entschlossen und bestimmt sein
  7. Ein guter, aber nicht überbeschützender Anführer sein
  8. Ihm Mut machen – es nicht nur desensitivieren
  9. Vernünftig sein
  10. Und die Pferde ihre Instinkte ausleben      lassen.
  11. Interessant sein
  • Eine lange Liste, nicht wahr? Und bisher sind alle diese Dinge nur Worte. Nun gehen wir die Liste durch und definieren, was diese Art Führungsqualität wirklich bedeutet.

07LeaderCombo

  1. Be calm … good advice and quite useless, because if you are not calm you cannot fake it!
  • When a horse in the herd gets a fright, he points his ears, snorts, jumps and if the lead-mare agrees that something is worrisome, they all go into flight mode and run. Not very far, mind you, they still like to preserve energy (for the next necessary flight), so after about 400 yards they look, whether there still is a reason to run – and if not, the resume grazing. All very reasonable!
  • What happens, when people get involved? The horse sees something worrisome, and the human, who should act as the lead-mare and instantly give the horse feedback on whether flight is necessary or not, is on the cell phone and has seen nothing! So the horse spooks – now his human jumps! A clear sign of fright! The “lead-mare” is worried too – let’s run! Perhaps here the human falls off – another reason for the horse to worry, because this does not exactly instil trust in the human’s leadership….
  • 25% of all sport’s injuries are related to riding, and of those ¼ are related to the horse being scared! Whether horse or human, what happens in the body with fear is a discharge of adrenalin (epinephrine), which is a hormone and neurotransmitter affecting the heart and respiratory rate and muscle contraction. Although fear can paralyze you in some instances (then you just experience the muscle contraction and tremble), the adrenalin helps your body to be ready for a fight or flight situation – it is part of our survival gear!
  • Now here comes the interesting part of the statistics: A horse taking a fright is totally all right and does not mean an accident will happen, IF he gets told instantly by a human leader he trusts that the situation is under control. But in most cases the human gets scared too – and fear is transmittable!

 

  1. Ruhig bleiben… guter Rat aber unnütz, denn wenn Sie nicht ruhig SIND, können Sie nicht nur so tun!
  • Wenn ein Pferd in der Herde sich erschreckt, spitzt es die Ohren, prustet, springt auf, und falls die Leitstute auch denkt, daß es Grund zur Unruhe gibt, dann starten alle zur Flucht. Sie rennen aber nicht sehr weit, (denn sie müssen ihre Energie auch für die nächste nötige Flucht bewahren) nur etwa 400 Meter – dann schauen sie sich um und stellen fest, ob es immer noch Grund zur Flucht gibt – ansonsten grasen sie wieder. Alles sehr vernünftig!
  • Was passiert aber, wenn Menschen ins Spiel kommen? Das Pferd sieht etwas Beunruhigendes und der Mensch, der die Leitstutenfunktion haben und ihm sofort ein Feedback geben sollte, ob Flucht nötig ist oder nicht, der ist am Handy und hat nichts gesehen! Dann scheut das Pferd – und der Mensch erschreckt sich und hupft – ein klares Zeichen der Angst! Tja, und wenn der Anführer Angst hat – los gehts! An dem Punkt fällt der Mensch vielleicht auch noch runter – noch mehr Grund für das Pferd sich zu fürchten, denn das flößt nicht gerade Vertrauen in die Führerqualitäten des Menschen ein…
  • 25% aller Sportverletzungen hängen mit Reiten zusammen, und ein ¼ davon entstehen aus Scheuen des Pferdes. Ob Pferd oder Mensch, was im Körper passiert ist eine Ausschüttung von Adrenalin, welches ein Hormon und ein Neurotransmitter ist, das die Herz- und Atemfrequenz beschleunigt und die Muskeln zusammenzieht. Obwohl Angst einen manchmal auch lähmen kann (dann erfährt man nur die Muskelkontraktion und zittert), ist das Adrenalin dazu da uns bei einer Kampf- oder Fluchtsituation zu helfen – es gehört zu unserer Überlebensausrüstung!
  • Nun kommt das Interessante an der Statistik: wenn ein Pferd sich erschreckt ist das normalerweise total in Ordnung und bedeutet keinen Unfall, WENN es sofort von seinem menschlichen Anführer erfährt, daß die Situation unter Kontrolle ist. Aber in den meisten Fällen kriegt der Mensch ebenfalls Angst – und die ist übertragbar!
07BoSpookCombo
  • An interesting article to read is in the CCSAW NEWS # 17 2007 by Deirdre Healey, article by Prof Uta von Borstel, University of Guelph “Is fear transmittable?”. During experiments they measured the heart rates on 53 riders and horses, both of whom were hooked up to heart monitors. The riders were told that they would unexpectedly be squirted with a water gun during their ride – which never happened, but their heart rates all went up, because they expected bad things to happen! Although there were no visible signs of tension in those experienced riders and the unsuspecting horses had of course no reason to be nervous, their heart rates were going up at the same rate as the humans’ – and as instantly!
  • Horses can FEEL our adrenalin levels go up (though we don’t exactly know how). This is the transference of fear and the reason, why we cannot fool them.
  • So how do you learn to stay a calm leader in tricky situations, if you are NOT calm, and can’t fake it for your horse?
  • The obvious solution is: You have to practise spooking! In my book “From Leading to Liberty” there is an entire chapter dedicated to de-spooking your horse. You can play certain games knowledgeably!!) with advance and retreat, which I cannot repeat here.
  • Ein interessaner Artikel erschien im CCSAW NEWS # 17 (2007 by Deirdre Healey, article by Prof Uta von Borstel, University of Guelph “Is fear transmittable?”). In einem Experiment wurde die Herzfrequenz von 53 Reitern und Pferden gemessen, die alle an Herzmonitoren angeschlossen waren. Den Reitern wurde mitgeteilt, daß sie während des Ritts unangekündigt mit Wasserpistolen beschossen werden würden – was dann gar nicht der Fall war, aber die Herzfrequenz von allen stieg an, da sie ein Scheuen erwarteten. Obwohl man in den erfahrenen Reitern äußerlich keine Verkrampfung erkennen konnte und die nichtsahnenden Pferde ja keinen Grund hatten nervös zu sein, ging deren Herzfrequenz ebenso in die Höhe – und genau im gleichen Moment!
  • Pferde können einen Anstieg unseres Adrenalins fühlen (wir wissen nur noch nicht genau wie). So eben geschieht die Übertragung der Furcht, und das ist der Grund, warum wir ihnen nichts vormachen können.
  • Wie lernt man also in schwierigen Situationen ein ruhiger Anführer zu sein, wenn man eigentlich NICHT ruhig ist und sich nicht verstellen kann?
  • Da gibt es nur eine Lösung: man muß das Scheuen üben! In meinem Buch “From Leading to Liberty” ist ein ganzes Kapitel dem Ent-Scheuen gewidmet. Man kann gewisse Spiele spielen (fachmännisch!), mit Annäherung und Rückzug, die ich hier nicht wiederholen kann.

07PractiseSpookCombo

  • You practise spooking – obviously you will do it in surroundings where neither you nor the horse will be in danger. You should be able to let go, make sure the horse cannot get tangled or injure himself by running into obstacles. Knowing that there is no real danger will help YOU to stay calm – and as a result the horse will already remain calmer himself too, if he looks to you as a leader.
  • Practising spooking gives you two very important advantages: you can find out exactly WHAT your horse finds most frightful – and then play appropriate games to alleviate his fears. (“From Leading to Liberty” is full of useful games). At the same time you can observe HOW the horse reacts in those respective situations – because his reactions are not always the same.
  • Like this your self-assurance will grow parallel to his – you learn how to react more appropriately, he sees that you are less scared (and therefore more trustworthy) and learns to take his cue “run-or-not-run” from you. In small learning steps you increase his courage – if he is not afraid, he will not spook any more, it really is that simple.

 

  • Man übt Scheuen – natürlich in einer Umgebung, in der weder Sie noch das Pferd in Gefahr geraten kann. Man sollte loslassen können, und das Pferd sollte nicht durch irgendwelche Hindernisse gefährdet sein. Das Wissen, daß keine wirkliche Gefahr besteht, hilft IHNEN schon ruhig zu bleiben – woraufhin das Pferd, wenn es Sie überhaupt als Anführer anerkennt, auch schon weniger nervös ist.
  • Das Scheuen zu üben hat zwei große Vorteile: man findet heraus WAS genau das Pferd am meisten verängstigt – und dann kann man die entsprechenden Spiele spielen, die die Furcht vermindern.  (“From Leading to Liberty” ist voller guter Vorschläge). Gleichzeitig beobachtet man, WIE das Pferd in den entsprechenden Situationen genau reagiert – denn seine Reaktionen sind je nach Vorfall verschieden.
  • So wächst Ihr Selbstvertrauen parallel mit seinem – Sie lernen angemessen zu reagieren, Ihr Pferd sieht, daß Sie weniger nervös sind (und daher vertrauenderregender) und lernt Ihrem Stichwort „Rennen oder nicht“ zu folgen. In kleinen Lernschritten macht man so das Pferd immer mutiger – und wenn es keine Angst mehr hat, scheut es auch nicht mehr – es ist wirklich so einfach.

07DespookedCombo

In the next Blog we will go into more detail. Im nächsten Blog gehen wir weiter ins Detail.

Playing with Knowledge – Blog 06 – Going for a walk (part 2)

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with KnowledgePart 06

Fachmännisch spielenTeil 06

Continued from the last Blog:

  • Your horse gets too fast:
  • What to do, if your horse gets moving nicely, but then doesn´t slow down for you? This tends to happen especially, when you started from the partner position, because then you fall behind the horse´s movement and end up in the driving position, (the lead stallion position), which makes him even faster! So you must anticipate your horse´s next move by sharp observation, and if he tends to take off on you, you must remain in the body blocking position in front of him.
Fortsetzung des letzten Blogs:

  • Das Pferd wird zu schnell:
  • Was tun, wenn das Pferd zwar zackig losläuft, aber dann nicht auf Sie wartet? Das passiert insbesondere, wenn man sich in der Partnerposition befand und dann hinter die Bewegung kommt und in der „treibenden Position“ endet (die Leithengst Position), so daß das Pferd noch schneller wird! Man muß also seinen Plänen durch scharfes Beobachten zuvorkommen und, wenn es dazu neigt abzuhauen, in der Blockier-Position vor ihm bleiben.
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  • But even in the partner position you will communicate to him that the idea is total harmony: you move together and you stop together. Until you can be pretty sure of your horse, try to keep him slow at all times. Establish your voice commands and insist that he obeys them. Mine are “easy” or “shshsh”. A sharp “brrr!!!” stops him promptly, even if he just spooked. As long as you are still using the rope you can of course also give him a sharp tug on it, if he doesn´t listen.
  • You achieve this goal of harmony by frequent practice of course, stop him often! Horses love to synchronize with a friend – and grazing together is the best way to become an agreeable friend! In partner position the horse has the right to make suggestions – but he should not think he can just walk off. Sometimes when Beau tries nevertheless, I have to catch him by the tail! Not very elegant, but it is the result that counts!
  • Aber auch in der Partner- Position teilt man ihm mit, daß das Ziel totale Harmonie ist: wir gehen zusammen los und halten zusammen an. Bis man sich seines Pferdes ziemlich sicher sein kann, bleibt man am besten immer langsam. Führen Sie Ihre Stimmkommandos ein und bestehen Sie darauf, daß sie befolgt werden. Meine sind “easy” oder “shshsh”. Ein scharfes “brrr!!!” stoppt es prompt, auch wenn es grade gescheut hat. Solange man das Seil noch anfaßt, kann man natürlich auch einen scharfen Ruck geben, wenn das Pferd einen testet.
  • Man erreicht das harmonische Ziel natürlich durch viel Wiederholung – stoppen Sie oft! Pferde synchronisieren sich aber gerne mit ihren Freunden – und zusammen Grasen ist der beste Weg ein angenehmer Freund zu werden! In der Partner Position hat das Pferd das Recht Vorschläge – aber nicht sich selbständig zu machen. Wenn Beau es manchmal dennoch versucht, habe ich ihn auch schon am Schweif angehalten! Nicht so elegant, aber es ist das Resultat, was zählt!

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Zigzag:

  • As our leading on the slack rope with body language will eventually lead to “free-leading” off-line (unless you graze next to a freeway), remember that a horse has it engrained in his genes to want to walk on a zigzagging path. He does this to cover his blind spot directly behind him – to be totally aware of happenings all around. He does, however, NOT have engrained in his genes to look for traffic while doing this! I allow my horses, while grazing (which is our social and fun time together) as much freedom as I can – after all, THEY are the herbivores and not I, and they know better what tastes best! This means that I have to be aware of approaching cars, bicycles and so on, at all times and also recognize, when my horse sets out to cross the road. If the moment is not right, I say “nein!” (Pronounce this like “nine” – we don’t use “no”, because it sounds too much like “Ho!”, which is a very distinct command for us.) I body block, and of course grab the rope, which is otherwise slung over his back, if necessary.
Zickzack:

  • Da unser Führen am langen Seil und mit Körpersprache am Ende zu „freiem Führen“ ohne Strick führt (es sei denn Sie grasen neben der Autobahn), erinnern Sie sich, daß es ein Pferd in den Genen verankert hat, im Zickzack gehen zu wollen. Das tut es, um den toten Winkel hinter sich abzudecken – um jederzeit alles rundherum im Blick zu haben.  Es hat jedoch NICHT in seinen Genen verankert dabei auf den Verkehr zu achten! Während wir grasen, erlaube ich meinen Pferden soviel Freiheit wie möglich, weil es ja unsere gesellige Freizeit ist – außerdem sind sie ja die Grasfresser und wissen besser, was schmeckt und was nicht! Also muß ich immerzu auf sich nähernde Autos, Fahrräder usw. achten und ebenso beobachten, wann mein Pferd zum Straßeüberqueren ansetzt. Wenn der Moment nicht günstig ist, sage ich „nein!“ und Körper-blockiere, und fasse natürlich auch ins Seil, das über seinem Rücken liegt, wenn nötig.
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Drive out the ghosts:

  • While grazing you have the best opportunity to also “de-spook” your horse (apart from the games mentioned in the book “From Leading to Liberty”). He doesn’t want to go close to garbage cans or a parked tractor? THIS is the spot which you choose for grazing! Do not avoid the things he wishes to avoid – you would reinforce his fears. Leave the rope long, let him do his little “but-I-really-don’t-want-to” dance and WAIT. Little by little (and without pulling on him!) you approach closer and praise every little step in the right direction. Your totally relaxed body language shows him there is no reason to worry. If he gets no other choice, he soon WILL be grazing right next to the “ghost”! Now you have made him more courageous AND have confirmed your leadership!
Treiben Sie die Gespenster aus:

  • Während Sie grasen, haben Sie auch die beste Möglichkeit (abgesehen von den Spielen im Buch  “From Leading to Liberty”) Ihr Pferd zu „ent-scheuen“. Es will einen weiten Bogen um Mülleimer oder einen geparkten Traktor machen? HIER genau ist der Fleck wo wir grasen! Vermeiden Sie nicht die Dinge, die Ihr Pferd vermeiden will – Sie würden so seine Furcht bestätigen. Lassen Sie das Seil lang, lassen Sie es seinen kleinen „ich-will-aber-absolut-nicht“ Tanz vollführen und WARTEN Sie. Ganz langsam (und ohne an ihm zu ziehen!) nähern Sie sich an, und loben bei jedem kleinen Schrittchen in die richtige Richtung. Ihre ganz entspannte Körpersprache ziegt ihm, daß es keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Wenn es keine andere Wahl bekommt, WIRD es sehr bald nahe an den „Gespenstern“ grasen! Nun haben Sie ihn mutiger gemacht UND haben Ihre Führeransprüche gefestigt!

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What if he spooks?

  • We encounter many interesting situations, and in some, the horse might spook. By spooking I mean however that he gets startled and gives a jump, not full out flight. Play as many of the “De-Spooking” Games from the book (“From Leading to Liberty”, chapters 49 to 51) as this increases his self-confidence greatly – and the more confident he is, the less he will jump around! Beau spooked when a loose horse approached us in full gallop from behind… also when a stray golf ball (oh these golfers!!) smacked into a tree right in front of him like a shot. Each time he ran a maximum of three steps – he instantly heard my calm but sharp “naNA!” – he looked at me for assessment of the situation: “do we have to flee??” and my body language clearly told him that NO – so he stopped.
  • As we can´t fool our horse – he KNOWS when our adrenalin level goes up! – we have to stay calm as the leader. How to do that will be mentioned in the next Blog about leadership qualities.
Was tun, wenn es scheut?

  • Wir haben schon viele interessante Situationen erlebt, und manchmal scheut das Pferd auch. Scheuen heißt, daß es sich erschreckt und einen Hupfer tut, nicht volle Flucht. Spielen Sie so viele der „Ent-Scheuen“ Spiele aus dem Buch book (“From Leading to Liberty”, Kapitel 49 bis 51) wie möglich, da dies das Selbstvertrauen des Pferdes sehr wirksam erhöht – und je mehr Selbstsicherheit es hat, desto weniger hüpft es rum! Beau scheute, als ein flüchtendes Pferd von hinten in vollem Galopp angerannt kam… und einmal, als ein verirrter Golfball (oh diese Golfer!!) wie ein Schuß direkt vor ihm in einen Baum geknallt ist. Jedes Mal rannte er bloß drei Sprünge – hörte sofort mein ruhiges aber scharfes „naNA!“ – guckte zu mir zurück, um die Situation einzuschätzen: „müssen wir flüchten??“  und meine Körpersprache zeigte ihm klar, daß NICHT – also hielt er an.
  • Da wir einem Pferd nichts vormachen können – es weiß einfach, wenn unser Adrenalinspiegel ansteigt – müssen wir als Anführer ruhig bleiben. Wie man das lernt beschreibe ich in dem kommenden Blog über Führerqualitäten.

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Observe and learn:

  • The rest of the time you observe your horse and learn a heap of things about his likes and dislikes! Some horses are greedy and just wolf down whatever is in sight, parked until full. I suspect that those are the horses, who get out very rarely – and they know they have to make the most of it! My horses get their grazing time every day and know it and their behaviour varies from day to day. Some days they want to move a lot, some days they park and stuff themselves. Some days are pure clover days, and nothing else will entice them. I should not say “them”, because this varies also from horse to horse, not only from day to day. Other days the dandelions are good – sometimes only the fresh new ones, other times only the tall older ones. Then there are days when all herbs get consumed together at a healthy looking mix. And grass is not like grass! Tall and blooming is sometimes the rage – other times only freshly mown lawn will do…
  • I am still always amazed how nimble my horses’ lips are and how they can sort out and nibble around an unwanted buttercup without any problem! I have never seen that any of my horses ever ripped out an unwanted weed – it all gets sorted beforehand. Sometimes the nose just pushes it out of the way, sometimes the lips (and/or tongue) briefly test and then reject it. The only thing, which gets spit out, are roots of any kind, when they come out of the soft ground, while the horse is trying to rip off the grass or herb.

Time to be social!

  • You have an arrangement, where your horse has access to a field and so you don’t have to take him grazing? Well, do it anyway: as you know people can also all drink their beer in solitude at home – but still, they like to go to the pub and pay more for it there! So especially, if your horse has his field alone (how nice! People think… the horse thinks “solitary confinement”, because he is a herd animal!) grazing together is important social time, it is something that friends do together, in harmony and parallel to each other. Alone is just food – together it is food and FUN!

You find this too boring?

  • Considering that grazing is THE most important activity to your horse, I would say that you are perhaps not a good partner and friend to him… though I do admit that I am often also bored to park on the boulevard, day in and day out (I write my notes for the next Blog!). But I certainly have learned a lot about my horses likes and dislikes this way – AND I have reinforced my leader position!  Even off-line and on grass – when I say GO they GO, when I say STOP they STOP! When I say (with my body language): no reason to worry then they will not panic and run – and don’t you think that is useful? One hour of walking together in perfect harmony without a rope and without incidents is quite an art – and isn´t this harmony what we all profess to strive for?

 

In the next Playing Blog we will discuss further, how you have to behave to prove to your horse that he can feel safe with you.

Beobachten und lernen Sie:

  • Die restliche Zeit ist zum Beobachten da – man lernt eine Menge über die Vorlieben seiner Pferde! Manche sind gierig und verschlingen was immer sie sehen, im Stillstand und bis zum Platzen. Ich denke mal, das sind die, welche selten rauskommen und es voll ausnützen müssen! Meine dürfen jeden Tag grasen und wissen es, und ihr Verhalten ist jeden Tag anders. Manche Tage laufen sie viel, manchmal parken sie und futtern nur. Manche Tage sind reine Klee-Tage und nichts anderes interessiert sie. Ich sollte nicht mal „sie“ sagen, denn das ändert sich auch von Pferd zu Pferd, nicht nur von Tag zu Tag. Manche Tage ist der Löwenzahn gut – manchmal der junge, andermal nur die großen alten. Dann gibt es Tage, an denen alles gut gemischt durcheinander gefressen wird. Auch Gras ist nicht gleich Gras! Groß und blühend ist manchmal gefragt, andermal ist nur ein frisch gemähter Rasen appetitlich…
  • Ich bin immer wieder verwundert, wie geschickt die Lippen meiner Pferde sind, und wie sie ohne Problem eine unerwünschte Butterblume aussortieren können! Ich habe nie beobachtet, daß eines meiner Pferde eine unerwünschte Pflanze ausgerissen hat – es wird alles vorher sortiert. Manchmal schiebt die Nase es nur beiseite, manchmal kosten die Lippen (oder auch die Zunge) durch kurzes Darüberstreifen und lassen es dann links liegen. Das einzige, was manchmal ausgespuckt werden muß, sind Wurzeln, die aus zu weicher Erde mit ausgezogen wurden, während das Pferd versuchte, das Gras abzurupfen.

Zeit gesellig zu sein!

  • Sie haben eine Abmachung, so daß Ihr Pferd auf eine Weide kann und Sie es nicht zum Grasen führen müssen? Tun Sie es trotzdem! Auch Menschen könnten ja all ihr Bier allein zu Hause trinken – und gehen doch in den Pub, wo sie mehr dafür zahlen müssen! Vor allem, wenn Ihr Pferd alleine auf der Weide steht (die Menschen denken „wie schön!“… das Pferd denkt „Einzelhaft!“, da es ein Herdentier ist) ist zusammen Grasen eine ganz wichtige Geselligkeit, etwas das eben Freunde miteinander tun,  in Harmonie und parallel zueinander. Allein ist Grasen bloß Futter – zusammen ist es Futter und FUN!

Sie finden es zu langweilig?

  • Wenn man bedenkt, daß Grasfressen im Leben Ihres Pferdes  DIE wichtigste Aktivität ist, dann sind Sie vielleicht nicht so ein guter Partner und Freund, wie Sie denken… obwohl ich durchaus zugebe, daß ich oft, Tag für Tag da auf dem Boulevard geparkt, an Langeweile leide (ich schreibe Notizen für meinen nächsten Blog!). Aber ich habe jedenfalls auf diese Weise sehr viel über die Vorlieben meiner Pferde gelernt – UND ich habe meine Anführer Position gefestigt! Auch ohne Seil und auf Gras – wenn ich „los!“ sage gehen sie los, und wenn ich STOP sage, halten sie! Wenn ich (mit Körpersprache) sage „kein Grund zur Unruhe!“ dann rennen sie nicht panisch davon – und finden Sie das nicht nützlich? Eine Stunde zusammen in perfekter Harmonie ohne Seil und ohne Zwischenfälle zu verbringen ist eine Kunst – und beteuern wir nicht alle dauernd, daß wir diese Harmonie anstreben?

 

Im nächsten Blog besprechen wir weiter, wie man sich verhalten muß, um seinem Pferd zu beweisen, daß es sich mit uns sicher fühlen kann. 

Playing with Knowledge – Blog 05: Going for a Walk (part 1)

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 05

Fachmännisch Spielen – Teil 05

  • With all we have learned so far, we can dare hit the road! We know how to behave like a friend and how to lead – or at least we think we know, and now will put it to the test, whether the horse understands our intentions and respects them! Once you master the “Going for a walk” game by mere body language, you have learned your first Liberty Game! And an important one!

Going for a walk:

  • It is always wise to attempt new things in a setting, where the horse is likely to want to cooperate – so a grazing situation is very propitious, because it puts the horse into a good mood at least – even if he chooses to ignore you over the allurement of the grass at first!

The rope:

  • Of course you will start on the rope to be safe! I use a fairly long lead-rope and put a knot at the very end of it. I never wrap or even loop it around my hand, but rather hold it folded, so I can drop the rope quickly in such a way that just the knot remains in my hand. Should the horse ever spook, you want to give him all the rope you can fast, as he, as a flight animal,  must be allowed to move his feet, when scared. Never pull on a frightened horse – you´ll just make the situation worse!
  • Separate the functions of rope hand and whip hand as in all other exercises. In the second phase of learning you can throw the rope over the horse´s back (on the outside) and hang on lightly at the dangling end – you are still in control, but the horse does not feel it much. In the third phase the horse will obey you at liberty as shown on my pictures.

Where to walk?

  • This will of course depend on the placement of your stable – for us it is the boulevard along the road, for you it may be a path in the country. No matter – know the challenges! It may be tractors or car traffic, whizzing mountain bikes or coyotes, ducks flying up out of ditches or aggressive dogs.
  • Mit allem, was wir bisher gelernt haben, können wir uns nun auf die Straße wagen. Wir wissen, wie man sich als Freund verhält und wie man führt – wenigstens denken wir das, und nun werden wir testen, ob das Pferd unsere Absichten versteht und respektiert! Wer das Spiel „Spazierengehen“ beherrscht, hat seine erste Freiheitsdressur erreicht – und eine wichtige!

Wir gehen spazieren:

  • Es ist immer gut neue Dinge in einer Situation zu versuchen, in der das Pferd vermutlich mitmachen will und daher ist Grasengehen vielversprechend, da es so wenigstens gute Laune hat, selbst wenn es Sie über der Versuchung des Grünzeugs zuerst ignoriert!

Das Seil:

  • Natürlich fangen wir am Seil an, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich benutze ein ziemlich langes Führseil mit einem Knoten am Ende. Ich wickele es niemals um meine Hand und halte es nicht einmal in Schlaufen, sondern nur doppelt, so daß ich es blitzschnell so fallen lassen kann, daß nur der Knoten in meiner Hand bleibt. Sollte das Pferd scheuen, so muß man ihm das ganze Seil schnell auslassen, denn es muß als Fluchttier seine Füße bewegen dürfen, wenn es Angst hat! Ziehen Sie nie an einem ängstlichen Pferd – das macht alles nur noch schlimmer!
  • Trennen Sie die Funktionen von Seil- und Gertenhand wie in allen anderen Übungen auch. In der zweiten Lernphase kann man das Seil von außen über den Rücken des Pferdes werfen und das lose hängende Ende in der Hand halten – so hat man noch Kontrolle, aber das Pferd fühlt es nicht sehr. In der dritten Phase wird das Pferd in Freiheit gehorchen, wie hier auf meinem Bildern gezeigt.

Wohin gehen?

  • Das kommt natürlich auf die Lage des Stalls an – bei uns geht es den Boulevard an der Straße lang, bei Ihnen vielleicht über einen Weg im Wald. Egal – vergegenwärtigen Sie sich  Sie die möglichen Probleme! Das könnten Traktoren oder Verkehr sein, rasende Mountain Biker oder Koyoten (bei uns!), aus Gräben auffliegende Enten oder angriffslustige Hunde.
Be in the leader position - look where you are going! Gehen Sie in der Führerposition - schauen Sie in Bewegungsrichtung!

Be in the leader position – look where you are going!
Gehen Sie in der Führerposition – schauen Sie in Bewegungsrichtung!

  • So set out in the leader position – rope long and slack, whip in the other hand, you with your shoulder in front of the horse’s nose. Look where you are going – not at the horse! Point into the direction with your rope-hand, have your whip ready behind you to egg him on, and say “let’s go!” I think your horse will willingly follow.
  • I hope you turned your cell phone off, because here starts your job as a leader. You must see all possible problems FIRST, if you want your horse to have peace of mind for enjoyable grazing, so you have to pay attention! If your horse pricks his ears and stares at something – you must look too! What kind of a figure would you cut as a leader, if your horse points to something which worries him, and you don’t even see it?? Remember that as a herd member, who accepts you as the lead-mare, he would always watch you to take all cues (to flee or not to flee) from YOU!
  • Fangen Sie in der Führerposition an – mit langem durchhängendem Seil, Gerte in der anderen Hand und mit Ihrer Schulter vor der Nase des Pferdes. Schauen Sie in Bewegungsrichtung – nicht auf Ihr Pferd! Deuten Sie mit der Seilhand wo es lang geht und seien Sie mit der Peitsche bereit es von hinter Ihrem Rücken anzutreiben. Kommando „auf gehts!“ Ich denke, Ihr Pferd wird willig loslaufen.
  • Ich hoffe, Sie haben Ihr Handy abgestellt, denn hier beginnt Ihr Job als Anführer. Sie müssen alle möglichen Probleme ZUERST sehen, wenn Ihr Pferd friedlich greasen können soll, daher müssen Sie aufpassen! Wenn Ihr Pferd die Ohren spitzt und etwas fixiert – da müssen Sie auch hingucken! Was für eine jämmerliche Führerfigur wären Sie in seinen Augen, wenn es etwas Bedrohliches erspäht und Sie sehen es nicht einmal?? Sie erinnern sich, daß ein Herdenmitglied, welches Sie als Anführer akzeptiert, Sie immerzu im Auge behält, um von IHNEN zu erfahren, ob es fliehen muß oder nicht!

the leader must see potential problems FIRST, as the horse looks to her for further instruction - to flee or not to flee! Der Anführer muß alle möglichen Probleme ZUERST sehen, da das Pferd von ihr erfahren muß - fliehen oder bleiben?

the leader must see potential problems FIRST, as the horse looks to her for further instruction – to flee or not to flee!
Der Anführer muß alle möglichen Probleme ZUERST sehen, da das Pferd von ihr erfahren muß – fliehen oder bleiben?

Stop and Go!

  • NOW comes the first problem: your horse will likely want to stop at the first tuft of grass and put his head down as soon as he sees it. What do you do? Be wise! Let him… But now comes the training part of our walk: If you ARE the lead-mare, then your herd (however small it may be) will follow you, as soon as you set yourself into motion. So after a few mouthfuls of grass eaten, you make sure you are in the correct leader position and without being in the horse’s way, lift your chest, chin up, look where you want to go and point with your rope-hand. Say “let’s go!” (this is the announcement and fair warning of what is to come),  then a sharp kissing sound (this is the command!) – and if he doesn’t set himself into motion, a smack with the whip behind your back follows instantly.  In the beginning you might also have to give a sharp tug on the rope if he ignores you (but do NOT pull!) – but very soon this will be superfluous.
Stopp und Weiter!

  • NUN kommt das Problem: Ihr Pferd will vermutlich am ersten Grasbüschel, das es erblickt, anhalten. Was tun Sie? Seien Sie weise! Lassen Sie es…. Danach kommt aber der  Ausbildungsteil Ihres Spaziergangs: wenn Sie wirklich die Leitstute SIND, dann muß Ihre Herde (egal wie klein) Ihnen folgen, sobald Sie sich in Bewegung setzen. Nach ein paar Happen Gras prüfen Sie also, daß Sie in der richtigen Führposition und dem Pferd nicht im Weg sind, heben Ihr Brustbein und Kinn an, schauen in Bewegungsrichtung und zeigen sie mit der Seilhand an. Sagen Sie „los gehts!“ (dies ist die faire Ankündigung dessen, was kommen soll) dann einen  scharfen Kußton (das ist mein Kommando!) – und wenn nun das Pferd sich nicht in Bewegung setzt, tippen Sie ihn sofort deutlich mit der Gerte hinter Ihrem Rücken an. Anfangs muß man vielleicht noch einen scharfen Zupfer am Seil draufsetzen, wenn es einen ignoriert (aber NICHT ziehen!!), was aber bald überflüssig wird.
When the leader goes - the herd goes. When the leader stops the others stop also! Wenn die Anführerin losgeht, läuft die Herde los. Wenn sie anhält, halten die anderen auch!

When the leader goes – the herd goes. When the leader stops the others stop also!
Wenn die Anführerin losgeht, läuft die Herde los. Wenn sie anhält, halten die anderen auch!

Ignoring the leader is the only thing we will never allow!

  • Now he moves (unless you don’t have a clue where your whip is and hit empty air) and your “good boy!” must also instantly follow !! Do not forget to praise!
  • After three steps stop  – “brrrr” or “ho!” is the voice command – change your body position to  “resting”, i.e. rope-hand sinks, head goes down, feet stop moving, one leg rests without weight on it.
  • If the horse doesn’t stop, also shake the rope. (See “From Leading to Liberty” for the complete chapter of “body language vocabulary) The horse will very soon understand that he is always allowed to stop again, so he will more willingly get going, when you ask for it. (Only later do we expand the phases of walking without eating further).

Resting – staying stopped:

  • Even while you remain stopped, because your horse is eating, your body position speaks to him – and this is important to understand, because IF your horse respects you as his leader, he will always be watching you!
  • If you want your horse to stay in one spot for a while (perhaps because a car is approaching), stand in a “body-blocking” position – in front of him and in his way (should he want to walk off) and ready to stare him into the eyes, which is a demand to yield. Keep your distance from your horse – a large “bubble” expresses your request for high rank – even when grazing!
Den Anführer zu ignorieren ist das Einzige, das wir nie erlauben!

  • Jetzt läuft das Pferd (außer Sie haben keine Ahnung, wohin Ihre Gerte zeigt und haben in die Luft geschnatzt) und Ihr „brav!“ muß ebenso prompt folgen!! Vergessen Sie das Loben nicht!!
  • Nach drei Schritten kann man schon halten – “brrrr” or “ho!“ ist das Kommando – und Sie ändern Ihre Körpersprache in „Ruhestellung“, d.h. Seilhand sinkt, Ihr Kopf auch, Füße halten an und ein Bein wird angewinkelt ohne Gewicht.
  • Wenn das Pferd nicht anhält schütteln Sie zusätzlich das Seil. (Siehe das Kapitel der Körpersprachen-Vokabeln im Buch “From Leading to Liberty”). Das Pferd wird sehr schnell verstehen, daß es immer wieder anhalten darf, so daß es willig weitergeht, wenn Sie es verlangen. (Erst später dehnt man die Phasen des Gehens ohne Fressen weiter aus).

Ruhen – Stehen bleiben:

  • Auch solange man nur rumsteht, weil das Pferd frißt, spricht man mit dem Körper zu ihm – und es ist wichtig das zu verstehen, da Ihr Pferd, FALLS es Sie als Anführer respektiert, Sie immer im Auge hat!
  • Wenn Sie eine Weile an einer Stelle bleiben wollen (vielleicht weil sich gerade Autos nähern), stehen Sie in der „Körper-Blockier“ Position – also vor ihm und ihm im Weg (sollte es loslaufen wollen) und bereit ihm in die Augen zu starren, was Ihre Forderung zum Weichen wäre. Bleiben Sie vom Pferd weg – eine große „Blase“ verdeutlicht Ihren Ranganspruch – auch beim Grasen!

Your body always speaks to him - my legs show "rest!", my positions says "stay put!" Mein Körper drückt immer etwas aus: mein Bein sagt "wir ruhen", meine Position sagt "bleib hier!"

Your body always speaks to him – my legs show “rest!”, my positions says “stay put!”
Mein Körper drückt immer etwas aus: mein Bein sagt “wir ruhen”, meine Position sagt “bleib hier!”

Resting but ready to go:

  • If however you want to give your horse the freedom to move on at random, as the next tuft of clover beckons him, you would stand in the partner position next to his shoulder. So don’t reprimand him for moving on at will if you stand there (but told him to “stay!”), this would be a contradiction of body language and voice command, which he can’t understand!
Geparkt – aber bereit zum Weiterlaufen:

  • Wenn Sie Ihrem Pferd aber frei überlassen wollen, wann es weiter geht, wenn das nächste Kleebüschel ruft, dann stehen Sie in der Partnerposition neben seiner Schulter. Schimpfen Sie also nicht mit ihm, wenn es weiterläuft, wenn Sie so neben ihm standen (und „Steh!“ gesagt haben), denn das war ein Widerspruch zwischen Stimm- und Körpersprache, die es nicht verstehen kann!

If I stand in the partner position, the horse is free to walk on when he chooses. Wenn ich in der Partnerposition stehe, darf das Pferd weiterlaufen, wenn es will.

If I stand in the partner position, the horse is free to walk on when he chooses.
Wenn ich in der Partnerposition stehe, darf das Pferd weiterlaufen, wenn es will.

To be continued in the next Blog – this one became too long! Grazing is an unbelievably important topic, as your horses can tell you! Im nächsten Blog geht es weiter – die Fortsetzung, da dieser Blog zu lang wurde! Grasen ist eben ein unglaublich wichtiges Thema, wie Ihre Pferde Ihnen sagen können!

Long-reining – Blog 04 – Circles, Pos. 3 and 4, Fig.Eights

Posted on by Jutta Wiemers

Work on the long-reinsPart 04

Arbeit am langen ZügelTeil 04

  • In the last Blog we practised how to bend the horse and get him through the corner cleanly. When the horse faces the wall at the corner, he will naturally understand the bend better, even if your rein aids are not totally clear yet, because he will not voluntarily hit the wall. This time we want to attempt circles, which are actually round. So now we must fine-tune our aids and balance the outside rein aid and the inside one very accurately, so the horse gets directions for both “stay out on the circle track” as well as “bend slightly to the inside”.
  • Last time we also did a hand-change through the diagonal, during which we learned to keep the horse straight by giving exactly the same rein aid on both reins. This is easiest at first by walking behind the horse, as then your hands are in a symmetrical position to each other.

Lay your tracks down for orientation:

  • During warm-up I lay down the tracks in the arena as precisely as possible, which will give me something to go by when I attempt my circles. So I change through the diagonal twice, which gives me the centre point of the arena, then I go down the centre line (and hopefully pass right through the intersection).
Lay your tracks to plan your circles

Lay your tracks to plan your circles

 
 

Attempt a circle:

  • While still walking along the wall introduce a slight bend to the inside now – and remember! We do NOT do this by pulling on the inside rein, but rather by lifting and perhaps vibrating, or giving little tugs on the rein and opening the arm to the side.
  • I find it is easiest to first park the outside hand on the croup, as like this you have a good chance to at least keep it still. Remember that we have to be clear with the reins and can´t wobble!

Turning onto the circle line:

  • When turning onto the circle the outside rein must GIVE just enough to tell the horse that now we are actually changing direction – this “giving” is a small movement which is done by opening your fingers a bit.
  • Indicate the change in direction also with your body language (which your horse observes always, unless you walk right behind him)  – lean into the curve a bit, perhaps open your inside arm, if the horse does not understand. You must determine your track exactly (if you don’t know where you are going, how could the horse feel it?) by always looking ahead ¼ circle and visually fixing the point through which you want to pass next.
  • Introduce a new position  (pos. 3) – next to and slightly behind the horse with the outer rein passed over the horse’s back.  I find that this makes it harder to be clear on the outside rein contact – the horse tends to drift over the outside shoulder. You need to learn this position though, because we need it later (with very good rein finesse) in all the lateral work.
  • Im letzten Blog haben wir geübt, wie man das Pferd biegt und sauber durch die Ecken führt. Wenn das Pferd in der Ecke auf die Wand zugeht, versteht es die Biegung natürlich besser, selbst wenn Ihre Zügelhilfen noch nicht ganz klar sind, da es ja nicht in die Wand rennen will. Diesmal werden wir Zirkel versuchen, die tatsächlich rund sein sollen. Daher lernen wir jetzt eine Feinabstimmung und Balance zwischen der inneren und äußeren Zügelhilfe, so daß das Pferd beide Anleitung bekommt, das „bleib draußen auf dem Zirkel“ sowohl wie das „bieg dich leicht nach innen“.
  • Letztes Mal haben wir auch einen Handwechsel durch die Diagonale gemacht, während dessen wir gelernt haben, das Pferd gerade zu halten, indem wir genau die selben Hilfen an beiden Zügeln gegeben haben. Das ist anfangs leichter, wenn man hinter dem Pferd geht, da dann beide Hände iin einer symmetrischen Position nebeneinander stehen.

Legen Sie sich Spuren zur Orientierung:

  • Während der Aufwärmphase lege ich meine Spuren so präzis wie möglich, die mior dann helfen, meine Kreise besser zu planen. Ich wechsle zweimal durch die Diagonale, was mir den Mittelpunkt der Halle angibt, und treffe den dann hoffentlich, wenn ich durch die Mittellinie wechsle.

Nun der Zirkel:

  • Während ich noch auf dem Hufschlag an der Wand gehe, verlange ich eine leichte Biegung nach innen – vergessen Sie nicht! Das geschieht NICHT durch Ziehen am inneren Zügel, sondern durch Anheben oder vielleicht Vibrieren, eventuell auch kleine Zupfer oder ein Öffnen des Armes zur Seite.
  • Wieder finde ich das anfangs leichter mit der äußeren Hand auf der Kruppe geparkt, da sie so leichter still zu halten ist. Wir erinnern uns, daß die Zügelhilfen klar sein müssen und daher nicht herumwackeln dürfen!

Abbiegen auf die Zirkellinie:

  • Beim Abbiegen auf den Kreis muß der äußere Zügel gerade genug nachgeben, damit das Pferd versteht, daß wir nun die Richtung ändern – dieses Nachgeben ist eine kleine feine Bewegung nur durch Öffnen der Finger.
  • Zeigen Sie den Richtungswechsel auch durch Körpersprache an (die das Pferd ja immer beobachtet, außer wenn Sie direkt hinter ihm gehen), indem Sie sich in die Kurve lehnen, und vielleicht den inneren Arm etwas seitlich öffnen, wenn das Pferd Sie nicht versteht. Sie müssen Ihre Spur genau planen (wenn Sie nicht mal wissen wohin Sie eigentlich wollen, wie könnte das Pferd es dann erraten?), indem Sie immer einen Viertelkreis voraus schauen und mit dem Auge den Punkt fixieren, den Sie treffen wollen.
  • Nun führen wir eine neue Position ein (Pos. 3) – neben und leicht hinter dem Pferd mit dem äußeren Zügel über seinen Rücken geführt. Ich finde, das macht es noch etwas schwieriger außen klare Zügelhilfen zu geben – vielleicht driftet das Pferd nun über die äußere Schulter weg. Dennoch müssen wir das lernen, da wir diese Position später in den Seitgängen mit großer Finesse beherrschen sollen.
04CornerCircle
Possible problems:

  • On the circle, the horse might start to drift over his outside shoulder – this is one of the main difficulties of performing a regular and round circle! He might also over-react to your rein aids of “stay out!” and “please bend!” by zigzagging around, rather than harmoniously bending on the curved track. Your aids are then either too strong or too unclear. Walk more slowly! Fine-tune your gentle tugs on the reins and check very honestly that you are not pulling! Always give the horse the chance to understand and follow your directions by himself rather than trying to coerce him into a certain position! Patience… this takes practise. Make sure he is still playing with the bit and not cramping up.

 

Practise different positions:

  • Still on the circle, practise changing positions from next to the croup (pos. 1) to behind the horse and back (pos. 2), just like we did along the wall before. While doing this, concentrate very much on keeping the same intensity of contact on both reins! More difficult in Position 3! Interchange all three positions frequently while retaining the same soft contact on the reins. Praise for each correct reaction instantly with voice – pause, rest and feed often to keep the motivation going.
Mögliche Probleme:

  • Auf dem Zirkel fängt das Pferd an über die äußere Schulter nach außen weg zu driften – eins der Hauptprobleme, wenn man versucht einen regelmäßigen und runden Kreis hinzukriegen! Vielleicht überreagiert es auch auf die beiden Hilfen des „bleib draußen“ und „bitte bieg dich“, indem es im Zickzack auf der Kurve eiert, anstatt sich zu biegen. Dann sind die Hilfen entweder zu stark oder zu unklar. Gehen Sie langsamer! Üben Sie die Feinabstimmung der leichten Zupfer an den Zügeln und kontrollieren Sie immer, daß Sie tatsächlich nicht ziehen! Geben Sie dem Pferd immer die Chance selber Ihre Anleitungen zu verstehen und zu befolgen, anstatt zu versuchen es in eine gewisse Haltung zu zwingen.  Geduld… hier braucht man Übung. Schauen Sie, daß es noch abkaut und sich nicht verspannt.

Üben der verschiedenen Positionen:

  • Jetzt auf dem Zirkel, wechseln Sie zwischen den verschiedenen Positionen neben der Kruppe (Pos. 1) zu hinter dem Pferd (Pos. 2), wie wir es schon entlang der Wand geübt hatten. Konzentrieren Sie sich dabei sehr auf das Erhalten der selben Intensität des beiderseitigen Zügelkontaktes! Noch schwieriger in Position 3! Wechseln Sie oft hin und her und halten Sie dabei weichen Kontakt zum Maul. Loben Sie jede richtige Reaktion sofort mit Stimme – pausieren Sie oft und füttern, damit die Motivation nicht erlahmt.

04Positions

Figure Eights:

  • In the last Blog we mentioned two ways to perform a hand-change (we did this on the diagonal). While walking next to the croup you can either lift both arms to pass the reins over to the other side – which you can also do from the new position 3 mentioned above. Or you drop into the position behind the horse by feeding the lines out, and then picking them up again on the other side.

Possible problems:

  • It is particularly difficult at the start to retain the correct soft contact while changing sides, especially if you do the “arm-lifting” transition. This is the moment where the horse might drift to the outside the most, because that rein is usually more difficult to control. Furthermore you must speed up your walking at this point to round the croup, (which you will notice more, once you practise this in trot) which requires a new kind of hand-foot coordination – be patient with yourself too and do not get frustrated, if this takes a while! The horse will soon associate the lifting of your arms with a hand-change, this in itself will become the command.
Achter Figuren:

  • Im letzten Blog haben wir zwei Arten des Handwechselns erwähnt (wir übten das auf der Diagonalen). Während Sie neben der Kruppe gehen, können Sie entweder beide Arme anheben, um die Zügel auf die andere Seite zu führen – was Sie aus der neuen Position 3 ebenso machen würden. Oder Sie fallen in die Position hinter dem Pferd zurück, indem Sie die Leinen auslassen, und nehmen sie dann auf der anderen Seite wieder auf.

Mögliche Probleme:

  • Es ist anfangs besonders schwierig während dieses Seitenwechsels den weichen und konstanten Kontakt zu erhalten, besonders, wenn man dazu die Arme anhebt. In diesem Moment wird das Pferd am ehesten nach außen wegdriften, da der neue äußere Zügel am schwierigsten zu kontrollieren ist. Außerdem muß man in dem Moment des Wechseln auch ein paar Schritte schneller laufen, um die Kruppe zu umrunden, (was man später im Trab besonders merkt) und das verlangt eine neue Art der Hand-Fuß-Koordination. Seien Sie auch mit sich selbst geduldig und werden Sie nicht frustriert, wenn das eine Weile braucht! Das Pferd wird bald das Anheben der Arme schon mit dem Handwechsel assoziieren, so daß dies selbst schon das Kommando darstellt.
04Handchg01
  • It might be easier to achieve the hand-change with constant contact, if you pre-bend your horse to the other side by another new position (pos. 4)  – namely walking on the “wrong side” with one rein passed over the back of the horse as shown below (which you must read in the direction of travel, i.e. the right picture first). In this example we are coming from a left-hand circle, so I walked on the inside of the horse (his left) with the reins over his back, then, still staying on that left side, pre-bent him to the right before passing the reins over to the other side and changing sides myself.
  • Manchmal ist der Handwechsel mit konstantem Kontakt einfacher zu erreichen, wenn man das Pferd auf die andere Seite „vor-biegt“, was in einer neuen Position (Pos. 4) resultiert – in der man auf der „falschen“ Seite mit dem Zügel über dem Pferderücken geht wie im Bild gezeigt. (diese Bilder müssen in Bewegungsrichtung angeschaut werden, also von rechts nach links). In diesem Beispiel kommen wir von einem Zirkel auf der linken Hand, so daß ich innen links laufe, dann, immer noch auf der linken Seite des Pferdes, biege ich ihn nach rechts bevor ich die Zügel über den Rücken führe und selber die Seite wechsle.

04Handchg02

  • (Position 4 will later be used to introduce the Travers movement on the long reins).

Remember:

  • Throughout watch for relaxation of the horse (does he play with the bit?) and instantly go back one learning step, if he gets nervous. Find a good walking rhythm for both of you and keep it throughout. Don´t forget to use your body language clearly! Harmonise with the horse in terms of speed – and try to make him understand that you want him to speed up or slow down (and adjust to you) when you do so.
  • Interchange straight bends along the wall and on the circle frequently.
  • Keep your voice aids clear and to a minimum – do not constantly click your tongue! Your conversation should be restricted to commands for right (“droite!”) and left (“gauche!”), “ho!” and “walk on!”, “good boy!” (en route to indicate he is doing the right thing) and “brav!” (emphatic – and followed by a stop to rest and feed). Your whip aids should be calm and gentle – when the whip is not “speaking” (every time the horse is doing the right thing) it points straight up or down (review the earlier blogs for positions).
  • Check that you never pull, especially not on the inside rein! Mete out exactly the right dose of tugs or vibration on each rein as well as the “giving” and check for the correct result – it is always the learning result that counts! Give reinforcement with voice instantly each and every time you see the slightest improvement! For me a good result includes very much that the horse is happy and enjoys the exercise – so keep that motivation going!

Last but not least:

  • (Die Position 4 wird später für das Erlernen der Travers Bewegung gebraucht).

Beachten Sie:

  • Die ganze Zeit müssen Sie sicherstellen, daß das Pferd noch entspannt ist (spielt es mit dem Gebiß?) und immer einen Lernschritt zurück treten, wenn es nervös wird. Finden Sie einen guten Rhythmus im Schritt für beide und erhalten Sie den. Vergessen Sie auch nicht Ihre Körpersprache klar einzusetzen! Harmonisieren Sie mit dem Pferd in puncto Tempo – und versuchen Sie auch ihm nahezulegen, sich anzupassen, wenn Sie schneller oder langsamer gehen.
  • Wechseln Sie oft zwischen Biegung des pferdes auf der Geraden an der Wand zu der auf dem Zirkel.
  • Beschränken Sie die klaren Stimmhilfen auf ein Minimum – und vermeiden Sie ständiges Zungenschnalzen ganz! Ihre Konversation sollte verbal nur aus Kommandos für rechts und links, „halt“ und „Schritt“, „guut“ (Anzeige: „du bist auf dem richtigen Weg“) und „brav!!“ (betont: „das wars!“, dann Pause und Futter) bestehen. Die Peitschenhilfen sollten ruhig und sanft sein – und wenn die Peitsche nicht „spricht“ (eben immer, wenn das Pferd schon das Richtige tut), sollte sie gerade nach oben oder untern in Null-Stellung sein (siehe frühere Blogs mit Bildern).
  • Kontrollieren Sie immer redlich, daß Sie nicht am Zügel ziehen, vor allem nicht am inneren! Dosieren Sie Ihre Zupfer oder Vibration and jedem Zügel ganz fein, und ebenso das Nachgeben – und nehmen Sie das Resultat wahr, denn es ist immer das Lernergebnis, welches zählt! Verstärken Sie jedesmal sofort mit Stimme, wenn Sie die kleinste Verbesserung feststellen! Für mich beinhaltet ein gutes Resultat ebenfalls, daß das Pferd glücklich und zufrieden ist, so daß die Motivation erhalten bleibt.

Zu guter Letzt:

04SquarePause

  • Pause often – and make it a good habit to square up the horse each time, so he always rests balanced. Praise the horse – make long-reining a pleasure for him, as much as you can as a beginner!

 

Next time we will start to work in trot and practise more steering (serpentines, voltes and so on)

  • Pausieren Sie oft – und als gute Angewohnheit stellen Sie das Pferd bei jedem Anhalten im Gleichgewicht hin. Loben Sie Ihr Pferd – machen Sie die Arbeit am langen Zügel auch für Ihren Partner zum Vergnügen – was als Anfänger nicht selbstverständlich ist!

 

Nächstes Mal fangen wir an im Trab zu arbeiten und üben weiter gut zu lenken (Schlangenlinien, Volten usw.)

Playing with Knowledge – Blog 04: Correct Leading

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 04

Fachmännisch Spielen – Teil 04

3)  Becoming the “human” lead-mare:

  • On top of becoming a friend, as discussed in the last Blog, we also strive to become the leader of the herd (however small, even if you form just a mini herd of two). So let us shed some light on why we want that and what it means.

a)      How do we tell the horse that we intend to become his leader?

  • a-1) Private space and ranking:

3)  Wir werden die “menschliche” Leitstute:

  • Zusätzlich zu der Tatsache, die wir im letzten Blog diskutiert haben, daß wir der Freund unseres Pferdes werden müssen, wollen wir auch noch der Anführer unserer Herde werden (wie klein auch immer, falls Sie nur eine Miniherde von zweien bilden). Schauen wir warum wir das wollen und was es bedeutet.

a)      Wie sagen wir dem Pferd, daß wir vorhaben der Anführer zu werden?

  • a-1) Privatsphäre und Rangordnung:

The boss has the biggest "bubble" - so leading with large distance creates respect ! Der Boss hat die größte "Blase" - daher schafft eine große Individualdistanz Respekt !

The boss has the biggest “bubble” – so leading with large distance creates respect !
Der Boss hat die größte “Blase” – daher schafft eine große Individualdistanz Respekt !

  • Before we can become any type of leader, we must obviously establish some respect. We mentioned that in the herd the adherence to certain distances is a sign of respect – and ignoring distances means questioning the ranking. Every horse has his “private space” (I call it the “bubble”), which surrounds him and into which you can only intrude without punishment, if you are higher ranking. (For the horse this is about 1.5 meters around him.) So if you walk really close to your horse you DO intrude into his space (and could therefore be considered higher ranking), but the HORSE is also always in YOURSand draws different conclusions! So the first mistake, which most of us make, is to constantly be too close to our horses. And this is the problem: if you allow your horse to constantly push into your “bubble”, then he automatically considers you low ranking. This means that he will not respect you, will ignore your commands and will behave like the leader himself. I witness daily, how riders get lead around by their horses!

 

  • The following picture demonstrates the WRONG leading position, which creates a lot of misunderstandings with your horse!
  • Bevor wir ein Anführer irgendeiner Art werden können, müssen wir erst einmal den Respekt herstellen. Wir haben schon erwähnt, daß das Beachten gewisser Distanzen in der Herde ein Zeichen von Respekt ist – und daß ein Ignorieren dieser Distanzen eine Infragestellung der Rangordnung bedeutet. Jedes Pferd hat seine Individualdistanz (ich nenne das die „Blase“), die es umgibt und in die jemand ohne Erlaubnis nur eindringen darf, wenn er höherrangig ist. (Für ein Pferd ist diese Distanz etwa 1.5 m um seinen Körper.) Wenn Sie also sehr nahe an Ihrem Pferd laufen, dann dringen Sie zwar in seine Blase ein (und könnten daher für höherrangig gehalten werden), aber das Pferd befindet sich dadurch auch ständig in Ihrer Privatsphäreund zieht andere Rückschlüsse! Der erste Fehler, den die meisten von uns machen, ist also, daß sie sich ständig zu nahe an ihrem Pferd befinden. Und hier liegt das Problem: wenn Sie Ihrem Pferd erlauben, ständig in Ihre „Blase“ einzudringen, dann betrachtet es Sie automatisch als niederrangig. Das heißt, es wird Sie nicht repektieren, wird Ihre Kommandos ignorieren und sich selber wie ein Anführer verhalten. Ich beobachte täglich, wie Reiter von ihren Pferden geführt werden!
  • Das folgende Bild zeigt die FALSCHE  Führposition, die eine Menge Mißverständnisse mit dem Pferd schaffen!

Wrong leading position: I am too close to the horse, I hang on tight (which no lead-mare would do!) and I am not in front of the horse´s nose. Falsche Führposition: ich bin zu nah am Pferd, ich halte es fest (was keine Leitstute je täte!) und befinde mich nicht vor der Pferdenase.

Wrong leading position: I am too close to the horse, I hang on tight (which no lead-mare would do!) and I am not in front of the horse´s nose.
Falsche Führposition: ich bin zu nah am Pferd, ich halte es fest (was keine Leitstute je täte!) und befinde mich nicht vor der Pferdenase.

  • So you MUST insist on your horse keeping a polite distance from you at all times, if you want to not be bossed around. These are HIS rules, cemented in his genes, and any attempt to change that will result in conflict. Your horse is only allowed to come into your space, when you invite him – for cuddling or grooming – when YOU, the leader, decide so.
  • a-2) Position:

  • The reason why we want to become the lead-mare (not the lead stallion – sorry guys!), is, because it is she, who makes all the everyday decisions for the safety and survival of the herd.

Different roles (jobs) within the herd are shown by different positions:

  • So the position, in which you place yourself relative to the horse, is already telling him your intentions! And if you don’t know that, you probably have your first misunderstandings right here!

Lead-stallion position:

  • We only work in the lead-stallion position, when we aim to drive the horse on.
  • Man muß also darauf bestehen, daß das Pferd jederzeit einen höflichen Abstand hält, wenn man der Chef bleiben will. Das sind SEINE Regeln, die in seinen Genen verankert sind, und jeder Versuch das zu ändern, wird in Konflikt ausarten. Ihr Pferd darf nur in Ihre Sphäre eindringen, wenn Sie es eingeladen haben – zum Schmusen oder putzen – also wenn SIE, der Anführer, so entschieden haben.
  • a-2) Position:

  • Der Grund warum wir die Leitstute (und nicht der Leithengst – sorry guys!) werden wollen, ist, daß sie es ist, die alle täglichen Entscheidungen für die Sicherheit und das Überleben in der Herde trifft.

Verschiedene Rollen  in der Herde werden durch verschiedene Positionen ausgedrückt:

  • Die Position, in der man sich also befindet, zeigt dem Pferd schon unsere Absichten! Und wenn Sie das nicht wahrhaben, fangen hier schon die ersten Mißverständnisse an!

Leithengst Position:

  • Wir arbeiten nur in der Leithengst Position, wenn wir unser Pferd vorwärts treiben wollen.

The lead-stallion position is used to drive the horse forward. In der Leithengst Position treibt man sein Pferd vorwärts.

The lead-stallion position is used to drive the horse forward.
In der Leithengst Position treibt man sein Pferd vorwärts.

Lead-mare position:

  • When we lead, we are in front, just like the lead-mare is. The magical line is your shoulder relative to the horse’s nose. So if you lead like you probably learned as a child (before we knew about natural horsemanship), you are sending him the wrong message.
Leitstuten Position:

  • Wenn wir aber führen, befinden wir uns vor dem Pferd, wo auch die Leitstute geht. Die magische Linie ist Ihre Schulter vor der Nase des Pferdes. Wenn Sie also führen, wie die meisten von uns das als Kind gelernt haben (ehe man eben etwas über Natural Horsemanship gehört hatte) dann senden Sie schon den falschen Funkspruch!

Correct lead-mare position: large sideways "bubble" and the leader's shoulder in front of the horse's nose. Korrekte Leitstuten Position: große seitliche Distanz und Führender mit Schulter vor der Pferdenase.

Correct lead-mare position: large sideways “bubble” and the leader’s shoulder in front of the horse’s nose.
Korrekte Leitstuten Position: große seitliche Distanz und Führender mit Schulter vor der Pferdenase.

Partner position:

  • In the partner position, shown in the next picture,  you would however indicate to your horse that he is allowed to make decisions too – you are not in a leader position, but rather a partner (or play) position. In the partner position two friendly horses play with each other, running shoulder to shoulder and parallel to each other. We DO use this position in playing all the time! Note that in play both partners have the same rights: anyone can try to change the rules of the game, if he thinks he has a better idea – if he gets through with it.
  • And if you lead your horse in the position shown below (in the upper part), this is what he will deduct from your behavior. So he will, very legitimately in his view, try to change the direction for example, and if you then pull on him with a sharp “NO!”, this is totally illogical to him – he just tried to pass you and suggest a different speed or direction! Since you, with your body position, suggested that you are playing, it is, therefore, in his eyes, unfair to now be punished (even if only by voice!).
Partner Position:

  • In der Partnerposition, die im nächsten Bild gezeigt wird,  zeigen Sie Ihrem Pferd hingegen, daß es durchaus auch Entscheidungen treffen darf – Sie sind ja nicht in der Führerposition, sondern in der Partner- oder Spielposition. Befreundete Pferde spielen zusammen in dieser Position, sie rennen Schulter an Schulter und parallel zueinander. Bedenken Sie: im Spiel haben beide Partner die selben Rechte: jeder darf die Regeln ändern, wenn er denkt eine bessere Idee zu haben – und wenn er sie durchsetzen kann.
  • Wenn Sie Ihr Pferd führen wie unten (in der oberen Reihe) abgebildet, dann wird das Pferd diese Schlüsse daraus ziehen. Es wird also, aus seiner Sicht ganz legitim, z.B. versuchen die Richtung zu ändern - und wenn Sie dann mit einem scharfen „Nein!“ an ihm ziehen, ist das für Ihr Pferd total unlogisch – es hat ja nur versucht, eine andere Richtung oder Tempo vorzuschlagen! Da Sie ihm mit der Position Ihres Körpers gesagt hatten, daß Sie spielen, ist es daher aus seiner Sicht unfair jetzt bestraft zu werden (auch wenn nur mit Stimme!).

04Wrong & CorrLead

Lead-mare position:

  • So the correct leading position must look like shown in the lower row:
  • You have your shoulders in front of the horse’s nose,
  • you have a good sideways distance from your horse.
  • And you do not pull on him!

 

In the next Playing Blog we will practise correct leading by going for a walk with our horse!

Read on!!

Leitstuten Position:

  • Die korrekte Führposition muß also aussehen wie in der unteren Reihe gezeigt:
  • Ihre Schulter ist vor der Nase des Pferdes,
  • Sie halten eine gute seitliche Distanz
  • und Sie ziehen nicht an ihm!

 

Im nächsten Playing Blog warden wir das korrekte Führen bei einem Spaziergang mit unserem Pferd üben!

Lesen Sie weiter!!

Long-reining – Blog 03: Bending, Diagonal, 3rd track

Posted on by Jutta Wiemers

Work on the Long-reins - Part 03

Arbeit am langen Zügel – Teil 03

Up to here:

  • In the last Blog we discussed how to hold the equipment – the lunge line in such a way to prevent getting tangled, and the whip so the horse is not unnerved. We observed in which position we must walk to make this new experience (of you walking behind him) as comfortable as possible for the horse. We practised getting a soft contact to the horse’s mouth with both reins and to make the horse play with the bit. And we learned how to change position from behind to next to the horse.

 

1.      The Bend – through the corner:

  • So far we just walked along the wall on the beaten track. Now we want to start steering! First we will attempt to get our horse deep into the corners, which he probably avoided so far (since the riders, and therefore the beaten track avoid them too!) – and for this we have to entice him to bend.
  • This is where you experience clearly that your outside rein has a different job from the inside one. In the beginning I found it easier to practise this from the position next to the horse’s croup. According to the “School of  Légèreté” (see Ph. Karl videos) the rein aids must act upwards toward the corner of the horse’s mouth, rather than pulling down or back and causing pain on the lower jaw.

Bis hierher:

  • Im letzten Blog haben wir besprochen wie man die Ausrüstung hält – die Longe so, daß man sich nicht verheddert, und die Gerte so, daß das Pferd nicht nervös wird. Wir haben beobachtet, in welcher Position man dem Pferd diese neue Erfahrung (daß man hinter ihm läuft) am angenehmsten macht. Wir haben geübt mit beiden Zügeln weichen Kontakt zum Pferdemaul aufzunehmen und das Pferd dazu anzuregen, mit dem Gebiß zu spielen. Und wir lernten wie man seine Position von hinter dem Pferd nach neben die Kruppe wechselt.

 

1.      Biegen – durch die Ecke:

  • Bisher sind wir der Bande entlang auf dem Hufschlag gelaufen. Nun wollen wir anfangen zu lenken! Zuerst werden wir einmal versuchen unser Pferd tief in die Ecke zu leiten, die es bisher vermutlich vermieden hat, (weil die Reiter, und daher der Trampelpfad, sie meistens auch vermeiden!) – und dazu müssen wir das Pferd biegen.
  • Hier erfährt man nun deutlich, daß der äußere Zügel einen anderen Job hat als der innere. Anfangs fand ich es leichter die in der Position neben der Kruppe zu üben. Nach der “Schule der Légèreté” (siehe Ph. Karl Videos) müssen die Zügelhilfen nach oben in Richtung der Maulspalte wirken, anstatt nach hinten unten zu ziehen und Schmerzen auf den Laden zu verursachen.
I apply the aid for the bend by lifting the rein high, so it acts in the direction of the corner of the mouth as much as possible. Ich gebe die Hilfe zum Biegen mit ganz hoher Hand, so daß sie so weit wie möglich in Richtung Maulsplate wirkt.

I apply the aid for the bend by lifting the rein high, so it acts in the direction of the corner of the mouth as much as possible.
Ich gebe die Hilfe zum Biegen mit ganz hoher Hand, so daß sie so weit wie möglich in Richtung Maulsplate wirkt.

The rein aid for a bend therefore is:

  • Inner rein goes UP, while the outer one stays parked on the croup. If your horse is finicky like my Beau, vibrate the rein while you lift it gently, so he experiences tiny tugs, rather than a pull. The way I vibrate, since my wrist is not loose and quick enough is via my index finger, which I stretch out on the rein as shown:
Die Zügelhilfe für das Biegen ist daher:

  • Der innere Zügel geht nach OBEN, während die Hand des äußeren auf der Kruppe geparkt bleibt. Wenn das Pferd schwierig ist wie mein Beau, vibriert man den inneren Zügel ein bißchen, während man ihn anhebt, so daß das Pferd ganz leichte Zupfer (und nicht einen Zug) spürt. Da mein Handgelenk nicht locker genug ist um schnell zu vibrieren, benutze ich dazu meinen Zeigefinger auf dem Zügel, wie hier gezeigt:

To gently and quickly vibrate the rein I extend my index finger, as I can move it faster than my wrist. Um den Zügel leicht und schnell zu vibrieren benutze ich meinen Zeigefinger, da ich ihn schneller bewegen kann als mein Handgelenk.

To gently and quickly vibrate the rein I extend my index finger, as I can move it faster than my wrist.
Um den Zügel leicht und schnell zu vibrieren benutze ich meinen Zeigefinger, da ich ihn schneller bewegen kann als mein Handgelenk.

  • To become even clearer your arm can also open to the inside. When the bend is established, the hand can sink lower. This rein aid is given shortly before the corner. While the horse is going through the corner, (hopefully retaining the slight bend of his neck) the outside hand must then go along to allow him to bend the whole outside of his body. (In a “straight bend”, which we will discuss later, the horse only bends his neck, but not the body, and the aid is different).

Possible problems:

  • If the horse tries to avoid the corner and just sticks to the (wrong) track, I must also tell him to stay “out!” by keeping the outside rein firm with my hand parked on the horse’s croup. If this is not enough, I perhaps also give an extra little tug on this rein just before the corner, as a reminder that we are still going straight – right into the corner. If your inside rein is too strong and the outside too loose, your horse perhaps also misunderstands your aid and starts turning away from the track altogether. So now you practise to communicate: “stay out!”, but also “please bend!” – easier said than done!
  • Use your whip and gently tap the flank of the horse, if he vacillates from side to side to explain better that although you want him to bend the neck, you still want to continue straight ahead. On the other side (where you hold no whip) you might also very gently slap the rein against his flank to adjust straightness.
  • If you have problems here – slow down!! This enables you to concentrate more, and it is always easier for the horse to understand everything, when it happens more slowly.
  • As mentioned above, in the corner the horse has to bend, so your outside rein, in order to not prevent him from bending the outside of his body, has to give a little. After the corner it firms up again to keep the horse straight and then guide him deep into the next corner.

 

NOTE:

  • Never forget to praise at least verbally – “good!” – as soon as the horse gets the drift! Once something has definitively improved, stop and feed. Allow the horse a pause – and remember that you can only be sure that the lesson has sunk in, when the horse gives you a contented sigh. As long as the horse is still unsure that he really has found the right solution, this may take a while. Wait for it! These pauses are very important for the learning progress!Also let me remind you that it is of utmost importance to concentrate on stopping (releasing) any aid you gave, as soon as the horse followed it! So with the rein aids this means that you tug – and release! – then tug again, so the horse has a chance to keep the correct posture by himself and without coercion. If you don’t give him this chance, he can’t understand and learn what you wanted.
  • Man kann, um deutlicher zu werden, auch den Arm seitlich öffnen. Wenn die Biegung hergestellt ist, sinkt die Hand. Diese Zügelhilfe bekommt das Pferd kurz vor der Ecke. Während es durch die Ecke geht (hoffentlich immer noch mit der leichten Biegung des Halses) muß die äußere Hand mit vorgehen, um ihm zu ermöglichen die ganze äußere Körperseite zu biegen. (In einer „graden Biegung“, die wir später besprechen, biegt das Pferd nur seinen Hals, aber nicht den Körper, und die Hilfe ist anders).

Mögliche Probleme:

  • Wenn das Pferd die Ecke abkürzt und einfach auf dem (falsch gelegten) Hufschlag bleibt, muß ich ihm mit meinem auf der Kruppe geparkten äußeren Zügel durch Nicht-Nachgeben ebenfalls sagen, daß es „heraus!“ bleiben soll. Wenn das nicht genügt gebe ich vor der Ecke als Wink, daß wir immer noch geradeaus gehen bis wir in der Ecke sind, einen extra kleinen Zupfer am äußeren Zügel. Wenn Ihre Hilfe am inneren Zügel zu stark, und der äußere zu lose ist, mißversteht das Pferd vielleicht alles und biegt ganz vom Hufschlag ab. Hier müssen wir ihm also vermitteln: „bleib draußen!“ und ebenfalls „bitte biegen!“ – einfacher gesagt als getan!
  • Benutzen Sie Ihre Gerte und tippen leicht an die Flanke des Pferdes, wenn es seitlich ausweicht, um es ihm zu verdeutlichen, daß Sie, obwohl Sie eine Biegung des Halses erreichen wollen, dennoch geradeaus weiter gehen wollen. Auf der anderen Seite (wo Sie keine Peitsche halten) können Sie auch leicht den Zügel an die Flanke schwingen, um die Geradestellung zu verbessern.
  • Wenn Sie hier Probleme haben – gehen Sie langsamer! Dann können Sie sich besser konzentrieren, und es ist für das Pferd immer leichter etwas zu verstehen, wenn es langsamer geübt wird.
  • Wie oben erwähnt muß das Pferd sich in der Ecke biegen, so daß der äußere Zügel hier ein wenig nachgeben muß, um das zu ermöglichen. Nach der Ecke wird er wieder straffer, um das Pferd wieder gerade zu stellen und tief in die nächste Ecke zu führen.

BEACHTEN SIE:

  • Vergessen Sie nie mindestens mit Stimme sofort zu loben – „guut!“ – sobald das Pferd die Idee erfaßt! Wenn etwas sich wirklich verbessert hat, halten Sie und füttern. ErlaubenSie dem Pferd eine Pause – und erinnern Sie sich, daß man nur sicher sein kann, daß die Lektion verdaut ist, wenn man einen zufriedenen Seufzer von seinem Pferd gehört hat. Solange es sich noch nicht sicher ist, daß es wirklich die richtige Lösung gefunden hat, kann das ein bißchen dauern. Warten Sie darauf!  Diese Pausen sind für den Lernprozess sehr wichtig! Vergessen Sie auch nie, daß es unglaublich wichtig ist jede Hilfe, die man gegeben hat,  sofort auszusetzen, wenn das Pferd sie befolgt! Bei den Zügelhilfen bedeutet das also: Sie zupfen – und geben nach! – und zupfen wieder, so daß das Pferd die Chance hat zu lernen, die korrekte Haltung selber ohne Zwang beizubehalten. Wenn es diese Chance nicht bekommt, kann es nicht lernen und verstehen, was Sie wollten.
To make my aid quite clear to my horse, I lift AND open my arm to the side for the bend. Um die Hilfe klarer zu gestalten, hebe ich den Zügel für die Biegung an UND öffne den Arm zur Seite.

To make my aid quite clear to my horse, I lift AND open my arm to the side for the bend.
Um die Hilfe klarer zu gestalten, hebe ich den Zügel für die Biegung an UND öffne den Arm zur Seite.

2.      Hand-change on the diagonal:

  • Once this works you can change hands on the diagonal coming out of the deep corner. When doing this you have two options:
  • You can either remain positioned beside the horse’s croup for the      first part of the diagonal and then switch to the other side, lifting both      hands, and pass them over the croup to end up on the other side.
  • Or you let the reins slide longer while on the diagonal, so you walk behind the horse, and then pick them up again on the other side as we     practised before.

Possible problems:

  • You might find that it is pretty tricky at first to really remain on a straight line while you are attempting this! But that is just, where I think long-reining is so good as a teaching tool for good contact and soft hands – your horse’s behaviour will instantly tell you, whether your contact was truly consistent or not. If you are wildly zigzagging through the arena, walk behind the horse at first. Like this it is easier for you to see, whether the horse is straight. It may, however, increase your horse’s tendency to zigzag, if he is still insecure about you walking in his blind spot. Use whip and rein as mentioned above to adjust straightness, and see what works best.

2.      Handwechsel auf der Diagonalen:

  • Wenn das klappt kann man, tief aus der Ecke kommend, über die Diagonale einen Handwechsel machen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
  • Man kann entweder auf der ersten Hälfte der      Diagonalen neben der Kruppe bleiben und dann die Seite wechseln, indem man  beide Hände anhebt, die Zügel über die Kruppe führt, und so auf der anderen Seite ankommt.
  • Oder man läßt die Zügel lang gleiten und läuft hinter dem Pferd, und nimmt sie auf der anderen Seite wieder auf, wie schon früher geübt.

Mögliche Probleme:

  • Vielleicht ist es anfangs schwierig auf der Diagonalen gerade zu bleiben! Dies ist genau wo m. A. nach die Arbeit am langen Zügel so nützlich ist, um guten Kontakt und eine weiche Hand zu lernen – die Reaktion Ihres Pferdes sagt Ihnen sofort, ob der Kontakt wirklich gleichbleibend war. Wenn die Diagonale in einen Zickzack-Kurs durch die Halle ausartet, gehen Sie anfangs lieber hinter dem Pferd. So sehen Sie besser, ob es wirklich geradegestellt ist. Das könnte jedoch auch die Tendenz Ihres Pferdes zum Zickzack verstärken, falls es sich mit Ihnen im toten Winkel noch unsicher fühlt. Nutzen Sie zum Geradestellen Gerte und Zügel wie oben beschrieben und probieren Sie aus, was am besten funktioniert.

Check the horse's straightness on the diagonal by walking behind him. Überprüfen Sie die Geradestellung auf der Diagonalen, indem Sie hinter dem Pferd gehen.

Check the horse’s straightness on the diagonal by walking behind him.
Überprüfen Sie die Geradestellung auf der Diagonalen, indem Sie hinter dem Pferd gehen.

3.      Determine the track!

  • Because the addiction of horses wanting to walk on a beaten path (this is engrained in their genes, as a much used path is considered safe), this is a good exercise to test your steering:
  • Go large, but leave the track and walk right next to it – one or two tracks removed from the wall. Going correctly through corners on a cleanly defined “second” track is very tricky! Turn off a few steps before coming to the middle of the short side – give your horse a vocal warning of what is coming (we use “droite” and “gauche” for the directions right and left) and lift your inside rein with a slight vibration, while giving with the outside for the turn. Then go down the centre line – again practising switching your position from next to the croup to behind the horse to check his straightness.
    • Does your horse seem relaxed?
    • Is he playing with his bit or is his mouth open in protest often?
    • Are his ears pinned constantly back or do they switch position in a relaxed manner to front and sides?

3.      Bestimmen Sie die Spur!

  • Da Pferde am liebsten auf einem ausgetretenen Pfad bleiben (das ist in ihren Genen verankert, da ein Trampelpfad als sicher gilt) ist dies eine gute Übung, um Ihre Lenkung zu testen:
  • Gehen Sie ganze Bahn, aber genau auf dem zweiten oder dritten Hufschlag. So sauber durch die Ecken zu gehen ist ziemlich schwierig! Dann wenden Sie kurz vor der Mitte der kurzen Seite ab – geben Sie dem Pferd mit Stimmhilfe die Ankündigung von dem was kommen soll (wir benutzen dafür “droite” und “gauche” für rechts und links) und heben Sie den inneren Zügel mit Vibrieren an, während sie mit dem äußeren in der Wendung nachgeben. Dann gehen Sie die Mittellinie entlang – wieder mit dem Positionswechsel von neben Kruppe zu hinter dem Pferd, um die Geradestellung zu überprüfen.
    • Ist das Pferd noch entspannt?
    • Spielt es mit dem Gebiß oder hat es das Maul im Protest offen?
    • Sind seine Ohren ständig nach hinten angelegt oder spielen sie entspannt?

To check my steering, I  leave the beaten track and walk beside it. Um die Lenkung zu kontrollieren verlasse ich den Trampelpfad und gehe auf dem 3. Hufschlag.

To check my steering, I leave the beaten track and walk beside it.
Um die Lenkung zu kontrollieren verlasse ich den Trampelpfad und gehe auf dem 3. Hufschlag.

NOTE:

  • Do not forget that you must, each time something worries your horse, go back one step (on the ladder of your small learning steps, which lead to the end goal) to make the learning process easy and enjoyable for him! If your horse does not end the session with a feeling of success, he will not want to continue working on the long reins with you – and if you then insist, you are in effect coercing him! As always in good training:
  • Be content with little
  • Praise often!
  • Pause often!
  • Stop on a high note, before the horse’s concentration span is at an end.

 

Next time we will attempt Circles and Figure Eights – and find out, how difficult a truly round circle can be! We will also start working in trot – getting our legs going in harmony with the horse!

BEACHTEN SIE:

  • Vergessen Sie nicht, daß Sie jedes Mal, wenn Ihr Pferd unruhig wird, auf der Leiter des Lernens (die aus ganz kleinen Schritten bestehen muß, die später zum Endziel führen) einen Schritt zurück nehmen müssen, so daß der Lernprozess einfach und vergnüglich sein kann! Wenn das Pferd die Übungsstunde nicht mit einem Erfolgsgefühl abschließen kann, wird es das nächste Mal nicht am langen Zügel arbeiten wollen – und wenn Sie dann insistieren, üben Sie schon Druck aus! Wie immer gilt bei gutem Training:
  • Seien Sie mit wenig zufrieden
  • Loben Sie oft!
  • Legen sie oft Pausen ein!
  • Enden Sie auf einem Höhepunkt, bevor die      Konzentrationsspanne des Pferdes erschöpft ist.

 

Das nächste Mal versuchen wir Zirkel und Achten – und merken wie schwierig ein wirklich runder Kreis sein kann! Wir werden auch Trab versuchen – und
feste in Harmonie mit dem Pferd marschieren!

Playing with knowledge – Blog 03: Problems? Example King

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with knowledge – Part 03

Fachmännisch spielen – Teil 03

  • In the last Playing Blog we tried to become our horse’s friend. And since we ALL, of course, think that we ARE his friend, let’s see how HE views this affair, once he gets a chance to speak!
  • The proof of a relationship lies in doing things at liberty, because only then can we recognize, whether our horse really wants to be with us.  I am not impressed by watching horses “joining up” in a round pen, after having been chased to near exhaustion – what other choice do they have, unless they want to die running?
  • When, after Czar’s death, King joined our little herd, his owner told me that he “sometimes plays hard to catch”. That was the understatement of the year!
  • Im letzten Blog versuchten wir der Freund unseres Pferdes zu werden. Und da wir natürlich ALLE denken, daß wir sein Freund SIND wollen wir nun einmal sehen, wie es das betrachtet, wenn es eine Chance zum Reden bekommt!
  • Der Test einer Beziehung besteht darin, daß man Dinge in Freiheit ausführen kann, denn nur dann sehen wir, ob das Pferd wirklich bei uns sein will. Es beeindruckt mich nicht sehr einen „Join-Up“ in einem Round Pen zu sehen, nachdem das Pferd fast bis zur Erschöpfug gescheucht worden ist – was soll es denn sonst machen, wenn es sich nicht zu Tode rennen will?
  • Als nach Czars Tod King in unsere kleine Herde kam, erzählte mir die Besitzerin, daß er „manchmal schwer zu fangen spielt“. Das war die Untertreibung des Jahres!!

King's first Sit ! This takes peace of mind too - now he has it and is happy. Kings erstes Sitzen ! Auch dazu braucht man Seelenruhe - die er nun endlich gefunden hat.

King’s first Sit ! This takes peace of mind too – now he has it and is happy.
Kings erstes Sitzen ! Auch dazu braucht man Seelenruhe – die er nun endlich gefunden hat.

  • Such behaviour throws up several questions, because
  1. we know that horses don’t do things without a reason
  2. we know that horses don’t “scheme” or pretend (to tease us)
  3. and by now, after all these Blogs, I hope we have understood that, when something does not work out to our satisfaction, this is always the fault of the trainer!!
  • When I led King into the playground for the first time and took off the halter, he started to run and ran, while I stood in the middle with a clear “resting” body language. He was sweating and must have been exhausted – and still he ran.
  • Solches Verhalten wirft eininge Fragen auf, da
  1. wir wissen, daß ein Pferd niemals etwas ohne Grund tut
  2. wir wissen, daß Pferde nicht Dinge aushecken, um uns zu ärgern
  3. und da wir, nach all diesen Blogs, nun hoffentlich verstanden haben, daß es immer der Fehler des Trainers ist, wenn etwas nicht klappt!!
  • Als ich King zum ersten Mal auf den Spielplatz führte und das Halfter entfernte, fing er zu rennen an, und rannte, während ich in klarer „Ruhestellung“ in der Mitte stand, und rannte… Er schwitze und mußte erschöpft sein – und rannte immer weiter.

My horse must slip into the halter willingly - I do not "catch" horses ! Mein Pferd muss freiwillig ins Halter schlüpfen - ich "fange" keine Pferde !

My horse must slip into the halter willingly – I do not “catch” horses !
Mein Pferd muss freiwillig ins Halter schlüpfen – ich “fange” keine Pferde !

  • I do not “catch” or “corner” horses. When a horse tells me that he really does not want to be with me, I have to find out the reasons and remedy the cause – not cheat around the issue by fixing the symptoms. My horse has to come into my halter joyfully and willingly, when I proffer it!
  • Well – King certainly didn’t!! After he ran for a long time without stopping, I finally got so worried that I left the area completely – only then he stopped. As soon as I came near and gently called him – off he was again! I had never seen the like… I tried with or without halter in my hands, with or without rope. I gently retreated with inviting body language (see chapter one in “From Leading to Liberty”) and all to no avail.
  • I really pitied King, thinking what memories of people he must have to behave like such a terrified flight animal – and yet it can be extremely frustrating to offer your friendship honestly to another being and constantly being rejected! The temptation to corner him was there, I admit, and the saving grace at the height of my frustration was that I could give up, if I wanted (he wasn’t even my horse – which I told him!). I really thought at a certain point that King’s case was hopeless – and believe me, I do not give up easily!! King behaved like this for over three months, and yet I was told by the owners that he had the happiest life and was always well treated. If so – why this kind of behaviour? (Because he was usually “caught” rather than asked, and for a very insecure little soul like King this can be trauma enough!)
  • Ich „fange“ keine Pferde und treibe sie nicht in die Enge. Wenn ein Pferd mir sagt, daß es wirklich nicht bei mir sein will, dann muß ich den Grund herausbekommen und an der Ursache arbeiten – anstatt zu versuchen an den Symptomen herum zu doktern. Mein Pferd soll fröhlich und willig in mein angebotenes Halfter schlüpfen!
  • Na, King tat das nicht!! Nachdem er lange Zeit ohne Pause gerannt war, bekam ich schließlich solche Sorgen, daß ich den Spielplatz verließ – nur dann hielt er an. Sobald ich näher kam und ihn sanft rief, sauste er wieder los. Ich habe so etwas noch nie erlebt… ich versuchte es mit oder ohne Halfter in der Hand, mit oder ohne Seil. Ich ging rückwärts mit einladender Körpersprache (siehe Kapitel 1 in “From Leading to Liberty”) und nichts half.
  • Ich hatte wirklich Mitleid mit King, denn was muß der für Erinnerungen an Menschen haben, um so panisches Fluchtverhalten an den Tag zu legen – und dennoch kann es gräßlich frustrierend sein einem anderen Wesen ehrlich seine Freundschaft anzutragen und immer wieder abgewiesen zu werden! Ich gebe zu, daß die Versuchung ihn einmal zu „fangen“ durchaus da war, und am Ende hat es in meinem Frust am ehesten geholfen mir (und ihm!) zu sagen, daß ich ja aufgeben konnte, wenn ich wollte, da er nicht mal mein Pferd war. Es gab einen Zeitpunkt an dem ich wirklich dachte, daß der Fall hoffnungslos war – und wer mich kennt, weiß, daß ich nicht leicht aufgebe!! King verhielt sich drei Monate lang so, obwohl die Besitzer mir versicherten, daß er ein glückliches Leben hatte und immer gut behandelt worden war – warum dann dieses Benehmen? (Aber ich weiß ja, daß er immer „eingefangen“ wurde, anstatt gerufen – und für ein wirklich unsicheres Seelchen wie King kann das traumatisierend genug sein!)

When I call my horses, they come running ! This is how it should be: always expecting s.th. wonderful (and rightly so) Wenn ich meine Pferde rufe, kommen sie angesaust ! So soll es sein : immer erwarten sie etwas Wundervolles (zu Recht)

When I call my horses, they come running ! This is how it should be: always expecting s.th. wonderful (and rightly so)
Wenn ich meine Pferde rufe, kommen sie angesaust ! So soll es sein : immer erwarten sie etwas Wundervolles (zu Recht)

  • According to my training method H.E.M. (“Help, Explain and Motivate” – see H.E.M. Blog series) I now had to ask myself which of the three components he needed first to get to the next step. By using unthreatening body language and calling, by feeding him every day and so on, I think I had “explained” that I wanted to be his friend – but he just couldn’t “take it”. So I concluded that he needed Help.

 

  • But the help couldn’t come from me, as obviously I was still “not acceptable”. Therefore it had to come from the rest of the herd – the other horses! I observed that the best way to entice him was to completely withdraw my attention from him and give lots of it to the other horses. King developed a bit of a jealous streak and wanted his part of the action! So I included him in group games, and very soon it became clear that King understood the exercises as quickly as the others (the “Explaining” part was not too hard), but only had the confidence to perform them, when he was “embedded” in the group – this was the Help he needed! In one of the H.E.M. Blogs I described how King learned to kneel just like that. And this was the breakthrough.
  • After realizing that, it became easier to gain King’s trust. Slowly his “King-days” got less frequent, his behaviour less erratic and he would agree more and more often to cooperate a little.
  • Nach meiner Trainingsmethode H.E.M. (“Helfen, Erklären und Motivieren” – siehe H.E.M. Blog Serie) mußte ich mich nun fragen, welche der drei Komponente zuerst vonnöten war, um weiter zu kommen. Mit freundlicher Körpersprache, geduldigem Locken, Füttern usw. denke ich hatte ich genügend „erklärt“, daß ich sein Freund sein wollte – aber er konnte das nicht annehmen. Daraus schloß ich, daß er Hilfe brauchte.

 

  • Aber diese Hilfe konnte nicht von mir kommen, da ich ja noch nicht akzeptiert war. Daher mußte es von der restlichen Herde kommen – von den anderen Pferden! Ich hatte beobachtet, daß die beste Art King näher zu locken war, ihm meine Aufmerksamkeit ganz zu entziehen und mich betont den anderen Pferd zuzuwenden. Da kam doch ein bißchen Eifersucht auf und King wollte auch seinen Teil. Also ließ ich ihn an Gruppenspielen teilhaben, und schon bald war klar, daß King neue Spiele genauso schnell verstand wie die anderen (das „Erklären“ war also weniger gefordert), aber daß er nur, wenn er in der Gruppe eingerahmt war, das Selbstvertrauen hatte, sie auszuführen – das war die Hilfe, die er brauchte! In einem meiner H.E.M. Blogs habe ich beschrieben, wie King auf diese Weise das Knien gelernt hat. Und das war der Durchbruch!
  • Nachdem ich das begriffen hatte, wurde es einfacher Kings Vertrauen zu gewinnen. Langsam wurden seine „King-Tage“ seltener, sein Verhalten weniger sprunghaft und er ließ sich immer öfter dazu herab ein wenig kooperativ zu sein.

At first King could only kneel being sandwiched between his friends - hee needed them for reassurance! Anfangs konnte King nur zwischen seinen Freunden knien - er brauchte sie zur Sicherheit!

At first King could only kneel being sandwiched between his friends – hee needed them for reassurance!
Anfangs konnte King nur zwischen seinen Freunden knien – er brauchte sie zur Sicherheit!

  • Now King is my best dressage horse besides performing all circus exercises with a lot of joy, from the ground and under the rider, and in any location (even on the boulevard with traffic going by). His self-confidence has grown substantially and he is a much happier horse. Three very frustrating months of patience have paid off, but only, because I saw the light after a lot of observation of how to address Kings very particular problem. When I now approach he neighs loudly and long and can’t get into the halter fast enough!
  • Now I have a horse that wants to be with me. This is the starting point for all else. As long as you have to “catch” and “tie” and force your horse, you really do not HAVE a horse, if we are honestly speaking of partnership! So go and make your life difficult – put away those ropes and see if he still sticks to you!

 

  • In the next Blog we will discuss how, after having established a friendship with your horse, you can explain to him, that now you are also planning to become his “leader”.
  • Nun ist King mein bestes Dressurpferd und führt auch fröhlich alle Zirkusübungen aus, ob vom Boden oder unter dem Reiter, und an jeder Stelle (sogar auf dem Boulevard mit Verkehr in der Nähe). Sein Selbstvertrauen ist gewaltig gestiegen und er ist ein viel glücklicheres Pferd. Drei sehr frustrierende Monate der Geduld haben sich ausgezahlt – aber eben nur, weil ich es nach viel Beobachtung darauf kam, wie man sein sehr spezielles Problem behandeln mußte. Wenn ich nun ankomme, wiehert er laut und lange und kann gar nicht schnell genug in sein Halfter schlüpfen!
  • Jetzt habe ich ein Pferd, das bei mir sein will. Das ist der Anfang für alles folgende. Solange man sein Pferd „fangen“ und „anbinden“ und zwingen muß, HAT man eigenltich kein Pferd, wenn wir wirklich von Partnerschaft sprechen! Nun also los und machen Sie sich Ihr Leben schwer – nehmen Sie das Seil ab und sehen, ob Ihr Pferd immer noch bei Ihnen bleibt!

 

  • Im nächsten Blog werden wir darüber sprechen, wie man, nachdem man eine Freundschaftsbasis mit seinem Pferd gefunden hat, ihm dann erklären kann, daß man vorhat, nun auch noch sein „Anführer“ zu werden.

King has become so trusting that he remains in the Kneel until Terri has safely mounted! King vertraut uns nun und bleibt seelenruhig im Knien bis Terri aufgestiegen ist!

King has become so trusting that he remains in the Kneel until Terri has safely mounted!
King vertraut uns nun und bleibt seelenruhig im Knien bis Terri aufgestiegen ist!

Read on !!! Lesen Sie weiter !!!

Long-reining – Blog 02: How to start, mobilize jaw, positions

Posted on by Jutta Wiemers

Long-Reining – Part 02

Am langen Zügel -Teil 02

How to start:

Equipment:

  • It is not necessary to discuss any special equipment. I use a simple snaffle bridle with cheeks and my lunge line, into the hand loop of which I attach a snap hook. Both ends of the lunge line are then attached to the bit. I do not use a surcingle, because, as I will show, I try to give rein aids which go UP, rather than back, as much as this is possible (according to what I have learned from Philippe Karl and the “School of Légèreté”), so I want to be able to lift the reins well above the horse’s back.

Der Anfang:

Ausrüstung:

  • Wir benötigen hierfür keine besondere Ausrüstung. Ich benutze eine einfache Knebeltrense und meine Longe, in deren Handschlaufe ich einen Karabinerhaken einschnalle. Beide Enden der Longe werden dann in das Gebiß eingehängt. Ich benutze keinen Gurt, da ich, wie ich zeigen werde, versuche solche Zügelhilfen zu geben, die nach Möglichkeit nach OBEN, anstatt nach hinten wirken (in Übereinstimmung mit dem was ich von Philippe Karl und der “School of Légèreté” gelernt habe), so daß ich die Zügel hoch über den Pferderücken heben können will.
Without a surcingle you can lift the arms high and try to direct the rein aids toward the corner of the horse's mouth. Ohne Gurt kann man durch Arme anheben versuchen, die Zügelhilfen mehr in Richtung Maulspalte einzusetzen.

Without a surcingle you can lift the arms high and try to direct the rein aids toward the corner of the horse’s mouth.
Ohne Gurt kann man durch Arme anheben versuchen, die Zügelhilfen mehr in Richtung Maulspalte einzusetzen.

  • I have previously run through my prep-exercises as mentioned in the last Blog (see book “From Leading to Liberty”) to get the horse used to the feel of the line around his rump and to whip aids. I start my session with flexion exercises on the ground à la Ph. Karl (see the videos of the “School of Légèreté”) to mobilize my horse’s jaws and make Beau give his mouth. We get going along the wall, with me walking behind the horse with a good distance at the end (which is really its mid-point) of my lunge line. Only once I am sure of my horse’s behaviour do I step closer as shown in the picture below.  I carry the whip in my right hand, because this is easier for me in terms of coordination, as I am right-handed, and in the beginning I point it toward the ground. Later I mostly carry it upward as shown below  on the right, because this gives me more freedom to apply touching aids to the right or left, on the croup or on the flank. At the start these whip movements might make your horse nervous though, so introduce them carefully. Caress him with the whip often to express your friendly intentions!
  • Ich habe mit meinem Pferd die vorbereitenden Übungen durchlaufen, die ich im letzten Blog erwähnte (siehe das Buch “From Leading to Liberty”) damit sich das Pferd an das Gefühl der Leinen um sein Hinterteil und an die Peitschenhilfen gewöhnt. Dann fange ich an mit den Biegeübungen am Boden, wie bei Ph. Karl (siehe die Videos der the “School of Légèreté”), um das Maul beweglich zu machen und Beau zum Nachgeben anzuregen. Wir laufen entlang der Bande los, ich mit gutem Abstand hinter dem Pferd fast am Ende (eigentlich die Mitte) meiner Longe. Erst wenn ich meines Pferdes sicher bin komme ich näher wie im Foto gezeigt. Ich halte die Gerte in meiner rechten Hand, weil das für mich als Rechtshänder einfacher ist, und lasse sie anfangs zum Boden gerichtet. Später trage ich sie aufrecht, wie rechts unten gezeigt, weil ich so variabler in der Anwendung bin, mit Touchierhilfen nach rechts oder links, auf der Kruppe oder an der Flanke. Führen Sie diese Hilfen vorsichtig ein, falls Ihr Pferd durch diese Bewegungen der Peitsche anfangs noch nervös wird. Streicheln Sie oft mit der Gerte, um Ihre freundlichen Absichten auszudrücken!

Carry the whip pointing down at the start, later the upward position is more flexible. Anfangs hält man die Gerte nach unten, aber später ist die andere Position flexibler in der Anwendung.

Carry the whip pointing down at the start, later the upward position is more flexible.
Anfangs hält man die Gerte nach unten, aber später ist die andere Position flexibler in der Anwendung.

  • Your horse might also show signs of nervousness if you walk directly behind him – in his blind spot. Recall what the horse’s eye can see and how: directly behind his tail he can see nothing, so you have to step sideways to leave the blind spot to be clearly visible to him at the start.
  • Auch wenn Sie direkt hinter dem Pferd laufen kann es nervös werden, denn da sind Sie in seinem toten Winkel. Erinnern Sie sich, wie und was das Pferd sehen kann: direkt hinter seinem Schweif sieht es nichts, also treten Sie besser ein bißchen seitwärts, damit es Sie klar erkennen kann.
Keep in mind what the horse is able to see! If he gets nervous, step out of his blind spot to the side. Direkt hinter sich kann das Pferd nichts sehen! Wenn es nervös wird, treten Sie mehr zur Seite.

Keep in mind what the horse is able to see! If he gets nervous, step out of his blind spot to the side.
Direkt hinter sich kann das Pferd nichts sehen! Wenn es nervös wird, treten Sie mehr zur Seite.

  • While walking you first attempt to make your horse relax. You also want him to play with the bit: “please chew!” Establish a very soft contact on the reins for this. In case of doubt: less is better! If you do not use a noseband (and we don’t), then your horse has the option to tell you very clearly, when your hand is too hard.
  • Noch im Schritt wollen Sie zuerst Ihr Pferd zum Entspannen bringen. Es soll auch mit dem Gebiß spielen: „bitte kau!“ Hierfür muß man einen sehr sanften Kontakt am Zügel herstellen. Im Zweifelsfalle ist weniger immer besser! Wenn Sie keinen Nasenriemen benutzen (wir tun das nicht), dann hat das Pferd die Möglichkeit klar auszudrücken, ob Ihre Hand zu hart ist.

Without noseband the horse can protest! No matter how loose the reins look - if the mouth is open like this your rein-aids are too strong! Ohne Nasenriemen kanndas Pferd protestieren! Egal wie lose die Zügel aussehen - wenn das Maul so geöffnet ist  sind die Zügelhilfen zu stark.

Without noseband the horse can protest! No matter how loose the reins look – if the mouth is open like this your rein-aids are too strong!
Ohne Nasenriemen kanndas Pferd protestieren! Egal wie lose die Zügel aussehen – wenn das Maul so geöffnet ist sind die Zügelhilfen zu stark.

  • He will open his mouth in protest, take his nose up and hollow his back. If your horse is very finicky like my traumatized Beau, just use a little vibration on the reins to entice him to chew. Practice on both sides and find out with which position (you more to the right or left, closer or further away) your horse is most comfortable. Remember that according to the Laws of Shaping it is your job as a trainer to make success easy for your horse! Introduce your voice commands and beware of constant tongue clicking! Try to only talk when it means something to the horse – this is what being clear means! Establish a regular rhythm in walk. Watch for relaxed ears and mobile mouth. Now hook the end of the lunge line between the ring finger and pinkie of your left hand – this is where the end is always to be, (unless you use the whole length of the line) in order to never get tangled or uncoordinated with your reins! Resist enough with your outer hand to not lose the soft contact to the horse’s mouth while sliding your inner hand forward to shorten the reins. Do not pull on the horse! When the inner hand arrives at the height of the croup, join with the other hand, so you end up in the position next to the horse.
  • Es wird dann das Maul protestierend aufreißen, die Nase hoch nehmen und den Rücken wegdrücken. Wenn Ihr Pferd sehr pingelig ist wie mein traumatisierter Beau, vibriert man nur ein bißchen am Zügel, um ihn zum Kauen anzuregen. Üben Sie auf beiden Seiten und beobachten in welcher Position (Sie mehr rechts oder links, näher am Pferd oder weiter weg) es Ihrem Pferd am angenehmsten ist. Sie erinnern sich, daß es nach den Geboten des Formen Ihr Job als Trainer ist, dem Pferd den Erfolg leicht zu machen! Führen Sie nun Stimmkommandos ein und hüten Sie sich vor ständigem Zungenschnalzen! Reden Sie nur, wenn es dem Pferd etwas bedeutet – das ist es, was klar sein bedeutet!  Erreichen Sie im Schritt einen regelmäßigen Rhythmus. Das Pferd sollte entspannte Ohren und Kaubewegungen zeigen. Nun hängen Sie das Ende der Longe zwischen den Ring- und kleinen Finger der linken Hand – da bleibt das Ende immer solange Sie nicht die volle Länge der Longe nutzen, damit Sie sich nicht mit den Zügeln verheddern! Mit der äußeren Hand hält man die Zügel gerade straff genug, um den weichen Kontakt mit dem Pferdemaul nicht zu verlieren, während man mit der inneren Hand nach vorn gleitet, um die Zügel zu verkürzen. Ziehen Sie nicht am Pferd! Wenn die innere Hand auf der Höhe der Kruppe ankommt, kommt die andere Hand dazu und man kommt in der Position neben dem Pferd an.

Change in position from behind horse to next to croup: slide your right hand forward on both reins without loosing contact. Positinswechsel von hinter dem Pferd nach neben der Kruppe: die rechte Hand gleitet an beiden Zügeln nach vorn ohne den Kontakt zu verlieren.

Change in position from behind horse to next to croup: slide your right hand forward on both reins without loosing contact.
Positionswechsel von hinter dem Pferd nach neben der Kruppe: die rechte Hand gleitet an beiden Zügeln nach vorn ohne den Kontakt zu verlieren.

  • Now your outer hand rests on the croup, while the inner rein is held lower, approximately at the height of the horse’s hip bone. Let the reins slide through your hands again until they are long like before – practise this change of position from behind the horse to next to him, until you can interchange fluidly and without losing the soft and ever same contact to his mouth.

 

  • Next time we will start steering in earnest!
  • Nun ruht die äußere Hand auf der Kruppe, während die innere etwas tiefer gehalten wird, etwa auf Höhe des Hüftknochens des Pferdes. Lassen Sie nun die Zügel wieder langsam durch die Hände gleiten bis sie wieder ganz lang sind – üben Sie diesen Wechsel in der Position von neben dem Pferd nach hinten und umgekehrt, bis es flüssig geschehen kann, ohne dabei den weichen Kontakt zum Pferdemaul zu verlieren.

 

  • Nächstes Mal werden wir anfangen echt zu lenken!

Playing with Knowledge – Blog 02: Becoming a herd member and friend

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge - Part 02

Fachmännisch Spielen – Teil 02

2)  Becoming a “herd member”

  • In the last Playing Blog (Part 1) I mentioned the rules, which govern a herd of horses to assure a family life without strife. Now we must understand how to behave ourselves in order to be able to become a herd member – which is not so easy, when you consider the ever present predicament of predator and prey, the memory of which is cemented in our genes and can therefore not easily be overcome. If we can’t change our predator behaviour, then the horse (as prey to a meat-eater) cannot feel safe with us, let alone trust us.

2)  Wir werden “Herdenmitglied”

  • Im letzten Playing Blog (Teil 01) habe ich die Regeln erwähnt, die das Zusammenleben der Familie ohne Zank in der Pferdeherde regulieren. Nun müssen wir verstehen wie wir selbst uns benehmen müssen, damit wir ein Herdenmitglied werden können – was nicht so einfach ist, wenn man die mißliche Lage zwischen Raubtier und Beute bedenkt, was eben in unseren Genen verankert und daher nicht leicht zu unterdrücken ist.  Wenn wir aber unser Raubtierverhalten nicht ändern können, dann kann sich das Pferd (als Beute des Fleischfressers) nicht mit uns sicher fühlen, noch weniger uns vertrauen.
Focussed eyes to the front - prowling body movements - flattened ears - all signs of a predator! Nach vorn fokussierte Augen - anschleichende Bewegungen - angelegte Ohren - alles Zeichen des Raubtiers!

Focussed eyes to the front – prowling body movements – flattened ears – all signs of a predator!
Nach vorn fokussierte Augen – anschleichende Bewegungen – angelegte Ohren – alles Zeichen des Raubtiers!

  • We understand that becoming a good leader for anyone does not mean bossing him around. Before being accepted as a leader, we must strive to be acceptable at all to our horse – so let’s try to become a friend.

 

  • Becoming a friend:

  • As a predator we are unacceptable – and certain predator things we cannot change. For example our eyes, which stare directly and straight to the front in a focused predator way –  and our constantly flattened ears – a gesture of threat. We simply look wrong!
  • Wir haben schon verstanden, daß ein guter Anführer sein nicht rumkommandieren bedeutet. Bevor wir aber als Anführer akzeptiert werden können, müssen wir erst einmal unserem Pferd überhaupt akzeptabel werden – erst einmal müssen wir also ein Freund werden!

 

  • Freunde werden:

  • Als Raubtier sind wir unakzeptabel – und einige Eigenschaften des Raubtiers können wir nicht ändern. Zum Beispiel den Stand unserer Augen, die immer direkt nach vorn starren wie eben bei einem Raubtier –  und unsere  immer angelegten Ohren – eine Geste der Bedrohung! Wir sehen einfach falsch aus!

Staring at a horse is a demand to yield - Beau flattens his ears, but turns away politely (and steps backwards) Ein Anstarren des Pferdes verlangt ein Weichen - Beau legt die Ohren an, wendet sich aber höflich zur Seite (und geht rückwärts)

Staring at a horse is a demand to yield – Beau flattens his ears, but turns away politely (and steps backwards)
Ein Anstarren des Pferdes verlangt ein Weichen – Beau legt die Ohren an, wendet sich aber höflich zur Seite (und geht rückwärts)

  • But others we can change: for example our tendency to walk from A to B in a straight line! In order to become a herd member and friend we have to try to behave like them and therefore know quite a bit about horses. Loving a horse in our human way of feeling, and just bringing carrots is not enough! A horse is not an eating machine – he has feelings just like we do. Let’s get inside the way of horse-thinking!
  • 1)     Most important in my mind is that as a    friend you are reliable. You show up reliably, your horse learns that he can count on your presence in a certain pattern – every day, if possible.
  • 2)     Then you have to fulfill the friendship      pact: every time you call your horse,      something good must happen! You will only ever be convincing as a      friend if your horse can depend on this absolutely.
  • 3)     You must always be fair. Horses have very good memories and though they forgive many of our faults, they will not forget. Much better to get into the habit right away to never let our regrettable tempers out on our horses. They are so easily frightened! Not a way to treat a friend!
  • 4)   Do not try to coerce your friend. There are always better ways to convince him to do what you have in mind. Most of all: do not pull on him      (such a human fault – horses don’t pull on each other)!
  • 5)     Do things together that a horse likes and would do with a horse-friend in the herd. Only friends groom each other. Know the spots he likes best. Help in the spots he can’t reach himself.

 

  • Aber andere Dinge können wir ändern: z.B. daß wir die Tendenz haben immer auf einer geraden Linie von A nach B zu laufen! Um ein Herdenmitglied und ein Freund zu werden müssen wir uns wie sie verhalten, und müssen daher ganz schön viel über sie wissen. Ein Pferd auf menschliche Art zu lieben und Möhren zu bringen reicht nicht aus! Ein Pferd ist ja keine Freßmaschine, sondern hat Gefühle wie wir auch. Daher müssen wir uns in das „pferdische“ Denken einfühlen!
  • 1)      Meiner Meinung nach ist es das Wichtigste, daß man verläßlich ist. Man taucht verläßlich auf und das Pferd lernt, daß es auf die Anwesenheit in einem gewissen Muster zählen kann – am besten jeden Tag, wenn möglich.
  • 2)      Dann muß man den Freundschaftspakt erfüllen: jedes Mal, wenn man das Pferd ruft, muß etwas Gutes passieren! Nur wenn das Pferd sich hierauf sicher verlassen kann, ist man ein überzeugender Freund.
  • 3)      Man muß immer fair sein. Pferde haben ein sehr gutes Gedächtnis, und obwohl sie uns viele unserer Fehler verzeihen, vergessen sie nicht. Es ist besser sich gleich anzugewöhnen niemals unsere Launen an unseren Pferden auszulassen. Sie haben so leicht Angst! So behandelt man einen Freund nicht.
  • 4)      Einen Freund versucht man nicht zu zwingen. Es gibt immer einen besseren Weg um zu erreichen was man will. Hauptsache: nie am Pferd ziehen (so ein dummer menschlicher Fehler – Pferde ziehen nicht aneinander)!
  • 5)      Man unternimmt solche Dinge mit seinem Pferd, die es in der Herde mit seinem Freund auch täte. Nur Freunde kraulen sich gegenseitig. Wissen Sie den Fleck, wo es das am liebsten hat? Helfen Sie an Stellen, wo es selbst nicht drankommen kann!

Sky's nose expresses utter delight - Hanna knows her favorite scratch spots! Skys Nase zeigt, daß Hanna den Lieblings-Kratzfleck gefunden hat!

Sky’s nose expresses utter delight – Hanna knows her favorite scratch spots!
Skys Nase zeigt, daß Hanna den Lieblings-Kratzfleck gefunden hat!

  • a)      Friends hang out together: sometimes it is really good to just spend time together without making demands. Sun-tan together! Sleep together side by side …
  • a)        Freunde hängen zusammen rum: manchmal ist es gut einfach Zeit zusammen zu verbringen ohne etwas zu verlangen. Sonnen Sie sich zusammen! Schlafen Sie nebeneinander…

Only friends graze mouth to mouth! Nur Freunde fressen Maul an Maul! Hang out together - "hey! You want to play no more?"

Only friends graze mouth to mouth! Nur Freunde fressen Maul an Maul!
Hang out together – “hey! You want to play no more?”

  • b)      Only friends graze together and eat mouth to mouth. These little grazing-outings, walking parallel in a relaxed way, can tell you so much about your horse. Observe him, his preferences, his behavior, while you are grazing – don’t talk on your cell phone!
  • c)     Use your body language to express friendship in a horsey way. Friends move in sync and parallel together. They pick up on changes in speed or direction of their friend in a split second – very difficult to learn for us, as we are such bad observers!
  • b)      Nur Freunde grasen Maul an Maul. Spazierengehen, entspannt und parallel, kann Ihnen so viel über Ihr Pferd beibringen! Beobachten Sie es, anstatt am Handy zu quatschen!
  • c)      Auch mit Körpersprache soll man seine Freundschaft zum Ausdruck bringen. Freunde bewegen sich synchron und parallel zueinander. Sie erfassen im Bruchteil einer Sekunde eine Veränderung im Tempo oder Richtung – und das ist schwer für uns zu lernen, da wir so schlechte Beobachter sind!

Fast turns together - ever interesting changing ideas - sometimes lead and sometimes follow! This is how real friends play!

Fast turns together – ever interesting changing ideas – sometimes lead and sometimes follow! This is how real friends play!

  • d)     Be fun! Have ideas and understand his! A boring friend is not a friend for long – how to become interesting to your  partner?

 

Next time we discuss what it takes to become a human lead-mare. Read on!

  • d)     Seien Sie vergnüglich! Haben Sie Ideen und verstehen seine! Ein langweiliger Freund ist nicht lange einer – wie macht man sich seinem Partner interessant?

 

Nächstes Mal diskutieren wir was man als menschliche Leitstute wissen muß. Weiterlesen!

Long-Reining – Blog 01: Introduction – why do it?

Posted on by Jutta Wiemers

Long-Reining – Part 1

Arbeit am langen Zügel – Teil 1

Introduction:

  • In my book „From Leading to Liberty“, in which I present 100 training games for Learning with FUN for you and your horse, there are also some games on the long reins. Why try long-reining – and is it really fun?

Einführung:

  • In meinem Buch „From Leading to Liberty“, in dem ich 100 Trainingsspiele vorstelle, um mit SPASS mit Ihrem Pferd zu lernen, befinden sich auch Spiele am langen Zügel. Warum sollte man das versuchen – und macht es wirklich Spaß?
See long-reining games in "From Leading to Liberty" J.A, Allen 2010

See long-reining games in “From Leading to Liberty” J.A, Allen 2010

  • The fun is sometimes debatable, as you will discover, when I tell you my long-reining experiences with Beau – a thoroughly traumatized horse, front and back!
  • So why do it? Since I moved Beau to the new stable, we encountered the problems which many of you might have: lunging is forbidden, because the owner categorically thinks it means centrifuging the horse at wild speeds and tearing up the ground (and as we discussed, in most cases she would be right!). Playing at liberty is also forbidden (I can only assume for the same reasons) and I am not even allowed to set one pedestal into Beau’s private paddock.
  • As Beau now has reached the ripe old age of 30, with a sway back and navicular disease, I can’t ride him any longer, but he of course wishes to get the same attention, which he was always used to! My horses never were satisfied with being put out to pasture – they want to perform! So now what choices do we have left to make him happy? So we work on the long reins quite often, which is the last activity not yet prohibited.
  • My readers know that I adhere to the “School of Légèreté” (Philippe Karl) out of deep conviction. This raised the immediate question, of course: how to long-rein and yet give aids on the reins, which do not affect the lower jaw, but are directed toward the corner of the mouth? On the long-reins and in the position behind the horse this clearly is difficult. I inquired and was told by “School of Légèreté” trainers that Ph. Karl, for this very reason, does not promote long-reining any more. I have studied his books “Long Reining, the Saumur Method” and “The Art of Riding”, which also shows a lot of long reining work. Of course Ph. Karl’s methods of training have developed since. I wish I could get a comment from the Master himself on whether we should now categorically NOT work on the long reins any more? I can’t really believe this, it has such a long tradition in all classical
    schooling. So I am trying out Ph. Karl methods on the long reins, and for Beau
    it seems to work!
  • I still think that once you have gained some experience with this kind of training on the long reins, it becomes useful for your horse: you will be able to explain all dressage exercises to him from the ground and without disturbing him with the weight of a rider. When the horse has gotten the concept of an exercise, he stores it in his “muscle memory” – and therefore it becomes much easier later to perform it under the saddle. All my horses learned the concept of collection and the piaffe (however good that became depended on the horse – we are playing!) on the ground and by long-reining.
  • Manchmal ist das mit dem Spaß so eine Sache, wie Sie herausfinden werden, wenn ich Ihnen meine Erfahrungen mit Beau erzähle – ein Pferd, das vorn und hinten gründlich traumatisiert ist!
  • Warum also? Seit ich Beau in den neuen Stall umgezogen habe, haben wir Probleme, die Sie vielleicht auch kennen: Longieren ist verboten, da die Besitzerin überzeugt davon ist, daß es bedeutet sein Pferd mit Höchstgeschwindigkeit zu zentrifugieren und den Boden umzugraben (und wie früher besprochen hätte sie in vielen Fällen ja auch nicht Unrecht!) Aus dem selben Grund ist wohl Freiheitsdressur und Zirkus verboten und ich darf nicht einmal ein Podest in Beaus privates Paddock setzen.
  • Da Beau nun das reife Alter von 30 Jahren erreicht hat, mit Senkrücken und Hufrolle, kann ich ihn nicht mehr reiten, aber dennoch will er natürlich weiterhin die selbe Aufmerksamkeit haben, die er die ganze Zeit gewohnt war! Meine Pferde wollten nie nur Ferien auf der Weide – sie wollten zeigen was sie können! Welche Wahl bleibt uns also noch? Daher arbeiten wir nun oft auch am langen Zügel, die letzte Aktivität, die noch erlaubt ist.
  • Meine Leser wissen, daß ich aus Überzeugung der „School of Légèreté“ von Philippe Karl anhänge. Das hat natürlich sofort die Frage aufgeworfen: wie arbeitet man am langen Zügel und gibt dennoch Zügelhilfen, die nicht auf die Laden wirken, sondern in Richtung Maulspalte gehen? Denn das scheint in der Position hinter dem Pferd nicht einfach. Ich habe nachgefragt und von „School of Légèreté“ Instruktoren erfahren, daß Ph. Karl aus diesem Grunde die Arbeit am langen Zügel nicht mehr empfiehlt. Ich habe seine Bücher „Long Reining“ und „Reitkunst“, welches auch viel Arbeit am langen Zügel zeigt, sorsam gelesen. Natürlich haben sich inzwischen seine Trainingsmethoden weiterentwickelt. Ich wünschte, ich könnte vom Meister selbst eine Stellungnahme erhalten, ob wir nun kategorisch NICHT mehr am langen Zügel arbeiten sollten? Das kann ich mir nicht so recht vorstellen, da es doch so eine lange Tradition in jeder klassischen Ausbildung hat. Daher probiere ich also Ph. Karl Methoden am langen Zügel aus – und mit Beau scheint das zu klappen!
  • Ich denke immer noch, daß, sobald Sie mit dieser Art des Trainings am langen Zügel ein bißchen Erfahrung gesammelt haben,  es Ihrem Pferd nützlich sein kann: Sie können ihm alle Dressurübungen am Boden erklären, ohne es dabei mit einem Reitergewicht zu stören. Wenn das Pferd so einmal das Konzept einer Übung verstanden hat, speichert es das in seinem „Muskel-Gedächtnis“ – und daher wird es viel einfacher es später unter dem Sattel zu zeigen. Alle meine Pferde haben das Konzept von Versammlung und Piaffe (wie gut die auch immer ausfiel – wir spielen schließlich!) so am Boden und am langen Zügel gelernt.

 

01-Piaffes

  • But where long-reining helps me most of all, and why I am still convinced of its usefulness, is to learn the use of soft hands – and to clearly understand the different jobs of the outside and your inside rein in riding. And as you are marching along all the time, it also splendidly takes care of your own fitness and teaches you coordination with your horse – and between your hands and legs!

 

  • This series of Blogs will take the same approach as all previous ones: I want to get you motivated to try something new “as a game. This relieves us of the pressure to have to prove a point – we don’t have to be perfect, we just have to try with true interest and goodwill. The available books on long-reining can be very intimidating – you get heaps of lovely photographs of perfect performances, but no in-depth instruction of how to get there. So although I studied every one of them that I could lay hands on, I feel that I had to learn very much by trial and error – and far be it from me to vent my opinions as an expert!  But I am having fun and am learning, which is all that counts for me.
  • Was die Arbeit am langen Zügel MIR am besten vermittelt hat, ist meine Hände korrekt und sanft einzusetzen und den Unterschied zwischen der Aufgabe des äußeren und inneren Zügels beim Reiten zu verstehen. Und da man die ganze Zeit stracks nebenher marschiert, ist auch wunderbar für die eigene Fitness gesorgt! Ebenso lernt man Koordination mit dem Pferd, sowohl wie zwischen den eigenen Händen und Beinen!

 

  • In dieser Blog Serie benutze ich den selben Ansatz wie in den früheren: Ich will versuchen Sie dazu zu motivieren etwas Neues „als Spiel“ auszuprobieren. Das entläßt uns aus dem Druck etwas beweisen zu müssen – es muß nichts perfekt sein, wir müssen es nur mit echtem Interesse und gutem Willen versuchen. Die erhältlichen Bücher über Arbeit am langen Zügel sind recht einschüchternd – man bekommt viele Fotos von perfekten Vorführungen zu sehen, aber wenig “Basis”-Unterweisung, wie man das erreicht. Obwohl ich alles studiert habe, auf das ich meine Hände legen konnte, mußte ich doch eigentlich empirisch durch Ausprobieren lernen – und ich stelle mich keineswegs hier als Expertin dar!  Aber ich lerne, und das mit Vergnügen – das nur zählt am Ende.
The High School of Long Reining can not be our goal here. Ph. Karl with Odin (from "The Art of Riding") - can we learn lightness on the long reins?

The High School of Long Reining can not be our goal here. Ph. Karl with Odin (from “The Art of Riding”) – can we learn lightness on the long reins?

  • So I will not “teach” long-reining, but share with you my experiences with Beau – a difficult case! From what he tells me, this poor horse has been severely beaten in his past, and also mistreated in the mouth. Traumatized front and back, which is not a good the best prerequisite for work on the long-reins.
  • I told in earlier Blogs how all my rescue horses kept their mouths gaping wide open in protest for an entire year, although I did not even use a bit! They also all were afraid of whips and ropes, and I did not even start anything on the long reins, before running through all the prep games as recommended in my book. These would be trust and respect games, exercises for touching aids with the whip, leading games with the ropes (from all sides, so the horse gets used to being touched by them all around) and so on.
  • Ich will also hier nicht Arbeit am langen Zügel „unterrichten“, sondern meine Erfahrungen mit Beau wiedergeben – ein schwieriger Fall! Wie er mir erzählt, muß er früher schwer geschlagen und auch im Maul mißhandelt worden sein. Also vorn und hinten traumatisiert, was für diese Arbeit keine gute Voraussetzung ist.
  • Ich habe schon in früheren Blogs erzählt, daß alle meine geretteten Pferde ein Jahr lang ihre Mäuler im Protest weit aufgerissen hielten, obwohl ich nicht mal ein Gebiß benutzte! Sie hatten auch alle Angst vor Peitsche und Seilen, und ich habe erst alle Vorbereitungsübungen, die ich in meinem Buch enpfehle, durchlaufen, ehe ich am langen Zügel anfing. Diese sind Übungen für Vertrauen und Respekt, für Touchieren mit der Gerte, Führübungen mit Seil (von allen Seiten, damit das Pferd sich an Berührungen damit gewöhnt) und so weiter.

01-Ropes

  • You remember from the lunging Blogs that I did not recommend double lunging for beginners. Long-reining is a bit like double lunging, only you are closer to your horse and can apply rein and whip aids more precisely.
  • Sie erinnern sich, daß ich in den Longen Blogs einem Anfänger nicht die Arbeit an der Doppellonge empfohlen habe. Arbeit am langen Zügel ist ein wenig wie Doppellonge, nur daß man dichter am Pferd ist und die Zügel- und Peitschenhilfen akurater einsetzen kann.

Never underestimate the necessary safety distance to the side as well as rear ! Unterschätzen Sie nie den nötigen Sicherheitsabstand seitwärts und nach hinten !

Never underestimate the necessary safety distance to the side as well as rear !
Unterschätzen Sie nie den nötigen Sicherheitsabstand seitwärts und nach hinten !

  • A great difficulty for many horses lies in tolerating the touch of ropes or reins around their hind end without nervousness. And although Beau was thoroughly prepared and I am a very careful trainer, I did get kicked by him once! I was at a distance of 4 feet to the side and next to his croup – and received a hoof imprint on my forearm (which luckily I seem to have instinctively ripped up to protect myself)  and another on my chest. I can only imagine the handstand Beau must have performed to achieve that! I was on the ground so fast that I never knew why or how.
  • From this experience I learned: “traumatized once is traumatized forever” and over-confidence never pays with horses! I was lucky that Beau is barefoot and that I have strong bones.
  • So if you want to step onto the path of this new experience of long-reining, do take the preparatory exercises seriously. How well do you know your horse? Find out as much as you can about his previous training experiences as you can. Learn to handle your whip gently and accurately and beware of kicks by always preserving a safe distance – depending on the state of your training, obviously.

 

In the next Long-Reining Blog we will discuss of how to start this new adventure! 

  • Eine große Schwierigkeit für viele Pferde liegt darin, die Berührungen durch Seil oder Longe um ihr Hinterteil herum ohne Beunruhigung zu tolerieren. Und obwohl Beau gründlich vorbereitet war und ich eine vorsichtige Trainerin bin, bin ich dennoch einmal von ihm erwischt worden! Ich war etwa 1.20 m neben ihm bei der Kruppe – und hatte einen Hufabdruck auf meinem Unterarm (den ich wohl instinktiv zum Schutz hochgerissen hatte) und einen zweiten auf der Brust. Ich kann mir nur den Handstand vorstellen, den Beau geturnt haben muß, um das zu schaffen! Allerdings war ich so schnell am Boden, daß ich nicht weiß, wie oder was genau passiert ist.
  • Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt: „Einmal traumatisiert wird nie vergessen!“ und zu selbstsicher sein zahlt sich nicht aus! Ich hatte Glück, daß Beau barfuß geht und ich starke Knochen habe.
  • Wenn Sie also Arbeit am langen Zügel ausprobieren wollen, dann nehmen Sie die Vorbereitung ernst. Wie gut kennen Sie Ihr Pferd? Finden sie soviel wie möglich über seine früheren Trainingserfahrungen heraus. Lernen Sie die Gerte sanft und akkurat zu handhaben und halten Sie für den Fall, daß Ihr Pferd ausschlägt, immer einen sicheren Abstand – der natürlich vom Ausbildungsstand abhängt.

 

Im nächsten Langen Zügel Blog fangen wir mit diesem neuen Abenteuer an!

Playing with Knowledge – Blog 01: Introduction – Rules in the herd

Posted on by Jutta Wiemers

Playing with Knowledge – Part 01:

Fachmännisch Spielen – Teil 01:

One nice response I got! Thanks Raphaëlle!

  • “Oh…  you can’t believe how I do LOVE your book!!! I almost sleep with it. I fall to sleep the  head on it and my boyfriend takes it out of the pillow!! I am from Québec so I speak French. So what I do is that I read a part of the book  and translate it on a piece of paper, put this piece of paper in my pocket and I can play with my horses with my own notes!!I want to look at the DVD to make sure I am ok. But I think I am! My horse does the Spanish step, dances and a lot more! I am sooooo happy to have found this book! Have a good day.  Raphaëlle”

So let us move on with:   Playing with Knowledge

1)      Being the lead-mare:

  • Perhaps alternating with the articles telling you about my experiences of long-reining Beau (anyone interested??), I would like to deepen a bit the understanding about what playing with horses really signifies. In order to play with your partner HORSE you must know certain things!
  • People communicate with words, and we all know how often that can lead to misunderstandings, which, when not cleared out of the way soon enough, are truly counter-productive to any learning situation. In recent training sessions I have seen again and again that the concept of natural horsemanship, which everybody talks about, is very little understood. So I want to put it into really simple words.

Natural horsemanship is all about becoming the “lead-mare”.

  • So why are people so astounded, when they see me with Beau grazing along the roadside without using a lead-rope? Why do they get aggressive at times, accusing me of endangering my horse (and them)?

Ich habe eine nette Antwort bekommen! Danke Raphaëlle!

  • ” Oh… Du hast keine Ahnung, wie ich Dein Buch LIEBE!!! Ich schlafe fast damit. Ich schlafe mit dem Kopf darauf ein und mein Freund muss es vom Kopfkissen nehmen!! Ich bin aus Quebec und spreche französisch. Also lese ich einen Teil des Buches und übersetze es mir auf einem Zettel, den ich dann in der Tasche habe, wenn ich mit meinen Pferden spiele!! Ich will aber die DVDs auch anschauen, um zu sehen, ob ich es richtig mache. Ich denke schon! Mein Pferd kann schon den spanischen Schritt, es tanzt und noch andere Sachen! Ich bin sooooo froh, dieses Buch gefunden zu haben! Einen schönen Tag noch. Raphaëlle”

Also machen wir weiter mit:
Fachmännisch Spielen

 

1)    Leitstute werden:

  • Vielleicht abwechselnd mit den Artikeln, in denen ich Ihnen meine Erfahrungen mit Beau am langen Zügel erzählen werde (ist jemand daran interessiert??), möchte ich das Verständnis vertiefen darüber, was Spielen mit Pferden wirklich bedeutet. Um mit Ihrem Partner PFERD zu spielen, müssen Sie einige Dinge wissen!
  • Menschen verständigen sich mit Worten und wir wissen alle, wie leicht das zu Mißverständnissen führen kann, die, wenn sie nicht schnell genug ausgeräumt werden, für eine Lernsituation sehr konterproduktiv sind. In letzter Zeit habe ich in Trainingsstunden immer wieder gesehen,  wie wenig das Konzept des Natural Horsemanship, worüber jeder redet, wirklich verstanden wird. Ich werde mich bemühen, das in ganz simple Worte zu fassen.

Bei Natural Horsemanship dreht es sich darum die „Leitstute“ zu werden.

  • Warum sind dann die Leute so erstaunt, wenn sie mich mit Beau ohne Führseil am Straßenrand grasen sehen? Warum werden sie sogar manchmal aggressiv und klagen mich an, mein Pferd (und sie selbst) in Gefahr zu bringen?
the herd guards the sleeping foals.

the herd guards the sleeping foals.

  • I AM Beau’s lead-mare – so let’s look at what that means:

 

  • Herd rules:

  • Everybody knows by now that in nature horses live in herds and have strict rules of behavior and social roles within it. They have a ranking system, which assures that each individual knows his place – as it is of paramount importance to a flight animal that energy be preserved for running away when necessary, rather than being spent on fighting within the family. (Couldn’t we just learn from that!)
  • Ich BIN Beaus Leitstute – wir wollen sehen was das bedeutet:

 

  • Regeln in der Herde:

  • Jedermann weiß, daß Pferde in der Natur in Herden leben, in denen strenge Regeln über Benehmen und soziale Rollenverteilung herrschen. Es gibt eine Rangordnung, welches den Platz jedes Individuums festlegt, da es für Fluchttiere von größter Bedeutung ist, daß Energie für einen notwendigen Spurt bewahrt wird, anstatt sie auf Streitereien innerhalb der Familie zu verschwenden. (Davon könnten wir lernen!)

Left: Typical "snaking" head movements of the stallion demand a get-go! Right: the stallion drives a mare to rejoin the herd.

Left: Typical “snaking” head movements of the stallion demand a get-go! Right: the stallion drives a mare to rejoin the herd.

  • Every herd in the wild has two leaders – male and female. The lead stallion’s job is to pass on the best genes to the future generations (and to deserve this he needs to be good at certain things and gets severely challenged and replaced, when he is not any more). For this reason he will fight off other stallions (as long as he is able) and guard his harem. When the herd is under attack, he will drive them on in their flight from behind (you are familiar with the term “lead stallion position” from my book “From Leading to Liberty”) and will try to prevent it from scattering.
  • Jede Herde in der Natur hat zwei Anführer – männlich und weiblich. Die Aufgabe des Leithengstes ist es seine Gene an die folgenden Generationen weiterzugeben (und um das zu verdienen muß er in gewissen Dingen gut sein und wird herausgefordert und ersetzt, wenn er es nicht mehr ist). Daher wird er andere Hengste abwehren (solange er das schafft) und sein Harem beschützen. Wenn die Herde angegriffen wird, treibt er sie von hinten an (Sie kennen aus meinem Buch “From Leading to Liberty” den Ausdruck “Leithengst-Position) und hält sie zusammen.
When the leader decides to go, everyone else starts moving and follows.

When the leader decides to go, everyone else starts moving and follows.

  • It is however the lead mare, who makes all every day decisions in the herd. She decides where to go, for what reason (rest, water, grass), also when and how fast. For that she must know best, she must be a true leader, for which she needs knowledge and experience in all things necessary for the herd’s survival. If she is no longer the best at all these tasks and the horses can’t feel safe with her any longer (for reasons of old age, for example), they will also replace her.
  • Es ist jedoch die Leitstute, die alle Entscheidungen für die Herde im Alltagsleben trifft. Sie entscheidet wohin es geht, aus welchem Grund (Ruhe, Wasser, Futter), ebenso wann und wie schnell.  Dafür muß sie es am besten wissen, sie muß ein guter Anführer sein, wofür sie wiederum Wissen und Erfahrung in allen Dingen braucht, die zum Überleben der Herde notwenig sind. Wenn sie in diesen Aufgaben nicht mehr die Beste ist und die Herde sich mit ihr nicht mehr sicher fühlt (vielleicht ist sie zu alt geworden), dann wird auch sie ersetzt.

Left: the herd politely circles around the leader. Mid: she doesn't plan to share her food, she "stares" the others away as a first warning. Right: she lifts her hind hoof - a definite warning not to come any closer!

Left: the herd politely circles around the leader. Mid: she doesn’t plan to share her food, she “stares” the others away as a first warning. Right: she lifts her hind hoof – a definite warning not to come any closer!

  • The other herd members all have their jobs too. The main one is that they must at all times watch the lead mare, because all the important commands, such as when to flee, are given by her! When the lead mare decides it is time to go, the herd starts moving. When the lead mare stops, the herd would not dare to move on! (And she does not need a lead-rope for that either!)
  • Respect to the lead-mare is paid by observing distances – and this goes also for the ranking of all other herd members among themselves. Ignoring a demanded distance is therefore a sign of disrespect! The boss always has the biggest office! And the little secretary never enters without knocking!! In my films “Playing with Horses” I show scenes where you can clearly see how the lead-mare defends her space. (All this will become VERY important for your own behavior, if you want to become a leader!)
  • Alle anderen Herdenmitglieder haben ebenfalls ihre Aufgaben. Die wichtigste ist, daß sie jederzeit die Leitstute beobachten müssen, da alle wichtigen Kommandos (wie die zur Flucht) von ihr kommen! Wenn die Leitstute bestimmt, daß es los geht, setzt sich die Herde in Bewegung. Wenn sie anhält, würde es den anderen nicht einfallen weiterzulaufen! (Und dafür benutzt auch sie kein Führseil!)
  • Der Leitstute wird Respekt erwiesen, indem man Distanzen einhält – das gilt ebenso für die Rangordnung aller anderen untereinander. Einen verlangten Abstand zu ignorieren bedeutet daher Respektslosigkeit! Der Boss hat immer das größte Büro! Und die kleine Sekretärin tritt nie ein ohne anzuklopfen!! In meinen Filmen “Playing with Horses” (mit deutscher Tonspur) zeige ich Szenen, in denen man wunderbar sehen kann, wie die Leitstute ihre Privatspäre verteidigt. (All dies wird für unser eignes Verhalten SEHR wichtig, wenn wir Anführer werden wollen!)

Left: the leader's ears are still friendly. Not for long! Don't come closer! Mid: She demands a "nose-away!" which is promptly followed. Right: mission accomplished!

Left: the leader’s ears are still friendly. Not for long! Don’t come closer! Mid: She demands a “nose-away!” which is promptly followed. Right: mission accomplished!

  • So in the next Blogs we will discuss
  • a)      what leader qualities you must develop (learn) in order to be trustworthy for your horse.
  • b)      how you must behave so the horse can feel safe with you
  • c)      what you must know about horses to “know best” like the lead-mare would
  • d)     which “right decisions” you must make to be convincing as a leader (mere love is not enough!)
  • e)      and how to communicate all this in a way that he can understand!

 

  • Demanding mere obedience from a horse, who, by knowledge cemented in his genes, knows he may not trust us, is simply unfair. (Do not forget that we are the meat-eaters and he is the steak – and knows it!) As long as you behave like a predator this will, although you “love” him, only lead to failure and frustration for both.

 

In the next part we discuss how to develop the necessary leader qualities!

  • In den nächsten Blogs werden wir sehen
  • a)      welche Führungsqualitäten wir entwickeln (lernen) müssen um für unser Pferd vertrauenswürdig zu sein
  • b)      wie wir uns verhalten müssen, damit das Pferd sich auf uns verläßt
  • c)      was wir wissen müssen, um es “am besten zu wissen” wie die Leitstute
  • d)     welche “richtigen Entscheidungen” you must make to be convincing as a leaderwir treffen müssen, um ein überzeugender Anführer zu sein (reine Liebe ist nicht genug!)
  • e)      und wie wir all das dem Pferd in einer Weise verständlich machen, die es begreifen kann!

 

  • Bloßen Gehorsam von einem Pferd zu verlangen, welches durch ein in seinen Genen verankerten Kenntnis genau weiß, daß es uns nicht trauen darf, ist einfach unfair. (Vergessen Sie nie, daß wir die Fleischesser sind und das Pferd das Steak – was es genau weiß!) Solange Sie sich wie ein Raubtier verhalten, wird dies immer nur zu Frustration und Mißlingen für beide führen.

 

Wie man Führungsqualitäten entwickelt erfahren sie im nächsten Teil!

Happy Spring to everyone!

Posted on by Jutta Wiemers

Dear Blog readers!

Liebe Blog Leser!

  • Before I start another Blog series, a word about my own concerns.
  • I take a lot of trouble to make this web site interesting and to find new topics, which might also interest you. Although I can see how many hits the web page receives every day (and the numbers are encouraging) I cannot, for reasons of security (so says my webmaster) allow direct comments, because in this way the site gets hacked into. Most of those are only spam anyway – and mis-spelled to such an extent that often I cannot even guess what they might try to express! An interesting phenomenon!
  • As these Blogs represent a lot of work for me, especially in two languages, I would be very happy at this point in time to receive a bit of personal feed-back to keep my motivation going!

For this you would have to send me an Email through my contact page. 

What I would like to know:

  • 1)   Which Blogs have you read?
  • 2)   Which topics did you find so interesting that you followed the entire series?
  • 3)   Did you ever recommend this website to your friends?
  • 4)   Which other topics would you like to see discussed?
  • 5)   Did you ever, after reading a Blog, try out one of the recommended games?
  • 6)   Do you have any particular questions arising from this?

 

  • I was planning to start a series about long-reining – not teaching it, but rather sharing my experiences with you, of what I had to (and still do) go through to try and convince a thoroughly traumatised horse to go along with me – and learning this with fun!
  • I could also treat some games in more depth, because since the book “From Leading to Liberty” and the films “Playing with Horses” have been finished, we did not take it easy, but rather continued to invent and practise more challenging games!
  • If I were to receive questions from you – and that would make me very happy! – we could deepen the understanding of details:
  • for example: any questions regarding touching points on the horse? (and so on)

Rise to the occasion! No question is too unimportant! Make me happy by letting me know, whether I am at all on the right path with these articles!

I thank all my readers and wish you much FUN !!

 

 

 

 

 

Running parallel is a sign of friendship - horses love it!

Running parallel is a sign of friendship – horses love it!

 

  • Bevor ich mit einer neuen Serie beginne, ein Wort in eigner Sache.
  • Ich bemühe mich sehr diese Webseite interessant zu machen und immer wieder Themen zu finden, die auch Sie vielleicht interessieren können. Ich kann zwar ersehen wie viele „Hits“ die Seite jeden Tag erhält (und die Zahlen sind erfreulich), aus Sicherheitsgründen, so sagt mein Webmaster, kann ich aber keine direkten Kommentare erlauben, denn es wird auf diese Weise zu viel in die Seite ge-hacked. Außerdem ist das meiste eh nur Spam – und die englischen Kommentare sind dermaßen schlecht in der Rechtschreibung, daß man kaum erkennen kann, was sie bedeuten sollen! Ein interessantes Phänomen!
  • Da diese Blogs eine Menge Arbeit für mich bedeuten, dazu noch in zwei Sprachen, würde ich mich zu diesem Zeitpunkt einmal sehr freuen, ein bißchen persönlichen Feed-back zu bekommen, damit ich meine Motivation erhalte!

Dazu müßten Sie mir eine Email über meine Contact Seite schicken.

Was mich sehr interessieren würde ist:

  • 1)   Welche Blogs haben Sie gelesen?
  • 2)   Welche Themen waren so interessant, daß Sie die ganze Serie verfolgt haben?
  • 3)   Haben sie jemals diese Webseite an Ihre Freunde weiterempfohlen?
  • 4)   Welche Themen sähen Sie gerne behandelt?
  • 5)   Haben Sie jemals nach Lesen eines Blogs ein empfohlenes Spiel ausprobiert?
  • 6)   Hatten Sie daraufhin irgendwelche spezielle Fragen?

 

  • Ich hatte als nächstes eine Serie über Arbeit am langen Zügel geplant – nicht als Lehrstück, sondern als Erzählung meiner Erfahrungen , wie ich versuchte (und immer noch tue) ein gründlich traumatisiertes Pferd davon zu überzeugen, daß diese Sache sich lohnt – und Spaß machen kann!
  • Ich könnte auch gewisse Spiele vertiefen, denn seit das Buch “From Leading to Liberty” und die Filme “Playing with Horses” fertiggestellt wurden, sind wir ja nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern haben eifrig weiter erfunden und geübt!
  • Falls ich wirklich Fragen von Ihnen erhalte – was mich sehr freuen würde! – könnten wir das Verständnis von Details vertiefen:
  • z.B.: gibt es Fragen bezüglich der Touchierpunkte am Pferd? (und solche Dinge)

Geben Sie sich einen Ruck! Keine Frage ist zu unwichtig! Machen Sie mir die Freude mich wissen zu lassen, ob ich mich meinen Artikeln überhaupt auf dem richtigen Weg bin!

Ich danke allen Lesern und wünsche weiterhin viel Spaß !!

 

Work on the Lunge Line – Blog 18: Lunging for vaulting

Posted on by Jutta Wiemers

Work on the Lunge Line – Part 18

Arbeit an der Longe – Teil 18

Lunging for Vaulting – the first exercises

  • We will assume here that you have trained your horse on the lunge in all basic gaits and taught him to balance on the circle. So there are three additional things that your prospective vaulting horse must learn :
  1. that vaulters approach him while he moves and that this does not mean a request to stop, or a treat!
  2. that vaulters will mount him while he keeps running and then they will shift their weight in various ways – and this does not mean an aid as in riding, or a fall (and therefore not a request to stop)
  3. that more than one person might be on his back at one time.

 

  • You should always use your most experienced vaulters for training a new vaulting horse. This series will concentrate on the lunging aspect and not teach you what the vaulters must do to act correctly – for this you must go to “Equestrian vaulting – a Handbook” or to my films “Equestrian vaulting” (both can be ordered through my website www.smarthorses.com).
  • The first thing your horse must understand is that you want him to continually walk on his circle at an even pace, whether someone approaches him or not. When the first vaulter approaches along the lunge line, he will stop – expecting her to mount or give him a treat. In this case let your vaulter take him by the reins and make him walk on, while you help a bit with the whip. When the horse keeps going, let her grab one grip of the surcingle and pat him with the other hand, while walking along. Repeat until the horse has understood this, pat and praise him. Then the vaulter retreats to the centre (along the lunge line!) – the lunger keeps the horse going! Only later stop him, out on the circle, to then give him a treat in halt.
  • If the horse is very confused while vaulters approach him, let them go only half way and retreat back to the centre, all the while reassuring the horse with a kind voice, until he keeps going reliably.

Longieren für Voltige – erste Übungen

  • Wir setzen voraus, daß Sie Ihr Pferd in allen Grundgangarten an der Longe geschult und ihm Gleichgewicht auf dem Zirkel beigebracht haben. So gibt es noch drei zusätzliche Dinge, die Ihr zukünftiges Voltigepferd lernen muß:
  1. daß Voltigierer anlaufen werden, während es in Bewegung ist, und daß das keine Aufforderung zum Anhalten ist und kein Leckerli bedeutet!
  2. daß Voltigierer aufspringen werden, während es weiterläuft und daß sie dann ihr Gewicht verschieben werden – und daß dies keine Gewichtshilfe wie beim Reiten darstellt, auch keinen Sturz (und daher keine Aufforderung zum Halten)
  3. daß mehr als eine Person sich gleichzeitig auf seinem Rücken befinden wird.

 

  • Benutzen Sie immer Ihre besten Voltigierer, um ein neues Pferd anzulernen. Diese Blogserie konzentriert sich auf den Aspekt des Longierens und lehrt daher nicht die Voiltigierer, wie sie es richtig machen müssen. Hierfür beachten Sie bitte das “Equestrian vaulting – a Handbook” oder meine Filme “Breitensport Voltige” (beide durch meine Website www.smarthorses.com zu bestellen).
  • Das erste, was Ihr Pferd verstehen muß, ist, daß es auf seinem Kreis in regelmäßigem Schritt wietergehen soll, ob nun jemand herankommt oder nicht. Wenn der erste Voltigierer an der Longen entlang ankommt, wird es vermutlich stoppen – es erwartet ja, daß sie aufsteigt oder etwas füttert. Lassen Sie den Voltigierer das Pferd beim Zügel fassen und sacht weiterführen, während Sie mit der Peitsche ein wenig nachhelfen. Wenn es weiter läuft, soll der Voltigierer eine Hand am Griff haben und mit der anderen loben, während er mitläuft. Das macht man solange bis das Pferd verstanden hat, immer mit Lob. Dann zieht sich der Voltigierer zur Zirkelmitte hin zurück (wieder an der Longe entlang!) und der Longeur treibt sachte. Erst später halten wir an und füttern das Leckerli draußen auf dem Zirkel.
  • Wenn das Pferd beim Anlaufen der Voltigierer sehr verwirrt ist, lassen Sie sie erst den halben Weg anlaufen und sich zurückziehen, immer mit Stimmhilfen, bis das Pferd verläßlich weiterläuft.
The vaulter must approach AND retreat along the lunge line, always in full view for the horse. Der Volti muss an der Longe entlang anlaufen UND sich zurück ziehen, immer voll im Blick des Pferdes.

The vaulter must approach AND retreat along the lunge line, always in full view for the horse.
Der Volti muss an der Longe entlang anlaufen UND sich zurück ziehen, immer voll im Blick des Pferdes.

  • Once the horse tolerates this activity around him in walk without stopping, try it at trot. Make sure the vaulter approaches along the lunge line in direction of the horse’s shoulder and not from farther back, as this might put your horse into flight mode, running off. The horse must be able to plainly see the approaching vaulter, who should also announce herself by voice, if the horse is very nervous. Let her jog along and pat the horse, before falling back to the centre.
  • All mounts in halt and walk should first happen with a correct “leg-up” to minimize discomfort to the horse (see handbook page 108 for the correct mounting technique).
  • Wenn das Pferd das Anlaufen im Schritt verstanden hat üben sie es im Trab. Es ist wichtig, daß derVoltigierer an der Longe auf Richtung Schulter und nicht von weiter hinten anläuft, damit das Pferd sich nicht erschreckt. Es muß den Volti deutlich sehen können, der sich außerdem noch mit Stimme ankündigen kann, wenn das Pferd nervös ist. Er soll ein wenig mitlaufen und das Pferd streicheln, bevor er wieder zur Mitte zurückkehrt.
  • Alle Aufsprünge in Halt und Schritt sollen mit einer Hilfestellung geschehen, damit sie dem Pferd nicht unangenehm sind (Seite 108 im Handbook erklärt die korrekte Technik).

For mounting in halt and walk always use a pusher to minimize the discomfort to the horse and keep the gravity point of the vaulter over the grips.

For mounting in halt and walk always use a pusher to minimize the discomfort to the horse and keep the gravity point of the vaulter over the grips.

  • The vaulter and pusher must be coordinated by counting out loud, so the weight shifts for the horse are minimal and the gravity point of the vaulter is over the grips, guaranteeing the landing on the horse’s back to be very soft.
  • Once the vaulter is up, accustom the horse to gentle movements on his back by passing a leg over the front back and forth and with pauses of balanced seat in between. The horse receives lots of praise if he tolerates this without stopping! Remember that he is trying to be nice by stopping, when he feels the vaulter is falling – because that is how he might interpret these unexpected weight shifts. Get him used to dismounts by lifting a leg over the neck, so the lunger can keep him going while (and after!) the vaulter slides off! Be ready with voice and the whip in anticipation!
  • Now the vaulters progress to more complex exercises such as the mill and kneeling. Make sure they show greatest consideration of the horse in all attempts!
  • Once you feel that the horse is relaxing and accepts what is happening, you can start working in trot. As the weight shift of the vaulters are more pronounced in trot, the horse might again misunderstand you, as he cannot draw logical conclusions from his experiences in walk to those in trot! Also keep in mind what he can see: swinging legs, appearing at the edge of his vision may seem threatening – as flight animal he might spook. So be patient in teaching him to just keep going. Keep attempts short, stop and praise often.
  • Anything which happens in the blind spot right behind the horse, such as approaches from behind and high dismounts to the back should be avoided in the beginning, as the horse might spook or kick out. Gradually increase the height of swings and dismounts – reassure him a lot!
  • When on the horse, let the vaulters touch the horse everywhere, from neck to croup, always accompanied with pats and good words.
  • Volti und Helfer müssen sich durch lautes Zählen koordinieren, damit die Gewichtsverschiebungen für das Pferd minimal ausfallen und der Schwerpunkt des Voltis über den Griffen ist, um eine weiche Landung auf dem Pferderücken zu garantieren.
  • Wenn der Volti oben ist, gewöhnt man das Pferd an sanfte Bewegungen auf seinem Rücken, indem man hin und her ein Bein über seinen Hals führt, mit Pausen im ausbalancierten Sitz dazwischen. Wenn das Pferd dabei nicht anhält, viel loben! Vergessen Sie nicht, daß es ja lieb sein will, indem es stoppt, weil es denkt der Volti fällt runter – denn so mag es anfangs diese unerwarteten Gewichtsverschiebungen auslegen. Die ersten Abgänge sollen auch per Bein über den Hals geschehen, so daß der Longeur etwas treiben kann, während (und nachdem!) der Volti abgleitet! Setzen Sie Stimme und Peitsche früh genug ein!
  • Nun können die Voltigierer zu komplexeren Übungen übergehen, z.B. Mühle und Knien. Bei allen Versuchen müssen sie größte Rücksicht auf das Pferd nehmen!
  • Wenn das Pferd sich entspannt kann man auch das im Trab üben. Da die Gewichtsverschiebungen der Voltis stärker sein können, kann es nun wieder zu Mißverständnissen kommen, denn das Pferd kann nicht logisch von der Erfahrung im Schritt auf die im Trab schließen! Beachten Sie auch was es sehen kann: Füße, die plötzlich im Augenwinkel erscheinen können bedrohlich scheinen – und als Fluchttier kann es scheuen. Seien Sie also geduldig. Kurze Reprisen, oft Pausen, viel Lob!
  • Alles was im toten Winkel direkt hinter dem Pferd passiert, ob Anlaufen oder hohe Abgänge nach hinten, sollten angangs vermieden werden, da das Pferd scheuen oder austreten könnte. Die Höhe der Schwünge und Abgänge wird nur allmählich gesteigert – mit viel Rückversicherung!
  • Auf dem Pferd soll der Voltigierer das Pferd überall berühren, vom Hals bis zur Kruppe. All das ebenfalls mit Beruhigung und guten Worten.
The horse is gently introduced to the idea that we intend to use his whole body from neck to croup.  Be ready for some small protest bucks - do not punish the horse for this! Refer to "Equestrian Vaulting - a Handbook" for further instruction.

The horse is gently introduced to the idea that we intend to use his whole body from neck to croup.
Be ready for some small protest bucks – do not punish the horse for this!
Refer to “Equestrian Vaulting – a Handbook” for further instruction.

  • Choose your most confident vaulters for the first double exercises, light ones if possible. When first standing on the croup, make sure they are aware of the horse’s sensitive areas and don’t poke their toes into his kidneys. A few little bucks in protest can be expected here – don’t punish the horse for this! Just ignore it and keep him going. Let the vaulter hang on to his helper securely and tell her to avoid crashing down on the horse’s back at all cost – rather to jump free to the outside. These first experiences are crucial for and remembered by the horse! If they are very uncomfortable, he will not want to become a vaulting horse!
  • Für die ersten Doppelübungen wählen Sie Ihre selbstsichersten Voltis aus, und wenn möglich leichte. Beim ersten Stehen auf der Kruppe sollen diese die empfindlichen Stellen des Pferderückens genau kennen und nicht ihre Zehen in seine Nieren bohren. Ein paar kleine Protestbocker kann man hier schon erwarten – strafen Sie nicht dafür! Ignorieren Sie es einfach und treiben das Pferd zum Weiterlaufen an. Der Volti hält sich an seinem Helfer fest und muß nach Möglichkeit ein hartes Einsitzen auf dem Pferderücken vermeiden – es ist besser hier nach außen wegzuspringen! Diese ersten Erfahrungen merkt sich das Pferd! Wenn sie unangenehm sind, hat es keine Lust ein Voltigepferd zu werden!

Use a light and confident vaulter for first try. Do not dig toes into the kidneys! Do not punish the horse for this first little protest !!

Use a light and confident vaulter for first try. Do not dig toes into the kidneys! Do not punish the horse for this first little protest !!

  • The progression from walk to trot to canter is clear: in each new gait assume again that the horse knows nothing – he cannot draw logical conclusions like humans! An exercise in canter is a new and different thing from one in walk, so you must begin at the beginning again!
  • Keep in mind that it will be your fault, and definitely your loss, if your horse becomes “unsuitable” for vaulting! You must teach him in a way, which makes him feel good and each session worth it for the praise and treats received!
  • Include many breaks and hand-changes – unhook the side-reins each time. A horse detest boredom just like we do, so offer him a good variety of other activities (see “Playing with Horses” for ideas! He will love all of them!)

 

Conclusion:

  • It should be clear to you that lunging for a vaulting performance requires more reliance on your horse’s willing cooperation than any other type of lunge work. So be gentle and firm and above all clear in your demands. Don’t vent your frustrations on him or try to boss him around – this is not only about obedience! Your dependence on voice aids is great, as, with children in high exercises, you can’t apply sharp rein or whip aids without putting them into danger. Your attention must be unrelenting and with a new horse it is better if the lunger is not also the trainer of the vaulters at the same time. You must see trouble approaching before it happens, so your eyes must be on horse, vaulters and surroundings at the same time – this demands high concentration!
  • For all other safety training hints for accident prevention please refer to the “Equestrian Vaulting – a Handbook for Vaulters and Trainers” or the films “Equestrian Vaulting” (order through the website www. smarthorses.com).
  • Die Entwicklung vom Schritt zu Trab zu Galopp ist klar: in jeder neuen Gangart müssen Sie annehmen, daß das Pferd gar nichts weiß – es zieht keine logischen Rückschlüsse wie ein Mensch! Eine Übung im Galopp ist eine ganz andere Sache als im Schritt, so daß man immer wieder am Anfang anfangen muß!
  • Bedenken Sie immer, daß es Ihre Schuld und definitiv Ihr Verlust ist, wenn das Pferd sich entschließt für die Voltige “ungeeignet” zu werden! Sie müssen es ihm in einer Weise nahebringen, die es nach jeder Übungsstunde befriedigt läßt, mit der Einstellung, daß es das Lob und die Leckerli wert war!
  • Machen Sie viele Pausen und Handwechsel – jedesmal hängen Sie die Hilfszügel aus. Ein Pferd haßt Langeweile genau wie wir, also bieten Sie ihm auch viel Abwechslung mit anderen Aktivitäten (siehe “Playing with Horses” auch auf deutsch, mit vielen Ideen! Ihr Pferd wird begeistert sein!)

 

Zusammenfassung:

  • Es sollte Ihnen klar sein, daß Longieren für eine Voltigevorstellung mehr williges Mitarbeiten von seiten Ihres Pferdes verlangt als andere Longenarbeit. Also seien Sie sanft, aber bestimmt und vor allem in Ihren Anforderungen klar verständlich. Lassen Sie nicht Ihren Frust an ihm aus und kommandieren es nicht herum – es dreht sich hier nicht nur um Gehorsam! Sie müssen sich oft auf Stimmhilfen verlassen können, wenn Kinder sich in hohen Übungen befinden und Sie keine scharfen Paraden oder Peitschenhilfen einsetzen können, ohne sie zu gefährden. Ihre Aufmerksamkeit muß unerbittlich sein. Mit einem grünen Pferd ist es auch besser, wenn der Longeur nicht gleichzeitig der Trainer der Kinder sein muß. Sie müssen Probleme erkennen, ehe sie passieren, und Ihre Augen müssen auf Pferd, Umgebung und Kindern gleichzeitig sein – das verlangt hohe Konzentration!
  • Für alle anderen Sicherheitsvorkehrungen beim Training zur Unfallsvermeidung sehen Sie das “Equestrian Vaulting – a Handbook for Vaulters and Trainers” mit vielen Illustrationen und in leichtem Englisch geschrieben oder die Filme “Breitensport Voltige”. (Bestellung durch die Website www.smarthorses.com)

Work on the Lunge Line – Blog 17: The true dialogue on the lunge line

Posted on by Jutta Wiemers

Work on the Lunge Line – Part 17

Arbeit an der Longe – Teil 17

Warm-up phase:

  • A minimum of 10 minutes (more if your horse comes straight from the stall) must be allowed to warm up the muscles and joints with lunge clipped into the halter or cavesson, just in case you get some exuberant bucks. Don’t let your horse run though… if he needs to burn off steam in a dramatic way this should happen at liberty. He should experience lunging on the circle from the start as a disciplined activity for schooling purposes! After a few rounds with some voltes included, put him into an active working trot and give with your hand, if he stretches. Do some hand-changes. Watch for a good natural rhythm, “happy” ears (no wind-sucking noises in geldings) and relaxed snorting.

Schooling Phase:

  • Here begins the True Dialogue: Now you may attach fairly long running reins and the lunge line to the bit of the bridle.
  • Send the horse onto a large circle, first on the easy side (right if your horse is hollow to the right or vice versa) and in walk. Keep him “out!” so that the lunge is slightly taut, pointing the whip to his shoulder. To get his attention include some large voltes and bring him to a halt several times. Also walk with him, give gentle half halts on the lunge, whenever it is taut enough so the horse feels it. As soon as the horse reacts by mobilizing his jaw, i.e. he starts to chew or play with the bit, instantly relax your fingers as well. Relaxation of the mouth will lead to general relaxation.
  • You aim to achieve that your horse plays with the bit pretty constantly – plays with it or “swallows” it – not hectic champing!! You will most likely not achieve this right away, but don’t despair. In case of doubtGIVE ! You will certainly never teach your horse to seek the bit (and therefore the dialogue with you) by pulling, just because it is so difficult to keep the lunge line taut.
  • Often this is easier in trot. Give gentle half halts, change the gait frequently. Define to yourself at each and every moment, just WHAT you want to achieve.
  • Remember the ten laws of shaping (re-read the H.E.M. Blogs again!): your horse can only understand and learn if you work on one aspect at the time only.  So either you work on achieving the chewing action, or a regular circle or gait – but at the beginning NOT both !!
  • If you cannot get your horse to chew at all, you must now go to the very helpful video of M. Philippe Karl “The School of Légèreté” Part 1. Especially if you suspect that your horse has bad memories, being pulled on and rolled in and hurt in the mouth, this is the way to cure and convince him of your good intentions.
  • If all goes well, eventually your horse will drop his head, seek the bit and snort contentedly, but should not go to sleep! Keep the walk active and rhythmic. Keep playing with his mouth so the dialogue keeps going.

Your signals:

  • Your half-halt means: “Hey, I’m talking to you! Anyone home?”
  •  If he now starts to pull against your hand, your aid was too strong. Your horse has bad memories with hard hands – pull creates counter-pull!
  • If there is no answer, i.e. the horse ignores you either the respect is not established sufficiently (you often allow him to ignore you, to push into your space or to relax his attention) – back to respect-building exercises in the book “From Leading to Liberty”!
  • or your horse does not want to talk to you – why?
  1. Are you chatting with someone else and not giving him full attention? (Unfair of you!)
  2. Is he too distracted? (no stallion will pay attention to you, when a mare in heat is calling outside) – try to remove the distraction.
  3. Is he too busy with other things? (health concerns, biting flies, rubbing surcingle) – fix the problem.
  4. He has bad memories of “hard hands”. Here only patience and The School of Légèreté helps.
  • If your aid was not clear enough – he might be just tentative (has his ears on you but gives no response) because he is insecure of what you want. (Re-assure him, try again)
  • Remember to combine your lunge-aids with all other aids you have in your quiver: use voice and body language (including the handling of the whip) to help him understand.
  • Try to achieve the same soft mouth (chewing) in trot. Train on both hands. Be patient!
  • Adjust the running reins to get a bit more elevation. During schooling you will stop and do this often, depending on the reaction you get, or wish to get (see earlier Blogs). In all cases the horse’s nose must remain clearly in front of the vertical, otherwise the auxiliary reins are too short.
  • Change hands frequently and get a soft responsive mouth from your horse! Soft hands!
  • From here on repeat all the patterns we played before, always concentrating on having a relaxed and attentive horse! Take them from easy to more complex and take a step back to easier every time when the horse becomes fast, nervous, or shows signs of unhappiness.
  • Stop your work phase before the horse’s cooperation dwindles. At the end ask for an easy exercise, which you know he will perform gloriously. This is the high note to stop on! Praise…

 

The cool down phase:

  • Detach the running reins. What you do in the cool-down and how long it will be depends on the state of the horse. If he is tired, let him walk and change hands a few times. Still talk to him on the bit, but do not demand any “performance”. If he is quite hot, relax him in gentle trot and walk, then throw a light blanket over him. If he is not tired and still very motivated, we include some favourite games such as the Spanish Step – on voice also on the lunge line! I always end the session by a little walk along the road with a bit of  grazing – your horse will agree for sure. This is the best way to get a normally nervous horse used to roads and traffic! He is satisfied and slightly tired, he moves parallel with you and grazes, and thus fulfills all his natural desires!
  • The main thing is that the horse breathes calmly  at the end and is content, relaxed and cool.

The end goal of your schooling:

  • In the very end you want a horse who goes in self-carriage, calm, relaxed and collected. Please keep in mind that people who tell the beginner how to collect a horse simply on the lunge line are not telling the truth. This is impossible for a layman and in most cases is achieved only under an experienced rider.
  • If you pull on your horse and “drive him into the bit” from behind, you will certainly never achieve collection! It cannot be clear to your horse to step onto the breaks and the gas at the same time – be reasonable! You would only confuse him, loose his trust and make him avoid the famous “dialogue on the bit” as much as possible. Being on side reins (which many lungers then make too short in order to achieve the looks of collection!) he will roll himself in, get behind the bit to avoid the pain and damage his cramped back as a consequence.
  • Remember that to achieve extension we don’t work the horse exclusively long and deep: the gymnastic training effect is reached only through the frequent interchange of tension and relaxation, therefore of  extension and elevation (later collection).
  • It is your job as a horseman or horsewoman to help your horse to achieve the end goal. You keep in mind that a horse does not do something wrong on purpose – it is not possible for him to scheme like that! He always chooses a solution which seems the best answer to a certain situation at that time – and if that answer is not what you wanted, your demand was not clear enough.

 

Work over poles:

  • If your horse is relaxed rather than frightened he will always try to do your bidding. As he becomes more confident you can include some work over poles in your work phase. This makes the horse look down (conducive to relaxation) and watch out for his feet. If you played the Game “Leg counting machine” (From Leading to Liberty page 136) your horse will have no problem with this!
  • Set your poles at the correct distance for walk or trot (ask someone who knows if you don’t, as the distance depends on the size of the horse), and adjust them if the horse hits rather than clears them. As they are fanned out on the circle you can attempt to lengthen the horse’s stride by taking him more to the outside of the “fan”, so your distances can vary from 4 to 5 feet for example. Watch for the swinging back and regular rhythm. (click on picture for enlargement)