History of the Horse – Blog 09 – Pliocene 2

History of the Horse – Part 09 

Geschichte des Pferdes – Teil 09

Pliocene 2  

The animals:

  • Many of the animal species just carried over from the Miocene. The largest ones were the mastodons and giraffes. The first real pigs developed. Most of the rhinos died out in Europe, and the large sabre-tooth cats (see Blog 05) equally vanished – probably to the delight of our primeval horses! But lots of hyena-species remained, who were specialized in fast pursuit and hunted in packs. (Although the first “hominids” appeared about 20 million years ago, these were not remotely “human” yet and did not hunt our horses. In Europe they vanished during the late Miocene completely anyway.)

Development of the horses in Europe:

  • From the Merychippus lines now developed the species Hipparion – the most interesting immigrant into Europe from North America (see reconstruction below). They again came via the Bering Strait in large herds. Strangely enough they remained three-toed and relatively small – the size of small ponies or sheep dogs.
  • But they didn’t adapt well enough: with the climate change toward the next ice age they die out in both the old and new world.
  • Equally from the Merychippus developed the Pliohippus – and those were the first true one-toed horses.

Pliozän 2  

Die Tiere:

  • Viele Tierarten entwickelten sich einfach wie im Miozän weiter. Die größten waren die Mastodon und Giraffen. Die ersten wirklichen Schweine entwickelten sich. Die meisten Nashörner dagegen starben in Europa aus, und die großen mit riesigen Zähnen bewaffneten Katzen (siehe Blog 05) verschwanden auch, vermutlich zum Entzücken unserer Urpferde! Aber es gab viele Arten von Hyänen, die auf schnelle Verfolgung spezialisiert waren und im Rudel jagten. (Obwohl die ersten „Hominiden“ ungefähr vor 20 Millionen Jahren schon erschienen, waren die damals noch nicht sehr „menschlich“ und jagten die Pferde noch nicht. Außerdem verschwanden sie in Europa während des Miozäns sowieso wieder total.)

Entwicklung der Pferde in Europa:

  • Aus den Familien der Merychippus entwickelte sich die Art Hipparion – der interessanteste Einwanderer aus Nordamerika (siehe Rekonstruktion unten). Diese Pferde kamen wiederum über die Beringstraße und zwar in großen Herden. Seltsamerweise blieben sie dreizehig und relativ klein – so zwischen Pony- und Schäferhundgröße.
  • Aber sie konnten sich wohl nicht gut genug anpassen: mit einem Klimawandel in Richtung nächster Eiszeit sterben sie bald in der alten sowie neuen Welt wieder aus.
  • Ebenfalls aus der Merychippus-Linie entwickelte sich aber auch das Pliohippus – und diese waren die ersten wirklich klar einzehigen Pferde.
Hipparion3
Misnomer again?

  • Remember the Miohippus who did not live in the Miocene?
  • Recent research shows that that the namesake of the Pliocene did not live during this time period.
  • On the one hand this stems from the fact that all the epochs are compared to marine sediments in Europe. It is difficult to compare the ages of horses with invertebrate fossils. 
  • The Pliocene is now believed to have covered a period ranging from about 5.3 to 1.75 million years ago. It formerly included North American land mammals that are now regarded as being late Miocene. 
  • In essence, Pliohippus has been split into two genera. One of them includes horses with large facial depressions in front of their eyes. These lived during the Miocene, the last period we discussed.
Nochmal eine Falschbenennung?

  • Erinnern Sie sich an die Miohippus, die nicht im Miozän lebten?
  • Neuere Forschung belegt, daß der Namensvetter des Pliozän auch nicht während des Pliozäns existierte.
  • Einerseits kommt das daher, daß all die Epochen danach benannt sind, welche Meeresschichtgesteine in Europa gefunden wurden. Es ist aber schwierig, die Entwicklung der Pferde mit der von wirbellosen Versteinerungen zu vergleichen.
  • Heute glaubt man, daß das Pliozän eine Periode von vor 5.3 bis 1.75 Millionen Jahren umfaßte. Früher schloß man darin nordamerikanische Landsäugetiere mit ein, die man jetzt dem Miozän zuordnet.
  • Im Wesentlichen sind die Pliohippus in zwei Linien gespalten. Eine davon hat große Vertiefungen im Gesichtsknochen vor ihren Augen. Diese lebten im Miozän, der vorigen Epoche.

3-DinohippusPaintg

  • The skull of Pliohippus shows the characteristic pre-orbital fossae — deep depressions in front of the eyes. The function of this cranial structure is unknown. It may have been a site of attachment for lip muscles. But perhaps they were continuous with the nasal diverticulum, a nostril side branch that horses may use as a resonating chamber when vocalizing. So perhaps Pliohippus could produce vocalizations that Equus cannot.
  • Der Schädelknochen eines Pliohippus zeigt die charakteristischen vor den Augenhöhlen gelegenen Vertiefungen. Die Funktion dieser Struktur ist noch nicht bekannt. Vielleicht war das die Stelle, wo Lippenmuskeln ansetzten. Eventuell waren sie aber auch eine Fortsetzung des Nasendivertikulum (Einlass), ein Seitenarm der Nasenöffnung, den Pferde als Resonanzkammer nutzen, wenn sie Stimmlaute von sich geben. Vielleicht konnte Pliohippus also Laute hervorbringen, die unser heutiges Equus nicht mehr produzieren kann.
1-PlioDinoSkullCombo copy
  • The second genus, Dinohippus, includes horses with much smaller facial depressions (todays Equus lacks these depressions completely). They lived into the Pliocene.
  • (In my view, and if I am to believe the description, the pictures shown should be reversed! But this is how I found them in the Internet… I see much deeper depressions in the right illustration – this should be Pliohippus?)
  • At the end of the Pliocene our primeval horses were already so close to our present Equus that no more significant changes happened – just a development of the details. I just wish, the horses had retained those delightful striped stockings!
  • The Pliohippus lines are therefore the true forerunners of our present day horses as well as of zebras and donkeys.
  • Let’s briefly look back of how the primeval horses developed since the beginning (and we started in the Eocene, about 70 million years ago!).
  • Die zweite Art, das Dinohippus, schließt Pferde ein, die viel kleinere solche Vertiefungen im Schädelknochen haben  (unsere heutigen Pferde haben sie gar nicht mehr). Diese lebten im Pliozän.
  • (Meiner Ansicht nach, wenn ich der Beschreibung glauben darf, sind die Bilder hier vertauscht! Aber so erscheinen sie im Internet… ich sehe hier im rechten Bild mehr Vertiefung – das müßte das Pliohippus sein?)
  • Am Ende der Pliozän Epoche waren die Urpferde unseren heutigen Pferden schon so ähnlich, daß keine wesentlichen Veränderungen mehr eintraten – nur noch kleine Details entwickelten sich weiter. Ich wünschte nur, die Pferde hätten diese entzückenden gestreiften Strümpfe beibehalten!
  • Die Linien des Pliohippus sind daher wie wahren Vorläufer unserer Pferde, sowie auch der Zebras und Esel.
  • Wir wollen noch einmal kurz betrachten, wie sich die Urpferde seit Anfang (und wir haben ja im Eozän, also vor 70 Millionen Jahren angefangen!) verändert haben.

4-EvolutionBunt

Development of size:

  • In this compiled picture you can see very nicely in the bottom row, how the horses developed in size – our sweet Eohippus was merely as big as a fox.

Development of the Anatomy:

  • On the right you see how the anatomy of the leg bones changed, to adapt to ever greater need for speed of flight – which was caused by changing habitat. The horses needed to leave their hiding places in the underbrush and dare seek out more open spaces to find food in the savannah, where they were much more vulnerable. The changes in their habitat (because of climate change) caused a development in their teeth, which now had to chew much harder food. And this needed bigger chewing muscles, which in turn changed the shape of their heads.

Their habitat:

  • In the left columns one sees that the development of the horses mainly occurred in North America – though horses kept appearing in the European space several times, they always died out again, until Pliohippus came to stay.  Nothing at all happened in South America – although the land connection existed since the Pliocene and many other species migrated to the South, horses were not part of the movement. (In South America horses appeared only with the Spanish Conquista!)
Größenentwicklung:

  • Auf dieser Zusammenstellung sieht man sehr schön in der unteren Reihe, wie sich die Pferde in der Größe entwickelt haben – das süße Eohippus war ja nur etwa so groß wie ein Fuchs.

Veränderungen der Anatomie:

  • Rechts sieht man, wie sich die Anatomie der Beinknochen veränderte, um sich an die Notwendigkeit von immer schnellerer Flucht anzupassen – und diese wiederum hing ja mit dem Lebensraum zusammen. Die Pferde mußten ihre Verstecke im Unterholz verlassen und sich auf Futtersuche immer mehr in die freie Savanne wagen, wo sie verletzlicher waren. Die Veränderung des Lebensraumes (die mit dem Klimawandel zu tun hatte) bedingte eine Veränderung ihrer Zähne, die nun härtere Nahrung zerkleinern mußten. Und die nun nötigen massiveren Kaumuskeln zogen Veränderungen am ganzen Kopf nach sich.

Der Lebensraum:

  • Man sieht in den linken Spalten, daß sich die Entwicklung der Pferde hauptsächlich in Nordamerika abspielte – die Pferde drangen zwar immer mal wieder in den europäischen Raum ein, starben aber dort, bis das Pliohippus erschien, immer wieder aus. In Südmerika passierte gar nichts – obwohl die Landbrücke seit dem Pliozän vorhanden war, und viele andere Arten sich nach Südamerika auf den Weg machten, waren die Pferde nicht mit von der Partie. (Dort wurden die Pferde ja erst mit der spanischen Conquista eingeführt!)

5-CompareSkelettCombo

  • In the comparative skeleton picture one can nicely see, apart from the changes in the leg bones and the number of toes, how the shape of the spine developed: up to the Hipparion (at the beginning of the Pliocene) it was vaulted upward, and then became ever flatter as the horses became faster.
  • Although we, now at the end of the Pliocene, are still about 2 million years away from today, we are nevertheless quite close to our present horses.

 

Read on !!!

  • In den vergleichenden Skelettbildern unten sieht man, abgesehen von der Entwicklung der Beinknochen und Zehen, auch sehr schön, wie sich die Form der Wirbelsäule veränderte: bis zum Hipparion (am Anfang des Pliozäns) war sie nach oben gewölbt, und wurde dann mit zunehmender Schnelligkeit der Pferde immer abgeflachter.
  • Obwohl wir uns am Ende des Pliozän immer noch 2 Millionen Jahre in der Vergangenheit befinden, sind wir jetzt dem heutigen Pferd also schon sehr nahe.

 

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